Hepatitis F

Als Hepatitis wird in der Medizin eine Entzündung des Lebergewebes bezeichnet. Diese Bezeichnung ist allgemein auch in breiten Bevölkerungskreisen sehr bekannt. Sie führt zu einer massiven Zellschädigung in der Leber und einer folgenreichen Funktionsbeeinträchtigung. Sie kann von mehreren verschiedenen Viren und anderen Faktoren ausgelöst werden. Andere Faktoren wären zum Beispiel eine physikalische oder mechanische Schädigung. Auch toxische Sunstanzen können Ursache der Hepatitis sein. Die Viren tragen Buchstabenbezeichnungen. Die Buchstabenbezeichnungen wurden den Viren nach der Reihenfolge ihrer Entdeckung gegeben. Es gibt Hepatitis A, B, C, D und E-Viren. Das Hepatitis-F-Virus ist allerdings bis jetzt noch nicht ganz allgemein anerkannt. Bildet es die Ursache für die Hepatitis, wird diese als Hepatitis F bezeichnet. In diesem Bereich wird weiter geforscht. Viele Dinge sind noch nicht ganz geklärt und es könnte in der Zukunft noch weitere wichtige Erkenntnisse geben.

Wissenschaftler aus Indien entdeckten das Virus vor einiger Zeit im Zusammenhang ihrer Arbeiten zum Thema Hepatitis. Im Rahmen ihrer Forschungen fanden sie dabei keine den bisherigen Formen von Hepatitis zuordenbare Virenpartikel. Sie bezeichneten sie deshalb als Hepatitis F. Allerdings sind sich die Mediziner noch nicht einig, ob Hepatitis F ein eigenständiges Virus ist oder lediglich ein mutiertes Hepatitis-B-Virus. Hier sind in nächster Zeit noch neue Erkenntnisse zu erwarten. Diese werden endgültig erklären müssen, ob dieses Virus tatsächlich eine eigenständige Erscheinung ist. Es wird aber vermutet, dass eine Leberentzündung auch durch den Virus Hepatitis F hervorgerufen werden kann. Gesicherte Erkenntnisse darüber liegen bis heute noch nicht vor. (Stand Oktober 2012)

Ursachen

Ob das Hepatitis-F-Virus wirklich existiert, ist noch nicht eindeutig klar. Es gibt aber bereits Vermutungen darüber, wie es übertragen wird. Die Übertragung könnte oral, fäkal, über kontaminiertes Trinkwasser oder verschiedene Lebensmittel erfolgen. Gleichzeitig ist eine Ansteckung beim Geschlechtsverkehr denkbar. Die Übertragung ist also ähnlich wie bei Hepatitis A oder Hepatitis E. Allerdings sind die Erkenntnisse bisher nicht gesichert. Die weitere Forschung wird zeigen, ob sich diese Vermutungen bestätigen werden.

Symptome

Es gibt noch keine Angaben zu den Beschwerden, welche speziell durch Hepatitis F verursacht werden, da seine Existenz noch gar nicht geklärt ist. Die Wissenschaftler sind sich aber bereits einig, dass der Hepatitis-F-Virus wohl kein für den Menschen relevanter Erreger ist. Es wird vermutet, dass er bei den Menschen ganz selten eine Infektion auslöst. Das Infektionsrisiko kann nach dem bisherigen Stand der Erkenntnisse bei Hepatitis F allerdings nicht ausgeschlossen werden.

Diagnose

Die Hepatitis-F-Infektion lässt sich bis jetzt noch nicht sicher diagnostizieren.

Therapie / Behandlung

Therapiemöglichkeiten speziell gegen eine Hepatitis F Infektion gibt es bisher nicht. Da die Infektion nach dem momentanen Erkenntnisstand keine nennenswerten Symptome verursacht, wird eine Behandlung derzeit als nicht sinnvoll angesehen. Der Hepatitis-F-Virus ist keine Gefahr für die Menschen. Allerdings müssen alle Wirkungen der Hepatitis F noch ausreichend geklärt werden, ehe eine genaue Aussage möglich ist.(Stand Oktober 2012)

Verlauf

Kommt es vor, dass ein Hepatitis- F -Virus tatsächlich eine Hepatitis auslöst, verläuft diese im Prinzip genauso so wie ähnliche Fälle dieser Krankheit. Die Schädigung und anschließende Zerstörung der Leberzellen steht dabei immer am Beginn des Krankheitsverlaufs. Es ist so, dass sich die verschiedenen Formen der Hepatitis bei der beginnenden Leberschädigung nur in der Dauer und der Schwere unterscheiden. Wie lange dieser Beginn dauert, ist ebenfalls sehr unterschiedlich. Bei den Folgen zeigt sich fast immer ein einheitliches Krankheitsbild. Es kommt zu einer Freigabe von verschiedenen Entzündungsmediatoren, in erster Linie werden Zytokine freigesetzt. Dann wandern Makrophagen und Leukozyten ins Gewebe der Leber ein. Fieber, Leukozytose und eine erhöhte Blutsenkungsreaktion zeigen die Entzündung im menschlichen Körper an. Das kann im Labor und durch Untersuchungen festgestellt werden.

Danach kommt es zur Beeinträchtigung oder gar zum Absterben der Leberzellen. Enzyme und Proteine aus den abgestorbenen Leberzellen werden nach und nach freigesetzt, die Transaminasen steigen an. Dann wird die Stoffwechselfunktion der Leber stark eingeschränkt. Der Gallensäure- und Hämoglobinstoffwechsel wird gestört, im Blut sammelt sich Bilirubin an. Das zeigt sich in einer folgenden Gelbsucht ganz deutlich. Ein Schwächegefühl kann sich besonders durch den gestörten Energiestoffwechsel einstellen.

Die Blutungsneigung steigt, da die Faktoren, die zur Blutgerinnung führen, wesentlich vermindert werden. Freier Ammoniak kann nicht mehr in genügendem Maße aus der Blutbahn entfernt werden, dadurch kann die Enzephalopathie entstehen, die im Endstadium ein Leberkoma verursacht. Die Entzündung kann allerdings auch ohne Folgen abheilen. Viele Menschen merken deshalb nicht einmal, dass sie an Hepatitis litten. Oft sind sie dann erstaunt, wenn dieser Umstand bei einer späteren Untersuchung festgestellt wird. Verheilt die Entzündung allerdings nicht, setzt sich die Krankheit folgenschwer fort. Geschieht das nicht, wird das verlorene Lebergewebe durch sogenanntes Narbengewebe ersetzt. Es kommt zur Leberzirrhose, umgangssprachlich Leberzersetzung. Hier tritt dann letzten Endes der Tod ein.

Vorbeugen

Eine Impfung gegen Hepatitis F gibt es nicht. In südlichen Ländern sollte unbedingt auf die Nahrungseinnahme geachtet werden. Nur bekannte und abgekochte Speisen sollten genossen werden. Bei Beschwerden sollte ein Arzt aufgesucht werden.

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