AIDS Übertragung

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Vorab sei gesagt, dass es keine AIDS Übertragung gibt. Die Wortwahl ist die falsche, wenn man so will. Sie entbehrt auch jeglicher Logik. Man kann sich nicht mit AIDS infizieren – AIDS ist das Endstadium einer HIV Infektion.

HIV steht für Hummanes Immunodefizienz Virus – ein Virus, das zu den sogenannten Retroviren gehört. Das HI Virus vermehrt sich im Körper des Inifzierten und reproduziert sich selbst. Unbehandelt stellt es so viele Kopien von sich her, bis das körpereigene Immunsystem quasi ausgeschaltet ist.

Das AIDS Stadium endet immer tödlich. Es gibt keine Heilungschancen für Patienten, bei denen eine HIV Infektion festgestellt wurde. Gerade deshalb ist es von elementarer Wichtigkeit, dass es erst gar nicht zu einer vermeintlichen AIDS Übertragung kommt.

Mythos AIDS Übertragung

Zu einer AIDS Übertragung kann es per se nicht kommen. AIDS ist ein Stadium einer HIV Infektion. Man infiziert sich nicht mit AIDS, sondern mit dem HI Virus. Hat ein HIV positiver Mensch im Laufe seiner Infektion ein AIDS Vollbild entwickelt, so kann dieses auch nicht auf andere Menschen übertragen werden – das HI Virus, das der Grund für das Vorhandensein des AIDS Vollbildes ist, kann aber definitiv übertragen werden.

Auch wenn im Volksmund von einer AIDS Übertragung gesprochen wird, kann man diese Aussage definitiv als falsch beurteilen. Übertragen wird nicht AIDS, sondern das HI Virus.

Wie erfolgt die Übertragung?

HIV ist ein relativ schwer übertragbares Virus. Diese Aussage muss aber relativiert betrachtet werden, denn in bestimmten Situationen kann es definitiv zu einer Übertragung kommen. Immer dann, wenn eine kritische Menge infektiöse Körperflüssigkeit von einem Menschen auf einen anderen übertragen wird, besteht die Möglichkeit einer Infektion.

Infektiöse Körperflüssigkeiten sind Blut, Sperma und Vaginalsekret. In den anderen Körperflüssigkeiten ist das HI Virus zwar auch enthalten, aber in einer zu geringen Konzentration, als dass es zu einer Infektion kommen könnte. Halten wir also fest: immer dann, wenn infektiöse Körperflüssigkeiten in ausreichender Menge übertragen werden können, gilt es sich zu schützen.

Schutz ist die einzige Möglichkeit, eine HIV Infektion und somit auch das AIDS Vollbild präventiv abzuwenden. Im Folgenden haben wir die häufigsten Infektionswege aufgezeigt und ausdifferenziert für Sie beschrieben:

  1. Ungeschützter Geschlechtsverkehr und rezeptiver Oralverkehr Die häufigste Infektionsursache ist definitiv der ungeschützte Geschlechtsverkehr. Sowohl Vaginalverkehr, als auch Analverkehr und rezeptiver Oralverkehr bergen ein Infektionsrisiko. Das Infektionsrisiko ist bei Analverkehr für den passiven Part am höchsten, für den aktiven jedoch auch. Dann folgt der Vaginalverkehr und erst dann der Oralverkehr mit Aufnahme. Die einzige Möglichkeit, sich vor einer Übertragung beim Geschlechtsverkehr wirkungsvoll zu schützen sind und bleiben Kondome. Diese schützen übrigens nicht nur vor einer HIV Infektion, sondern auch vor anderen übertragbaren Krankheiten und vor einer Schwangerschaft. Das Kondom ist also – wenn man so will – die Eierlegendewollmilchsau unter den Verhütungsmitteln und sollte immer dann zum Einsatz kommen, wenn man den Status des Partners nicht sicher kennt. Dies ist immer dann der Fall, wenn kein HIV Test vorliegt.
  2. Gemeinsamer Spritzengebrauch beim Drogenkonsum Auch der gemeinsame Drogenkonsum – genauer: das gemeinschaftliche Benutzen von Spritzen und Fixbesteck führt relativ schnell zu einer HIV Infektion. Die meiste Gefahr geht dabei von den Hohlnadeln aus. Da es im Drogenmillieu oft vorkommt, dass sich Süchtige aufgrund der Sucht einfach die Spritze eines anderen Konsumenten nehmen, geht auch vom Millieu selbst ein hohes Infektionsrisiko aus. Dass Drogenkonsum generell unterlassen werden sollte – versteht sich von selbst. Wenn man aber schon Drogen spritzt, dann ist es von elementarer Wichtigkeit, dass immer Einwegspritzen und Kanülen verwendet werden. Diese gibt es bei den örtlichen Apotheken sowie in allen Großstädten in den sogenannten Fixerstuben.
  3. Operationen unter unhygienischen Bedingungen (3. Welt) Ein weiteres Problem stellen Operationen und andere medizinische Eingriffe wie beispielsweise das Empfangen von Organspenden und Blutkonserven dar. Ein effektives Risiko besteht hierbei aber nur in Ländern mit unterentwickelten Hygienestandards wie beispielsweise in der „3. Welt“. In westlichen Industrieländern (wie z.B. Europa, USA etc.) besteht zwar auch hier ein generelles Restrisiko (100 Prozent Sicherheit gibt es nie!), aber dieses ist durch den Patienten vernachlässigbar gering. Die Wahrscheinlichkeit, sich in Deutschland über eine Blutkonserve zu infizieren liegt beispielsweise bei unter 1 zu 3 Millionen. (vgl. Ärztezeitung)

Fazit zur AIDS Übertragung

Man kann per se nicht von einer AIDS Übertragung, sondern nur von einer HIV Übertragung sprechen. Dies ändert natürlich nichts daran, dass eine HIV Infektion bisher unheilbar ist. Es gilt also, sich vor einer potentiellen Gefahrensituation (sog. Risikokontakt) zu schützen.

Der Schutz kann nur physisch erfolgen – beispielsweise durch ein Kondom beim Geschlechtsverkehr, durch sauberes Fixbesteck beim Drogenkonsum (oder am besten durch gar keinen Drogenkonsum) und beispielsweise auch durch die Verwendung der sogenannten HIV Handschuhe für Ersthelfer bei Unfällen. Desweiteren ist man als Patient auch immer den örtlichen Hygienebedingungen ausgesetzt; sollten Sie im Ausland nicht sicher sein, wie „sauber“ dort gearbeitet wird, so erkundigen Sie sich bitte im Voraus bei den entsprechenden offziellen Stellen.

In Ländern mit westlichen Hygiene-Standards sind Patienten soweit es irgendwie geht vor Infektionen im Krankenhaus bzw. bei medizinischen Eingriffen geschützt. Ein Restrisiko ist – insbesondere bei Organtransplantationen und dem Empfang von Blutkonserven – trotzdem nicht kategorisch auszuschließen.

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