HIV Angst nach Risikokontakt in HIV-Hauptstadt (Schwul)

Dieses Thema im Forum "Infektion" wurde erstellt von mikel87, 12. Januar 2012.

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  1. mikel87

    mikel87 Neues Mitglied

    Hallo allerseits,

    ich bin 24 Jahre alt, homosexuell, und habe unter Alkoholeinfluss einen riesen Fehler gemacht!

    Ich möchte kurz anmerken, dass ich ein ziemlicher Spätzünder bin, was das Ausleben meiner Sexualität betrifft. Die Anzahl meiner Sexualpartner konnte ich bisher an zwei Fingern abzählen und ich habe dabei auch penibel auf Verhütung geachtet. Man kann auch sagen, dass ich eher der brave Beziehungstyp bin, weswegen ich wohl auch nie wirklich jmd kennengelernt habe.
    Im Studium (neue Stadt) habe ich viele neue Freunde gefunden und es war für mich schon ein Erflog mich hier schnell bei fast allen geoutet zu haben, nachdem ich doch meine ganze Schul- und Zivizeit immer ein Versteckspiel gespielt habe. Meine besten Freundinnen hier haben mich schon immer Mal dazu animieren wollen mit Ihnen in einen "Schwulen Club" zu gehen, wozu ich eigentlich immer zu schüchtern war. Letzte Woche hatten sie es geschafft mich zu überreden und ich bin mit viel angetrunkenem Mut nach Köln (!) in einen Club gefahren und hatte auch viel Spass an dem Abend. Es war richtig schön sich mal unter "Gleichgesinnten" wiederzufinden.

    Nur leider war ich zu betrunken und bin schließlich dann mit einem relativ jungen gutaussehenden Typen aus der Disco mit nach Hause gefahren. Ich erinner mich noch, dass er mich darauf angesprochen hat, dass er ja eigentlich jmd. sucht der weiß was er will, nachdem ich ihm von meinen 2 Partnern bisher erzählt habe.
    In seiner Wohnung ging dann natürlich alles ganz schnell und ich erinner mich noch, dass ich ziemlich fertig war (unter Alkoholeinfluss) und auch nichts falsch machen wollte in dieser ungewohnten Situation. Es kam ziemlich schnell zum passiven Analverkehr, was ja besonders Risikoreich ist.
    Ich lag mit dem Gesicht Richtung Kissen und versuchte mir die Schmerzen nicht anmerken zu lassen, die ich auch nur durch den Alkohol und meine Verfassung ertragen habe.
    Er war sehr grob / aggressiv beim Sex. Ich ließ das ganze eher über mich ergehen. Erst am Ende hab ich wahrgenommen, dass er ohne Kondom dabei ist. Gekommen ist er aber ziemlich sicher nicht in mir. Ich kann nicht verstehen wieso ich in diesem Moment keinen Gedanken an ein Kondom verschwendet habe? Ich war nicht mehr bei Sinnen.
    Als er sich dann zur Seite drehte und schlief hab ich nach ein paar Stunden (ich weiß nicht mehr genau wie lange ich da noch lag) langsam wieder zu mir gefunden und meine Sachen gepackt und bin quasi schnell abgehauen und mit dem Zug nach Hause gefahren.

    Ich hab danach erst realisiert, was eigentlich passiert ist und bin natürlich berechtigter Weise in Panik ausgebrochen und hab mich gefragt, warum ich das nur gemacht habe?! Ich dachte ich bin völlig aufgeklärt über das Thema und genau in dieser risikoreichen Situation denke ich nicht mehr an ein Kondom?! Wer sollte den beim Sex das Kondom weglassen, wenn nicht einer der selbst positiv ist und nichts zu verlieren hat?
    Zuhause entdeckte ich dann am morgen zahlreiche blaue Flecken und hatte natürlich auch nicht den angenehmsten WC-gang. Am Papier entdeckte ich dann auch noch Blut.
    Ich war die ersten 2 Tage danach total neben der Spur und hätte einfach nur weinen können. Vorallem weil ich nie und nimmer der Typ für so einen Misst bin.
    Ich habe dann auch erst am Abend des 3ten Tages nochmal das Internet durchforstet und bin in letzter Panik ins Krankenhaus gefahren, weil ich von PEP gelesen hatte. Dort verwies man mich dann auf das Gesundheitsamt, wo ich dann natürlich total aufgelöst vor verschlossenen Türen stand.

