HIV in Thailand

Das Königreich Thailand in Südostasien gilt als sehr beliebtes Reiseziel der Deutschen. Und das nicht nur, weil die Strände besonders weiß, das Wetter besonders schön und das Essen besonders schmackhaft sind. Nein, es ist leider auch die käufliche Liebe, die immer mehr Touristen in dieses wunderschöne Land zieht. Doch Thailand mit seinen rund 70 Millionen Einwohnern hat mit einem großen Problem zu kämpfen. Es heißt HIV und lässt die sonst sehr gute Gesundheit der Thailänder etwas ins Wanken geraten.

Auch die recht hoch entwickelte medizinische Versorgung im Land und die traditionelle Heilkunde können dagegen nicht nur bedingt etwas tun. Zwar reagierte die Regierung unlängst mit drastischen Aufklärungsmethoden und gut finanzierten Programmen gegen die unheilbare Krankheit. Doch seit der ersten Erkrankung im Jahr 1984 sind mehr als 600.000 Personen an dieser heimtückischen Krankheit gestorben. Eine große Zahl, die dem Land noch viel abverlangen wird.

Ursachen für HIV in Thailand

Die Hauptursache für HIV in Thailand liegt an der Tatsache, dass zu viele Menschen ungeschützten Sex praktizieren. Dies ist so, weil der medizinische Fortschritt im Land sonst sehr gut ist und die Ansteckung durch unhygienische Bedingungen bei Behandlungen oder ähnliches sehr unwahrscheinlich ist. Da Thailand einen recht florierenden Tourismus hat, der mitunter auch deshalb funktioniert, weil viele alleinstehende Männer in das Land reisen, um die Dienste von Prostituierten zu nutzen, ist die Verbreitung der Krankheit besonders in dieser Branche sehr verbreitet.

Denn viele Freier möchten kein Kondom benutzen. Die Frauen gehen oftmals auf diese Wünsche ein, weil der Sex ohne Kondom mehr Geld einbringt und sie die Kunden nicht verlieren möchten. Würden sie den Wunsch der Kunden ablehnen, so wird eine andere Dame den Wunsch erfüllen und das meist dringend benötigte Geld verdienen. Nur wenn es gelingt, diesen Kreislauf zu durchbrechen und die Benutzung von Kondomen als Selbstverständlichkeit zu etablieren, wird man die Ansteckungsrate weiter senken können und den Trend zu weniger Kranken beibehalten.

Zentren der Ansteckung mit HIV in Thailand

Die Zentren der Ansteckung mit HIV liegen eindeutig in den Touristenhochburgen. Dies sind die Küsten, die sich hervorragend zum Baden, Tauchen und Erholen eignen und Bangkok als Metropole und Aushängeschild des Landes. Hinzu kommt der bergige Nordwesten, der zum Wandern, klettern und Natur genießen einlädt. Hier lohnt es sich für die Prostituierten, ihre Dienste anzubieten. Denn es sind die Touristen, die genügend Geld haben, um sich dies auch zu leisten. Einheimische sind weniger an solchen Dingen interessiert.

Doch die „Gefahr“ lauert nicht direkt am Strand oder in den Wäldern. Es sind vielmehr die kleinen Bars und Kneipen, die Restaurants, Basare und Flaniermeilen, wo man infizierte Personen kennenlernen kann. Jedoch heißt das Kennenlernen einer infizierten Person nicht gleich, dass man sich auch mit dem Virus ansteckt. Es ist die unvorsichtige Art und Weise mit dem Umgang von Körperflüssigkeiten, die die Gefahr erst zu dieser werden lässt.

Was bedeutet dies für den Thailand-Tourismus?

Nun sollte man als Tourist Thailand nicht meiden, nur weil dort die Rate an HIV Infizierten höher ist als in unseren Breitengraden. Das schöne Land kann nichts dafür und die Regierung ist stetig bemüht, mit viel Aufklärung und Vorsorge das Problem in den Griff zu bekommen. Es sind vielmehr wir als Touristen, die noch etwas an unserer Herangehensweise und Leichtfertigkeit arbeiten müssen.

Wenn wir dafür sorgen, dass unsere Gesundheit und die Gesundheit der Thailänder nicht leichtfertig durch mangelnden Schutz aufs Spiel gesetzt wird, kann man als Tourist in Thailand eine sehr schöne und erholsame Zeit verbringen. Denn das Land hat viel mehr zu bieten als diese schlimme Krankheit. Die schönsten Tauchgebiete der Welt, eine atemberaubende Natur, tolles Essen, sehr nette Menschen und eine Lebensqualität, die als sehr angenehm und lebenswert beschrieben werden kann. All dies sollte man sich nicht von einer Krankheit, die verhindert werden kann, nehmen lassen.

Was unternimmt Thailand gegen HIV?

Die Regierung des Königreiches tut sehr viel, um die Krankheit so weit wie nur möglich einzudämmen. So wird viel Zeit und Geld in die Aufklärung der Bevölkerung und der Touristen gesteckt. Zudem gibt es Programme die von staatlicher Seite finanziert werden und die für die Behandlung der Krankheit genutzt werden. Doch all diese Maßnahmen können nur dann fruchten und zu einem weiteren Rückgang führen, wenn auf die Verwendung von Kondomen beim Geschlechtsverkehr niemals verzichtet wird. HIV ist keine Erkrankung, die man den Menschen auf den ersten Blick ansieht.

Zudem kann jeder Mensch davon betroffen sein. Es lohnt also nicht, wenn man Kondome nur dann benutzt, wenn man die Dienste einer Prostituierten in Anspruch nimmt. Auch Büroangestellte, Arbeiter und jede andere Bevölkerungsschicht kann davon betroffen sein. So wie in jedem anderen Land auch. Deshalb ist der Schutz mit Kondomen sehr wichtig. In Thailand wird man inzwischen auf diese Tatsache an vielen Orten und Plätzen hingewiesen. Zudem gibt es Kondome in jeder Apotheke, in den Hotels und auch in vielen Geschäften. Es ist also recht leicht sich zu schützen. Wichtig für das Wohl des thailändischen Volkes sowie der Touristen ist daher, dass dieser Schutz auch in Anspruch genommen wird.

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