Wo beginnt die Verantwortung?

Dieses Thema im Forum "Leben mit HIV" wurde erstellt von TheSunWillShine24, 11. Juli 2012.

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  1. TheSunWillShine24

    TheSunWillShine24 Neues Mitglied

    Hi zusammen... ich bin 24 Jahre alt , homosexuell und habe am Nikolaustag 2011, also vor gut 7 Monaten erfahren, dass ichhiv positiv bin. Es war ein Schock, aber ich habe glücklicherweise ein starkes Supportnetz von Familie und engen Freunden, die mich sehr unterstützt haben und nach wie vor für mich da sind. Ich hatte leider auch bis heute nie wirklich Zeit das Ganze sacken zu lassen, weil alles irgendwie weiter gehen musste. Bisher brauche ich keine Medikamente, da die Helferzellenzahl noch ausreicht um unbedenklich zu sein.

    Allerdings frage ich mich ab welchem Punkt man zur Aufklärung eines potentiellen Partners moralisch verpflichtet ist. Statistisch stellt ein Zungenkuss ja keine Ansteckungsgefahr da, aber sicher sein kann man da ja auch nicht. Ich bin so oft im Zwiespalt, weil ich diese Krankheit nicht jedem auf die Nase binden kann und will und ich auch trotzdem gerne flirten und auch mal ohne drüber nachzudenken jemanden küssen möchte. Frage ist, ist das dem anderen gegenüber fair? Ich nehme ja ein Stück weit die Entscheidungsfreiheit von meinem Gegenüber, dem vielleicht - wenn er es wüsste - ein Kuss schon zu bedenklich wäre. Ich frag mich nur wie man überhaupt noch Intimität geniessen soll, wenn das Thema HIV im Vordergrund steht. :( Das macht mich echt fertig. Und ich breche immer alles ab, bevor es soweit gehen könnte, dass ich einen Partner aufklären müsste, aber das ist ja kein Leben.

    Ich würde mich freuen, wenn ihr mir mal eure Erfahrungsberichte und Umgehensweisen mit dem Thema schildern könntet. In meinem Umfeld gibt es sonst niemanden, der sich mit dem Thema wirklich auskennt, auch wenn meine engsten Freunde und meine Mom sich schon viel Wissen angeeignet haben. Danke euch schon einmal im Voraus.
     
  2. realist

    realist Mitglied

    hi,
    tut mir leid, dass es dich so jung erwischt hat. deinen zwiespalt kann ich psychologisch nachvollziehen. eine gewisse verunsicherung hat wohl jeder am anfang im blick auf one night stands oder potentielle partner. meine ersten gedanken waren damals auch....oh scheisse, rauchen aufgeben, keinen alk mehr wegen der medis und mit sex wars das dann auch.....aber das ist natürlich alles käse. alle normalen sexpraktiken (also ohne blut im spiel) sind absolut unbedenklich, solange sie safer erfolgen. blasen ohne gummi genauso.
    sollte sich etwas ernstes entwickeln, kommt irgendwann die frage, wollen wir das gummi nicht weglassen.....spätestens da kommt die stunde der offenbarung. das bleibt keinem von uns erspart. ich habe allerdings keine schlechten erfahrungen gemacht.
    aber nochmal ganz klar, mach dich nicht verrückt, solange du alles safer machst besteht keinerlei risiko. unter therapie sieht es noch einmal anders aus, da könntest du theoretisch auch sex ohne gummi machen. du musst es keinem auf die nase binden.
    du wirst auch lernen mit der infektion entspannter umzugehen.

    lg realist
     
  3. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Eine gute Frage.

    Ich habe anfänglich nichts gesagt, aber natürlich aufgepasst, dass der Sex grundsätzlich safe war. Aber da begann das Problem: Wenn man immer aufpassen muss, kann man den Sex nicht genießen.

    Daraufhin habe ich - wenn es kurz davor war - meinen +-Status angesprochen. Auch heute noch wird der eine oder andere daraufhin einen Rückzieher machen - aber ich habe wenigstens das gute Gefühl der Ehrlichkeit.

