Unsicherheit? Blut ist doch bereits trocken?

Dieses Thema im Forum "Infektion" wurde erstellt von feuer, 16. April 2013.

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  1. feuer

    feuer Neues Mitglied

    Bitte aufrufen.

    Link: https://www.hiv-symptome.de/forum/threads/mit-messer-geschnitten.737/

    Ich hatte neuerdings diesen Thread hier gelesen und bin ein wenig irritiert. Einerseits wäre ich auch nicht sehr begeistert, über diesen Ton des Herrn, allerdings bin ich ein wenig überrascht, dass Ihr dem Mann nicht gesagt habt, dass die Wahrscheinlichkeit gleich null ist.

    Es wird ja immer behauptet, dass trockenes Blut nach kurzer Zeit nicht mehr infektiös ist und das eine Ansteckung nicht mehr erfolgen kann. Jetzt frage ich mich, weshalb wieder um den heißen Brei herum geredet wird und ihr dem Typen nicht klipp und klar sagt, dass er sich keine Gedanken machen soll.

    Seit wann wird über Temperaturschwankungen und wieviele Viren möglicherweise noch im Spiel waren, geredet?

    Dr.LeoLust meint ja bei fast allen Beiträgen, "Sperma und Blut ist innerhalber 1 Minute nicht mehr infektiös und kann dann nicht mehr infektiös werden". Solche Aussagen findet man überall im Netz. Warum habt ihr dem Herren nicht gesagt, dass NULL Risiko bestand?

    Ich glaube, dass hier wohl 2 Versionen einer Ansteckung dahinter stecken, eine für die Oberflächen Bevölkerung (Viren gehen schnell kaputt) und eine für Betroffene (Hi Viren werden höchsten inaktiv, können aber auch im Alltag wieder reaktiviert werden).

    Versteht mich nicht falsch, ich bin nur ein wenig besorgt. Also wenn ihr mich jetzt gleich in 1.000 Stücke zerreist, nur zu. Aber dann wundert euch nicht, warum mehr unsicherheit ensteht.

    Ich wäre euch sehr verbunden, wenn ihr auf solche Aussagen wie "die Wahrscheinlichkeit ist gering" verzichtet oder gehe doch zum Psychologen und kläre das mal ab. Auch, "nur gefährlich wenn gleiche Spritze benutzt wird"

    Die Lieben Leute beim Gesundheitsamt haben mich jetzt aufgeklärt. Aber bezüglich des "reaktivierens" im Alltag haben dir mir keine Auskunft gegeben. Um Panik zu vermeiden? :roll:

    Also die eigentliche Frage, und ich hoffe dass nicht gleich deswegen gemeckert wird:

    Trockenes Blut z.B., welches an Gegenständen haftet ist nicht mehr infektiös, könnte aber durch das befeuchten mit Flüssigkeit wieder infektiös gemacht werden? Viren können also nicht wirklich "kaputt" gehen? Sie sind quasie nur "eingefroren"?

    Ich bitte höflichst um eine ehrliche Antwort, gerne auch über email, wenn's geht.

    Ich dachte immer und so wurde mir das migeteilt, dass Luft und Umwelteinflüsse die Viren kaputt macht? Oder wie jetzt?

    Der Eine Sagt, die Viren existieren weiter auch Austritt (draußen), und die Anderen meinen, dass die Viren schnell ihre Infektiösität verlieren.
    :eek: :oops:
     
  2. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Moin,

    ich weiß nicht, wie sinnvoll es ist, einen uralten Thread wieder hervorzuholen und ihn in dieser unbotmäßigen Form zu kommentieren.

    1.) Der Thread stammt aus dem Jahre 2009 ... und damals gab es noch wesentlich mehr Unsicherheiten über Infektionswege als heute.

    2.) 100%ige Sicherheit wirst Du nirgends finden.

    3.) Wir erteilen per Internet keine Absolution, da wir nicht beurteilen können, ob die User den gesamten Sachverhalt und wenn ja, den auch umfassend geschildert haben, weil sich viele für ihr Verhalten schämen und die Wahrheit etwas zu ihren Gunsten verändern.

    4.) Unsere Aussagen sind - wie Du am unteren Rand dieses Forums erkennen kannst - kein Ersatz für eine medizinische Fachberatung. Wir haben schon zu viele Probleme damit, dass sich User per Wikipedia und Konsorten ihre eigenen Diagnosen zurechtbasteln und sich trotz 0,0% Risiko schon einen Sarg bestellen.

    5.) HI-Viren werden, sobald sie mit Luft/Sauerstoff in Berührung kommen, ziemlich schnell inaktiv. Mehr weiß auch die Wisssenschaft nicht - und wer etwas anderes behauptet, sollte seine Quellen preisgeben. »Inaktiv werden« heißt aber nicht »gehen kaputt« ... obwohl ich von keinem Fall weiß, bei dem »reaktivierte« Viren eine Infektion verursacht hätten. (Was aber nichts heißen muss.)

