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STD

Zweisamkeit geh√∂rt zu den sch√∂nsten Nebensachen der Welt. Doch h√§ufig wird vergessen, dass dabei auch Krankheiten √ľbertragen werden k√∂nnen. Wir haben daher eine √úbersicht √ľber die h√§ufigsten STD erstellt.¬† Zu den STD geh√∂ren unter anderem Chlamydieninfektion, Feigwarzen, Pilzerkrankungen, Tripper, Syphilis und HIV. Doch ihnen kann mit den richtigen Ma√ünahmen vorgebeugt werden. Von Laien werden STD meist synonym zu anderen Krankheiten verwendet. Doch dies ist nicht richtig. STD sind jegliche Erkrankungen, welche durch den Beischlaf √ľbertragen werden k√∂nnen. Sie k√∂nnen durch Viren, Bakterien, Pilzen, Arthropoden und Protozoen verursacht werden. STD unterliegen einer gesetzlichen Meldepflicht an die Beh√∂rden. Folgende √úbersicht stellt die STD dar. Im Anschluss werden die h√§ufigsten Erkrankungen davon n√§her vorgestellt.

Infektion mit Chlamydien

Weltweit geh√∂ren die Chlamydieninfektionen zu den h√§ufigsten Krankheiten, welche durch Kontakt √ľbertragen werden. M√§nner und Frauen sind von einer Infektion mit den kugelf√∂rmigen Bakterien gleicherma√üen betroffen. Typische Symptome bei beiden Geschlechtern ist ein andauernder, leichter, gelblicher sowie d√ľnnfl√ľssiger Ausfluss. Gelegentlich treten auch Schmerzen beim Urinieren auf.

Bei Frauen kann es aufgrund einer Chlamydieninfektion zu einer Geb√§rmutterschleimhautentz√ľndung kommen. Auch die Eileiter k√∂nnen betroffen sein. Meist treten die Anzeichen bereits sieben bis einundzwanzig Tage nach der Infektion auf. Viele Krankheitsf√§lle verbleiben unentdeckt, da die Symptome meist sehr schwach sind und insbesondere bei jungen Menschen kaum Beschwerden auftreten. Eine nicht behandelte Chlamydieninfektion kann jedoch zu diversen Sp√§tfolgen f√ľhren.

So kann bei M√§nnern eine bleibende Verengung der Harnr√∂hre entstehen. Frauen k√∂nnen zu Fehl- und Fr√ľhgeburten neigen. Ferner kann sich die Wahrscheinlichkeit auf eine Eileiterschwangerschaft steigen. Auch eine Unfruchtbarkeit ist denkbar. Um sich vor einer Ansteckung zu sch√ľtzen, sollten Pr√§servative beim Kontakt verwendet werden. Personen, welche ihre Partner h√§ufig austauschen, sollten sich zudem regelm√§√üig von einem Arzt untersuchen lassen. Behandelt wird eine bestehende Chlamydieninfektion mit Antibiotika, welche h√§ufig bis zu zwei Wochen eingenommen werden m√ľssen.

Feigwarzen

Feigwarzen bzw. Genitalwarzen werden durch humane Papillomaviren ausgel√∂st. Durch sie entstehen im Intimbereich graue bis hellrosafarbene sowie spitze Hautwarzen. M√§nner und Frauen k√∂nnen davon betroffen werden. Die Mehrzahl der Viren ist harmlos. Circa 20 % von ihnen k√∂nnen jedoch zu erheblichen gesundheitlichen Risiken f√ľhren. So wird vermutet, dass die Papillomaviren einen Geb√§rmutterhalskrebs provozieren k√∂nnen

Die Therapie der Feigwarzen ist relativ leicht. Je kleiner ihr Durchmesser ist und je fr√ľher sich der Betroffene in Behandlung begibt, desto besser ist die Prognose. Durch ein Abtragen, Verreisen oder die Anwendung des Wirkstoffes Podophyllin k√∂nnen die Genitalwarzen entfernt werden. Hierbei ist jedoch zu ber√ľcksichtigen, dass die humanen Papillomaviren auch nach der Entfernung der sichtbaren Warzen im Organismus verbleiben. √Ąhnlich den Herpesviren k√∂nnen sie nicht nachhaltig vernichtet werden. Aus diesem Grund k√∂nnen sich die Feigwarzen stets erneut bilden.

Pilz Erkrankungen

Meist werden die Pilzerkrankungen an den Genitalien durch Hefepilze verursacht. Diese Pilze sind in einer √ľberschaubaren Anzahl bei den meisten Menschen in der Keimflora nachzuweisen und f√ľhren meist zu keinen Beschwerden. Daher findet sich bei Frauen stets eine geringe Zahl an Hefepilzen in der Vulva. In einer gesunden Scheidenflora sind jedoch hinreichend s√§urebildende Bakterien vorhanden, welche eine zu hohe Anzahl an Hefepilzen verhindern. Die Gr√ľnde, warum sich diese Pilze gelegentlich vermehren k√∂nnen und dadurch eine Infektion ausl√∂sen, sind vielf√§ltig. Zum einen kann die Ursache eine √ľbertriebene Pflege der Genitalien sein. Wird beispielsweise durch Scheidensp√ľlungen das nat√ľrliche Gleichgewicht in der Keimflora gest√∂rt, kann es zu einer Pilzinfektion kommen. Sie k√∂nnen durch den Verkehr auf den Partner √ľbertragen werden. Ein Kondom kann vor einer Pilzkrankheit sch√ľtzen.

