Erste Fragen zu HIV+

Dieses Thema im Forum "Leben mit HIV" wurde erstellt von Infekt2011, 17. März 2011.

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  1. Infekt2011

    Infekt2011 Neues Mitglied

    Hallo zusammen

    ich habe am 08.03.11 mein positives Ergebnis erhalten.
    Da mich mein Partner sehr unterstützt, sind bei mir die psychischen Auswirkungen zum Glück nicht so stark. Gesundheitlich geht es mir auch gut. Mit großem Interesse lese ich die verschiedenen Forenbeiträge, obwohl viel noch böhmische Dörfer für mich sind, wie Virenzahl usw. damit kann ich noch gar nichts anfangen. Habe erst kommenden Montag meinen ersten Schwerpunkt-Arzttermin.

    Im Moment interessieren mich folgende Fragen brennend.

    1) Ist es sinnvoll den Partner beim ersten Arzttermin mit zu nehmen? Oder dreht es sich dabei "nur" um Blutabnahme und Gesundheitscheck? Er würde gerne mitgehen, da er auch jede Menge Fragen hat, aber ich bin unsicher ob das der richtige Zeitpunkt beim Erstbesuch ist. (Am Freitag haben wir zusammen einen Termin bei der Aids-Initiative zur Beratung)

    2) Ich glaube recht genau zu wissen, von wem ich es habe. Bin natürlich selbst schuld daran das ich mich infiziert habe, denn dazu gehören meiner Meinung nach immer 2. Wie soll ich ihm das sagen, dass er höchstwahrscheinlichHIV+ ist? Hat da jemand einen Tipp?

    3) Wie findet man heraus, wann man sich angesteckt hat? Muß ich da auf den Arztbericht warten oder gibt es Indizien? Wenn ich das selbst nicht eingrenzen kann, dann warte ich natürlich noch mit dem bei 2) beschriebenen bis nach dem Arzt.

    4) Hat jemand Erfahrung mit dem Neuabschluss einer privaten KV mit dem HIV+ Befund, bzw. ohne Angabe der Infektion?


    Werde in naher Zukunft vermutlich jede Menge Fragen haben und Euch hier bestimmt löchern. :)

    Danke schon mal
    Gruß Dirk
     
  2. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Hallo Dirk und herzlich wllkommen.

    Toll. Das freut mich.

    Ich würde den ersten Arzttermin alleine wahrnehmen, weil Du Dich erst einmal in die Praxis-Routine einfinden musst. Aber es macht Sinn, wenn der Partner die parallel-Aufklärung erhält. Geht erstmal zusammen zur Aidsinitiative (ist das nicht die Aidshilfe) und lasst Euch beraten. Danach tauchen erfahrungsgemäß Fragen auf, die ein Arzt besser beantworten kann.

    Es gehören immer 2 dazu. Nur ... wusste er schon vorher davon oder weiß er noch gar nichts? In beiden Fällen würde ich ihn informieren, im ersten eher drastisch (Hinweis auf Weitergabe des Virus), im zweiten eher freundlich (Hinweis auf die eigene Gesundheit bzw. die Tatsache, dass je früher erkannt, um so leichter behandelt werden kann). Vorwürfe allerdings bringen nichts, denn sie ändern nichts.

    Den exakten Termin kann man sicht bestimmen - es gibt ein Verfahren, nach denen man eine ungefähres Zeitfenster definieren kann. ( http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/44364/HIV_Zeitpunkt_der_Infektion_laesst_sich_berechnen.htm ) Das ist allerdings recht neu ... und ob es - z.B. für die Psyche - wirklich etwas bringen, wage ich zu bezweifeln.

    Da haste wohl Pech. Gerade nach den neuesten Reformen wirst Du im KV-Bereich keine mehr finden, die Dich ohne Gesundheitsprüfung und ohne HIV-Test aufnimmt. Und verschweigen bedeutet Vertragsbruch. Es gibt allerdings wohl eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung, wie ich neulich las, die auch Positiven Zugang gewährt: http://www.ondamaris.de/?p=25453
    Ich hab mich allerdings damit noch nicht näher befasst.

