Wahrscheinlichkeit einer HIV Infektion bei ungeschütztem Vaginalverkehr mit einer Sexarbeiterin

Dieses Thema im Forum "HIV Phobie" wurde erstellt von Rationalist, 25. März 2021.

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  1. Rationalist

    Rationalist Neues Mitglied

    Liebe Forenmitglieder,

    Ich dankbar dafür, dieses Forum gefunden zu haben und hoffentlich nun mit Menschen sprechen zu können, die Ahnung von der Materie haben und die Wahrscheinlichkeiten treffend einschätzen können. Vielleicht sind meine Sorgen begründet, vielleicht mache ich mich aber auch nur unnötig verrückt. Folgende Situation:

    [Teil 1 von 3]

    Vorletztes Wochenende (d.h. vor 12 Tagen) hatte ich ungeschützten Vaginalverkehr mit einer Sexarbeiterin, die sich selbst als Nymphomanin bezeichnet. Das sollte ein einmaliges "sexuelles Erlebnis" werden. Mir ist bewusst, dass das absolut bescheuert von mir war. Vor dem Treffen hatte ich sie ausdrücklich gefragt, ob sie gesund sei, was sie bejaht hat. Wie sich später zeigen sollte, kann man auf solche Aussagen von Frauen offensichtlich nichts geben, gar nichts. Ich kam abends zu ihr, wir hatten dann an dem Abend drei Mal ungeschützten Sex und am nächsten Morgen noch ein Mal (jedes Mal nur Vaginalverkehr). Schon wenige Tage danach hatte ich ein mulmiges Gefühl und die Sorge, mir bei dieser Sexarbeiterin etwas eingefangen zu haben und bereute mein "Erlebnis". Als ich sie danach fragte, mit wie vielen Männern sie schon Sex hatte, meinte sie, dass sie das gar nicht mehr zählen könne. Ihre Wohnung war etwas heruntergekommen, sie war Hartz 4-Empfängerin. Sie ist deutsch, aber irgendwie kam sie mir so vor als ob...sie, sagen wir mal nicht die Hellste ist. Der Sex war geil, aber was hab ich jetzt davon...Am Morgen ging ich bei ihr ins Bad und wusch instinktiv kurz meinen Penis mit Wasser unter dem Wasserhahn, leider erst am Morgen. Danach fuhr ich wieder den langen Weg zurück nach Hause.

    Sie erzählte mir, dass sie einen Tag zuvor ungeschützten (sie verhütet nie) Sex mit einem Afrikaner hatte, normalerweise verlangt sie 60 Euro pro Stunde, aber bei ihm hätte sie nur 30 verlangt. Mir drängte sich schon da der Verdacht auf, dass sie ziemlich unvorsichtig und überhaupt nicht vorausschauend ist. Das hätte ich mir besser vorher überlegt, auf was ich mich da eingelassen habe. Ich hatte das so zuvor noch nie gemacht und wollte es zumindest ein Mal ausprobieren...

    Fünf Tage später hatte ich nachts einen seltsamen Juckreiz an Armen, Beinen und am Rücken, den ich mir aber dadurch erklären konnte, dass ich direkt zuvor meine Schlafkleidung mit etwas zu viel Waschmittel gewaschen habe und womöglich das zu Irritationen meiner Haut geführt hat. Am nächsten Morgen war der Juckreiz weg.

    Am sechsten Tag fasste ich nachmittags an meine Stirn und mir kam es so vor, als ob ich eine erhöhte Temperatur hätte, doch ich hatte leider kein Fieberthermometer, den habe ich mir am selben Tag noch bestellt. Ich hatte auch leichte Kopfschmerzen und mein Kopf fühlte sich schwer an. Dazu muss ich auch sagen, dass ich die Tage davor einen schlechten Schlafrhythmus/zu wenig Schlaf hatte, zum Teil die Nacht durchgemacht hatte (ich nehme keine Drogen und lebe ansonsten auch recht gesund bis auf meinen Schlafrhythmus und das Ganze daher kam.). Ich schrieb der Sexarbeiterin auch nochmal und fragte sie, ob sie zufällig Fieber oder sonstige Symptome habe, sie verneinte alles und meinte, dass es ihr gut ginge und ich mir keine Sorgen machen soll. Auch als ich sie da nochmal auf Geschlechtskrankheiten ansprach, meinte sie, dass alles ok sei und ich mir keine Sorgen machen solle und dass sie Anfang Mai einen Bluttest machen würde.

    Am siebten Tag bemerkte ich morgens erschrocken einen weißlichen Ausfluss aus meiner Harnröhre. Nun war mir klar: Ich hatte mich bei dieser Sexarbeiterin mit irgendetwas infiziert und meine Sorgen waren mindestens zu gewissen Teilen berechtigt! Ich schrieb ihr direkt, dass ich mir bei ihr wahrscheinlich Tripper eingefangen habe. Ich war auch etwas wütend, da mir jetzt offensichtlich ihre Falschangaben zum Verhängnis wurden. Gleichzeitig machte ich auch direkt einen Termin beim Urologen aus. Sie antwortete, dass sie gesund sei, auch ihre Frauenärztin habe letzten Monat gesagt, dass alles OK sei (aber was heißt das schon?) und dass sie in den letzten Monaten sogar nur recht wenige Männer gehabt hätte, weniger als sonst und dass ich mir keine Sorgen machen solle, denn der eine Afrikaner (in Afrika kommtHIV ja viel häufiger vor als bei uns in Europa) lebe schon seit langem in Deutschland und habe nur afrikanische Wurzeln. Ich hatte die dunkle Vorahnung, dass ich hier mit einer richtigen gesundheitlichen Dreckschleuder ins Bett gegangen bin, die einen mit allen denkbaren Geschlechtskrankheiten auf einmal infiziert. Ist diese Vorahnung paranoid?
     