    Ich weiß ich bin selbst dafür verantwortlich, was passiert ist aber zur Zeit weiß ich nicht wie ich die lange Wartezeit überbrücken soll bis zum Ergebnis? Ich rechne natürlich jetzt fest damit, mich infiziert zu haben. Momentan ist genau eine Woche vergangen und in zwei Wochen hab ich auch noch Prüfungen für die ich lernen muss!
    Ich weiß nicht wie ich das momentan durchhalten oder wie ich mich motivieren soll aber es tut mir einfach gut mein schrecklich dummes Erlebnis hier mitzuteilen und mich jmd. anzuvertrauen.
    Jetzt mögt ihr mich als "dumm" und "selbst Schuld" abstempeln, aber glaubt mir ich hätte nie gedacht das ich mal in so eine Situation komme und ich befürchte ich habe mein ganzes Leben mit einem Mal kaputt gemacht.
     
  2. ChrisLDK

    ChrisLDK Poweruser

    Hallo,

    zu aller erst. Hier wird Dich in keinster Weise irgend jemand mit den Worten abspeisen, wie "selber schuld" oder so.

    Eine PEP nach dem dritten Tag wäre bei einer Infizierung ohnehin zu spät gewesen. Man sagt zwar bis zu 72 Stunden aber nach 24 Stunden halte ich persönlich eine PEP zu spät.

    Zum anderen, Du hast etwas von derHIV-Hauptstadt geschrieben? Welche soll das denn sein? Woher willst Du denn wissen, ob Dein Sexualpartner HIV-Positiv gewesen ist, ja selber wenn er Positiv gewesen sein sollte, wenn er medikamentös behandelt wird, kannst Du Dich ohnehin nur sehr sehr schwer bis gar nicht bei ihm infizieren. Auch nach einem einmaligen Geschlechtsverkehr ist das Infektionsrisiko zwar vorhanden aber zwangsläufig muss es auch hier nicht zu einer Infektion kommen.

    Selber wenn er Dich infiziert haben sollte, Dein Leben hat er dadurch nicht zerstört. Ich bin seit 2009 Positiv und mein Leben ist alles andere als zerstört. Mir geht es prima und ich erfreue mich bester Gesundheit.

    Klar ist der Zeitpunkt jetzt gerade nicht der beste, aber versuche das mit Deiner Prüfung auf die Reihe zu bekommen und mache nach 8 Wochen einenHIV-Test. Selber wenn der Positiv ist, sterben wirst Du nicht daran.

    Ganz liebe Grüße

    Chris
     
  3. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Einen guten Morgen auch von mir!

    Zunächst mal bin ich über den Begriff »HIV-Hauptstadt« gestolpert. Bezogen auf die Einwohnerzahl kann es sich hierbei nur um Köln oder Berlin handeln. Diese Städte sind aber insbesondere gesucht, weil sich hier die aktivsten Netzwerke etabliert haben und die meisten Schwerpunktärzte sind.

    Auch wenn in diesen Städten überproportional viele HIV-Positive leben, steigt damit nicht automatisch das Risiko; infizieren kann man sich auch »auf dem Lande«. Natürlich ist die statistische Wahrscheinlichkeit, in einer der beiden genannten Städte einem positiven Menschen zu begegnen, deutlich höher als in Lützelbach-Breitenbrunn oder Enkenbach-Alsenborn. Dies bedeutet aber im Umkehrschluss nicht, dass es dort ausschließlich HIV-positive Menschen gibt.