    Dafür sind wir da :)
     
  3. ChrisLDK

    ChrisLDK Poweruser

    Hallo Infekt2011 ...

    auch von mir erst mal ein Willkommen im Forum, auch wenn der Anlass kein besonders schöner ist.
    Auch mich hat mein Partner im November 2009 aufgefangen, als ich mein positives Testergebnis erhalten habe. Zwischenzeitlich nehme ich Medikamente und mir geht es richtig gut.

    Matthias hat ja schon alles geschrieben, was Deine Fragen betrifft. Ja und natürlich kannst Du uns mit Deinen Fragen löchern, dazu sind wir wirklich da und wir werden sie auch alle beantworten.

    LG
    Chris
     
  4. Fallada

    Fallada Bewährtes Mitglied

    Allo Du :)

    )

    Das handhabt wohl jeder anders. Ich persönlich wäre so froh, wenn mein Partner solches Interessse bekundet, dass ich ihn sicher mitgenommen hätte. Zumal ich sowieso ungern alleine zu Ärzten gehe. Man kann sich danach auch viel besser über den ersten Besuch unterhalten und 2 merken sich mehr als einer alleine :wink:

    Was die Frage nach dem Tip wie Du es dem anderen sagen sollst angeht: Ich bin ein Mensch, der solche Dinge gerne per persönlichem Brief sagt. Dinge, von denen ich denke, dass sie jemand zunächst vielleicht einmal alleine verdauen will.


    Schau mal hier:---> http://www.hiv-info.de/index.jsp?nodeid=01_5

    Was soll ich sagen. Rein theoretisch machst du dich strafbar, das ist Fakt.
    Ob man evt mit dem Arzt reden kann...?
    Das musst du selbst überlegen, ich kann Dir dazu leider nichts raten, sry.

    Nur soviel: Ich bin mit meiner gesetzlichen KV ganz zufrieden. In der Regel erfährt man sowieso eine Art Sonderbehandlung, wenn man HIV Positiv ist. Es gibt nun mal nicht so viele Ärzte, die sich damit beschäftigen.
    Warum meinst du denn, dass es soviel besser sei, privat versichert zu sein?
    (allein das in Vorkassetreten würde mir -gelinde gesagt-missfallen. SO teuer, wie die Tsabletten sind (um die 800 Euro für eines der 3 Medikamente :? )

    LG Fallada
     
  5. Fallada

    Fallada Bewährtes Mitglied

    Ach so,
    hier noch eine Seite , die das alles wunderbar einfach erklärt, wie ich meine--->

    Link entfernt: Mod Alexandra
     
  6. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Dazu gibt es Abtretungserklärungen, durch die die Apotheke direkt mit der Krankenversicherung abrechnen kann.

    Ich bin seit 1987 oder so privat versichert. Im Dezember 1993 wurde mein Vertrag auf einen Kompakttarif umgestellt, im Januar 1994 habe ich mich zum ersten Mal - eigentlich ohne direkten Anlass oder Vermutung - testen lassen und »bingo«. Was glaubst Du, wie froh ich war, dass ich die Vertragsänderung noch vorher durchhatte ...

    Und: Mit einer KV würde ich offen umgehen. Einen Rausschmiss würde ich da gerade als Positiver nicht riskieren wollen. Meine KV ist allerdings so klasse, dass sie mein Buch sogar intern vorgestellt und empohlen haben: http://www.endlich-mal-was-positives.de/Presse/10-07-01-Barmenia.jpg ... und ich bin mit etwa € 30.000/Jahr echt ein teurer Spaß ...
     