    Zuletzt bearbeitet: 25. März 2021
  2. Rationalist

    Rationalist Neues Mitglied

    [Teil 2 von 3]

    Am achten Tag hatte ich wieder morgens und auch den Tag über einen weißlichen, schäumigen, womöglich auch leicht gelblichen Ausfluss. Dazu hatte ich plötzlich auch noch Brennen beim Wasserlassen. Mir war bewusst, dass ich mir was Ernsthaftes eingefangen hatte. Ich erkundigte mich zu allmöglichen Geschlechtskrankheiten, prüfte jede darauf, ob ich sie von den Symptomen her haben könnte, unter anderem natürlich auchHIV, was mir am meisten Kopfzerbrechen machte. Die ganze Nacht recherchierte ich viel zu HIV, zu den Übertragungswahrscheinlichkeiten usw. und aber auch zu sämtlichen anderen Geschlechtskrankheiten. Mir war auch bewusst, dass Tripper die Übertragung von HIV stark begünstigte, deshalb fragte ich die Sexarbeiterin nochmal genauer, fragte sie, ob sie HIV hat, was sie entschieden verneinte und meinte, dass die Männer, die sie kürzlich hatte auch angegeben hätten, dass sie gesund seien. Ich hakte immer weiter nach, denn ihre Antworten waren knapp gehalten. Ich fragte sie, wann sie ihren letzten Test auf Geschlechtskrankheiten bzw. HIV gehabt hätte. Sie meinte dann nur, dass sie vor einem Monat einen Bluttest hatte (aber bei einem normalen Bluttest wird doch nicht automatisch auf HIV geprüft!). Mir wurde immer klarer, dass ich mich auf die Aussagen dieser Frau überhaupt nicht verlassen konnte. Sie wünschte mir noch süße Träume und meinte auch, dass sie sich bei mir melden würde, wenn sie irgendwelche Symptome bekäme. Ich recherchierte dann weiter, besonders zu HIV. Je mehr ich mich damit beschäftigte, analysierte, das Risiko abschätzte, desto unwohler wurde mir und desto besorgter wurde ich. Ich las, dass die Wahrscheinlichkeit, sich als Mann beim Vaginalverkehr mit einer HIV positiven Frau anzustecken pro Kontakt etwa 0,05%-0,1% betragen würde. Was heißt pro Kontakt? Pro Sexualakt? Oder pro Treffen? Wir hatten in einer Nacht Sex, am Abend bin ich drei Mal in ihr gekommen und am Morgen noch ein Mal. Als was zählt das jetzt? Als 4 Kontakte? Oder als ein Kontakt? Unter der Prämisse, dass sie HIV-positiv ist (auch wenn sie das verneint hat, doch woher soll sie das wissen, wenn sie sich doch gar nicht auf HIV hat testen lassen und viele ungeschützte Sexualkontakte mit unterschiedlichen Männern, darunter auch einem Afrikaner, hatte?), läge dann, wenn man es als 4 Kontakte zählt, die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung (immer jeweils im schlechtesten Fall, deshalb nehme ich die 0,1%) schon bei 0,1%*4 = 0,4%. Wenn man nun noch beachtet, dass es gut möglich ist, dass sie wenn dann frisch HIV positiv ist, dann kann sich damit die Ansteckungswahrscheinlichkeit, wie ich gelesen habe, aufgrund der hohen Viruslast um bis zu dem 30-Fachen erhöhen, wie ich gelesen habe. 0,4%*30 = 12% ! Die Ansteckungswahrscheinlichkeit liegt also in diesem schlechtesten Fall bei rund 12% ! Und diese Rechnung halte ich für gar nicht so weit hergeholt, sondern für plausibel in Anbetracht ihrer Umstände (heruntergekommen, viele ungeschützte Kontakte, sie ist überhaupt nicht vorausschauend, deutlich älter als ich (45) und ich hatte auch das Gefühl, dass ihr vieles egal war/sie auf ihren Körper eh nicht so arg achtet). Ich hatte mir auch alles zu PEP durchgelesen, also Sofortmaßnahmen bzw. einer Sofortherapie mit Spezialmedikamenten (Notfall), wenn man eine HIV-Infektion vermutet. Dort habe ich mir einen Leitfaden durchgelesen, wann eine solche PEP empfohlen werden würde, denn ich zog eine solche in meinem Fall absolut in Betracht! Dort stand dann aber, dass eine PEP nur empfohlen werde, wenn gesichert sei, dass der Sexualpartner HIV positiv sei, es wurde dort auch aufgeführt, dass bei ungeschütztem Vaginalverkehr mit einer Sexarbeiterin keine PEP empfohlen wird und das Ganze war rot hinterlegt. Das verinnerlichte ich mir dann erstmal. Also hatte ich mich doch nur unnötig verrückt gemacht? Denn selbst in diesem Leitfaden stand ja Schwarz auf Weiß, dass Vorsichts-/Notfallmaßnahmen (PEP) in Situationen wie in meinem Fall ausdrücklich nicht empfohlen werden. Also begrub ich die Überlegung, eine PEP zu machen und redete mir ein, dass ich mich offensichtlich nur selbst verrückt gemacht hatte?! Wie hoch schätzt ihr die Wahrscheinlichkeit, dass ich mich bei dieser Sexarbeiterin mit HIV angesteckt habe, ein?


