Warzen

Betrachtet man die Haut von Mensch und Tier, dann wird man immer wieder eine Geschwulst auf der obersten Hautschicht entdecken. Die Warze ist in der heutigen Zeit immer ein Ärgernis, da sie die Schönheit beeinträchtigt und so wird sie gerne von den Ärzten entfernt, was aber nicht immer von Erfolg gekrönt ist, dass diese Prozedur mehrmals wiederholt werden muss. So lebt die Pharmaindustrie von Menschen, die sich ihre Warzen selbst entfernen wollen und immer neue Präparate kommen auf den Markt.

Doch nicht immer waren die Warzen nur ein kosmetisches Problem, es gab auch Zeiten da hatten sie eine äußerst negative Bedeutung. So war im Mittelalter die Warze auch ein Zeichen, dass die betreffende weibliche Person wohl eine Hexe sein musste. Und heute wird die karrierebewusste Frau immer auf die Fähigkeiten der Ärzte setzen, denn hat man eine Warze im Gesicht, dann wird dies als unübersehbarer Schönheitsmakel gewertet. Aber nicht nur Erwachsene leiden unter diesen Auswüchsen der Haut, auch Kinder müssen vermehrt den Weg zum Arzt antreten und vor allem der Weg in nächste Hallenbad kann immer wieder zu Warzen führen. Hat die Pharmaindustrie auch viele Mittel für die Entfernung von Warzen erfunden, so glauben heute noch Menschen, dass das Besprechen der Warzen um Mitternacht im Mondlicht die einzige Möglichkeit ist, diese unschönen Hautveränderungen restlos zu vertreiben.

Ursachen

Die Warze, lateinisch auch Verrucae genannt, entsteht durch die Übertragung von Viren und die sogenannten humanen Papillomviren können durch eine Kontaktübertragung zu den verschiedensten Warzen führen. Es gibt aber auch die Stielwarzen, die ohne eine Übertragung von Viren entstehen und viele Menschen plagen sich mit dieser Warzenform vor allem im Halsbereich.

Wer aber kleine Wunden auf der Haut hat, der sollte sich besonders vorsehen, denn Wissenschaftler haben festgestellt, dass man mit den humanen Papillomviren überall anstecken kann. So verlieren Erkrankte immer wieder kleine Hautschüppchen, die aber bei der Berührung hoch ansteckend sein können. Vor allem im Schwimmbädern oder auch Hotelzimmern sollte man vorsichtig sein, wenn man sich nicht anstecken möchte. Wer sich vor hässlichen Warzen schützen möchte, der sollte auch vorsichtig sein, wenn er fremden Menschen die Hände schütteln muss.

Warzen Symptome

Hat man sich mit einer Warzenart infiziert, dann treten bei den meisten Formen keinerlei Beschwerden auf, doch es gibt auch einzelne Formen, die auch jucken können. Hat man jedoch Dornwarzen unter den Füßen, dann kann dies beim Laufen sehr starke Schmerzen bereiten. Vielfach bedeutet eine Warze, aber eher ein kosmetisches Leiden, denn je nachdem an welcher Stelle des Körpers diese Warze vorhanden ist oder wie sie aussieht, kann doch das Gefühl einer kosmetischen Entstellung entstehen. So können große und stark zerklüftete Warzen gerade im Gesicht dazu führen, dass andere Menschen gerne auf die betroffene Stelle starren und den betroffenen Menschen sehr verunsichern. Starke Beschwerden können auch Warzen im Intimbereich bedeuten, die man auch unbedingt immer von einem Arzt behandeln lassen sollte.

Diagnose

In der Regel kann man beim Blick in den Spiegel die Warze genau anhand ihres Aussehens erkennen, aber auch der Besuch eines Arztes ist immer eine gute Idee. So kann der Arzt genau untersuchen, ob dies eine Warze oder vielleicht doch eine Form von Hautkrebs sein kann. Bei der Untersuchung von Warzen bringt das Auflichtmikroskop genaue Hinweise auf die Art der Wucherung und auch ein Betupfen der Warzen mit Essigsäure und die dadurch entstehende Veränderung der Warzen können die richtige Diagnose fördern.

