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HIV Statistik

HIV, in der Medizin bekannt als Humanes Immundefizienz Virus, ist ein Virus aus der Familie der Retroviren, das nach einer Inkubationszeit von mehreren Jahren zur Immunschw√§chekrankheit AIDS f√ľhren kann. Statistiken zur Verbreitung von HIV haben in den letzten 25 Jahren immer wieder einen Anstieg verzeichnen k√∂nnen. Sch√§tzungen zufolge hat die Krankheit bereits 25 Millionen Menschen das Leben gekostet und kann damit als ernstzunehmende Pandemie bezeichnet werden. Nach Informationen des Robert- Koch- Institutes, haben sich im Beobachtungsjahr 2009 (impliziert alle bis zum 01.03.2010 gemeldeten HIV Infektionen) 2856 Menschen in Deutschland mit dem HI-Virus infiziert.

Verglichen mit den Jahren 2008 und 2007 ist hier kein signifikanter Anstieg zu bemerken. Eine besondere Risikogruppe stellen nach wie vor bi- und homosexuelle M√§nner (zusammengefasst unter „M√§nner, die Sex mit M√§nnern haben) dar. Die Zahl der HIV-Infektionen von M√§nnern, die Sex mit M√§nnern haben (MSM), stieg 2009 um etwa 3,3 % an verglichen mit den Zahlen des Vorjahres. Insgesamt ist der Anteil der HIV- Infizierten bei M√§nnern, die Sex mit M√§nnern haben mit circa 67 % immernoch der gr√∂√üte.

Bei Drogenkonsumenten, die durch unsterile Nadeln ebenfalls ein erh√∂htes Infektionsrisiko besitzen, ging die Zahl der Neuinfektionen sogar um 20 % zur√ľck. HIV betrifft jedoch nicht nur Deutschland, vor allem L√§nder der dritten Welt, die durch unzureichende Aufkl√§rung und h√§ufig nicht zur Verf√ľgung stehende Verh√ľtungsmittel im besonderen Fokus von AIDS- Forschung und Hilfsorganisationen stehen, haben mit einer st√§ndig steigenden Zahl von Neuinfektionen zu k√§mpfen. Besonders betroffen sind hier beispielsweise Afrika, S√ľdostasien und Lateinamerika.

Tragisch ist hier die Zahl der Kinder, die aufgrund von nicht verf√ľgbaren Medikamenten im Mutterleib oder bei der Geburt mit dem Virus infiziert wurden. Betroffen waren 2008 etwa 430000 Kinder. Eine H√∂chstzahl an Neuinfektionen wurde weltweit 1996 erreicht, als rund 3,5 Million erstmalige Diagnosen verzeichnet werden konnten. Vor allem bei ungesch√ľtztem Geschlechtsverkehr mit wechselnden Partnern besteht immernoch die h√∂chste Wahrscheinlichkeit sich mit dem HI-Virus anzustecken. Die M√∂glichkeit den Virus durch kontaminierte Bluttransfusionen zu erhalten ist hierbei vergleichsweise gering. Auch wenn sich der Anstieg der Neudiagnosen in Deutschland verlangsamt hat, m√ľssen die WHO und viele Hilfsorganisationen noch mehr Aufkl√§rungsarbeit leisten, um die Verbreitung des Virus weltweit eind√§mmen zu k√∂nnen.

(Vgl. http://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/H/HIVAIDS/hiv__node.html)

HIV Statistik Deutschland 2010

Es gibt aktuell noch keine abschlie√üende Statistik f√ľr das Jahr 2010. Fakt ist aber, dass das RKI (Robert-Koch-Institut), das als Organisation mit der √úberwachung der HIV Epidemie in Deutschland beauftragt ist, bereits erste Zahlen im Rahmen des Epidemiologischen Bulletins publiziert hat. Diese k√∂nnen unter oben genanntem Link eingesehen werden. Ein Besuch der RKI Homepage lohnt sich immer – insbesondere auch, weil hier absolut aktuelle Fakten und statistische Ergebnisse publiziert werden, die auf wissenschaftlich nachvollziehbarem Wege gewonnen wurden.

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Dieser Artikel wurde von Marion zuletzt √ľberarbeitet am: 12. Oktober 2020.
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