    Am neunten Tag hatte ich den Termin beim Urologen. Ich war bestens vorbereitet und wusste über die Möglichkeiten gut Bescheid. Dort gab ich eine Urinprobe ab und wir hatten ein kurzes Beratungsgespräch, in dem ich ihm vom weißlichen Ausfluss und vom Brennen beim Wasserlassen erzählte. Er untersuchte mich kurz, untersuchte meine Eier und meinte "Ja, ein Ausfluss haben sie auf jeden Fall, aber der ist nur weißlich, nicht gelblich", später meinte er dann deswegen, dass er meine Vermutung Tripper für falsch hält und stattdessen von einer Chlamydieninfektion ausgehe. Er sagte das so bestimmt, dass ich mich gar nicht traute, seine Einschätzung anzuzweifeln. Wie sich später herausstellen sollte, sollte ich Recht behalten und lag wieder mal genau richtig...Als ich ihn auf HIV und die Ansteckungswahrscheinlichkeit dessen ansprach und ihm von der Sexarbeiterin erzählte und davon, dass sie mit vielen Männern schon ungeschützt Sex hatte, auch mit einem Afrikaner, meinte er sofort, dass man überhaupt nicht sagen könne, dass von Afrikaner bezüglich HIV eine höhere Gefahr ausginge, als von Deutschen, HIV habe sich auch längst schon in Deutschland eingebürgert (an dieser Aussage merkte ich, dass er offensichtlich nicht wusste, was er da von sich gab. Die Prävalenzen sind eindeutig: In Afrika, besser gesagt Südafrika/der Subsahara-Region kommt HIV über !50 Mal! häufiger vor als in Deutschland! Da von "HIV habe sich in Deutschland vergleichbar eingebürgert wie in Afrika" zu reden, ist einfach nur vollkommen realitätsfremd). Er meinte, dass das Risiko für HIV da sei und ich das entscheiden müsse, ob ich einen Test machen will. Das war wieder mal typisch: Anstatt mir Wahrscheinlichkeiten zu nennen, sagte er mir (wie es auch einige wischiwaschie Beiträge im Internet aufführen), dass das Risiko auf HIV immer gegeben sei, das ist mir doch bewusst! Doch darum geht es doch nicht! Es geht um Wahrscheinlichkeiten! Es geht darum, die Situation einzuschätzen! Der Urologe hatte mir Doxycyclin verschrieben, das ich direkt an der nächsten Apotheke mitnahm und Zuhause einnahm, ich nahm von da an zwei Tabletten pro Tag.


    Am zehnten und elften Tag waren die Symptome dieselben: Der Ausfluss war weiterhin da, ist vielleicht minimal schwächer geworden, doch vielleicht bilde ich mir das auch nur ein und das Brennen beim Wasserlassen war hin und wieder da, es brannte richtig, und hin und wieder war es kaum da. Einen Fieberthermometer hatte ich inzwischen auch, meine Stirn fühlte sich heiß an, ich maß also die Temperatur in meinem Ohr und es waren 36,6 Grad, also alles im Normbereich, ich hatte mir das Fieber wohl nur eingebildet. Ich recherchierte weiterhin viel im Internet und stieß dann auch auf dieses Form, wo ich mehrere tolle und ermutigende Beiträge las und mich dann dazu entschied, diesen hier zu schreiben. Ich war mir nicht sicher: Mach ich mich nur verrückt? Oder sind meine Sorgen begründet? Es fiel mir auch noch eine rötliche Aufwölbung an der Innenseite meiner Vorhaut auf, die hin und wieder juckte und sehr empfindlich war, sie befand sich in der Nähe des Vorhautbändchens. War es eine Entzündung? Ich tupfte von der Außenseite aus etwas Desinfektionsmittel drauf, an die Vorhautinnenseite zu dieser Stelle konnte ich nicht rankommen. Auch am After hatte ich hin und wieder einen leichten Juckreiz, doch anfangs erklärte ich mir das damit, dass ich kurz zuvor ein Mal Durchfall hatte und wohl etwas zu viel mit dem Klopapier abgeputzt hatte. Am Morgen des elften Tages und auch tagsüber trat der leichte bis mittlere Juckreiz am After aber immer mal wieder auf, hatten die Bakterien nun auch irgendwie meinen After infiziert?
     
  3. Rationalist

    Rationalist Neues Mitglied

    [Teil 3 von 3]

    Am zwölften Tag rief mich der Urologe morgens an und teilte mir mit, dass eine Gonokokkeninfektion in meinem Urin festgestellt wurde, ich hatte also Tripper und lag goldrichtig! Dass sich damit die potentielle Ansteckungswahrscheinlichkeit mitHIV erhöht, war mir auch bekannt. Der Urologe meinte auch, dass der Chlamydientest (auf die er getippt hatte) hingegen negativ sei. Vor dem Risikokontakt mit ihr war ich absolut gesund, hatte auch 3 Wochen zuvor keinen anderen Sexualkontakt und keine Beschwerden (hab sogar 3 Wochen zuvor einenHIV Schnelltest gemacht und der war da negativ), ich war also gesund. Nun meine Frage: Erhöht sich diese Ansteckungswahrscheinlichkeit von HIV bei Vorliegen von Tripper auch dann, wenn man mit Tripper am selben Abend infiziert wurde (dann würden sich die oben berechneten 12% noch weiter erhöhen!) oder erhöht sie sich nur, wenn man eindeutig zuvor (mindestens wenige Tage zuvor) infiziert wurde? Ich maß auch mehrmals meine Temperatur im Ohr, doch sie lag stets unter 37,0 Grad, ich hatte also kein Fieber. Der Urologe meinte am Telefon auch mit Nachdruck, dass ich bei einem Sexualkontakt in den nächsten 4 Wochen unbedingt verhüten solle.


    Was soll ich nun tun? Ich habe auch über unterschiedliche Tests auf HIV nachgedacht, doch diese sind nach so kurzer Zeit alle noch nicht aussagekräftig genug, sondern erst nach 6 Wochen.


    Noch kurz zu mir: Ich bin 26, eher so der sensible/nachdenkliche/intellektuelle, nette "Softie"-Typ, Student, Schachspieler, gleichzeitig habe ich aber auch meine Prinzipien, bin vorausschauend und mir ist Rationalität wichtig.


    Nun noch ein Problem: Ich habe eine Freundin, besser gesagt eine Fernbeziehung. Dieses Treffen mit der Sexarbeiterin war eine einmalige Sache und ich habe das nur aus sexueller Bedürftigkeit/Lust heraus (ich mein, die Frau war 45 und heruntergekommen, etc., offensichtlich keine Traumfrau, mehr muss ich dazu wohl nicht sagen, mir ging es nur um den Sex) gemacht, mit meiner Freundin und was ich für sie empfinde hatte das überhaupt nichts zu tun! Meine Freundin und ich haben in unserer Beziehung nach den ersten Monaten immer ungeschützt Sex, da wir wissen, dass wir beide gesund sind und hatten auch keine Symptome, etc. zuvor.


