AIDS Kampagne

Die unabhängige Informationsplattform hiv-symptome.de hat die HIV ≠ AIDS Kampagne ins Leben gerufen, weil es eine alle gesellschaftlichen Schichten übergreifende Fehlinterpretation von HIV und AIDS gibt. Im Volksmund, aber auch im Verständnis vieler Menschen heisst die Krankheit „AIDS“ – davon, dass AIDS das Resultat einer HIV-Infektion ist und korrekterweise als AIDS-Vollbild zu bezeichnen ist, ist medial nur sehr, sehr selten die Rede.

Sicherlich ist es begrüßenswert, dass man heutzutage im Gegensatz zu den letzten Dekaden immer wieder in der Tageszeitung, in Magazinen, im TV, Radio und Internet mit dem Themenkomplex HIV und AIDS konfrontiert wird. Fakt ist aber auch, dass die Tatsache der gesellschaftsweiten Fehlbezeichnung ein klares Indiz dafür ist, dass gravierende bildungs-technische Defizite diesbezüglich vorhanden sind. Selbst große, ja auch öffentlich rechtliche Institutionen publizieren am laufenden Band Beiträge, die oft nur unzureichend zwischen HIV und AIDS differenzieren – dies zeigt, dass selbst erfahrene Journalisten nicht selten HIV und AIDS verwechseln.

Da weder in der Gesamtbevölkerung, noch in den Medien der Unmut über diesen Misstand merklich wächst, hat hiv-symptome.de diese AIDS Kampagne ins Leben gerufen. Wie jede Aktivität unserer Informationsplattform besteht aber auch die Intention, gleichzeitig aktive HIV Prävention zu betreiben und somit Menschen präventiv vor einer HIV Infektion zu schützen.

Der kombinierte Zweck dieser AIDS Kampagne zeigt aber auch auf, dass wir dringend auf die Unterstützung von Ihnen angewiesen sind. Wir bitten Sie daher – egal, ob Sie Privatperson, Mitarbeiter in einem Unternehmen oder Unternehmer sind – um Ihre Unterstützung. Wenn Sie unsere Kampagne unterstützen möchten, so können Sie dies ohne Geldspenden oder großen Zeitaufwand. Wir bitten Sie lediglich, dass Sie einen Link von einer anderen Webseite auf diese Kampagne setzen.

Egal, ob Sie ein privates Blog betreiben, ob Sie eine Unternehmenspräsenz besitzen oder ob Sie in einem Forum aktiv sind: wenn Sie uns kurz vorstellen und auf unsere Initiative verlinken, helfen Sie aktiv mit, die informativen Missstände zu bekämpfen. Je mehr Links zu unserer Kampagne verweisen, desto mehr Menschen können wir aufklären und fundiert über HIV und AIDS informieren. Selbstverständlich können Sie auch auf unsere Initiative direkt verweisen, um Ihre Unterstützung öffentlich zu manifestieren.
Bitte unterstützen Sie uns!

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HIV & AIDS Informationen

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AIDS Kampagne

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Was ist AIDS überhaupt?

Auch wenn es in den letzten Jahren etwas stumm wurde um das Thema „AIDS“, kann man eine deutlich gesteigerte mediale Aufmerksamkeit beobachten, die primär auf prominenten Einzelfällen basiert. Es längst an der Zeit, HIV und AIDS dauerhaft ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken und somit präventiv dazu beizutragen, dass die Anzahl der Neuinfektionen rückläufig wird. HIV-Symptome.de trägt seit Jahren aktiv dazu bei, den Themenkomplex „HIV und AIDS“ dauerhaft zu thematisieren und kontinuierlich darüber zu informieren.

AIDS steht im Englischen für „Acquired Immune Deficiency Syndrome“, was auf Deutsch soviel bedeutet wie erworbenes Immundefektsyndrom. AIDS ist die Folge einer HIV Infektion. Das HI-Virus (daher auch der Name „HIV“) ist ein Retrovirus, das über den Transfer von infektiösen Körperflüssigkeiten (Blut, Sperma und Vaginalsekret) übertragen wird.

Das HI Virus wiederum führt zu einer Schwächung des menschlichen Immunsystems. Der phasenweise Verlauf einer HIV Infektion führt schlussendlich zum sogenannten AIDS Vollbild. Dieses wird vom behandelnden Arzt dann diagnostiziert, wenn bestimmte Immundefekte (sog. „Opportunistische Infektionen“) vorliegen. Vor dieser Diagnose spricht man umgangssprachlich zwar auch von „AIDS“, aber dies ist defacto falsch. Ein HIV infizierter Mensch ist noch lange kein AIDS Patient!

HIV ungleich AIDS!

Dies liegt primär in der Tatsache begründet, dass AIDS die Folge einer HIV Infektion ist und nicht das Vorhandensein des HI Virus beschreibt. Das Missverständnis „HIV gleich AIDS“ hat aber neben der sprachlichen Ebene auch noch eine medizinische Dimension. Dies basiert darauf, dass die Forschung seit den 80er Jahren als das HI Virus zum ersten Mal aufgetaucht ist, massive Fortschritte gemacht hat.