Wenn eine Pilzerkrankung vorliegt, macht sie sich durch unterschiedliche Symptome bemerkbar. Bei Frauen entstehen meist eine Schwellung sowie eine entz√ľndliche R√∂tung im Intimbereich. Ferner kann es zu Schmerzen beim Beischlaf kommen und die Frau bemerkt einen wei√ülich-br√∂ckeligen Ausfluss. Das unangenehmste Symptom ist jedoch meist der einhergehende Juckreiz an der Scheide. Bei M√§nnern macht sich die Infektion durch eine Entz√ľndung an der Eichel sowie an der Vorhaut bemerkbar. Eiche und Vorhaut sind ferner stark ger√∂tet und ein N√§ssen kann auftreten. Gelegentlich entwickelt sich zudem ein brennender Schmerz. Es gibt unterschiedliche Behandlungsm√∂glichkeiten, welche lokal auf die Genitalen aufgetragen werden. Dies sind sogenannte Antimykotika in Form von Gels, Cremes und Salben. Ferner existieren Tabletten. Um das nat√ľrliche saure Milieu schnellstm√∂glich wieder herzustellen, werden zudem h√§ufig Z√§pfchen eingesetzt, welche Milchs√§urebakterien enthalten. Sollte die lokale Behandlung nicht erfolgreich sein, kann auch eine innerliche Therapie mit einem Pilzmittel vorgenommen werden. Dies ist insbesondere ratsam, wenn aufgrund einer Immunschw√§che der Pilzbefall wiederholt auftritt.

Syphilis

Die Anzeichen einer Syphilis betreffen nicht nur die Organe, sondern k√∂nnen auch an anderen Teilen des Organismus auftreten. Verursacht wird die Erkrankung durch Bakterien des Typs „Treponema pallidum“. Typische Symptome des Anfangsstadiums sind eine Entwicklung von Geschw√ľren an den Schleimh√§uten. √úberall auf der Welt ist diese Infektionskrankheit verbreitet. Etwa doppelt so viele M√§nner wie Frauen werden von ihr betroffen. Aufgrund einer effektiven Behandlung mit Antibiotika ist die H√§ufigkeit jedoch stark zur√ľckgegangen. Die Erkrankung verl√§uft in diversen Stadien. Auf die einschl√§gigen Anzeichen folgen immer wieder beschwerdefreie Perioden. Circa drei Wochen nach der Erstinfektion entstehen schmerzlose, kleine Geschw√ľlste, welche braunrot sind und sich im Mund- oder Intimbereich lokalisieren. Die Geschw√ľlste sind sehr infekti√∂s.

Zum gleichen Zeitpunkt kommt es ferner zu einer Schwellung und Entz√ľndung an den Lymphknoten, da der Krankheitskeim bis zu den Gef√§√üen vorgedrungen ist. Wird das Geschw√ľr nicht behandelt, heilt es nach etwa f√ľnf Wochen selbst ab. Nur eine Narbe zeugt noch davon. Nach circa sieben bis zehn Wochen zeigen sich weitere allgemeine Krankheitssymptome, zu denen Halsschmerzen, Kopfschmerzen, Fieber, Appetitverlust, Abgeschlagenheit, Gelenkschmerzen und Gewichtsabnahme geh√∂ren. Dies bedeutet, dass sich der Erreger bereits im ganzen K√∂rper verbreitet hat. S√§mtliche Lymphknoten weisen Schwellungen auf und die Haut offenbart braunrote Flecken sowie Kn√∂tchen an den unterschiedlichsten K√∂rperstellen. Mit der Zeit vergehen diese Beschwerden und es folgt eine beschwerdefreie Zeit, welche meist ein Jahr andauert. Danach treten sie erneut auf.

Die sogenannte Sp√§tsyphilis ist in vielen Teilen der Welt selten geworden, da die Krankheit meist vorher behandelt werden kann. Es zeigt sich jedoch, dass bei HIV-Positiven mit Syphilis die Anzeichen einer Sp√§tsyphilis deutlich fr√ľher einsetzen k√∂nnen. Sie gehen einher mit starken Sch√§den an der Haut, den Gef√§√üen und den Muskeln. Im Endstadium wird sogar das Nervensystem angegriffen und kann ohne Therapie zum Tod f√ľhren. Zur Therapie werden Antibiotika eingesetzt, welche die Erkrankung sehr gut bek√§mpfen k√∂nnen.

Tripper bzw. Gonorrhoe

Durch das extrem ansteckende Bakterium „Neisseria gonorrhoea“ wird die STD Tripper verursacht. Meist erfolgt die √úbertragung √ľber ungesch√ľtzten Beischlaf. Von der Erkrankung werden jedoch nicht nur die Intimsph√§re betroffen, sondern auch der Enddarm und der Rachen k√∂nnen befallen werden. Da Tripper zu Beginn meist keine Beschwerden zeigt, kann sie schnell chronisch werden und somit sogar zur Unfruchtbarkeit f√ľhren.