    Unter Alkoholeinfluss macht man sehr komische Sachen - und ich weiß, wovon ich rede. Vor allem schaltet man das Gehirn dabei aus (wenn man überhaupt noch etwas aktiv schalten kann ...), und passt weniger auf. Nun sagst Du, er habe den AV ohne Kondom praktiziert (was in der Tat ein Risiko ist), aber er sei nicht in Dir gekommen (was die Wahrscheinlichkeiten schon wieder deutlich reduziert). Um sich aber überhaupt potenziell eine Infektion eingefangen zu haben, müsste der betreffende Herr selber positiv sein.

    Und hier verstehe ich Deine Ängste, die Dich zunächst dazu verleiten, das Schlimmste anzunehmen. Was in anderen Situationen vielleicht hilfreich ist, bringt Dich hier nicht weiter. Gewissheit wirst Du nur durch einen Test erlangen - und der (zumindest der AK-Test) macht erst mind. 8 Wochen nach dem RK Sinn. »Nutzt« Du jetzt die Wartezeit, um Dir einzureden, dass Du sowieso positiv seiest, birgt das das Risiko, dass Du ein negatives Testergebnis nicht akzeptierst, weil Du Dich schon unverrückbar auf HIV eingestellt hast.

    Der Test bildet ja nur ab, was ohnehin der Fall ist. Deshalb reicht es völlig aus, wenn man sich nach einem evtl. positiven Test Gedanken macht ... und glaube mir: Das Leben ist da nicht vorbei! Mich gibt es schon seit etwa 20 Jahren mit der Infektion, und ich lebe immer noch :)

    Auch wenn Du tatsächlich in einer Risikosituation gewesen bist, macht es überhaupt keinen Sinn, sich jetzt schon darüber auzulassen, was wäre wenn ... Dafür ist immer noch Zeit. Nur ... wenn der Test negativ ist (was ich Dir sehr wünsche), hast Du die 8 Wochen davor weggeschmissen. Und das lohnt doch nicht ... nutze sie für die Prüfungen! Auch da liegt die Zukunft!

    Alles Gute!
     
  4. mikel87

    mikel87 Neues Mitglied

    Guten morgen,

    danke für die netten und hilfreichen Kommentare.

    Natürlich will ich mir in meiner Stuation jetzt einreden einen Schutzengel gehabt zu haben aber auf der anderen Seite kommen natürlich dann immer die Gedanken hoch, warum jmd innerhalb der "Szene" bei einem Fremden das Kondom weglässt, wenn er nicht selbstHIV positiv ist. (Und ja es geht um Köln)
    Es ist momentan schwer diese Gedanken beiseite zu lassen und nicht an eine mögliche Infektion zu denken. Ich merke auch wie ich automatisch auf irgendwelche Symptome achte, von denen ich weiß, dass sie erst später oder auch gar nicht auftauchen müssen/können.
    Dennoch achtet man auf seinen Körper wie nie zuvor und macht sich automatisch verrückt. (Ich zumindest)

    Ich versuche mir nicht einzureden positiv zu sein, sondern versuche vielmehr zu akzeptieren, dass es mit einer "gewissen Wahrscheinlichkeit" (natürlich alles relativ) so seien könnte. Ich denke nicht, dass ich jmd bin der eine HIV-Phobie hat und ein negatives Ergebnis nicht anerkennen würde und ich bin mir auch sicher, dass ein Leben mit HIV heutzutage zum Glück kein direktes Todesurteil bedeutet.

    Ich versuche mich jetzt natürlich auch zusammenzureissen und mich auf die Klausuren zu konzentrieren (auch wenn das momentan noch schwer fällt) und hab die letzten Tage auch versucht mich mit Kino und Co. zwischen dem lernen abzulenken, was auch ganz gut funktioniert hat. Körperlich geht es mir gerade wieder ganz gut. Das macht mir etwas Mut und ich versuche den Rat zu befolgen die schlechten Gedanken erst mal beiseite zu stellen. Klar kann man nichts mehr daran ändern aber ich bin hier wahrscheinlich nicht der einzige, der die plagende Ungewissheit durchstehen muss.

