Koinfektion Hepatitis & HIV

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Das HI-Virus und auch die Krankheit Hepatitis werden nicht selten gemeinsam genannt. Das liegt zum einen daran, dass die Übertragungswege beider Krankheiten sehr ähnlich sind. Zum anderen jedoch auch daran, dass der Anteil an Hepatitis B und C Infizierten bei Menschen, die am HI-Virus erkrankt sind höher ist als beim Rest der Bevölkerung. Laut Robert Koch Institut (RKI) leiden etwa 20% der Patienten, die an einer chronischen Hepatitis erkrankt sind, ebenfalls an HIV oder an der HIV-Folgekrankheit AIDS.

HIV und Hepatitis – Übertragungswege und Krankheitsverlauf

Beim HI-Virus handelt es sich um eine Schwächung des Immunsystems. Da eine HIV-Infektion in drei Phasen abläuft, kann sich der Krankheitsverlauf oftmals mehrere Jahre hinziehen, bevor die Folgekrankheit AIDS ausbricht.

Eine dieser der Phasen ist die akute Phase, die einige Tage nach der Infektion eintritt und etwa sechs Wochen anhält. In dieser Phase reagiert der Körper mit Antiviren und Gegenwehr auf das HI-Virus. In der folgenden und symptomfreien Latenzphase hält der Körper das HI-Virus in Schach, was das Immunsystem schwächt. In dieser Phase kommt es gehäuft zu einer chronischen Hepatitis Typ B oder C Erkrankung, wenn eine Ansteckung mit dieser erfolgt. Dritte Phase ist die, in welcher das Immunsystem zusammenbricht. Es kommt zu gehäuften, starken Infektionen. Folge ist meistens die Krankheit AIDS, die ebenfalls mit weiteren Krankheiten auftritt, die das geschwächte Immunsystem weiterhin angreifen.

Koinfektion Hepatitis und HIV

Bei einer Hepatitis handelt es sich um eine Leberentzündung. Diese kann durch starken Alkoholkonsum oder durch die Einnahme von bestimmten Medikamenten verursacht werden. Doch Hepatitis ist auch übertragbar – man kann sich also auch damit infizieren, wenn man weder Alkohol trinkt, noch Medikamente einnehmen muss, die eine Hepatitis auslösen können. Der Übertragungsweg ist dem des HI-Virus sehr ähnlich bis identisch. Beide Erkrankungen übertragen sich durch Blut und durch den Feuchtigkeitsfilm von Schleimhäuten. Ungeschützter Geschlechtsverkehr ist also ebenso ein möglicher Infektionsweg, wie der Kontakt einer offenen Wunde mit dem Blut eines Infizierten. Jedoch ist die Ansteckungsgefahr mit Hepatitis deutlich höher, als die mit dem HI-Virus: nicht selten sogar zehnmal so hoch.

Allerdings unterteilt sich Hepatitis in drei verschiedene Krankheitstypen, die nicht alle einen unterschiedlichen Krankheitsverlauf besitzen. Die schwächste Form – Hepatitis A – dauert etwa sechs Wochen an, heilt jedoch in den meisten Fällen wieder komplett aus. Anders sieht es bei Hepatitis B und Hepatitis C aus. Diese können gegebenenfalls zu einer chronischen Krankheitsform führen, die auf Dauer gesundheitliche Probleme verursacht. Das ist besonders bei einem geschwächten Immunsystem, wie bei einer HIV-Erkrankung, der Fall. Bei einer gleichzeitigen HIV- und Hepatitis-Infektion wird der HIV-Krankheitsverlauf oft beschleunigt. Das Immunsystem baut schneller ab und es kommt häufig zum Leberversagen.

Fazit: die Koinfektion von HIV und Hepatitis ist äußerst komplex, aber auch relativ häufig. Es ist empfehlenswert, sich bei einem Schwerpunkt-Mediziner in Behandlung zu begeben; dieser kann einem wertvolle Tipps geben und den Krankheitsverlauf permanent überwachen. Unter derartigen professionellen Umständen ist die Koinfektion von HIV und Hepatitis gut kontrollierbar.

Trivia

Im Übrigen gibt es eine wissenschaftlich interessante Parallele zwischen der Mensch- und der Tierwelt: eine Koinfektion von HIV und Hepatitis ist sehr ähnlich mit der Koinfektion bei Koi Karpfen. Kois leiden als wenige Tiere überhaupt oftmals an einer vergleichbaren Infektionskette – die Koinfektion des KHV (Koi Herpes Virus) und anderen viralen Infektionen ist sehr tückisch und bedarf unbedingt schon bei einem Anfangsverdacht einer direkten Abklärung. Weitere Infos hierüber finden Sie hier bei der Wissensinitiative Koi Karpfen.

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