Lassen M√§nner ihre Erkrankung nicht behandeln, kann es zu einer Infektion der Nebenhoden, der Prostata und somit ebenfalls zur Unfruchtbarkeit kommen. Wenn sich dennoch Symptome bemerkbar machen, handelt es sich meist um brennende Schmerzen beim Urinieren sowie einem milchigen, eitrigen Ausfluss. Durch diverse Antibiotika kann diese Krankheit meist behandelt werden. Gelegentlich treten Bakterienst√§mme auf, welche gegen viele Antibiotika resistent sind. Vor einer Ansteckung kann sich mit einem Kondom wirksam gesch√ľtzt werden.

Infektion mit HIV und AIDS

Anfangs der 1980er-Jahre ist zum ersten Mal die sehr gef√§hrliche Immunschw√§che AIDS beobachtet worden. Es gibt zwar inzwischen Behandlungsma√ünahmen, welche einen Ausbruch der Erkrankung verz√∂gern und somit HIV-Infizierte eine h√∂here Lebenserwartung und Lebensqualit√§t haben. Die Krankheit AIDS z√§hlt jedoch immer noch zu den Erkrankungen, welche nicht geheilt werden kann. In den vergangenen zwanzig Jahren haben sich auf der Welt mehr als 40 Millionen Menschen mit dem fatalen Immundefizienz-Virus HIV angesteckt. Ausl√∂ser der Krankheit ist das HI-Virus, welches sich in den K√∂rperfl√ľssigkeiten befindet. Im Blut und im Sperma finden sich besonders hohe Konzentrationen.

√úbertragen wird das Virus meist durch ungesch√ľtzten Beischlaf, weshalb die Erkrankung zu den STD gez√§hlt wird. Es gibt aber auch andere √úbertragungsm√∂glichkeiten. Die Diagnose erfolgt √ľber eine Blutprobe, welche nach HIV-Antik√∂rpern analysiert wird. Diese lassen sich f√ľr gew√∂hnlich sechs bis zw√∂lf Wochen nach einer m√∂glichen Ansteckung diagnostizieren. Wer in Kontakt mit virushaltigen K√∂rperfl√ľssigkeiten kam und somit eine √úbertragung des HI-Virus wahrscheinlich ist, kann sich mit einer Postexpositionsprophylaxe behandeln lassen. Diese sollte in den ersten 24 Stunden nach der potenziellen Ansteckung erfolgen und setzt sich aus einer Anti-Virus-Therapie zusammen. Es ist eine aufwendige Behandlungsform, welche sich √ľber diverse Wochen hinweg zieht.

STD vorbeugen

Es gibt verschiedene M√∂glichkeiten, sich effektiv vor einer Ansteckung mit einer STD zu sch√ľtzen. Diese beginnen damit, dass jeder Mensch R√ľcksicht auf seine Gesundheit und die der anderen Menschen nehmen sollte. Eine weitere Ma√ünahme ist, beim Kontakt nicht auf ein Pr√§servativ zu verzichten. Dies ist das effektivste Mittel abgesehen von der Abstinenz, um sich gegen eine STD zu sch√ľtzen. Das Pr√§servativ sollte beim Verkehr benutzt werden. Eine CE-Kennzeichnung sowie ein g√ľltiges Haltbarkeitsdatum weisen auf die Qualit√§t hin. Gleitmittel auf Wasserbasis sch√ľtzen vor einem m√∂glichen Rei√üen des Kondoms. Auch das Frauenkondom sch√ľtzt vor STD.

Ferner minimiert eine regelm√§√üige Hygiene der Intimregionen das Risiko vor einigen Krankheiten Um die nat√ľrliche Flora nicht aus dem Gleichgewicht zu bringen, sollte sich jedoch nur mit Wasser und einer pH-neutralen Seife gewaschen werden. Aggressive Seifen sowie Sp√ľlungen erreichen nur den gegenteiligen Effekt.

Treten Beschwerden auf, zu denen beispielsweise Juckreiz, Hautreizungen oder ein Brennen im Genitalbereich geh√∂ren, ist eine falsche Scham nicht angebracht. Betroffene sollten sich umgehend von einem Arzt untersuchen lassen, damit eine etwaige Krankheit fr√ľhzeitig erkannt werden kann. In dieser Zeit sollte auf jeglichen ungesch√ľtzten Beischlaf verzichtet werden, damit die m√∂gliche Erkrankung nicht weitergegeben werden kann. Des Weiteren gibt es f√ľr einige STD eine Schutzimpfung. So gibt eine Impfung gegen Hepatitis B. Eine HPV-Impfung sch√ľtzt vor einer Infizierung mit den humanen Papillomviren, welche einen Geb√§rmutterhalskrebs provozieren k√∂nnen.

Liste von verbreiteten STD

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Dieser Artikel wurde von Marion zuletzt √ľberarbeitet am: 12. Oktober 2020.
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