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Krankheitsverlauf

Der Krankheitsverlauf von HIV teilt sich in vier typische Phasen auf. Der Verlauf und insbesondere auch die Dauer der Phasen richten sich nach dem jeweiligen Erreger (HIV I oder HIV II), nach der physischen Verfassung des Infizierten sowie nach einer Reihe von externen Faktoren.

Durch spezielle medizinische Maßnahmen können die Phasen verlängert werden und der Ausbruch von AIDS herausgezögert werden.

HIV-Krankheitsverlauf in vier Phasen

Zwischen der ersten Infektion mit HI-Viren und dem Tod durch AIDS liegen vier Phasen, die den Krankheitsverlauf bestimmen. Der Krankheitsverlauf beginnt mit der HIV-Infektion und der akuten Phase, in der sich die Ansteckung zum ersten Mal beim Betroffenen bemerkbar macht. Darauf folgt die Latenzphase, in der sich kaum Beschwerden einstellen und die zur Verlängerung des Lebens hinausgezögert werden kann. Anschließend folgt erst der Ausbruch von AIDS.

Akute Phase

Im Anschluss an eine HIV-Infektion zeigen sich zun√§chst f√ľr einige Wochen keinerlei Beschwerden, dann stellt sich die akute Phase ein. Diese wird h√§ufig mit einer Grippe verwechselt, da sich die Symptome sehr √§hnlich sind, teilweise verl√§uft die akute Phase aber auch v√∂llig beschwerdefrei.

H√§ufige Symptome der akuten Phase sind Fieber, begleitet von M√ľdigkeit, Antriebslosigkeit und einem Krankheitsgef√ľhl, wie es f√ľr die Grippe charakteristisch ist. Viele Patienten leiden zus√§tzlich unter Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen, pl√∂tzlichen Hautausschlag und haben keinen Appetit. Nachts sind pl√∂tzliche Schwei√üausbr√ľche m√∂glich. Gelegentlich kommen auch Muskelschmerzen, √úbelkeit und Durchfall sowie starke Schluckbeschwerden mit Geschw√ľren im Mund dazu. Seltener sind ein steifer Nacken, erh√∂hte Sensibilit√§t gegen√ľber Licht und ein auff√§llig starker Gewichtsverlust w√§hrend dieser Zeit.

Während sich die HI-Viren im Blut vermehren, sinkt die Zahl der eigenen Abwehrzellen. Sobald die Symptome abklingen, steigt langsam wieder der Wert der eigenen Immunzellen Рgleichzeitig vermehren sich die Viren jedoch weiter und leiten die Latenzphase ein.

Latenzphase

Im Laufe der Latenzphase vermehrt sich das Virus schleichend im Körper. Die Zahl der eigenen Immunzellen sinkt so weit, bis schließlich keine mehr vorhanden sind. In dieser Krankheitsphase muss behandelt werden, um sie hinauszuzögern und das Leben des Patienten zu verlängern. Die Latenzphase verläuft symptomfrei, sodass der Betroffene von seiner Infektion nichts mitbekommt. Durchschnittlich dauert sie 10 Jahre, wobei es auch Ausnahmefälle gibt. Einige Patienten sind HIV-positiv, ohne dass es zu AIDS kommt, während der Ausbruch der Krankheit bei anderen wenige Monate nach der Infektion erfolgt.

AIDS Related Complex (ARC)

In der dritten Krankheitsphase stellen sich dieselben Symptome der akuten Phase ein. Sie verschwinden dieses Mal jedoch nicht, sodass der ARC nicht mit einer Grippe verwechselt werden kann. In der Regel ist diese Phase der Indikator daf√ľr, dass der Ausbruch von AIDS bevorsteht.

AIDS Vollbild / Krankheitsphase

Erst in dieser Phase spricht man von AIDS. Es kommt zu opportunistischen Infektionen, die entstehen können, weil kaum noch Immunzellen vorhanden sind. Der gesunde Mensch kann sich problemlos gegen solche Infektionen wehren Рein HIV-Positiver hingegen stirbt daran.

Bitte wählen Sie eine der folgenden Phasen des Krankheitsverlaufs um weitere Informationen zu erhalten:

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Dieser Artikel wurde von Marion zuletzt √ľberarbeitet am: 14. Oktober 2020.
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