Es wurden und werden seit den 80ern weltweit unzählige Studien durchgeführt und Forschungsreihen finanziert, um ein Mittel gegen AIDS oder gegen das HI Virus zu finden. Bisher ist dies nicht gelungen, da das HI Virus besonders wandlungsfähig ist und daher sehr schwer zu bekämpfen ist. Trotzdem gibt es eine ganze Reihe an Medikamenten, die HIV positive Menschen einnehmen können, um den Krankheitsverlauf zu verzögern. Aufhalten kann man ihn mit den aktuellen Medikamenten aber nicht.

Stirbt der Patient nicht vorher an einer anderen Ursache, so entwickelt sich HIV früher oder später auch bei Behandlung zum AIDS Vollbild. Die immensen Durchbrüche in der HIV Forschung ermöglichen aber eine massive Streckung der Krankheitsphasen, so dass es bei früher Erkennung der HIV Infektion mitunter jahrzehnte dauern kann, bis das AIDS Vollbild vorhanden ist.

Einer aktuellen Studie zufolge liegt die Lebenserwartung eines HIV Patienten, der zum Zeitpunkt der Infektion 20 Jahre als war bei 69,4 Jahren. Je schneller die Infektion erkannt wird, desto höher ist die Lebenserwartung. Wird die Infektion mit dem HI Virus jedoch erst spät erkannt, so sinkt die statistisch gemittelte Lebenserwartung auf 52,4 Jahre. Die Differenz zwischen einer frühen und einer späten Erkennung liegt bei über 17 Lebensjahren! Fakt ist, dass die Lebenserwartung von HIV Patienten heutzutage vergleichsweise hoch ist.

Dies wäre noch vor wenigen Jahren absolut undenkbar gewesen und ist einzig und allein den immensen Fortschritten der Forschung zu verdanken. Auch wenn eine HIV Infektion immer massive Einschnitte in das Leben eines Patienten bedeutet, so können HIV Patienten heute noch Jahre oder Jahrzehnte ein erfülltes Leben erleben. Fakt ist aber auch, dass die Begleiterscheinungen einer HIV Infektion – körperlicher, psychischer, und insbesondere auch gesellschaftlicher Art – oftmals alles andere als angenehm sind.

Das Leben der meisten Patienten ändert sich gravierend und wird ab dem Zeitpunkt der Infektion in gewissen Bereichen also fremdbestimmt. Es hat daher oberste Priorität, dass eine Infektion vermieden wird und, dass sich jeder testen lässt, der nicht sicher über seinen HIV Status bescheid weiss.

Wie infiziert man sich mit HIV?

Mit HIV infiziert man sich dadurch, dass eine ausreichende Menge infektiöser Körperflüssigkeit (Blut, Sperma, Vaginalsekret) von einem HIV positiven Menschen auf einen HIV negativen Menschen übertragen wird. Damit es zur Infektion kommen kann, muss die Übertragung so erfolgen, dass die Körperflüssigkeiten in den Blutkreislauf eindringen können; dies ist beispielsweise durch ungeschützten Geschlechtsverkehr, das Nichtbenutzen von HIV Handschuhen bei einem Unfall oder durch intravenösen Spritzengebrauch der Fall.

Die meisten Fälle von HIV Infektionen werden durch ungeschützten Geschlechtsverkehr – sowohl bei homo-, als auch bei heterosexuellen Menschen verzeichnet. Direkt darauf folgt der Drogenabusus. Fakt ist, dass man sich im alltäglichen Zusammenleben nicht mit HIV infizieren kann. Auch die gemeinsame Benutzung von Toiletten, Bädern und Besteck stellt kein Risiko dar.

Diagnose & HIV-Test

Das Wichtigste ist, eine HIV Infektion schnellst möglich zu diagnostizieren. Sofern man einem Risikokontakt ausgesetzt war und man fürchten muss, mit HIV infiziert worden zu sein, so sollte man sich unbedingt zeitnah testen lassen. Ein HIV Test gilt 6 Wochen nach dem Risikokontakt als sicher. Früher durchgeführte Tests müssen immer nach 6 Wochen nochmals durch einen erneuten Test verfiziert werden.

Heimtests sind im Übrigen nicht aussagefähig genug, um eine Infektion sicher zu diagnostizieren oder sicher auszuschließen – es ist daher unumgänglich, einen Test beim Hausarzt oder beim Gesundheitsamt durchführen zu lassen. Der Test beim Gesundheitsamt ist immer kostenlos und kann überall in Deutschland in Anspruch genommen werden.