    In einer Woche kommt meine Freundin zu mir und wenn ich ihr dann sage, dass wir jetzt und auch in 3 Wochen ein Kondom benutzen werden/müssen, da ich mir mindestens eine Geschlechtskrankheit und schlimmstenfalls auch HIV eingefangen habe, sie mich dann sicherlich direkt fragt, ob ich fremdgegangen sei und ich das dann besser verneine (denn sie hat schon mal gesagt, dass sie sich bei Fremdgehen sofort trennen würde, weil sie das ganz schlimm findet, sie denkt da noch ziemlich kindlich, während ich damals gesagt habe, dass man doch unterscheiden müsse, wie jemand fremdgeht, ob es ein Fremdgehen nur aus sexuellen Bedürfnissen heraus sei oder ob es ein emotionales Fremdgehen sei, was ich für viel schlimmer halte, ich liebe sie doch, ich liebe sie als Person! Und dieser Sex hat NICHTS damit zu tun, gar nichts! Nur ich fürchte, dass sie das nicht begreifen würde) und ihr dann eine Lügengeschichte auftische, dass ich mir das Ganze auch vielleicht auf ner Toilette eingefangen haben könnte...bezweifle ich, dass sie mir das abnehmen würde, sondern eher, dass sie getriggert ausrasten würde und mit mir nie wieder etwas zu tun haben wollen würde. Ich bin verzweifelt. Was soll ich nur tun? Wie kann ich die Situation noch retten? Oder sollte ich ihr die volle Wahrheit sagen? Vielleicht würde sie mir aber auch die Lügengeschichte abnehmen, wir hätten in einer Woche und drei Wochen danach geschützt Sex, ich mache in der Zeit einen verlässlichenHIV Test, der dann hoffentlich negativ sein wird und alles ist gut? Es ist so eine schwere Entscheidung.


    Wie hoch schätzt ihr das Gefahrenpotential ein? Für wie wahrscheinlich haltet ihr es (am besten aufgrund eigener Erfahrungswerte oder statistischer Daten), dass ich mich in dieser einmaligen Nacht bei der Sexarbeiterin mit HIV angesteckt habe?


    Auch noch eine Möglichkeit wäre, dass ich auf gut Glück darauf setze, dass ich kein HIV von diesem einen "Erlebnis" bekommen habe, da es ja auch gleichzeitig, selbst wenn man von der pessimistischsten Berechnung mit den 12% ausgeht, immer noch eher ziemlich unwahrscheinlich ist, dass ich das Pech habe, dass genau diese 12% zutreffen, was aber natürlich absolut möglich ist, und dass ich meiner Freundin einfach nichts von all dem erzähle und ich mit ihr weiterhin ungeschützt Geschlechtsverkehr habe? Oder wäre das ethisch absolut vollkommen unvertretbar? Ich würde mir sicherlich gewaltige Vorwürfe machen, wenn ich in so einem Fall dann womöglich auch noch an meine Freundin HIV weitergeben würde und ich daran schuld wäre, diese Vorstellung ist für mich unerträglich. Doch gleichzeitig ist dieses Szenario doch auch recht unwahrscheinlich. Ich weiß einfach nicht, was ich tun soll. Was ist die beste Lösung für dieses große Problem?


    Soll ich mich einfach beruhigen, mir klar machen, dass ich mich nur selbst verrückt gemacht habe, meine Rechnung mit den pessimistischen Wahlen nur unnötig in den Wahrscheinlichkeiten in die Höhe getrieben habe und die reale Wahrscheinlichkeit, dass ich mich mit HIV bei dieser Sexarbeiterin angesteckt haben könnte, nicht bei 12%, sondern deutlich unter 1% liegt und ich daher mich mal entspannen sollte, runterkommen sollte und davon ausgehen sollte, dass ich definitiv, mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit kein HIV habe und ungeschützten Geschlechtskontakt mit meiner Freundin haben soll und ihr nichts sagen soll, sondern einfach alles normal weitermachen soll, so als wäre nichts gewesen, da das die beste Lösung ist? (und ergänzend einige Wochen später einenHIV Test zur Gewissheit für mich machen)


    Oder sind meine Sorgen absolut begründet und sollte ich nur verhütet Sex mit meiner Freundin in den nächsten Wochen haben und ihr womöglich alles erzählen? Oder nur verhütet Sex mit ihr haben, aber versuchen, ihr eine Geschichte zu erzählen, wie ich angeblich auf andere Art und Weise mir HIV eingefangen haben könnte und ich deshalb auf Nummer sicher in den nächsten Wochen nur geschützten Sex mit ihr haben möchte, zu ihrem eigenen Schutz.


    Was denkt ihr? Diese Entscheidung ist so extrem schwer für mich. Ich bin am Verzweifeln und diese gesamte Situation raubt mir vor Sorgen den Schlaf.


    Könnt ihr mir irgendwie weiterhelfen? Was ist eure Einschätzung der Situation? Ich habe euch nun so viel wie möglich erzählt, sodass ihr alle Informationen habt und dann zu einer guten Einschätzung kommen könnt. Ich danke euch für jede Hilfe von Herzen!


    Auch hier diesen Text zu schreiben hilft mir, es tut gut, das Ganze mal loszulassen und hier anonym anderen anvertrauen zu können.


    Bitte schreibt mir, was ihr denkt und welches Vorgehen ihr mir empfehlen würdet. Ich danke euch so sehr!



    Euer Rationalist
     
    Zuletzt bearbeitet: 25. März 2021
  4. LottchenSchlenkerbein

    LottchenSchlenkerbein Poweruser Poweruser

    Das ist die wichtigste Info, den Rest der Hedwig Courths-Mahler Abhandlung habe ich nicht gelesen... weil das nicht wichtig ist und viel zu viel und weil

    - spezifischeHIV-Symptpome gibt es nicht
    - ob sie Sexarbeiterin ist oder nicht , ist unerheblich
    - Dein Problem grundsätzlich Deine Fremdgeherei ist.. das schlechte Gewissen ist eben ein Luder !

    Ungeschützter Sex stellt ein Risiko dar - für BEIDE Seiten (wann das wohl endlich mal klar wird !) Also hoffen wir, dass Du Deinen Status kennst.
    Mach einenHIV-Test, 43 Tage nach dem ungeschützten Sex.. und fertig.
    Alles andere ist unnötig und raubt nur Energie. Diese ganze Selbstzerfleischung ändert nichts an den Tatsachen.