    Wie man es macht, muss jeder selbst entscheiden. Aber die Verantwortung beginnt immer bei Dir selbst - wie bei jedem Anderen auch. Wenn Du Dir Deines Status' bewusst bist und im Rahmen der Safer Sex-Möglichkeiten bleibst, wirst Du deiner Verantwortung gerecht.

    Die DAH hat vor einiger Zeit das Prinzip der geteilten Verantwortung ausgerufen. Dies bedeutet nichts anderes, als dass jeder Verantwortung für sich übernehmen muss - der negative ebenso wie der positive Partner. Und dem kann ich mich vollinhaltlich anschließen. Verantwortung kann man eben nicht abgeben ... egal wie geil man ist ...
     
  4. ChrisLDK

    ChrisLDK Poweruser

    Guten Abend,

    auch erst mal Willkommen hier im Forum, auch wenn der Hintergrund nicht gerade sehr erfreulich ist.

    Ich selber habe mein Testergebnis 2009 bekommen und hatte zum Glück auch ein gutes Netz an Freunden und Bekannten, die mich aufgefangen haben. Auch hier im Forum waren die Leute schnell für einen da.

    HIV ist in der heutigen Zeit nicht mehr das "Schreckgespenst" der 80er Jahre. Durch die neuen und sehr wirkungsvollen Medikamente kann man den Virus sehr gut in Schach halten und in einer <<angenehmen Symbiose>> sehr gut mit ihm leben.

    Seit einigen Monaten hat die EKAF eine Studie herausgegeben, die durch verschiedene deutsche Vereine und Verbände bestätigt worden sind.

    Nach dieser Studie gilt man als nicht infektiös, wenn man:
    1. regelmässig seine Medikamente nimmt,
    2. alle drei Monate seine Blutwerte durch den Arzt checken lässt,
    3. man seit 6 Monaten konstant mit der Viruslast unter der Nachweisgrenze ist
    4. wenn man keine weiteren sexuell übertragbaren Krankheiten hat.

    Ich weiß natürlich nicht, wie Deine Blutwerte aussehen und ob Du schon Medikamente nehme musst.

    Allerdings - das hat ja auch Matthias schon gesagt - gehören immer zwei dazu.

    Durch Küssen besteht in der Regel ohnehin schon keine Infektionsgefahr, es sei denn, Du blutest wie ein Berserker im Mund und ich denke, das Du dann ohnehin kein Bock auf Küssen hättest :)

    Am Anfang habe ich meine Infektion auch nicht jedem auf die Nase gebunden, dazu ist man ja / bist Du ja auch nicht verpflichtet. Von mir wissen es nur meine engsten Freunde und Bekannte, meine Familie. Meine Arbeitsstelle weiß es nicht und das werde ich auch erst einmal so halten. Aber wem Du es sagst und wem nicht, ist eine Entscheidung, die Du leider alleine treffen musst.

    Ich lebe mit meinem Freund zusammen. Mein Freund ist HIV-Negativ und im beidseitigen einvernehmen verzichten wir auch auf das Gummi. Ich bin seit März 2010 mit den Medikamenten dauerhaft unter der Nachweisgrenze und mein Freund macht regelmässig ebenfalls einenHIV-Test, diese ist immer Negativ gewesen. Da ich in einer offenen Beziehung lebe, ist aber bei anderen sexuellen Kontakten bei mir das Gummi Pflicht, denn es gibt noch mehr Krankheiten wie nur HIV und diese möchte ich mir nicht auch noch einfangen.

    Ehe Du oder ein anderer jetzt fragen, ich habe meine Infektion durch einen Kondomplatzer mit einem sehr engen Freund, der von seiner Infektion zu diesem Zeitpunkt nichts gewusst hat.

    Wenn Du noch weitere Fragen hast, dann lasse die Tastatur qualmen :)
     
  5. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Die »EKAF« ist die »Eidgenössische Kommission für Aidsfragen«, das Statement (keine Studie!) datiert vom Januar 2008, wurde heftig diskutiert und ist seit 2011 auch von DAH u.a. anerkannt. Und: Es geht nicht so sehr um die nicht existente Infektiösität, sondern eher um das Weglassen von Kondomen.