Nochmals: es ist immens wichtig, eine HIV Infektion früh zu diagnostizieren. Auch, wenn der Weg zum Arzt für einen HIV-Test nicht leicht ist und auch Überwindung kosten kann, so kann der Test – selbst, wenn er negativ ausfallen sollte – dazu führen, dass man Jahre oder Jahrzehnte lang ein lebenswertes Leben führen kann, da man die potentielle Infektion frühst möglich diagnostiziert hat. Je früher die Infektion festgestellt wird, desto früher kann mit der Medikation begonnen werden und desto größer ist die Lebenserwartung des Patienten. Auch, wenn es lapidar klingen mag: man hat keine Angst vor dem Test, sondern vor dem Ergebnis und das wiederum steht schon vor dem Test fest. Wir raten daher immer zu einem HIV Test, wenn der eigene Serostatus nicht sicher bekannt ist.

Verlauf – von der HIV Infektion bis zum AIDS Vollbild

Dem Krankheitsverlauf steht die Infektion bevor. Insofern eine quantiativ ausreichende Menge infektiöser Körperflüssigkeit von einem HIV positiven Menschen auf den Organismus eines bis dato HIV negativen Menschen übertragen wird, so tritt das HI Virus in den Blutkreislauf ein. Nach der Infektion erfolgt erst einmal eine symptomfreie Phase. Erst nach dieser symptomfreien Zeit kommen bei einigen Patienten die sogenannten „Symptome der Akuten Phase“ zur Geltung.

Diese gleichen den Beschwerden, die man bei einer herkömmlichen Grippe oder einer vergleichbaren Erkältung hat. Sofern HIV Symptome auftreten, so sind diese niemals eindeutig als solche identifizierbar. Gleichermaßen kommt es aber auch vor, dass eine HIV Infektion komplett symptomfrei verläuft – genau hierin besteht auch eine elementare Gefahr, da man HIV anhand von Symptomen weder diagnostizieren, noch erkennen kann. Nur ein HIV Test gibt aussagekräftig Aufschluss darüber, ob eine Infektion mit dem HI Virus vorliegt, oder nicht.

Die HI Viren vermehren sich im Körper und die Zahl der körpereigenen Abwehrzellen sinkt. Gegen Ende der akuten Phase steigt der Wert der Abwehrzellen wieder an und die Latenzphase beginnt. Die Latenzphase bezeichnet die Phase, in der sich das Virus im Körper verbreitet. Die Anzahl der Immunzellen sinkt massiv. Die Latenzphase verläuft symptomfrei und kann sich auch gut über 10 Jahre oder mehr erstrecken.

Darauf hin folgt der sogenannte „AIDS related complex“ – kurz auch als ARC oder als ARC Phase bezeichnet. Im Rahmen des ARC treten Symptome ein, die nicht mehr verschwinden. Sie sind die Vorboten dafür, dass das AIDS Vollbild kurz bevor steht. Die Symptomatik verschwindet nicht mehr. Im Rahmen des darauf folgenden AIDS Vollbildes kommen Opportunistische Infektionen vor. Diese Infektionen reichen von der Lungenentzündung (von der schon eine leichte Version aufgrund des unterdrückten Immunsystems tödlich sein kann!) bis hin zu Tumoren. Der Patient stirbt infolge der Infektionen.

Behandlung / Therapie

Je früher eine HIV Infektion erkannt wird, desto länger kann durch eine aktive Medikation der Ausbruch von AIDS verzögert werden.Die medikamentöse Behandlung einer HIV Infektion bezeichnet man auch als antiretrovirale Therapie (ART) oder als hochaktive antiretrovirale Therapie (HAART). Die Medikation impliziert mindestens die Kombination von drei Wirkstoffen und führt somit dazu, dass die Vermehrung der HI Viren soweit gehemmt wird, dass die Viruslast unter die Nachweisgrenze im Blut sinkt und, dass der Ausbruch des AIDS Vollbildes so lange, wie möglich verzögert wird. Desweiteren wird ein erneuter Anstieg der CD4-Helferzellen angestrebt um das Immunsystem des Patienten nachhaltig zu stärken.

Sobald die Diagnose „HIV positiv“ gestellt wurde, sollte sich der Patient dauerhaft in medizinische Betreuung begeben. Auch die Involvierung eines Schwerpunkt Mediziners ist anzuraten, damit der Patient permanent überwacht und die Therapie an die aktuellen Gegebenheiten angepasst werden kann. Fakt ist, dass man bis zum AIDS Vollbild in Therapie bleibt. Die Therapie ist nicht kurativ – ein mit HIV infizierter Patient kann nicht geheilt werden.

Vor diesem Hintergrund wird es umso verständlicher, dass viele HIV und AIDS Patienten nicht nur medizinische, sondern auch weitergehende Betreuung benötigen. Viele Patienten werden berufsunfähig und/oder gehen in Frührente. Da die psychische Belastung für viele Patienten nicht alleine zu bewältigen ist, ist in vielen Fällen auch eine psychologische oder psychiatrische Betreuung des Patienten unumgänglich.

Es ist per se ratenswert, eine derartige Betreuung bereits im Vorfeld anzunehmen, um nachhaltige Folgen für das Berufs- und Privatleben durch aus mentalen Faktoren resultierenden psychischen oder physischen Stress zu vermeiden.

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