Leben in einer Beziehung und Hiv

Dieses Thema im Forum "Infektion" wurde erstellt von Joo, 30. Januar 2014.

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  1. Joo

    Joo Neues Mitglied

    Seit zehn Jahren bin ich mit meinen Freund zusammen, er hatte schon damalsHIV.
    Ich nicht, ich entschied trotz Risiko mit ihm zu leben. Heute leben wir zusammen in unserem Haus und sind glücklich, auch wenn nach zehn Jahren viel Alltag Einzug gehalten hat.
    Mein letzterHIV Test liegt 10 Jahre zurück.
    Ich weiß das ich mich sehr dumm verhalten habe. Dennoch mus ich zu meinem Nachteil sagen und zugeben das ich das Komdom das wir nutzten vor dem Verkehr runter zog und dann Verkehr mit ihm hatte. er weis heute davon. Ich habe massive Erektionsprobleme mit Kondom, ohne habe ich beim Sex keine Probleme. Er ist in Behandlung, früher war er oft krank, seit wir im Haus leben seit 4 Jahren ist er gesunder als je zuvor.
    Ich bin auch weitgehend gesund, liegt vermutlich daran, dass ich seit Jahren gewohnt bin Krankheiten keine Macht über mich zu zu lassen, denn ich lebe den Alltag immer so wie ich es gewohnt bin, nach einem festgefügten Rhythmus. Symptome jedlicher Art ordnen sich dem Willen des Verstandes und des Alltages unter.
    Er hat Medikamente die ihn nicht nur arbeitsfähig halten, sondern auch körperlich wie auch psychisch gesund.
    Ich befürchte das ich HIV habe ohne allerdings irgendwelche Symptome zu haben.
    Oder merke ich die nicht ?
    Es ist ein unterschied ob ich befürchte HIV positiv zu sein ode es nach einem Test zu wissen. Ich müsste einen Test machen, weil es das langfristige Über leben sichern würde,
    Doch ich bin zu inkonsequent, ich'zögere einen Test seit Jahren hinaus und verdränge auch noch die mögliche Gefahr!
    Was tun? Jowest.

    ( Achtung bei'möglichen Antworten ich gehe jetzt offline, bis morgen, gute Nacht.)
     
  2. [User gel

    [User gel Poweruser

    Test machen, lohnt sich immer!
    wenn du negativ bist kannste dich freuen. solltest du positv sein kannst du es behandeln lassen.
    Die Frage ist willst du es WISSEN oder es NICHT WISSEN. Mit WISSEN kann man sich auf die Situation einstellen. ich werde demnächst auch mal wieder einen test machen. mein letzter war negativ!
     
  3. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Hi Joachim,

    zunächst mal herzlich willkommen hier im Forum.

    Als ich Deinen Post gelesen habe, musste ich mir erst einmal die Augen reiben. Üblicherweise sind es die positiven Menschen, die aus Angst vor Verlust nicht über ihre Gefühle oder Probleme sprechen. Wenn Du schreibst »Er weiß heute davon« ... darf ich dann davon ausgehen, dass Du es länger verschwiegen hast? Naja ... das musst Du mit Dir selbst ausmachen.

    Aber ich bin auch verwundert, dass Du fragst, ob DuHIV ohne Symptome haben könntest. Du hast - sozusagen - durch Deinen Freund direkten Zugang zum Thema, schreibst selbst, dass er mit der Therapie gut zurechtkommt, ganz normal arbeitet und gesünder ist als je zuvor.

    Und Du hast Angst vor einer - eventuellen - Realität, die bei Euch im Haus bzw. in der Beziehung schon längst Einzug gehalten hat? Du kannst jeden Tag sehen, dass HIV - mit Behandlung - nur ein paar Viren sind, die das Leben nicht mehr zwangsläufig beeinträchtigen ... und nennst Deine Test-Verweigerung »inkonsequent«?

    Ich finde sie ausgesprochen dumm. Dein Freund hat Dir ja wohl von Anfang an gesagt, dass er positiv ist ... warum lässt Du ihn jetzt, wo Du es selbst befürchtest, außen vor? Zumal es gar nicht sicher ist, ob Du Dich überhaupt angesteckt hast. Das kann in der Tat ausschließlich ein Test klären ... und den sollltest Du schleunigst machen. Erstens um Deiner selbst willen - und zweitens um Deines Freundes willen.
     
  4. Joo

    Joo Neues Mitglied

    Hallo Matthias, danke für Deine Antwort.
    Ich habe das Abziehen des Kondoms nicht all zu lange verschwiegen.Das spricht mich zwar nicht frei aber die verständnisvolle Reaktion meines Freundes half dann gut.

    Ich will es nicht wissen, doch ist werde den Test machen, hört sich irgendwie Schizophren an, ja, aber das ist ein komplexes Thema, wo ich als imaginärer Kapitän auf meiner Brücke
    meines Lebens Schiffes Kopfkratzend und Stirnrunzelnd unschlüssig bin, über das geschehe, gegenwärtige und zukünftige weitere Verfahren.