Ist man sich aber immer noch nicht sicher, dann bleibt nur eine Methode, damit eine sichere Diagnose gestellt werden kann. Hierfür muss der Arzt eine Biopsie vornehmen und die entnommene Hautprobe wird dann labortechnisch untersucht, damit man genau feststellen kann, ob dies eine harmlose Warze oder eine bösartige Wucherung ist. Es gibt aber zwei Formen von Warzen, die man immer von Arzt untersuchen lassen sollte. Hierbei handelt es um Warzen im Intimbereich und vor allem auch um Warzen, die in der Mundschleimhaut gewachsen sind.

Therapie / Behandlung

Wer sich als Betroffener einfach nur auf sein Glück verlassen will, der kann sogar vielleicht nach einiger Zeit die Warze verlieren. Doch es gibt viele Methoden Warzen selbst zu entfernen, wenn man nicht bei einem Chirurgen eine Behandlung haben möchte. Beliebteste Entfernungsmethode ist das Vereisen und hier kann der Selbstbehandler die unterschiedlichsten Präparate kaufen, aber auch der Wirkstoff Silbernitrat wird im Kampf gegen die Warzen eingesetzt. Ebenfalls für die Behandlung solch hässlicher Hautwucherungen werden Wirkstoffe wie Milchsäure oder Salizylsäure gerne genommen.

Neben käuflichen Mitteln vertraut so mancher Betroffene gerne auf die Wirksamkeit seines eigenen Urins und selbst die menschliche Spucke, direkt nach dem morgendlichen Aufstehen aufgetragen, kann zum Helfer in der Not werden. Wer aber glaubt er müsse seine Warze um Mitternacht in einer Vollmondnacht besprechen, der wird oftmals sehr lange auf die gewünschte Wirkung warten müssen.

Verlauf

Hat man sich mit Warzenviren angesteckt, dann muss dies nicht unweigerlich zu den unschönen Hautwucherungen führen. So können die Viren sehr lange im Körper sozusagen schlummern, um dann wenn man Probleme mit dem Immunsystem hat sich als Warzen zu zeigen. Erste Anzeichen können dabei immer ein Kribbeln oder ein Juckreiz in der betroffenen Hautregion sein. So sind dies oftmals der Anal- und der Genitalbereich, die diese Symptome zeigen.

Oftmals kann eine betroffene Hautregion aber auch geschwollen und leicht gerötet sein, um dann nach einigen Wochen als Warzen direkt an dieser Stelle aufzutreten. Dank unterschiedlichster Methoden kann man sich diese Warzen dann entfernen lassen, aber es kann an diesen Stellen auch immer wieder zu einer Warze kommen, bis diese Hautstelle dann virenfrei ist. Es gibt aber auch glückliche Menschen, die nach einer gewissen Zeit die Warze einfach verlieren und die nie mehr Probleme an dieser Hautstelle haben.

Vorbeugen

Jeder Hotelgast, Schwimmbadgänger oder Saunanutzer wird den Rat beherzigen, dass man an diesen Orten immer Latschen oder Pantoffel tragen soll. Und wer seine Waschmaschine nutzt, der sollte Handtücher, Waschlappen und Bettwäsche immer im Kochwaschgang waschen.

Auch der Schutz des eigenen Immunsystems ist stets eine hervorragende Vorsorge, damit auch im Falle einer Infektion mit Warzenviren die Krankheit nicht ausbrechen muss.

Betroffenen Menschen sollte man vielleicht nicht unbedingt die Hände schütteln und ein ständiges Händewaschen kann auch nicht verkehrt sein, wenn man dadurch eine Infektion verhindern kann.

Natürlich sollte man auch beim Geschlechtsverkehr den Schutz durch ein Kondom nicht vergessen und wer sich wirklich schützen will, der kann auch mit seinem Arzt über eine Impfung gegen Feigwarzen sprechen. Warzenlacke und Immuncremes sollen auch einen guten Schutz bringen und trotzdem bleibt immer ein Restrisiko, weil Warzen stets hochansteckend sein können.

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