  7. Infekt2011

    Infekt2011 Neues Mitglied

    Hallo Leute,

    erstmal vielen Dank für die vielen hilfreichen Infos, ich werde von Tag zu Tag optimistischer :)
    Das die Medikamente so teuer sind, habe ich zwar vermutet, aber so richtig Gedanken hatte ich mir bisher nicht gemacht. In dem Fall kann man froh sein in Deutschland zu leben.
    Die private KV wäre von den Beiträgen deutlich günstiger als die gesetzliche KV, aber dieser Weg steht mir wohl nicht mehr offen.

    an Fallada: Die Idee meinem Sexualpartner der mich angesteckt hat in einem Brief auf seineHIV Infektion hinzuweisen find ich gut, ich mache mir zwar viele Gedanken wie er es aufnimmt, jedoch kann ich nicht die Verantwortung dafür übernehmen wie er damit umgeht. Habe im Moment genug mit mir selbst zu tun. Auch er muss schauen wo er sich Hilfe sucht, Infos erhält usw. Natürlich gebe ich Tipps auch an Ihn weiter.

    LG Dirk
     
  8. Infekt2011

    Infekt2011 Neues Mitglied

    Kurzes Update und neue Fragen

    Hallo Gemeinde,

    den Beratungstermin mit meinem Partner bei der Aidshilfe hatte ich, war zwar tränenreich aber doch recht hilfreich. Werde dort auch bei der Betroffenengruppe vorbeischauen.

    Der Termin beim Schwerpunktarzt hatte ich jetzt gestern, Blutbild (so ein Superschnelltest) war anscheinend ok. Der Ultraschall hat eine etwas vergrößerte Milz ergeben, was ein Indiz sein könnte das ich schon länger positiv bin.
    Was mich etwas verwundert und was ich euch auch fragen will ist; der Arzt meinte man könne dann auch gleich mit der Therapie beginnen? Ich habe ihn dann gefragt, ob man nicht die Ergebnisse des Blutauswertung abwarten muß, daraufhin meinte er "ja". Was aber der Punkt ist, ich hatte den Eindruck er will mich gleich therapieren, d.h. ja dann wohl gleich Medikamente? Ich war der Meinung, dass man je nach Phase entscheiden muß? Kann mich jemand erleuchten??

    an Fallada : Den RK von dem ich vermute das ich mich angesteckt habe, habe ich nicht informiert, der Berater von der Aidshilfe hat mir davon abgeraten, da zum einen jeder selbst für sich verantwortlich ist und man auch nicht abschätzen kann wie derjenige reagiert. Und durch meine ganzen neuen Erkenntnisse könnte es ja auch sein, dass ich den Virus schon länger in mir trage... Ich werde deshalb an dieser Stelle keine Aufklärung betreiben.....?!?

    Als Fazit muß ich feststellen: Mein aufgeklärtes Umfeld geht mit der Infektion um, als hätte ich so eine Art unheilbare Allergie die aber medikamentös gut zu behandeln ist. Ich dachte es wäre gravierender, dem scheint aber nicht so zu sein. Versteht mich nicht falsch, ich bin wirklich heilfroh, das alle das so locker sehen, bin aber doch sehr überrascht.
    Sehe mich im Prinzip nur mit Vorurteilen der "Unwissenden" konfrontiert und mit der geringen Gefahr, das doch etwas schief gehen kann hinsichtlich Medikamentation.


    Gruß Dirk
     
  9. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Re: Kurzes Update und neue Fragen

    Hi Dirk,

    Dein Fazit bringt es auf den Punkt: Wären mehr Menschen aufgeklärt bzw. würden überhaupt mal an sich heranlassen, dass esHIV gibt und wie der heutige Stand der Medizin ist, gäbe es viele Vorurteile und Stigmatisierungen nicht mehr. Letztlich ist es ja unser Ziel, auch durch das »Vorleben« von Normalität dorthin zu gelangen.

    Nun zu Deinem Bericht:
    »Aller Anfang ist schwer«, weiß der Volksmund ... und warum sollte es am Anfang einer veränderten Lebenssituation anders sein. Wie auch immer die Krankheit heißen mag - sie begleitet Dich und Euch von nun an,. Also heißt es, damit umgehen zu lernen.

