Leidiges Thema: "Unterstellung einer HIV-Infektion"

Dieses Thema im Forum "Updates, Anregungen und Kritik" wurde erstellt von devil_w, 13. April 2018.

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  1. devil_w

    devil_w Poweruser Poweruser

    Ja, auch ich moniere hin und wieder diese (indirekte) Unterstellung einerHIV-Infektion mit hohem Virenload.
    Aber wir sollten Alle mal wieder davon weg kommen. Zumindest, solange keine Symptomauflistung folgt.
    Denn wenn wir mal genau nachdenken, gehen wir bei unseren Risikobewertungen ja auch grundsätzlich von einem hohen Virenload aus.
    Müssen wir ja, denn sonst könnten wir keine Einschätzung machen.
    Also ich für meinen Teil werde mich mit dem Thema (indirekte) Unterstellung einer HIV-Infektion in Zukunft zurück halten, zumindest solange, wie keine Symptomauflistung erfolgt.
    Vielleicht schaffen wir es ja mit der Zeit alle, uns diesbezüglich ein bischen zurück zu halten.
    Es herrscht halt leider immernoch das antiquare Wissen der 80er in den Köpfen der Leute. Bei einigen ja nichtmal das.
    Mich ärgert das genauso, wie jeden Anderen hier. Aber wir müssen mehr aufklären statt kritisieren.
    Ja, auch ICH muss da wieder umdenken. Aber zusammen schaffen wir das schon.
     
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  2. AlexandraT

    AlexandraT Moderator HIV-Symptome.de Team

    Solange man dies den Leuten nicht sagt.... solange ändert sich nichts. Entscheidend ist einfach wie man es sagt. Mich stört auch immer wenn Herkunft und Hautfarbe der Dame genannt wird.... auch damit unterstellt man zb. Menschen mit dunkler Hautfarbe eine Infektion etc. Man könnte auch einfach schreiben ich hatte Sex, so und so.... kann ich mich infiziert haben. Aber leider klappt dies nicht. Und ja, Du hast Recht... bei der Beurteilung müssen wir natürlich vom schlimmsten Fall ausgehen... ansonsten dürfen wir nicht sagen "Kein Risiko".
     
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  3. -triplex-

    -triplex- Poweruser

    Guten morgen,

    ich sehe es im Grundsatz wie devil UND auch wie Alexandra :)

    Klar ist es hier, auch von mir, zu lesen ..." Dir ist bewusst das du dernem GV-Partner/in gerade eine unbehandelte Infektion unterstellt..." und natürlcih ist es sehr häufig, weil hier fast jeder Männliche Part, im Laufhaus war und sich im nachhinein die frage stellt ob er sich nicht mitHIV infieziert haben könne .. und ich würde mich auch mit einem Transparent vor einem Bordell stellen und die "kunden" mit der selben Frage konfrontieren .. "
    Na warst ja gerade drin, und nun kommt die frage nach HIV ".. nee solange man den betreffenden "Schuldigen" nichtr
    den Spiegel vorhält und man diese darauf hinweist, das sie mit ihrer Frage gerade dem sexuall-partner eine unbehandelte HIV-*Infektion unterstellen, werden sie es nicht wissen..

    natürlich wird es sich niemals ändern, das die frage kommt... aber ich bin Gedanklich schon an einem "Leitfaden", der diese sache auch beinhaltet :) evtl. können wir sogar ein gemeinschaftsprojekt draus machen ?

    Vieleicht ist es möglich hier einen Bereich zu erstellen wo nur bestimmt User ( änlich dem Moderatoren bereich ) zu tritt haben, um dann so einen "Leitfaden" zusammen erstellen, wo wir dann unter anderem auch die Sache "Laufhaus und unterschwllige Unterstellung " , "Ethik und hautfarbe" und weiteres beinhaltet ?

    ich habe fertig
     
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  4. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Danke, @devil_w , dass Du das thematisierst.

    Natürlich ist es insbesondere für Betroffene immer ein Schlag ins Gesicht, wenn UserHIV als Volkskrankheit No. 1 ansehen und an jeder Ecke eine Infektion befürchten. Es ist darüber hinaus allerdings noch mehr ein Zeichen von unzureichender Aufklärung, unzureichendem Wissen und vor allem – unzureichendem Interesse. Jeder geht doch zunächst mal davon aus, dass es ihn oder sie gar nicht treffen könnte – warum also darüber nachdenken?

    Passiert dann aber eine Situation, die man selbst nicht einschätzen kann (z.B. wegen Alkohol) oder Verhalten (Besuche bei einer Prostituierten) oder Pech (Kondom geplatzt) … dann geht als erstes das große Blaulicht im Hirn an … und plötzlich ist das, wass ja eigentlich nie passieren würde, in seiner Gesamtheit da, zumeist völlig unreflektiert. Und dann gehen Unwissen und Angst eine unheilvolle Allianz ein.

    Sprich: Unsere User haben Ängste, die – seien wir ehrlich – nicht sein müssten. Aber wir können sie nicht wegdiskutieren. Das heißt: Was sie schreiben, ist die Angst vor dem »worst case« – und das müssen wir zur Kenntnis nehmen, ohne es direkt als Unterstellung zu kommentieren

    Aber: Es kommt erstens darauf an, wie es geschrieben wird – das müssen wir sogar kommentieren, um jeden Anflug von Diskiriminierung so früh wie möglich zu unterdrücken … und zweitens haben wir immer die Möglichkeit, in freundlichen Worten auf den Umstand hinzuweisen, dass auch die kleinste Unterstellung immer eine Diskriminierung beinhaltet, selbst wenn es gar nicht so gemeint ist. Abteilung: »Wie man in den Wald ruft, so schallt es heraus«.

    Ich denke, das ist ein Weg, mit dem wir einerseits über HIV und Infektionswahrscheinlichkeiten, andererseits aber auch über den richtigen Umgang mit dem Thema aufklären können. Und gemeinsam schaffen wir das! ;)
     
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