    Nun ja, ich spiele auch auf andere nett gemeinten und hilfreichen Antworten an, das Thema AIDS ist in unserem Leben sehr Nebensächlich, zumal es selten Neuigkeiten hierzu gibt. Ich kenne das ThemaHIV und AIDS noch gut aus meiner aktiven Zeit in der Schwulengruppe in Bamberg.
    Das macht mein Verhalten noch unlogisch er. Das Treiben dahingehend wird ein Ende haben wenn der Test gemacht ist, dafür eröffnet das neue Bereiche:
    Bin ich negativ, ist ja alles gut, bin ich positiv muss ich damit leben.
    Etwa so als würde ich diagnostiziert bekommen ich hätte Krebs. Dies eGewissheit ist dann aber nicht beruhigend, sondern baut entweder Brücken oder reißt alte Zöpfe ab, vielen herzlichen Dank für Deine und Eure Antworten, sie helfen mir weiter,
    Bis bald, Joachim.
     
  5. Joo

    Joo Neues Mitglied

    Hallo Matthias, danke für Deine Antwort.
    Ich habe das Abziehen des Kondoms nicht all zu lange verschwiegen.Das spricht mich zwar nicht frei aber die verständnisvolle Reaktion meines Freundes half dann gut.

    Ich will es nicht wissen, doch ist werde den Test machen, hört sich irgendwie Schizophren an, ja, aber das ist ein komplexes Thema, wo ich als imaginärer Kapitän auf meiner Brücke
    meines Lebens Schiffes Kopfkratzend und Stirnrunzelnd unschlüssig bin, über das geschehe, gegenwärtige und zukünftige weitere Verfahren.

    Nun ja, ich spiele auch auf andere nett gemeinten und hilfreichen Antworten an, das Thema AIDS ist in unserem Leben sehr Nebensächlich, zumal es selten Neuigkeiten hierzu gibt. Ich kenne das ThemaHIV und AIDS noch gut aus meiner aktiven Zeit in der Schwulengruppe in Bamberg.
    Das macht mein Verhalten noch unlogisch er. Das Treiben dahingehend wird ein Ende haben wenn der Test gemacht ist, dafür eröffnet das neue Bereiche:
    Bin ich negativ, ist ja alles gut, bin ich positiv muss ich damit leben.
    Etwa so als würde ich diagnostiziert bekommen ich hätte Krebs. Dies eGewissheit ist dann aber nicht beruhigend, sondern baut entweder Brücken oder reißt alte Zöpfe ab, vielen herzlichen Dank für Deine und Eure Antworten, sie helfen mir weiter,
    Bis bald, Joachim.
     
  6. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Hallo Joachim,

    das erinnerst mich doch sehr an mein eigenes Verhalten zwischen 1981 (erstes Auftreten von Aids) und 1994 (mein erster und gleich positiver Test). Ich hatte mich jahrelang gewehrt, einen Test zu machen, weil ich weder »negativ« noch »positv« auf dem Zettel stehen sehen wollte. Was »positiv« bedeutet hätte, war ja klar ... aber ein »negativ« hätte mich in der trügerischen Sicherheit gewogen, dass ich auch ohne ständige Schutzmaßnahmen da irgendwie durchkommen könne. Das ist auch schizophren - insofern kann ich Dich ganz gut verstehen.

    Nur ... wir sind mittlerweile 20 - 30 Jahre weiter ... und glaube mir: Das Thema »HIV« findet bei mir nur bei Lesungen, bei der Recherche und Arbeit an meinem neuen Buch, bei Interviews oder hier im Forum statt. Ansonsten habe ich da als unveränderbaren Teil meines Seins abgehakt. Selbst, dass ich für Schwerpunktpraxen und einen entsprechenden Ärzteverband arbeite, hindert mich nicht an dieser Einstellung. Aber ich bin insofern froh, dass ich die Diagnose bekommen habe, denn so konnte ich mich drauf einstellen. Die ewige Ungewissheit, ob oder ob nicht, würde mich total aus der Fassung bringen.

    Der Vergleich mit Krebs ist völlig unangebracht. Krebs ist im Wesentlichen unbehandelbar, weil der Ursprung nicht bekannt ist. Krebs ist in den meisten Fällen tödlich - und zwar qualvoll. Ich hatte fünf Fälle in Familie und Freundeskreis. HIV ist dagegen fast schon »peanuts«. Wenn Du vergleichen willst, dann nimm die Diabetes. Unheilbar, aber behandelbar - und bestimmte Maßnahmen müssen eingehalten werden. Punkt.

    Du irrst bzgl. der »wenig Neuigkeiten«. Der »Berliner Patient«, die faktische Heilung in Boston, die regelmäßig publizierten Forschungsansätze etc. etc. etc. ... das ist nicht »wenig« - das ist schon ganz schön viel.

    Mach' den Test, wenn Du unsicher bist. Ein klares »positiv« ist immer noch besser als ein ewiges »ich weiß nicht« ... wobei: Es ist ja noch nicht einmal sicher, ob Du Dich tatsächlich infiziert hast. Ich kenne serodiskordante Pärchen, die viele Jahre zusammen sind und trotz fehlender Schutzmaßnahmen ist einer immer noch negativ.

    Ach, übrigens: Wende doch einfach den Spruch in Deiner Signatur auf diese Situation an :)
     
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