    Ja, kommt vor im Gedränge, die kann Mann sich aber auch mit Kondom einfangen... das wäre bei Lieschen Müller aber auch passiert und hat nichts mit der Profession der Dame zu tun.
    Ausheilen lassen, bis dahin kein Sex bitte... Gonokken übertragen sich per Schmierinfektion... vielleicht nochmal zusammen mit Deiner Freundin einen Arzt aufsuchen, nicht dass schon eine Ansteckung stattgefunden hat. Bei Frauen kann eine Tripper-Infektion symptomlos verlaufen und zu Unfruchtbarkeit führen. Klärt das ab bitte.


    Ja, viel zu viel Input, die einfachen wichtigen Infos reichen für unsere Beurteilung der Lage ... aber wenn es Dir hilft, Deinen Stress abzubauen, ist es okay.
     
    Zuletzt bearbeitet: 25. März 2021
  5. Rationalist

    Rationalist Neues Mitglied

    PS: Der Urologe meinte am Telefon auch noch, dass die Erhebung an der Vorhaut wahrscheinlich ein Pilz sei und das vom Doxycyclin komme. Weiß zufällig jemand, wie ich diesen am besten wegbekommen kann?

    Entschuldigt für den langen Text und danke an alle fürs geduldige Lesen! Ich wollte euch alles offen und so genau wie möglich beschreiben.
     
  6. LottchenSchlenkerbein

    LottchenSchlenkerbein Poweruser Poweruser

    Ja, der Urologe.

    Außerdem täglich Unterwäsche wechseln, mal nicht sexy, sondern praktisch.. am besten wäre es, wenn die Wäsche kochbar wäre. Nicht nackt schlafen, trotzdem Bettwäsche so oft wie möglich wechseln, wenn möglich, als Kochwäsche waschen und (und das ist wirklich ernstgemeint) die gewaschene und getrocknete Wäsche ein paar Tage gut verpackt in den Tiefkühler.
    Pilzsporen sind sehr hartnäckig und widerstandsfähig... aber kochen und tiefkühlen sind gute Gegenmittel... fast ohne Chemie.
    Ob diese ganzen Hygienewaschmittel und Weichspüler für die Waschmaschine was taugen, weiß ich nicht.
    Und, das gilt nicht nur in Coronazeiten, Händehygiene.. achte drauf, wo Deine Hände waren und was Du damit anfässt...

    Es ist gut möglich, dass der Pilz vom Doxy kommt, AB vernichten eben alles, auch die guten Hautbakterien und ermöglichen es so, dass sich Pilze ansiedeln können.

    Wie gesagt, wenn er Deinem Stressabbau dient, ist es ok.
     
  7. Rationalist

    Rationalist Neues Mitglied

    Erstmal vielen Dank für deine unglaublich schnelle Antwort, LottchenSchlenkerbein! Aufgrund deines Namens gehe ich mal davon aus, dass du eine Frau bist?

    Das ist mir bewusst, doch das ist keine Mehrinformation. Außerdem gibt es sehr wohl Symptome, die eindeutig gehäuft bei HIV auftreten und anhand dessen sich die Wahrscheinlichkeiten ändern. Was ich mir hier erhofft habe, ist eine treffgenaue Einschätzung der Wahrscheinlichkeiten, sodass ich meine eigenen Schlüsse daraus ableiten kann.

    Nein, mein eigentliches Problem ist, dass ich mich mit HIV infiziert haben könnte. Außerdem kann bei ein Mal Fremdgehen noch nicht von "Fremdgeherei" die Rede sein.

    Wie gesagt, das ist mir bewusst, doch das stellt keine Mehrinformation dar.

    Das stimmt natürlich. Dennoch würde mich eine genaue Einschätzung der Lage beruhigen.


    Meine Freundin hat schon den Zug für hin und zurück gebucht, sind jeweils rund 300 km Strecke. Wie soll ich ihr das beibringen? "Schatz, die 120 Euro für den Zug, die sind jetzt in den Sand gesetzt und das Wochenende, auf das du dich so sehr gefreut hast, dass du zu mir kommst, das geht auch nicht, denn ich hab mich wohl mit Geschlechtskrankheiten infiziert und mit Sex ist damit für die nächsten 4 Wochen mau"?! Sie kommt erst in einer guten Woche und meines Wissens nach sollte eine Tripper-Infektion nach einer Woche Behandlung mit Antibiotika ausgeheilt sein? (hat mir der Urologe auch so verschrieben)

    Nein, eine Ansteckung kann unmöglich stattgefunden haben, denn ich habe seit meinem "Erlebnis" meine Freundin gar nicht getroffen.


    In Anbetracht deiner Antwort bezweifle ich das.

    Ja, und dabei, die Situation besser einschätzen zu können, nur hat mir dabei deine Antwort bisher, bis auf das, dass Tripper auch bei geschütztem Sex übertragen werden kann, dabei nicht allzu viel weitergeholfen.
     
  8. Rationalist

    Rationalist Neues Mitglied

    Danke für die Tipps, die lösen zwar nicht mein eigentliches Problem hier, aber sie sind nützlich zur Bekämpfung des Pilzes. Auf regelmäßiges Händewaschen habe ich schon immer geachtet.
     
  9. LottchenSchlenkerbein

    LottchenSchlenkerbein Poweruser Poweruser

    Nein, gibt es nicht.

    Wenn Du Wahrscheinlichkeiten möchtest, wende Dich bitte an einen Mathematiker.

    Deine Wahrscheinlichkeiten sind so hoch oder niedrig wie bei jedem anderen Menschen auch.
    Es gibt hier User, die sich bei einem ungeschützten ONS angesteckt haben und es gibt hier User, die sich bei jahrelangem ungeschützten Sex mit dem (unbekannt) HIV-positiven (Ehe) Partner nicht angesteckt haben.
    Die Prozente musst Du Dir aber selber ausrechnen.

    Na um so besser.

    Dann lies Deinen Roman nochmal durch !

    Nein, HIV ist nur der Stellvertreter für Dein schlechtes Gewissen.

