In st√§dtischen Gebieten Kenias ist der Anteil der mit HIV infizierten Menschen mit teilweise √ľber 20 Prozent extrem hoch. HIV in Kenia ist allgegenw√§rtig. Kenia geh√∂rt zu den am st√§rksten gef√§hrdeten Gebieten in Afrika. Der Staat Kenia liegt im S√ľdosten des afrikanischen Kontinents, z√§hlt zu den Entwicklungsl√§ndern, befindet sich jedoch auf einem guten Weg und ist strukturell besser gestellt, als seine Nachbarl√§nder √Ąthiopien, Somalia oder S√ľdsudan.

Die gute Lage mit Zugang zum Indischen Ozean, dem Viktoriasee, zahlreichen Naturparks und dem relativ angenehmen Klima (zwei Klimazonen) macht Kenia f√ľr Touristen attraktiv. Der Tourismus ist das st√§rkste wirtschaftliche Standbein Kenias. Abenteuerurlauber erkunden bei Safaris den enormen Tierreichtum des Landes, w√§hrend Sextouristen in den K√ľstenst√§dten und in der Hauptstadt Nairobi Ausschau nach jungen M√§dchen halten. Kinderprostitution und Kindesmissbrauch sind in Kenia ein gro√ües Problem.

„Eine Studie der UNICEF hat ergeben, dass 99 Prozent der Einwohner und Einwohnerinnen von Kenia wissen, dass es Kindersextourismus gibt. 76,3 Prozent sagen, dass sie diese Praxis als normal ansehen, w√§hrend nur 20 Prozent diese Praxis als unmoralisch und inakzeptabel betrachten.“ (Quelle: http://www.child-hood.com)

Aufgrund des schlechten Bildungsniveaus, der Perspektivlosigkeit und hohen Arbeitslosigkeit in weiten Teilen Kenias sehen sich zudem viele junge Frauen gezwungen, den Lebensunterhalt f√ľr die Familie mit Prostitution zu verdienen. Die Gefahr, sich und andere mit HIV in Kenia anzustecken, ist enorm gro√ü. Kinder sind besonders gef√§hrdet; sie infizieren sich bereits bei der Geburt oder durch die Muttermilch.

HIV in Kenia – ein Land in Wort und Zahl

Kenia verf√ľgt √ľber eine Fl√§che von 582.650 Quadratkilometern und hat knapp 39 Millionen Einwohner, bei einer Bev√∂lkerungsdichte von ca. 66 Menschen pro Quadratkilometern, wobei weite Teile des Landes nur sehr d√ľnn besiedelt sind. In der Hauptstadt Nairobi wohnen etwa 3 Millionen Menschen. Englisch ist in Kenia Amtssprache, Kisuaheli gilt als National-, Verkehrs- und zweite Amtssprache. In dieser Sprache wird auch an den Schulen unterrichtet. Im gesamten Land gibt es 40 unterschiedliche Volksgruppen und 61 verschiedene Sprachen und Dialekte, der gr√∂√üte eigenst√§ndige Volksstamm (22 Prozent der Gesamtbev√∂lkerung) spricht Kikuyu.

Weit verbreitet ist auch noch die Sprachvariante Ki-Settler, die sich zwischen wei√üen Siedlern und ihren einheimischen Bediensteten im Laufe der Kolonialzeit entwickelt hat und eine so genannte Lingua franca ist. Die offizielle Grundschulzeit betr√§gt in Kenia theoretisch 8 Jahre, das Lehrer-Sch√ľler-Verh√§ltnis liegt bei 1:100. Besser ausgestattete Schulen und Gymnasien sind kostenpflichtig, weiterf√ľhrende Schulen nur der „gehobenen Schicht“ zug√§nglich.

Damit ist vor allem f√ľr die arme Bev√∂lkerung keine umfassende Schulbildung m√∂glich, zumal die Schulpflicht nicht kontrolliert wird. Die Analphabetenrate betr√§gt 15 Prozent. Die Geburtenrate ist mit 5 Kindern pro Frau sehr hoch, eine Geburtenkontrolle existiert kaum. Das Bev√∂lkerungswachstum liegt bei 2,5 Prozent, wobei die S√§uglingssterblichkeit mit 5,5 Prozent √ľberdurchschnittlich hoch ist. Aufgrund von HIV in Kenia und hungerbedingten Krankheiten sinkt die durchschnittliche Lebenserwartung kontinuierlich und betr√§gt derzeit etwa 55 Jahre. Naturkatastrophen wie √úberschwemmungen und D√ľrre sind eine weitere Bedrohung. Afrika, vor allem Kenia, gilt als Wiege der Menschheit. Ausgrabungen haben bewiesen, dass sich in Kenia die Urform des Homo sapiens herausbildete. Afrika gilt jedoch auch als Ursprung des Aids-Virus. HIV in Kenia stellt ein gro√ües Problem dar. Vorbeugung und Aufkl√§rung wird vorwiegend von ausl√§ndischen Organisationen betrieben.

HIV in Kenia verringert die durchschnittliche Lebenserwartung

Nach Erhebungen der World Health Organization waren 2007 in Kenia 1,75 Millionen Menschen mit HIV infiziert, darunter 950.000 Frauen und 155.000 Kinder. Das sind jedoch nur Sch√§tzungen, denn exakte Zahlen gibt es nicht. Etwa 95 Prozent der Prostituierten sollen mit HIV in Kenia infiziert sein. Innerhalb des Jahres 2007 sterben an den Folgen von HIV in Kenia 110.000 Menschen. Eine gro√üe Gefahr f√ľr explosionsartige weitere Infektionen stellt der ungesch√ľtzte Geschlechtsverkehr dar, der von vielen Prostituierten (trotz Infektion) praktiziert wird. Die Infiziertenrate in St√§dten und stadtnahen Gebieten betr√§gt bereits 20 Prozent, √∂rtlich sogar mehr.