    Allerdings gehört zum EKAF-Statement noch etwas, was gerne (oft auch aus Unwissenheit) unterschlagen wird ... bzw. von manchen Leuten lieber weggelassen wird:

    Die Aussagen wurde getroffen für Menschen in einer diskordanten (unterschiedlicher Serostatus), monogamen (nix Seitensprung) Beziehung, in der der negative Partner sich ausreichend (!) beraten und informiert fühlt und in den Kondomverzicht einwilligt.

    Leider wird die EKAF-Aussage viel zu oft auf die von Chris angesprochenen (und im Teilaspekt der Infektiösität bzw. Nicht-Infektiösität völllig richtig wiedergegebenen) Punkte verkürzt, weil die wenigsten, die sich darauf beziehen, sie auch bis zum Ende gelesen haben. Das EKAF-Statement wurde nicht für Positive gemacht, die ohne Gummi *** wollen, sondern für Negative, deren Ängste und Sorgen damit auf ein Minimum reduziert werden sollen. Natürlich bringt dieses Statement auch positiven Menschen Erleichterung - aber es ist eben keine Freifahrtkarte für unsafer Sex.
     
  6. TheSunWillShine24

    TheSunWillShine24 Neues Mitglied

    Hey, lieben Dank für eure Rückmeldungen. Es tut gut mit Leuten zu reden, die die Situation kennen und daher nicht nur theoretisch nachvollziehen können. Danke... das hat mir schon sehr geholfen...
     
  7. roadrunner

    roadrunner Neues Mitglied

    Ich reiss das mal hier aus dem Zusammenhang, da ich mit dem Text davor auch mit dir konform gehe.

    NUR, das es unter Therapie anders aussieht, und auch wenn du nur theoretisch schreibst, Sex ohne Gummi zu haben und es nicht sagen zu müssen......
    Tja, da muß ich dir vehement widersprechen!
    Fakt ist, dass samt der EKAF Studie und allen anderen Studien die es diesbezügl. gibt, nur eins zählt; es gibt keinen 100%tigen Schutz!

    Und alsHIV+ Mensch, egal ob Mann oder Frau, hetero, Bi oder schwul, ist es deine verdammte Pflicht, einen Sexpartner vorher darüber aufzuklären!
    Es sollte immer die Entscheidung des Partner sein, ob er sich darauf einläßt odr nicht, und nur seine!

    Und dazu zähle ich jetzt auch Verkehr mit Kondom!

    Ich bin zwar auch negativ, aber meine Frau nicht, und natürlich haben wir Sex (wieder) zusammen.

    Aber bei einem neuen Partner, bin ich der Meinung, muß man es vor dem ersten sexuellen Kontakt dem Partner sagen.
    Auch wenns nur ein One night stand ist/wird.
     
  8. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Gemach, gemach:

    Das EKAF-Statement ist unter der Voraussetzung zu sehen - das steht da auch drin - dass es um diskordante Paare geht, bei denen der negative Partner seine Einwilligung zum ungeschützten Verkehr geben muss, wenn er sich ausreichend beraten und informiert fühlt. Da steckt ja schon drin, dass er weiß, dass der Partner positiv ist.

    Des Weiteren steht explizit im EKAF-Statement, dass das nicht für One-Night-Stands gilt.

    Und übrigens: Es gibt in der Tat keine »Pflicht« den One-Night-Stand-Partner über seinen Status zu informieren, da nach dem Prinzip der geteilten Verantwortung auch - und gerade - der Negative dazu aufgerufen ist, sich zu schützen. Ich halte es zwar für ehrlicher, es zu sagen - aber eine Pflicht ist es nicht. Und ich bin auch nicht der Meinung, dass der positive Mensch beim Schutz in der Bringschuld ist.
     
  9. roadrunner

    roadrunner Neues Mitglied

    Das mit dem EKAF stimme ich dir natürlich voll zu!