    Das weiß ich nicht...
    Du hattest Eier genug, um zu einer Prostituierten zu gehen und ungeschützten Sex mit ihr zu haben.. dann wirst Du auch Eier genug haben müssen, um das deiner Freundin zu sagen.

    Über kurz oder lang wirst Du reinen Tisch machen müssen... sonst landest Du schneller auf der Therapeutencouch, als Dir lieb ist.

    Deine Geschichte ist in diesem Forum hundertfach vertreten, mit kleinen Abweichungen, aber im Kern immer das Gleiche:
    - Prostituierte gewesen
    - ungeschützter Sex
    - Freundin zu Hause
    - HIV-Panikanfall
     
    matthias gefällt das.
  10. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Guten Tag.
    Abgesehen von der Länge des Textes bin ich bei folgendem Satz sehr erschrocken:
    Er zeitigt ein Frauenbild, das sehr antiquiert ist – und vor allem: Er ist ausgesprochen überheblich und stellt eine pauschale Verunglimpfung dar. So etwas lassen wir nicht durchgehen.

    Tatsache ist, dass niemand Anderes für Deine Gesundheit verantwortlich ist, als Du selbst. Und dabei spielt es überhaupt keine Rolle, ob Du Sex mit der Pastorin, der Nachbarin oder einer Sexarbeiterin hast.

    Ab genau diesem Moment ist der gesamte Beitrag für mich unerheblich geworden. Denn alles, was Du gemacht hast, hast Du freiwillig gemacht. Niemand hat Dich gezwungen.
    Selbst schuld.
    Dein Problem.

    Ich glaube Dir gerne, dass Dir erst im Schreiben des Textes die Blödheit Deines Verhaltens klargeworden ist … aber selbst, wenn ich alle moralischen Bedenken und jeden Ärger über Deine Überheblichkeit (die sich in Fragen Deiner Freundin plötzlich in eine weinerliche Kleinjungen-Mentalität verändert) wegdrücke … und mich ganz rational mit deinem Thread befasse, bleibt nur ein Rat:

    … und überdenke bitte ganz kräftig Deine Sichtweise auf andere Menschen. AuchHIV-positive Menschen sehen sich solchen Diskriminierungen, wie Du sie kübelweise über eine von Dir selbst engagierte Sexarbeiterin ausschüttest, ständig gegenüber.

    Mit 26 Jahren solltest Du Dir – vor allem bei Deinem selbstgewählten Nick – klar darüber sein, dass nur Du für Dich verantwortlich bist und wie Du mit Deinem schlechten Gewissen wegen des Seitensprungs umgehst.

    Wir sind kein psychologisches Forum, aber haben durchaus unsere Erfahrungen mit Männern wie Dir. Du bist nicht der erste und wirst auch nicht der letzte sein, der freiwillig etwas tut, was er hinterher als Fehler betrachtet und die Schuld auf jemand anderen abwälzen will. Aber da bist Du hier falsch, wir erteilen keine Absolution.

    Aus medizinischer Sicht bleibt nur der Test: Mindestens 42 Tage nach dem Risiko – und als Labortest im Gesundheitsamt oder beim Arzt. Mehr gibt es nicht zu sagen.
     
  11. Rationalist

    Rationalist Neues Mitglied

    Ich bin Mathematiker.

    Nein, sie sind eben nicht bei jedem gleich hoch, sondern es gibt große Unterschiede und diese wurden auch schon in diversen Studien erfasst.

    Das ist eine unzulässige Verallgemeinerung/Verwässerung.

    Sag doch einfach, dass du sie mir nicht nennen kannst, bzw. nicht in der Lage bist, hier genauere Auskunft zu geben.

    Ich kenne meinen Roman, wohl besser als du. Und ich bin hier genau ein Mal fremdgegangen und nicht mehrmals!

    Nein, du interpretierst das hier falsch rein. Mir geht es wirklich in erster Linie darum, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass ich mich in diesem Szenario mit HIV angesteckt habe. Was mit meiner Freundin ist, spielt dabei erstmal nur eine untergeordnete Rolle!

    Hier geht es nicht um "Eier haben", sondern es geht darum, die beste Lösung zu finden. Und unbedingt eine Konfliktsituation heraufzubeschwören, weil man es der Freundin unbedingt auf die Nase binden muss (ich frage mich hier auch, ob du andersrum, wenn eine Frau dem Partner fremdgeht, genauso gesagt hättest, dass sie ihm das gefällst sofort, unverzüglich und im Detail zu beichten hat), halte ich nicht für die beste Lösung, vor allem unter Einbezug, was ich oben in meinem Text geschrieben habe: Sie könnte damit nicht umgehen. Ich gehe davon aus, dass sie nicht begreifen könnte, dass dieser Sex nichts mit meinen Gefühlen für sie zu tun hat!

    Soll das eine Drohung sein?

    Nein, das hast du falsch kategorisiert, denn ein Panikanfall ist EMOTIONAL. Ich hingegen erwünsche mir hier rationale Zahlen, Wahrscheinlichkeiten. Nix Emotionales. Auch kein wischiwaschie-Gerede a la "Jeder kann sich immer mit HIV anstecken, das ist bei allen überall gleichwahrscheinlich, da gibts keine Unterschiede", sorry, aber solche Aussagen helfen hier wirklich niemandem weiter!


    Vielleicht gibt es hier noch jemand anders, der seine Meinung/Einschätzung zu meinem Fall kundtun möchte.
     
  12. AlexandraT

    AlexandraT Moderator HIV-Symptome.de Team

    Ja.. solche Blöcke und Abhandlungen lesen 99% aller User nicht.
     
    matthias und LottchenSchlenkerbein gefällt das.
  13. LottchenSchlenkerbein

    LottchenSchlenkerbein Poweruser Poweruser

    Ja, nach dem Lesen des letzten Beitrags von Dir @Rationalist ... bist Du einfach nur einer von vielen , der seine Freundin hintergangen hat und jetzt die Schuld überall sucht, nur nicht bei sich selbst.

