Zu Bordellgängen stehen?

Dieses Thema im Forum "Babbelecke" wurde erstellt von [User gel, 7. Oktober 2012.

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  1. [User gel

    [User gel Poweruser

    Ich bekannte mich ja bereits manchmal die Dienstleistungen von Prostituirten in Anspruch zu nehmen.
    Allerdings schäme ich mich dazu offen zu stehen. So weiss meine Familie zum Beispiel nix davon.
    Wäre es besser doch dazu zu stehen und dies öffentlich zu machen und es Preiszugeben. Um mehr Unterstützung zu bekommen?
    Und was ist mit sogenannten "falschen" Freunden die gerne sagen, die schon einen fast dazu drängen weil sie es "cool" finden. Wie kann man den weis machen das man es nicht aus "Lustgründen" macht. Mein Motiv war ja immer, das man sich vor einer Prostituirten nicht verstellen braucht. Dort konnte ich immer so sein, wie ich bin.
    Aber ich würde gerne damit aufhören um mich nicht weiter gesundheitlich zu gefährden.
     
  2. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Jeshua,

    Du gefährdest nicht automatisch Deine Gesundheit, weil Du ins Bordell gehst. Damit unterstellst Du Prostituierten, dass sie grundsätzlich Geschlechtskrankheiten haben. Eine solche Unterstellung ist nicht nur menschenverachtend, sondern auch justiziabel. Du gefährdest Deine Gesundheit lediglich, wenn Du auf ungeschütztem Verkehr bestehst bzw. Dich auf Dinge jenseits Deiner Kontrollfähigkeit einlässt. Das kann Dir mit jeder Person geschehen.

    Prostitution ist ene Dienstleistung - man nennt sie auch »das älteste Gewerbe der Welt« - weil es einen Bedarf dafür gibt. Ob jemand diese Dienstleistung in Anspruch nimmt oder nicht, ist eine private und sogar intime Sache, die keinen etwas angeht. Du erzählst ja auch keinem, ob und wie oft Du Dich selbst bsfriedigst, oder? Dass sie schlecht angesehen wird, liegt an den verkrüppelten Moralvorstellungen, sie sich seit hunderten von Jahren nicht geändert haben. Aber solange diese Dienste in Anspruch genommen werden, ohne dass andere Menschen (Verlobte, Freund/innen, Ehepartner und dergl.) betrogen werden, ist das völlig okay.

    DEIN Problem scheint mir eher, dass sich der Bordellbesuch zu einer Sucht entwickelt hat, die von einem Therapeuten wie jede andere Sucht (Spielsucht etc.) behandelt werden müsste. Allen Deinen Fragen und Deinen bisherigen Kommentaren entnehme ich, dass Du ein sehr verkrampftes bis höchst unzufriedenstellendes Verhältnis zur Sexualität hast. Hieran solltst Du vor allem etwas tun.

    Sexualität ist eins der menschlichen Grundbedürfnisse und hat - auch wenn es seit Jahrhunderten gepredigt wird - nichts Verwerfliches oder Schlechtes. Ganz im Gegenteil: Wer viel Sex hat, ist ausgeglichener und weniger aggressiv, weil es keinen Hormonstau gibt.
     
  3. [User gel

    [User gel Poweruser

    Ich will den Prostituirten nichts Unterstellen, dass die Krankheiten haben. So meinte ich das auch nicht.
    Aber ich weiss das jeder Geschlechtsverkehr auch ein Risiko besitzt.
    Mein Hauptproblem liegt darin, dass ich immer Angst habe "mir was wegzuholen, wenn irgendwas schief gehen sollte". Denn schließlich hänge ich am Leben. Ich würde sogar am liebsten Enthaltsam leben. Aber wer kann das schon, hier sind ja schon Mönche gescheitert.
    ich gehe seit etwa 10 jahren zu prostituirten, und auch mehrere. Und jedesmal danach plagt mich mein Gewissen.
    Aber wenn meine Familie es wüsste, könnte sie sich vielleicht auf die Situation besser einstellen, so meinte ich das.

    Und dann kenne ich noch leute die einen dazu "drängen". Die mit Kommentaren kommen wie "Da musst du hin, das machen doch alle so!".
    "willst du noch mit 40 jungfrau sein." (also die nicht wissen das ich schon da war).

    In erster Linie habe ich auch nichts gegen Sex. So schließe ich mich deiner Meinung schon an. Aber es ist schon paradox das ausgerechnet die "schönste Nebensache der Welt" zu einer der "schlimmsten Krankheiten der Welt" führen kann.

    Noch dazu gebe ich dir ein Bericht: Bei einem Bordellbesuch hat eine Prostituirte mich gefragt: "Ob wir es ohne Gummi machen sollen?". Meine erste Reaktion war pures entsetzen. Und die gab mir zu denken. Denn wenn sie es mir anbietet, wird sie es wohl anderen auch anbieten. genau so was will ich vermeiden. ich will nur zu Frauen die verhütung als "oberstes Gebot" haben!

    Das mit einem Therapeuten ist wirklich eine gute Idee. Welcher Therapeut ist dafür denn Zuständig? also welches verfahren: Verhaltenstherapie oder eher Psychoanalyse? Das der Bordellgang eine Sucht ist, könnte sein. Es zieht mich ja immer an, wie ein Magnet.
     
  4. [User gel

    [User gel Poweruser

    Und dann kenne ich noch leute die einen dazu "drängen". Die mit Kommentaren kommen wie "Da musst du hin, das machen doch alle so!".
    "willst du noch mit 40 jungfrau sein." (also die nicht wissen das ich schon da war).

    was soll man zu solchen leuten sagen?
     
  5. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Was man zu solchen Leuten sagen soll? Gar nichts. Die kompensieren mit solchen Sätzen auch nur ihre Defizite ...
     
  6. [User gel

    [User gel Poweruser

    du meinst einfach ignorieren.
    Manche werden richtig penetrant. Ich gebe mal ein Beispiel:
    Einer unterstellte mir einfach :"du warst doch schon dar!"
    Ich sagte "was soll ich da".
    Er sagte: "weil man es nötig hat."
    Ich wollte darüber eigentlich gar nicht reden.
    eigentlich haste recht, ich sollte es wirklich ignorieren.
     
  7. Marion

    Marion Administrator HIV-Symptome.de Team

    Na klar! Ignorieren!
     
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