    6.) Ob sie durch schlichtes Befeuchten mit irgendeiner Flüssigkeit wieder reaktivert werden können, bezweifele ich persönlich, da ich davon ausgehe, dass HI-Viren als Retroviren bestimmte Zusammensetzungen von Flüssigkeiten benötigen. Das ist aber nur meine persönliche Auffassung und in keiner Weise als medizinisch-wissenschaftliche Aussage zu bewerten!

    7.) »Die Wahrscheinlichkeit ist gering« - eventuell noch »sehr gering« - ist (siehe Punkt 3.) die bestmögliche Aussage, ohne die genauen Umstände zu kennen. Nur da, wo definitiv kein Risiko vorlag, sagen wir das auch. Alles andere wäre unlauter.

    8.) Viele User steigern sich in angeblich potenziellen Risiken hinein, weil ihnen das Basiswissen fehlt. Sieh Dir doch nur mal Deine eigenen Fragen an, die Du hier gestellt hast ... Du bist doch noch auf dem Wege, überhaupt mal Basiswissen zu erlangen. In solchen Fällen ist es wirklich besser, einen Arzt, das Gesundheitsamt oder die Aidshilfe aufzusuchen und das persönliche Gespräch zu führen ... und Aussagen zu vertrauen.

    9.) Die Angstspirale führt leicht zu einer Phobie, die tatsächlich nur von psychologisch geschultem Fachpersonal aufgebrochen werden kann.

    10.) Wenn Dir das Gesundheitsamt zu einem Punkt keine Auskunft gibt, dann nicht, weil sie Dich doof finden, keine Lust haben oder - verschwörungstheoretisch betrachtet - die Wahrheit zurückhalten wollen, um keine Panik zu verbreiten. Nein - sie geben keine Auskunft, weil sie keine gesicherten Erkenntnisse haben. Möchtest Du, nur um eine Antwort zu haben, das Risiko einer falschen Antwort eingehen? Mir scheint's fast so ...

    Wir geben grundsätzlich ehrliche Antworten. Üblicherweise würde ich auf den von Dir angeschlagenen Ton ncht reagieren, weil ich ihn - gelinde gesagt - unverschämt finde. Aber da Dein unausgegorenes Posting bei anderen Usern unnötige Unsicherheiten und Panik erzeugen könnte, hast Du eine Antwort erhalten. Ich empfehle Dir nur, Deinen Ton zu mäßigen. Fragen kann man auch höflich stellen.
     
  3. feuer

    feuer Neues Mitglied

    Danke für deine Antwort.

    Mein Ton war, wie ich finde, eigentlich ganz in Ordnung. Ich denke du hast vieles Davon falsch aufgenommen.

    Ich bedanke mich für die Informationen.

    Für mich ist jedoch ganz klar. Sobald die infektiöse Körperflüssikeit wie Blut
    trocken ist, besteht keine Gefahr. Denn das Blut enthält mit der Zeit keine aktiven Erreger mehr. Und das Reaktivieren ist unmöglich.

    Wer meine Aussage unterschreibt, dem würde ich auch danken.

    Schöne viele Grüße
     
  4. ChrisLDK

    ChrisLDK Poweruser

    Guten Morgen ....

    wieso muss jetzt der eine oder andere noch die Aussage von Matthias unterschreiben???? Matthias hat Dir ausführlich und sehr genau geantwortet, da musst Du Dir nicht noch zig andere Meinungen geben lassen.

    Ich untermauere Matthias seinen Bericht aber gerne noch einmal. Der Thread ist aus 2009 und wir leben im Jahr 2013. Von da bis heute hat sich eine Menge in Sachen Forschung undHIV getan.
     
  5. -cupcake-

    -cupcake- Bewährtes Mitglied

  6. Spont

    Spont Neues Mitglied

    Nicht zu hinterfragende Ratschläge in einem Forum sind immer so eine Sache, auch wenn ich diese hier auch schon mal gesucht habe: Die Mods können sich nicht immer ganz glasklar ausdrücken (auch wenn sie dies hier, zum Teil sogar in etwas bestimmteren Ton ;) in der Regel durchaus machen), da niemand weiß, ob der User die Situation korrekt geschildert hat, und es auch Situationen geben kann, in denen eine Übertragung möglich ist, auch wenn sie eigentlich unmöglich sein sollte oder zumindest statistisch nur äußerst selten auftritt.

    Das erklärt, warum hiesige Experten sich manchmal vielleicht ein wenig bedeckt halten - auch wenn dies zumindest hier wirklich selten der Fall ist. Und genau deshalb ist nach einer Vorabklärung hier im Forum oft die mündliche Beratung bei einem Arzt oder im Gesundheitsamt sinnvoll; die Leute dort können dann auch noch mal etwas genauer nachfragen, was dann wirklich passiert ist. (Und in solchen Gesprächsstrategien sind die Ärzte nicht ungeübt, das kennen sie schon, wenn sie Patienten nach ihren Trinkgewohnheiten fragen: Da wird dann aus dem angeblich nur einem Bier pro Woche doch die tägliche Flasche Rotwein und der Schnaps um 11 Uhr. ;))
     
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