    Laotse sagt : Zeige einem klugen Menschen einen Fehler, und er wird sich bedanken. Zeige einem dummen Menschen einen Fehler, und er wird Dich beleidigen.
    Du darfst Dir selber aussuchen, wer Du bist.

    Ich bin hier raus.
     
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  14. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Sorry, aber diese Behauptung steht Dir nicht zu. Abgesehen davon ist sie falsch; im Gegensatz zu Dir kennen wir die Realität. Und die ist kein Geheimnis, sondern lässt sich in jedem seriösen Kontext finden.

    Ich glaube nicht, dass es Dir zusteht, Forderungen zu stellen. Da Du offensichtiich schon genau weißt, was wir alles nicht wissen und was Du alles doch weißt – warum fragst Du dann?

    Wenn Du es als drohend empfindest, Dich selbst in eine Angst- und Panikspirale zu bringen – dann ja. Tatsächlich ist es aber eine Warnung.

    Nein, belüge Dich nicht selbst. In Deinem Roman schreibst Du doch …
    … dass Du wider besseren Wissens fremdgegangen bist: Du kanntest die mögliche Konsequenz und sie war Dir egal. Aber das baden wir nicht aus …

    Ich denke, es wird sich hier niemand finden, der Deine Einlassungen anders bewerten würde.

    Ich auch.
     
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  15. AlexandraT

    AlexandraT Moderator HIV-Symptome.de Team

    Beleidigung und hat mitHIV nichts zu tun. Will ich so hier nicht mehr lesen.

    Ja und? Egal woher der Mann kommt... heisst für Dich dunkle Haut gleich HIV?

    Sagt wieder nichts verünftiges aus ausser, dass für Dich wohl HIV und Afrika ein Synomym sind.

    Und wieder der Arikaner.... geht's noch?

    Tja.. in die Situation hast Du Dich selbst gebracht... aber schütz wenigstens Deine Freundin bis Du neg. Tests hast.

    ... und Vorurteile... Sex ohne Kondom braucht 2 Leute. Aber allem Anschein nach suchst Du die Schuld vorallem bei ihr und ihren Partnern.

    Ich bin nicht nur raus... ich hab genug von solchem Verhalten und solchen Vorurteilen.

    Viel mehr hab ich nicht rausgelesen und 95% der Infos brauche ich nicht um zu wissen, dass Du HIV und Afrika als eines siehst, Sex ohne Kondom hattest und nun eben zum Test musst.
     
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  16. Rationalist

    Rationalist Neues Mitglied

    Guten Tag. Nicht überheblich, sondern logisch bzw. begründet. Du wärst doch genauso verärgert wenn andersrum du eine Frau wärst und ein Mann dich bezüglich Geschlechtskrankheiten derart ins Messer laufen lässt und würdest dann auch vielleicht mit einem "Auf Männer kann man sich nicht verlassen" affektiv reagieren. Das ist menschlich und nicht überheblich. Oder sollte ich dann da über dich sagen "Die hat ein veraltetes Männerbild! Ist bestimmt eine Männerhasserin!" Einfach alles bitte ein bisschen in Relation sehen.

    Das stimmt. Ich denke aber, dass jedem so eine Aussage mal rausrutschen kann. Es war einfach Ausdruck meiner Verärgerung.

    Du machst hier aus einer Mücke einen Elefanten, wichtiger als diese eine Aussage, auf die du dich jetzt versteifst, wäre meine Geschichte als Ganzes!

    Klar, dennoch kann man doch erwarten, dass es einem der Sexpartner, wenn man ihn danach fragt, offenlegt, ob er Geschlechtskrankheiten hat.

    Von den Wahrscheinlichkeiten her, werHIV hat, spielt das tendenziell eben sehr wohl eine Rolle. Es gibt nun mal gewisse Personengruppen, die häufiger von HIV betroffen sind, als andere. Das gilt es in die Berechnung mit einzubeziehen.

    Ab welchem Moment?

    Stimmt. Aber diese Sexarbeiterin ist auch zu einem Teil verantwortlich.

    Das ist nicht lösungsorientiert.


    Dich scheint irgendeine meiner Aussagen heftig getriggert zu haben. Wahrscheinlich hast du da was ziemlich in den falschen Hals bekommen. Den Schuh muss ich mir dann aber nicht anziehen. Und ich bitte dich, Beleidigungen (weinerliche Kleinjungen-Mentalität) zu unterlassen.

    Bitte? Ich habe hier niemanden diskriminiert! Was soll dieser leere Vorwurf? Wo soll ich die Sexarbeiterin "diskriminiert" haben?

    Dessen bin ich mir bewusst. Dennoch hatte ich gehofft, dass man hier lösungsorientiert mit meiner Geschichte umgeht, anstatt mich als Person anzugreifen.

    Männer wie mir, was soll denn das bitte heißen? Was bin ich denn in deinen Augen für ein Mann?

    Mag sein, doch die Schuld habe ich hier auf niemanden anderen abgewälzt.

    Das habe ich auch nicht gefordert. Verständnis und Lösungsorientiertheit wären schon genug gewesen.

    Das war mir nach einer Minute Recherche auch klar. Was ich mir hier erhofft hatte, waren echte Mehrinformationen, Wissen zu den Wahrscheinlichkeiten, denn das wäre das, was es hier noch mehr zu sagen gäbe!

    Danke für deinen Kommentar dennoch. Ich versuche, deine Kritik anzunehmen, versuche du auch, meine anzunehmen.
     
  17. AlexandraT

    AlexandraT Moderator HIV-Symptome.de Team

    Ach... wer macht nen Elefanten und schreibt seitenweise alles bis ins kleinste Detail auf?
    Du darfst aber Menschen anderer Kultur mit Deinen Unterstellungen angreifen?
    Nein... für Deine Gesundheit bist alleine DU verantwortlich.
     
    matthias gefällt das.
  18. Rationalist

    Rationalist Neues Mitglied

    Das war keine Beleidigung, sondern mein ehrlicher erster Eindruck und dass sie nicht so vorausschauend war, ist ein wichtiges Detail, um besser einschätzen zu können, ob sie demnach auch mit erhöhter Wahrscheinlichkeit HIV haben könnte. Und nein, das heißt nicht, dass jeder, der nicht vorausschauend ist, HIV hätte oder dass jeder, nicht HIV hat, vorausschauend ist. Ich spreche hier nur von Wahrscheinlichkeiten!