    Nur, das es keine Pflicht gibt, auch das ist mir klar. Und ja, auch der neg Partner sollte auch bei einem one night stand an die Verhütung mit Kondom denken, auch da gebe ich dir recht.
    Tut er dies jedoch nicht, oder sie, dann ist es sehr wohl die Bringschuld des pos. Partners.

    Seit ich weis, dass meine Frau pos. ist, hat sich auch meine Einstellung, Meinung, aber vor allem mein Wissen um die Krankheit natürlich sehr verändert. Vor allem das Wissen hat meine Meinung verändert.

    Aber da gabs doch diesen Fall mit der Sängerin von den No Angels, der vor Gericht kam bezügl. vorsätzlicher Körperverletzung? Sie wußte ja auch um ihre Infektion, oder?

    Ich hoffe du nimmst mir meine Einstellung nicht krumm......
     
  10. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Um Gottes Willen ... ich nehme keine ernstgemeinte Meinung krumm!

    Aber ich gebe zu bedenken: Wenn sich der negative Partner (m/w) bei einem One-Night-Stand nicht schützt, dann ist es ein Fehlen an seinem Teil der Verantwortung, der vom positiven Partner nicht mit übernommen werden muss. Es kann nicht angehen, dass im Jahre 31 nach Auftreten nach wie vor Realitäten ignoriert werden. Und - es gibt noch viel mehr alsHIV ...

    Das bedeutet ja nicht, dass ich auch auf das Kondom verzichte. Aber ich bin der Auffassung, dass es keine Frage des HIV-Status' sein darf, ob über Schutz gesprochen wird. Oder - um genau zu sein: Man kann (und sollte) über Schutz sprechen, ohne dass man seinen Status angeben muss. Schließlich bietet das Kondom zu mehr als 95% Schutz. Und mehr geht nicht.

    Übrigens gehen viele hetereosexuelle Männer nach wie vor stillschweigend davon aus, dass sich die Frau per Anti-Baby-Pille vor einer Schwangerschaft schützt. Das ist eine vergleichbare ebenso bornierte wie unverantwortliche und respektlose Einstellung sich und vor allem der Partnerin gegenüber wie der/die, der von einem Positiven erwartet, dass er sich outet.

    Bei Nadja B. lag der Fall vielschichtiger. Den größten Fehler hat bei der Sache ja die Staatsanwaltschaft gemacht ... aber darum geht es ja hier nicht. Ja - sie wusste von ihrer Infektion und hat nichts gesagt. Aber der Mann, der sie später (5 Jahre danach!) angezeigt hat, hat noch vor Gericht damit geprahlt, dass er grundsätzlich kein Kondom verwende. Insofern ist das Urteil »2 Jahre auf Bewährung« in meinen Augen völlig okay, weill es a) eine Verurteilung war und b) das Strafmaß am untersten Rand geblieben ist.

    Und bitte bitte bitte: Seit 1988 (!) werden in Deutschland Urteile auf der Basis gefällt, dass positive Menschen bei ungeschütztem Verkehr vorsätzlich oder absichtlich handeln und daher unter den § 223a bzw. seit 1998 § 224 (schwere Körperverletzung) fallen ... aber noch nie sind Vorsatz oder Absicht nachweisbar gewesen.

    Alleine diese Grundannahme ist bereits eine Diskriminierung und führt dazu, dass - man liest es gelegentlich auch in diesem Forum - viele Leute glauben, dass Positive durch die Gegend laufen und reihenweise unbescholtene Bürger infizieren. Ich habe große Bauchschmerzen (und mag es einfach nicht), wenn diesem Vor- und Fehlurteil noch aus den eigenen Reihen der Betroffenen Vorschub geleistet wird.
     
  11. roadrunner

    roadrunner Neues Mitglied

    Ich will hier gar nix Vorschub leisten, sondern schlicht zum Ausdruck bringen, dass ein pos. Mensch nicht das Recht hat, zu entscheiden ob er mit einem NOS aufgrund EKAF und so nun ohne Schutz vögeln kann.

    Auch wenn dem Partner in Sachen Schutz mindestens 49% der Verantwortung zustehen, so sind es doch beim pos. Partner 51% Und das
    eine % muß einfach dann schlagend werden, wenn der der andere Partner sich keine Gedanken darüber macht. Egal ob er genau viel Verantwortung in dieser Sache hat.

