unklare Symptomatik

Dieses Thema im Forum "Infektion" wurde erstellt von Ritch, 5. Mai 2012.

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  1. Ritch

    Ritch Neues Mitglied

    Hallo!

    Aktuell bin ich etwas verunsichert, da meine Symptome nicht zu den Testergebnissen passen.

    Meine Situation stellt sich wie folgt da. Mitte Januar ein aus meiner Sicht geschützter GV (Kondom - weder geplatzt noch verrutscht) mit einer mir unbekannten Frau.
    Nach einer Woche erkrankt an typischen Symptomen (vom Arzt als Bronchitis diagnostiziert). Anschließend 1-2 Wochen wenig Beschwerden, ausser einem andauernden Krankheitsgefühl. Mitte Februar dann Rückfall, wieder wurde eine Bronchitis diagnostiziert. Seit dieser Zeit ständiges Krankheitsgefühl, immer wieder Lymphknotenschmerzen, starker Leistungsverlust, Brennen in der Brust, Müdigkeit, ab und zu Nachtschweiß). Da mir die Symptome unklar waren, habe ich nach 8 Wochen einenHIVElisa Test der 4 Generation gemacht - negativ

    Leider wurden die Symptome so schlimm, dass ich sogar ins Krankenhaus musste. Hier wurde u.a. niedrige T4 Helferzellen ermittelt. Die Ärzte führten dies auf eine alte Vorerkrankung zurück, haben mir jedoch zur Sicherheit einenHIV Test vorgeschlagen. Diesen habe ich dann im Krankenhaus durchführen lassen, exakt 3 Monate nach meinem Kontakt - negativ

    Anschließend wurde ich an einen Pulmologen verwiesen, der hat ausser stark allergischer Empfindlichkeit nichts finden können.

    Leider haben sich meine Symptome wieder verändert. Das allgemeine Krankheitsgefühl ist zwar weg, jedoch habe ich seit 10 Tagen stark schmerzhafte Lymphknoten in beiden Leisten und Brustbereich. Dazu nun seit 3 Tagen Nachtschweiß. Daher hatte ich mich zu einemPCR Test entschlossen, das Ergebnis kommt wohl erst Mitte nächster Woche.

    Wie würdet Ihr meine Situation einschätzen? Wohl kein RK, negativer Test nach 8 und 13 Wochen - aber schlechte Blutwerte sowie eine Symptomatik, die ansonsten kaum zu erklären ist. Ich bin nun seit 3,5 Monaten krank (war ich noch nie) und weiß nicht mehr recht weiter

    Beste Grüße
    Ritch
     
  2. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Hi Ritch,

    erstens gibt es keine »typischen« Symptome, da es keinerlei Symptome gibt, die ausschließlich auf eineHIV-Infektion hinweisen. Insofern können diese Symptome zu allem möglichen auch jenseits von HIV gehören - und tun das auch meistens.

    Zweitens ist ein Test, wenn er mindestens 8 Wochen nach einem RK gemacht wird, zuverlässig. Und wenn kein RK vorlag, ist die Wartezeit ja noch größer ... das Testergebnis also auf jeden Fall sicher.

    Lymphknoten entzünden sich (werden dick), wenn im Körper irgend etwas nicht stimmt, und weiße Blutkörperchen zur Abwehr produziert werden. Das ist in den seltensten Fällen eine HIV-Infektion .....
     
  3. Ritch

    Ritch Neues Mitglied

    Hallo Matthias,

    danke für die Antwort!

    Mit dieser Argumentation habe ich mich die letzten Wochen auch immer Mut gemacht. Aber kein Arzt, weder im Krankenhaus noch der Pulmologe, konnte mir irgendwie sagen, was los ist. Und, ich wurde wirklich sehr umfangreich untersucht. Man vermutet hier einen hartnäckigen Infekt. Vorher war ich relativ sportlich und aktiv, mehr als Arbeiten gehen funktioniert seit Mitte Februar nicht mehr. Auf Dauer geht das an die Nerven.

    Eigentlich müssten die negativen Test nach 8 und 13 Wochen ausreichen, allerdings bin ich nicht sicher, ob es doch Fälle gibt, bei denen die Antikörperbildung später einsetzt. Ich meine hier Fälle, die nicht in die Kategorie Immunsupprimierung etc fallen, sondern Menschen ohne irgendwelche Einschränkungen.

    Jedenfalls machen mich die wirklich permanenten Lymphknotenschwellungen und -schmerzen, die seit 10 Tagen stark bemerkbar sind, ausgesprochen nervös. Dazu schwitze ich leicht, was ich sonst nie gemacht hatte.

    Daher ist mir derPCR Test auch so wichtig um Klarheit zu schaffen. Bis das Ergebnis nächste Woche vorliegt, muss ich versuchen die Ruhe zu behalten.