Aufgrund fehlender HIV-Tests wissen die wenigsten, dass sie infiziert sind. Der Anteil an HIV in Kenia liegt bei der Gesamtbev√∂lkerung inzwischen bei insgesamt etwa 10 Prozent. AIDS-Waisen bev√∂lkern die Waisenh√§user Kenias. Die meisten dieser Kinder haben ihre Eltern durch HIV in Kenia verloren und sind selbst infiziert oder an AIDS erkrankt. Durch den Ausbau des Tourismus und die Er√∂ffnung zahlreicher Vergn√ľgungslokale, Bars und Diskotheken hat sich die Nachfrage nach Prostituierten erh√∂ht. Manche junge M√§dchen (und Kinder) kommen aus extrem armen Verh√§ltnissen und geraten in die F√§nge von Menschenh√§ndlern, die ihnen angeblich gut bezahlte Jobs in den St√§dten anbieten. Eine Verh√ľtung oder der Schutz vor HIV in Kenia wird den Prostituierten und deren Freiern selbst √ľberlassen.

Kinder von AIDS-kranken M√ľttern landen nach deren t√∂dlicher Erkrankung auf der Stra√üe, sind oft selbst infiziert und geraten ebenfalls in diesen Kreis von Geburt, Sex, HIV in Kenia und Tod. Sich mit HIV in Kenia anzustecken, bedeutet f√ľr Einheimische meist das Todesurteil. F√ľr Touristen ist die Gefahr, sich mit HIV in Kenia anzustecken, besonders hoch, auch wenn nicht jeder Sexkontakt zu einer Infektion f√ľhrt. HIV ist nicht von au√üen erkennbar, solange die Krankheit (AIDS) nicht ausgebrochen ist. Sextouristen kommen vorrangig aus den europ√§ischen L√§ndern Italien, Schweiz und Deutschland. Die Touristen verlassen das Land wieder, die Probleme bleiben. Ohne HIV in Kenia w√ľrde die durchschnittliche Lebenserwartung der Bev√∂lkerung bei 65 Jahren liegen – mit HIV in Kenia liegt die Lebenserwartung derzeit bei 45 Jahren. Wer den Verdacht hat, sich mit HIV in Kenia infiziert zu haben, sollte sich umgehend um eine „Post Expositions Prophylaxe“ (PEP) k√ľmmern.

Weitere Informationen zu HIV in Kenia

2008 entdeckten Kanadische Forscher bei Prostituierten mit HIV in Kenia eine erh√∂hte Pr√§senz einer „antiviralen Proteinmischung, welche zur Immunabwehr und zur Regulation von Entz√ľndungsreaktionen“ verantwortlich sind. 2.000 Frauen wurden Vaginalfl√ľssigkeit und Proben der Geb√§rmutterhalsschleimhaut entnommen. Etwa 140 waren „scheinbar“ immun gegen HIV. Bei diesen Probandinnen wurde eine „bis zu achtfache Menge dieser entz√ľndungshemmenden Proteine“ nachgewiesen. (Vgl. www.wissenschaft.de)

Die Wissenschaftler sehen in diesen speziellen Vaginalproteinen einen m√∂glichen neuen Forschungsansatz, um HIV und die daraus folgende Immunschw√§chekrankheit AIDS zu bek√§mpfen. HIV in Kenia ist deshalb nicht besser behandelbar als in der √ľbrigen Welt. HIV gilt nach wie vor als unheilbar, nur der Ausbruch von AIDS kann mit geeigneten Medikamenten und entz√ľndungshemmenden Mitteln verz√∂gert werden, so dass HIV-Infizierte in westlichen L√§ndern inzwischen ein weitgehend beschwerdefreies Leben f√ľhren k√∂nnen. Menschen mit HIV in Kenia bleiben von diesen Fortschritten weitgehend unbehelligt, denn wirksame Medikamente k√∂nnen sie sich ohnehin nicht leisten. Obendrein sind HIV-Tests f√ľr viele unbezahlbar, so dass viele Menschen nicht wissen, dass Sie an HIV in Kenia erkrankt sind. Die Pflege von AIDS-Patienten wird von zahlreichen weltweit t√§tigen Hilfsorganisationen √ľbernommen. Diese k√ľmmern sich auch um die Integration und Selbstbestimmung von Frauen, um die Aufkl√§rung in den l√§ndlichen Gebieten und um AIDS-Waisen

HIV ist nicht mit Hygiene beizukommen, erh√∂hte Hygienema√ünahmen und Desinfektion kann jedoch die HI-Viren an ihrer Ausbreitung bzw. Festsetzung behindern, da diese bei Kontakt mit Luft und konzentriertem Alkohol sofort absterben. Diese Information betrifft vor allem Drogens√ľchtige in den gro√üen St√§dten. Prostituierte m√ľssen mit Kondomen arbeiten, um HIV in Kenia an seiner Ausbreitung zu hindern. Das ist ein langer und schwerer Weg und nur mit umfassender Aufkl√§rung und westlicher Hilfe zu erreichen.

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Dieser Artikel wurde von Marion zuletzt √ľberarbeitet am: 12. Oktober 2020.
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