    Denn der pos. Teil weis ja um seine Infektion.
     
  12. roadrunner

    roadrunner Neues Mitglied

    @Matthias

    Dieser eine Satz da oben, der ist der Grund meines Anstoßes.....
     
  13. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Ja, der Satz ist drastisch formuliert - aber inhaltlich finde ich ihn richtig.

    Übrigens bezog sich das »Vorschub leisten« nicht direkt auf Dich, sondern auf die - auch unter Positiven - oft festzustellende Einstellung.

    Und nein, es gibt keine 49/51-Verteilung - es ist immer 50/50. Auch und gerade der negative Partner muss endlich dazu stehen, dass er weiß, dass es die Infektion gibt. Bei einer 49/51-Verteilung würde wieder die Verantwortung abgeschoben ... und dagegen kämpfe ich.

    Wer sich heute noch beiHIV unwissend stellt, ist es selbst schuld. Punkt.

    Es hat gerade eine Umfrage gegeben (Grund: 25 Jahre »Gib AIDS keine Chance«), bei der 45% der Befragten angegeben haben, sie fühlten sich unzureichend über HIV informiert. Dabei haben sie viele Möglichkeiten: Ich merke das doch an meinen Lesungen. Da könnten sich viele Leute aus erster Hand informieren - aber sie tun es einfach nicht. Kein Interesse, keine Zeit, »hab ich nichts mit zu tun«. Aber sich mit der BILD aufregen, wenn so eine Sache wie mit Nadja B. passiert. DA liegt der Hund begraben ...

    Und solange das öffentliche Desinteresse an Prävention besteht, gehe ich keinen Zoll von meiner Meinung ab.
     
  14. roadrunner

    roadrunner Neues Mitglied

    Ich habs auch nicht auf mich bezogen, keine Sorge :D


    Also wenn ich mich als Beispiel nehme.......
    ich hatte zu Anfang mit meiner Frau nur safer Sex. Haben dann nach Monaten nen Test gemacht. Beide negativ. War im asiatischen Raum.

    Daher, nachdem meine Frau in Österreich war, bin ich allein zur Aidshlfe gegangen, und auch da war der Test negativ.

    Nun bin ich davon ausgegangen, das sie es auch ist/war. Dem war leider nicht so. Nun hatte ich echtes Glück in den letzten 5 Jahren.

    Nach langen Gesprächen mit meiner Frau, hab ich sie auch gefragt, wie sie denn damit umgegangen wäre, hätte sie es damals schon gewußt, wäre unter ART und unter der NWG gewesen.
    Sie hätte niemals zugelassen, das wir ungeschützten Sex gehabt hätten.
    EKAF, NWG oder Verantwortung hin oder her.
    Ich denke, dass man als verantwortungsbewusster Mensch, schlicht eben genau diese zu jenem 1% mehr hat, als der neg. Part.

    Wir gehen mittlerweile nach dieser doch kurzen Zeit des Wissens um die Infektion relativ locker um damit. Einzig tägl. um 19:00 wenn das Handy bimmelt, schluckt Mäuschen schnell die 3 Medis.

    Aber das ist ne andere Geschichte.

    Ich frage mich gerade, wie das sein mag, wenn man pos. ist, schon lange unter der NWG und dann findet man einen Partner, mit dem man nen ONS hat.
    Da es auch bei EKAF keine 100% Sicherheit gibt (ok, die gibt's nirgends),
    vögelt mit dem ONS und dann, aus den Augen aus dem Sinn? Keine quälenden Fragen, ob ihn nicht etwa doch angesteckt haben könnte???

    Wie gesagt ich bin neg. von daher tu ich mir schwer, es zu verstehen, aber ich versuche zumindest, mich in diese Lage zu versetzen.

    Eventuell ist meine Einstellung auch dadurch etwas anders, da ich bei meiner Frau gesehen habe, was die Krankheit anrichtet, und ich es mir nicht vorstellen kann, das ich jemanden auch nur dem geringsten Risiko aussetzen könnte.......
     
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