    Beste Grüße
    Ritch
     
  4. AlexandraT

    AlexandraT Moderator HIV-Symptome.de Team

    Gut möglich, dass Du einen Infekt hast.HIV ist es aber nicht. Du hattest kein Risiko und hast negative HIV-Tests.

    Hat man ein Blutbild gemacht? War ein erhöhter CRP vorhanden? Hat man auf Ebstein-Barr getestet d.h. auf das Pfeifferische Drüsenfieber? Hast Du nen Garten oder Katzen? Deine Symptome hab ich zb. schon bei einer Toxoplasmose gesehen.
     
  5. lost

    lost Bewährtes Mitglied

    Hallo Ritch.

    Schlag DirHIV aus dem Kopf. Es muss einen anderen Grund für Deine Symptome geben.

    Was ist so abwegig an einem hartnäckigen Infekt?

    Es gibt Erkrankungen, die sehr selten und/oder nicht so leicht zu diagnostizieren sind.

    :? Hat man denn im Krankenhaus keinenPCR-Test gemacht?
     
  6. Mircstar

    Mircstar Bewährtes Mitglied

    irgendjemand hat mal gesagt : es gibt nur eine Gesundheit , aber 1000 Krankheiten.

    oder so ähnlich.

    was ich damit sagen will ,bis man die Ursache gefunden hat kann es dauern. jedoch dauert es beihiv nicht länger als 8 Wochen .
     
  7. Ritch

    Ritch Neues Mitglied

    Danke erst mal an allen die so schnell geantwortet haben!

    Hallo AlexandraT,

    es wurden viele Bluttests gemacht, dabei sind auch T4 Helferzellenwerte entdeckt worden, die unterhalb des Grenzwertes lagen. Daher hat man mir denHIV Test vorgeschlagen, obwohl man für die Werte eine Erklärung hatte (ausgeheilte Vorerkrankung Morbus Hodgkin 1996)

    CRP Werte waren Grenzwertig, aber nicht erhöht. Auf Ebstein-Barr wurde nicht getestet, allerdings hatte ich dies früher einmal und daher Antikörper. Wäre ein erneuter Ausbruch möglich? Garten oder Katzen habe ich ich nicht.


    Hallo lost,

    es wurde einElisa Test gemacht, da man dies nur zur Abrundung der Gesamtdiagnose machen wollte und damit die auffälligen Blutwerte erklären konnte.

    Grüße an alle

    Ritch
     
  8. schrecklassnach

    schrecklassnach Neues Mitglied

    hi ritch, warst du auch schon bei einem haematologen und wurden entsprechende zytogenetische untersuchungen durchgefuehrt? wenn du schonmal ein lymphom hattest, solltest du eventuell als dringlichstes, eine eventuelle remission ausschliessen?
     
  9. Mircstar

    Mircstar Bewährtes Mitglied

    Mit ferndiagnosen und google halbwissen kommt man da nicht weiter.

    Hör drauf was dir dein Arzt deines vertrauens sagt.

    Und ein geschwollener Lymphknoten ist auch kein Lymphon.

    Klingt jetzt vielleicht ein bischen böse ;aber wenn es um die Gesundheit geht sollte man sich schon an Fachkräfte wenden
     
  10. Ritch

    Ritch Neues Mitglied

    Hallo schrecklassnach,

    beim Hämatologen war ich noch nicht, jedoch wurde auf der inneren Abteilung des Krankenhauses (in KW16) zunächst untersucht, ob es sich um ein Rezidiv der alten Erkrankung handelt. Das kann ausgeschlossen werden. Die Lymphknoten waren da unauffällig, obwohl ich auch da schon die eine oder andere Lymphknotenschwellung bemerkt hatte. In den letzten beiden Wochen hat sich das aber dahingegend verschlimmert, dass nun Lymphknoten in verschiedenen Körperregionen permanent schmerzen und meine körperliche Leistungsfäigkeit immer noch extrem eingeschränkt ist. Dazu schwitze ich nachts sehr stark. Vorher war ich sehr aktiv mit Tendenz zum Workaholic, seit fast 3 Monaten habe ich kaum noch Energie und muss viele Pausen machen.

    Klar, man sollte auf den Arzt des Vertrauens hören, jedoch wenn man seit so langer Zeit krank ist, versucht man selbst eine Ursache zu finden. Seit meiner Erkrankung 1996 war ich nie mehr richtig krank, daher ist diese Situation für mich sehr beunruhigend. Einige meiner Symptome gehen halt in RichtungHIV, trotz zweier negativerElisa Tests.

    Gruß
    Ritch
     
  11. schrecklassnach

    schrecklassnach Neues Mitglied

    hi ritch, koennte es sein, dass du dich einfach uebernommen hast und durch die angstvolle situation die letzte zeit jetzt noch weiter in ein stresssyndrom gerutscht bist, dass diese symptome ausloest? wenn bei deinem blutbild ansonsten alles ok ist und saemtliche tests auch, muss man vielleicht auch mal in dieser richtung denken?hiv hast du auf jeden fall nicht, vertrau den tests! zur sicherheit kannst du ja bei entsprechenden fachaerzten andere ursachen ausschliessen lassen.
     