    Nein. Schau dir doch die offiziellen Zahlen an! Ich hatte sogar oben ausgeführt, dass die offiziell bekannt ist (kannst du auf Wikipedia nachschauen), dass in Afrika über 50 mal mehr Menschen an HIV erkrankt sind, als in Deutschland. Es geht hier nicht um mich oder was ich denke, sondern das sind die ganz offiziellen Zahlen und Zahlen sind wichtig!

    Für mich sind Zahlen etwas Vernünftiges. Für dich nicht?

    Du scheinst irgendein Problem mit Zahlen zu haben.

    "Vorurteile"? Dass Afrikaner über 50 Mal häufiger von HIV betroffen sind, ist ein Fakt!

    Nein, wie ich in meiner Geschichte oben geschrieben habe, bereue ich meine Aktion und bin mir bewusst, dass die Schuld definitiv auch bei mir liegt, keine Frage, aber sie liegt eben nicht nur bei mir.

    Ich weiß wirklich nicht, womit du so ein Problem hast.

    Oh man, du scheinst ja echt hart getriggert zu ein. Rationalität Fehlanzeige.

    Schade, ich hatte gehofft, dass man mir hier irgendwie weiterhelfen kann, doch weit gefehlt.
     
  19. AlexandraT

    AlexandraT Moderator HIV-Symptome.de Team

    Völliger Blödsinn. Du warst ja auch nicht vorausschauend als Du ohne Kondom gepoppt hast mit einer Frau die nicht Deine Freundin ist.
    Und die reisen nach Deutschland?
    Doch... Du hast auf das Kondom verzichtet....und Du bist fremd gegangen.
    Nein.. hab ich nicht. Aber mit Menschen die keine Verantwortung übernehmen und ständig andere vorschieben.

    Mach DeinenHIV-Test und überdenke mal Dein Verhalten Deiner Freundin gegenüber. Würde es Dir Freude machen wenn sie ungeschützt fremd ginge? Ich gebe Dir auch die Zeit dazu... ich mach das Thema zu.
     
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  20. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Ganz ehrlich? Ich betrachte speziell Deinen letzten Beitrag nicht als Kritik, sondern als Trotzreaktion.
    Ich habe mich 1992 beim Sex mitHIV infiziert und käme nie auf die Idee, den damaligen Sexualpartner dafür verantwortlich zu machen, da ich mich selbst hätte schützen können. Ich habe 1993 jemand (unwissend) mit HIV infiziert, der später mit mir genauso umgegangen ist. Das kann natürlich daran liegen, dass ich 1992 – mit 32 Jahren – weiter war als Du. Aber das ist nur eine Vermutung.
    Nein, Deine Geschichte ist nicht wichtiger, weil sie keine besondere Geschichte ist, sondern jedes Jahr hunderte Mal passiert. Deine Geschichte ist (leider) so normal, dass es weh tut – weh tut in der Frage, wieso sich 40 Jahre nach der ersten Meldung über HIV (damals noch AIDS) immer noch nur so wenige Menschen Gedanken über ihre Gesundheit machen. Übrigens: Die »Mücke«, von der Du sprichst, ist in der Tat ein Elefant – nämlich Diskiminierung pur.
    Nein, kannst Du nicht. Krankheiten aller Art gehören zur sog. informationellen Selbstbestimmung. Und die gehört zu den Grundrechten (die übrigens auch für Sexarbeiter'innen gelten).
    Nein. Das ist eine Denke aus den 80ern. Wo hast Du die nur her …? Tatsache ist, dass weltweit 5% aller HIV-positiven oder an AIDS erkrankten Menschen Sexarbeiter*innen sind, und 12 % sich durch homosexuellen Verkehr infiziert haben. Alle anderen sind das, was Du wahrscheinlich gerne als »normale Menschen« bezeichnen würdest.
    Dem Moment der Schuldzuweisung verbunden mit dem Reinwaschen der eigenen Person.
    Für sich: Ja. Für Dich: Nein.
    Wie sonst darf ich Dein Unverständnis darüber interpretieren, dass Du ihre Auffassung von Beziehung anders interpretierst (Liebe vs. Sex) und jetzt Angst hast, dass sie mit Dir Schluss macht, obwohl Du das wissen musstest? Du hast Grenzen überschritten und suchst jetzt eine andere, die Schuld hat. Das ist keine Beleidigung, das ist eine Feststellung.
    Wenn Du das nicht selber merkst … Dein ganzes Posting ist eine einzige Diskriminierung, denn sie hat schuld und Du nicht.
    Deine Geschichte ist von Deiner Person nicht zu trennen, weil sie gar nicht hätte stattfinden müssen, wenn Du vorher nachgedacht hättest – oder kurz: Ohne Dich wäre sie nie passiert.
    Was Du in meinen Augen bist, ist unerheblich. Tatsache ist, dass Du Dich als jemand gerierst, der Verantwortlichkeiten ablehnt und die Schuld für Dein beschriebenes Problem grundsätzlich bei anderen sucht.
    Auf Verständnis kann jemand hoffen, der unabsichtlich in eine Situation hineingerutscht ist. Lösungsorientierung haben wir Dir gegeben:
    Das kommt immer drauf an, was man erwartet. Hättest Du wirklich nur Hilfe gesucht, hättest Du Deine Situation in drei Sätzen abgehandelt. Aber Du hast so viele falsche, überalterte, chauvinistische Baustellen eröffnet – da reagieren wir halt auch drauf. Und das machen wir nach unsererem Dafürhalten, denn: Wer Fragen stellt, muss mit Antworten rechnen. Und die fallen nicht immer so aus, wie man das vielleicht gerade möchte.

    @AlexandraT : Danke, ich hätte den Thread sonst auch geschlossen, da wir hier nicht weiterkommen. Es prasseln Vorurteile auf Erfahrungen … und statt die Erfahrungen anzunehmen, werden die Vorurteile wieter gepflegt.
     
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