    Meint ihr der sinnvollste Zeitpunkt für einen Test wäre also schon nach 8 Wochen? Ich habe auch schon an denPCR gedacht aber hab als student sowieso kein Geld dafür auf der Seite...

    LG
     
  5. ChrisLDK

    ChrisLDK Poweruser

    Hallo mein Lieber,

    ein Test nach 8 Wochen ist bereits ale sicher anzusehen. Man sagt in der Regel 8 bis 12 Wochen, mehr kann Dir aber Alexandra dazu sagen.
     
  6. mikel87

    mikel87 Neues Mitglied

    Ich tue mich nach wie vor gerade schwer nicht anHIV zu denken und habe mich in den letzten Tagen sehr viel mit dem Thema auseinander gesetzt.
    Auch wenn ihr mir geraten habt erst darüber nachzudenken, wenn es soweit ist, frage ich mich wie man damit gegenüber seinen Mitmenschen umgeht?

    Die Verantwortung die man gegenüber zukünftigen Partnern hat ist für mich das Schlimmste an der ganzen Sache. Ich habe Angst das diese Krankheit mich total isoliert und ich niemanden finde, der damit umgehen kann.

    Und mal am Rande: Ich weiß Symptome sind hier jedem ein Dorn im Auge aber ist es nicht auch gutes Zeichen wenn man sich in der Wartezeit bis hin zum Test fit fühlt? Ist es eher "die Regel" keine Symptome zu haben?

    LG
     
  7. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Es gibt keine »Regel« ... aber wenn Du Dich fit fühlst, ist das ein gutes Zeichen!
     
  8. mikel87

    mikel87 Neues Mitglied

    Hallo nochmal,

    zunächst wollte ich mal gesagt haben, dass ich über dieses forum hier sehr froh bin und mich in den letzten tagen wieder etwas beruhigen konnte.
    ich finde es wirklich toll wie ihr hier auf die fragen und ängste eingeht ohne nach der 1000sten anfrage genervt zu wirken ;)... danke dafür!

    Ich habe mich aufgrund dieser Situation zum ersten Mal wirklich damit auseinandergesetzt, was es eigentlich bedeutet mit diesem Virus zu leben (nicht weil ich den Teufel an die Wand malen möchte, sondern weil ich mich dafür intressiere) und habe zum Glück immer wieder "positive" Beiträge gefunden von Menschen, die diese Krankheit letztenendes ganz gut in den griff bekommen haben. Das ist natürlich toll und erleichtert einen in Bezug auf die Zukunftsängste.

    Nichtsdestotrotz ist die Wartezeit natürlich ein Grauen für jeden Betroffenen und ich muss daher jetzt nochmal mit der Frage nach dem "PCR-Test" nerven.
    Ich weiß, dass er teuer ist (eventl. nur auf HIV1 testet) und man sowieso noch einen "12Wochen-Test" machen muss aber da ich jetzt immer wieder darauf gestoßen bin, dass Leute diesen Test gemacht haben wollte ich mal fragen wo man denn überhaupt einen Ansprechpartner dafür findet? Hat jmd erfahrung damit?
    Es gibt ja z.B. ein Labor in Düsseldorf aber mir ist nicht klar, ob man von einem Arzt überwiesen werden muss oder man sich direkt an das Labor wendet? Bei mir sind ja jetzt erst knapp 2 Wochen rum und ich würde das "Pflaster" jetzt natürlich lieber schnell abziehen und vor einem klaren (ersten) Ergebnis stehen :)
    Und kann derPCR nur am Anfang Viren ausmachen oder auch nach z.B. 4-6 Wochen?
    Danke schonmal
     
  9. mikel87

    mikel87 Neues Mitglied

    Wochen danach...

    Guten Abend nochmals,

    ich muss mich nochmals zu Wort melden, da ich grad wieder einen Tiefpunkt erreicht habe und große Angst habe.