  12. Ritch

    Ritch Neues Mitglied

    Hallo schrecklassnach,

    beim Blutbild waren nicht alle Werte optimal. Allerdings habe ich diese mit einem großen Blutbild von vor einem 3/4 Jahr verglichen. Viele Werte sind, z.B. die Lymphozyten, sind nahezu identisch. Lediglich beim zellulären Immunstatus hat man ja sehr auffällige Werte gefunden, hier habe ich aber leider keine Vergleichsdaten.

    Überanstrengung ist natürlich eine Möglichkeit, aber da wäre doch eine Verbesserung nach so langer Zeit eingetreten. Ich versuche mich schon zwangsläufig zu schonen wo es nur geht. Ausserdem warum sollten dauerhaft schmerzende Lymphkonten auftreten, ich glaube nicht, dass dies psychosomatische Ursachen haben kann.

    Ich muss eh jetzt das Ergebnis desPCR Tests abwarten...

    Gruß
    Ritch
     
  13. schrecklassnach

    schrecklassnach Neues Mitglied

    bei einem burn-out koennen auch die lymphknoten anschwellen. wenn die gesamtanzahl deiner lymphozyten sich zu deinem letzte blutbild nicht veraendert hat, dann war die verteilung beim letzten mal doch wahrscheinlich auch so? ich denke schon, dass du auch mal in richtung stresssyndrom denken solltest! die anzahl der cd4 ist auch gar nicht so das ausschlaggebende, sondern eher das prozentuale verhaeltnis zur gesamtanzahl von lymphozyten und stress geht voll auf das immunsystem. schon die angst vor blutabnahme kann die leukozyten ansteigen lassen.
     
  14. lost

    lost Bewährtes Mitglied

    Hallo Ritch.

    Das war definitiv kein Risiko-Kontakt!

    Du scheinst Dich ja doch ganz schön mit Deinen Laborwerten zu beschäftigen, deshalb halte ich es zumindest für möglich, dass schrecklassnach gar nicht so daneben liegt. Du solltest einen Facharzt aufsuchen, um ein "Burn out" zumindest auszuschließen.

    Unterschätze da bloß die Psyche nicht. Hier kannst Du zahlreiche Beiträge von vermeintlich Infizierten lesen. Es gibt richtig fiese Beschwerden, die psychosomatisch verursacht werden können.

    Nichtsdestotrotz kommen wir hier (wie Mircstar schon geschrieben hat) nicht wirklich weiter, deshalb wäre mein Rat:
    - warte jetzt erstmal dasPCR-Ergebnis ab, vielleicht ergibt sich ja daraus eine Ursache.
    - Wenn nicht, suche einen zweiten, dritten, vierten oder x-ten Arzt auf und hol Dir deren Meinungen
    - Sprich aber auch mit einem Psychologen oder Psychiater, um ein Burn Out definitiv auszuschließen.
     
  15. Ritch

    Ritch Neues Mitglied

    Hallo zusammen,

    ich habe heute das Ergebnis desPCR Testes erhalten. Dieses war negativ. Damit müsste das ThemaHIV gegessen sein und ich sollte versuchen, die eigentlichen Ursachen meiner gesundheitlichen Probleme zu klären.

    An dieser Stelle mein Dank an alle die auf meinen Beitrag geantwortet und mich dabei sehr unterstützt haben.

    Gut das es dieses Forum gibt und die Mitglieder so fachkundig einem zur Seite stehen.

    Es ist schon verwunderlich, welche Ängste die Thematik HIV auslösen kann. Das kann ich gut beurteilen, da ich bereits einmal eine sehr ernste Erkrankung hatte, die mich aber nicht ansatzweise so beschäftigt hat, wie es die letzten Wochen bei mir war. Irgendwie nicht ganz zu verstehen...

    Ritch
     
  16. lost

    lost Bewährtes Mitglied

    Hallo Ritch,

    Also wenn Du aufgrund Deines angegriffenen Immunsystems an der Bildung der Antikörper gezweifelt hast, sollte mit dem negativenPCR-Test ja jetzt auch der letzte Zweifel an einem negativen Test-Ergebnis ausgeräumt sein.

    Das kann ich nur bestätigen. Bevor ich hier im Forum "unterwegs" war, habe ich gar nicht gewusst, dass es überhaut so etwas wie eine HIV-Phobie gibt. Hier sieht man sehr gut, dass es diese Phobie nicht nur gibt, sondern sie auch ganz schön verbreitet ist.

    Es gibt so viele Krankheiten, die so viel ansteckender sind... :?

    Wie auch immer... ich werde es wohl nie verstehen. *seufz*

    Ich wünsche Dir gute Besserung und dass Du möglichst bald die Ursache für Deine Beschwerden findest und diese dann gut therapiert werden kann.
     
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