    Ich hatte ja erzählt, dass ich mich auf wichtige Klausuren vorbereiten musste und hatte es auch geschafft mich darauf mehr oder weniger zu konzentrieren.
    Ich war in der Zeit vor den Prüfungen so angespannt wie noch nie zuvor in meinem Leben (HIV Gedanken und wichtige Klausuren) und kurz vor den Prüfungen bemerkte ich, dass ich starken weißen Zungenbelag bekam und brach innerlich wieder komplett in Panik aus.
    Ich saß dann mit meinen Freunden beim Lernen zusammen und hätte teilweise einfach nur weinen können. Aber ich versuchte mich zusammen zu reissen und hab das auch erfolgreich durchgezogen.

    Jetzt ist zumindest der Klausuren-Teil abgeschlossen und HIV nahm mich gedanklich wieder voll ein.
    Ich hatte mir einenHIV Heimtest bestellt (4. Generation) und nach 4Wochen+3Tage machte ich den Test direkt als er ankam.
    Ich weiß das dieser Test zu diesem Zeitpunkt keine Aussagekraft hat und allgemein stark von diesen Dingern abgeraten wird aber ich brauchte einfach wieder einen Funken Hoffnung, da es fürs Gesundheitsamt einfach noch viel zu früh ist.
    Das negative Ergebnis beruhigte mich dann tatsächlich wieder ein wenig, obwohl ich wusste das es eigentlich hinfällig ist nach diesem Zeitraum.
    Ich klammerte mich einfach ein bisschen an verschiedene Quellen die dem Test mit dem p24 (das ja wieder verschwindet) eine gewisse Aussagekraft einräumten...

    Jetzt hab ich auf jeden Fall mit einer Rachenentzündung zu kämpfen, weswegen ich heute auch direkt beim HNO war.
    Der meinte aber das wär eine völlig normale Pharyngitis, womit er auch den Zungenbelag erklärte!
    Beunruhigend ist für mich natürlich dass ich jetzt ein weiteres No.1-HIV-Symptom habe... (Die es in euren Augen zwar nicht gibt aber eben überall im Internet in dem Zusammenhang auftauchen)

    Ich entschuldige mich schonmal, dass ich hier wieder mit "Symptomen" komme, da ich ja weiß, dass nur ein Test mir antworten geben kann, ob ich positiv bin oder nicht. Aber ich bin gerade echt wieder am Ende und hier kann ich mich zumindest euch im Forum anvertrauen!
    Ich kann einfach mit niemand anderem darüber sprechen... :(

    Was meint ihr dazu?

    LG
     
  10. Mircstar

    Mircstar Bewährtes Mitglied

    Heimtest sind echt nicht gut...

    Zu deinen Symptomen kann ich dir was sagen : Hast du dir mal das Wetter und die allgemeine Krankenlage in Germany angeguckt ? Wieviele leue leiden schleudern im moment ihre erkältungsviren durch die Gegend ? Garantiert Hundert mal mehr als es lHiv Positive Menschen gibt.

    Und aus eigener erfahrung kann ich dir sagen das kein Symptom auch nur im Geringsten was zu sagen hat.

    Wenn die 8 Wochen rum sind geh zum Test und du wirst sehen ... Negativ.

    Lass dir dein Leben nicht durch etwas kaputt machen was erstens sehr unwahrscheinlich ist und zweitens noch weit weg liegt.
     
  11. AlexandraT

    AlexandraT Moderator HIV-Symptome.de Team

    Sie sind nicht nur "nicht gut" - sie sind verboten. Und dies hat durchaus seine Gründe.
     
  12. mikel87

    mikel87 Neues Mitglied

    Danke Mircstar für die beruhigenden Worte! -Ich hoffe du hast recht.
    Der HNO hat meine Panik schon etwas belächelt aber ich hatte mir bei Halsschmerzen auch noch nie in den Hals geleutet und wusste nicht, ob das normal aussieht oder nicht... Dachte auch an Herpes oder ne Pilzinfektion in Zusammenhang mit der Zunge!
    Hoffe jetzt das mein Hals sich schnell wieder erholt!

    @AlexandraT: Der Heimtest diente als Beruhigung... Natürlich wär ich bei einem positiven Ergebnis (oder falsch positiven) direkt zum Arzt oder Gesundheitsamt gegangen!

    Ich bin natürlich auch der Meinung, dass diese Tests nicht ohne Grund in DE unzulässig sind aber ich glaube die Hauptgründe dafür sind:
    -dass man befürchtet das der Test nicht richtig durchgeführt wird
    -der Betroffene mit dem Ergebnis nicht richtig umgehen kann
    -man sich auf das negative Ergebnis verlässt obwohl man vl doch positiv ist (Diagnistische Lücke ect.) und weitere Leute ansteckt
    -kein professioneller Bestätigungstest ect.
    -und keine Daten an das RKI übermittelt werden.

    Diese Gründe treffen auf mich jedoch nicht zu, da ich mich niemals auf so einen Test verlassen würde - egal wann!
    Bis zu meiner Rachenentzündung hat mich das einfach etwas beruhigt und ich hab wie erwähnt weniger über eine möglicheHIV Infizierung nachgedacht.
    Ich verstehe aber wie gesagt die kritische Haltung gegenüber Heimtests.
     
  13. AlexandraT

    AlexandraT Moderator HIV-Symptome.de Team

    Und wenn er nicht zertifiziert ist? Wenn er falsch gelagert wurde? Wenn es ene Fehlcharge ist? Man hat noch nicht so lange her Heimtests zurück gerufen weil sie nicht korrekt waren. Bist Du sicher, dass Du dann alles richtig machst? Und zudem sind Heimtests von ansteckenden Krankheiten nicht erlaubt. Alles in allem... auch Dein neg. Ergebnis könnte beim Heimtest falsch sein.

    Die Schnelltests die man in der Medizin verwendet sind von zertifizierten Herstellern die jede Charge ihrer Produktion überprüfen. Es sind zudem keine Hersteller die zb. aus Russland sind und ihre Tests an Privatleute übers Internet verkaufen.
     
  14. mikel87

    mikel87 Neues Mitglied

    Du hast sicherlich Recht! Ich hatte auch ein mulmiges Gefühl dabei!
    Würde es wohl nicht nochmal machen aber es war wie gesagt aus Verzweiflung heraus und ist einfach passiert... Es ist ja nochmal gut ausgegangen! Das nächste Mal werde ich mich dann vernünftig Testen lassen!
     
  15. mikel87

    mikel87 Neues Mitglied

    Hallo nochmal,

    jetzt ist es genau 12 Wochen her und ich habe es heute geschafft den Weg zum Gesundheitsamt anzutreten...
    War ein komisches Gefühl aber ich hatte dort ein sehr nettes Gespräch mit der Ärztin, die mich auch wieder etwas beruhigt hat.
    Ich dachte den ein oder anderen interessiert es vielleicht wie die Sache bei mir ausgeht und ich bin nach wie vor froh auf dieses Forum gestoßen zu sein.
    Das Ergebnis ist frühestens nächste Woche Di. da und ich hoffe das alles gut ausgehen wird!

    Drückt mir die Daumen!
     
  16. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Hi mikel,

    klar interessiert uns das! Und erst einmal herzlichen Glückwunsch, dass Du diesen Weg geschafft hast. Sach' Bescheid!!!
     
  17. mikel87

    mikel87 Neues Mitglied

    Ich komme gerade zurück vom Gesundheitsamt und habe mein Testergebnis bekommen.
    Negativ (auch Hepatitis und Syphilis)
    Ich kann momentan noch gar nicht richtig realisieren, dass ich jetzt dieses Ergebnis habe... Die letzte Nacht hab ich kaum geschlafen, weil ich mir solche Sorgen gemacht habe!
    Ich muss die furchtbaren letzten 3 Monate erst einmal sacken lassen und mir auch überlegen, ob ich nicht wirklich (wie mir empfohlen wurde) mit einem Psychologen sprechen sollte!
    Ich bin einfach ein nervöser, sensibler Mensch und die Zeit hat mich jetzt wirklich mitgenommen! Ich habe zum Glück noch eine gute Freundin zur Seite, die mich heute auch begleitet hat und der ich mich anvertrauen konnte! Sie verstand jetzt erst wieso ich mich in den letzten 12 Wochen in vielen Situation etwas zurückgezogen habe und keine Lust mehr auf ausgehen usw. hatte!
    Ich freue mich natürlich und bin erleichtert, aber der Stein der mir vom Herzen fallen sollte klemmt gerade noch ein bisschen!
    Ich muss auf jeden Fall nochmals sagen, dass ich diesem Forum und besonders matthias und co. für den Beistand hier dankbar bin und das einzige was sich wirklich positv in der Zeit verändert hat, ist meine Sichtweise gegenüberHIV. Ich denke ich kann mich dem Thema zukünftig viel aufgeklärter und toleranter stellen, als noch vor der ganzen Zeit. Und natürlich wird es mir eine Lehre sein mich in Zukunft nicht mehr in solche Situationen zu begeben!
    LG mikel
     
  18. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Na also! Das freut mich! Dann kannst Du Ostern ja endlich ein Ei über die Sorgen schlagen! :)
     
  19. mikel87

    mikel87 Neues Mitglied

    hallihallo,

    ich melde mich nach langer abstinenz auch mal wieder zu wort und muss nochmal etwas loswerden...
    während der 3 monate, in denen ich wirklich panische angst hatte und dazu auch noch mit klausurenstress zu kämpfen hatte, hatte ich ja im frühjahr mit einer rachenentzündung zu kämpfen.
    mein HNO arzt spielte das ganze zunächst als leichte erkältung runter und auch auf die leicht geschwollenen mandeln reagierte er eher gelassen.

    nur veränderte sich der zustand auch nach wochen nicht wirklich, weswegen er dann anfing mir leichte antibiotika zu verschreiben, die aber keine wirkung zeigten.
    nach knapp 2 Monaten bekam ich daraufhin stärkere antibiotika und die mandelentzündung brach erstmals richtig akut aus, ging aber wieder nicht ganz zurück.
    Nun habe ich schon die dritte "kur" mit richtig starken antibiotika hinter mir und in zwei Wochen werden die Mandeln operativ entfernt.

    ich hatte den test ja genau 12 wochen nach meinem risikokontakt durchgeführt aber die permanente abgeschlagenheit und das ständige auf und ab mit meiner mandelentzündung (fast ein halbes jahr!) machen mich wieder nachdenklich, da ich zuvor nie probleme mit den mandeln hatte!

    nach (wie immer) beunruhigender internetrecherche kam mir die frage auf, ob der ganze seelische stress mein immunsystem so geschwächt haben könnte (wodurch die chron. mandelentzündung begünstigt wurde), dass es sich auf denHIV test ausgewirkt haben könnte?

    ich möchte nicht überempfindlich wirken und ich habe mit dem thema eigentlich wirklich abgeschlossen aber wenn so ein gedanke erst einmal aufkommt bleibt er hartnäckig da und ich wüsste nicht wen oder wo ich sonst fragen sollte.

    seit ich die 3te antibiotika kur beendet habe verschlimmern sich die mandeln auch schon wieder weswegen ich mich heute auch wieder damit beschäftigt habe...

    danke schonmal
    lg
     
  20. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Also mal ganz ehrlich: Wenn seelischer Stress das Immunsystem derart beeinflussen könnte, hätte die halbe Welt kein Immunsystem mehr. Was sollen denn Leute - wie z.B. meine Eltern oder Großeltern - sagen, die einen oder zwei Weltkriege erleben mussten und alles mit einem trotz Mangelernährung intakten Immunsystem überlebt haben?

    Mach' Dich mal locker und lass' vor allem die Finger vom Internet ...
     
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