    In der Frage der Therapie gibt es mittlerweile zwei Ansätze, die gleichberechtigt nebeneinander stehen: Der Beginn, wenn bestimmte Grenzen bei der Anzahl Helferzellen unterschritten werden (etwa 250 - 300) - oder eben der frühestmögliche Beginn. Die erste Variante entstammt der zeit, als man die Therapie noch so lange wie möglich herauszögern wollte, weil es nur wenige Wirkstoffe gab und frühzeitige Resistenzen lebensbedrohend gewesen wäre, bzw. man von der Entwicklung profitiernw ollte, um jeweils den aktuellsten Wirkstoff verabreichen zu können.
    Nun, da es mehr als 20 Wirkstoffe in unterschiedlichen Kombinationen gibt, seztzt sich parallel die Überlegung durch, früh - aber dafür geringer dosiert - in die Behandlung einzusteigen. Beide Wege sind vergleichbar und nehmen sich eigentlich nichts. Hier kannst Du also Deinem Arzt vertrauen. Ich nehme an, es ist die Praxis Dr. M., der auch Mitglied in vielen Ärzteorganisationen ist, die sich um die optimale Therapie bemühen und sich stetig weiterbilden etc.

    Ob etwas «schiefgeht« mit der Medikamentation, wage ich zu bezweifeln. Solltest Du Nebenwirkungen haben, die aus dem Bereich des Akzeptablen herausfallen, lässt sich heutzutage die Therapie ohne Wirkungsverlust anpassen.

    Sollte es in der Tat Dr. M. sein, dann grüß ihn von mir. Wir haben uns letztes Jahr bei der Gala zum 25-jährigen Bestehen der Karlsruher Aidshilfe kennengelernt (siehe auch: http://www.endlich-mal-was-positives.de/Presse/10-12-02_BNN.jpg)
     
  10. Fallada

    Fallada Bewährtes Mitglied

    Hmmmm....was Matthias da schreibt ist 100%tig richtig.
    Dennoch bin ich der Meinung, es muss bei jedem Patienten von Neuem entschieden werden, wann eine Therapie begonnen wird und das kann man nicht ohne die Blutwerte entscheiden (meine Meinung)

    Würde ich heute nochmals vor der Entscheidung stehen, ich würde wahrscheinlich nicht mehr warten bis meine Helferzellen unter 200 gerutscht sind, da es oft lange dauert, bis sie sich wieder erholt haben und sie über eine gewisse Zahl nie wieder steigen (meiner Erfahrung nach ist die Zahl 400).
    Ich würde so bei 450 anfangen wollen. Davor zu Beginnen halte ich persönlich es für übereilt, da niemand vorraussehen kann, welche Nebenwirkungen die Medikation noch so mit sich bringt (Herzprobleme, Gelenkinfarkte, Knochenprobleme, Neuropatien...), vor Allem, wenn man diese Therapie vielleicht noch jahrelang wird einnehmen müssen.

    Was die Informationspflicht anbelangt: Ich denke, man MUSS es dem anderen mitteilen, vielleicht hat dieser sich ja bei einem selbst angesteckt und weiß es nicht...!
    Es gar nicht zu sagen halte ich für fahrlässig!
    Es kann doch nicht sein ernst sein, dass er diese Person lieber uninformiert lassen möchte, weil er nicht weiß, wie diese darauf reagiert!?!
    Das würde man schließlich bei einem Krebspatienten auch nicht machen oder jemandem mit Tuberkulose.
    Soll er halt mit dem Menschen Kontakt aufnehmen, oder?!? :roll: Ihn zu einem Gepräch einladen oder etwas in der Art. :!:

    Sollte dies wirklich das gängige Modell der AIDS Hilfe sein, Leute dann lieber gar nicht zu informieren, möchte ich mich lieber davon distanzieren.


    Gruß Fallada
     
  11. Infekt2011

    Infekt2011 Neues Mitglied

    an Fallada

    Hier liegt ein Missverständnis vor. Mein RK war nicht mein Partner (mit dem bin ich seit fast 20 Jahren zusammen) sondern ein ausserpartnerschaftlicher Kontakt.
    Im Moment weiß ich noch nicht einzuschätzen seit wann ich infiziert bin, d.h. ursprünglich dachte ich, es wäre von eben diesem RK das ich infiziert wurde.
    Nach meinem momentanen Wissenstand könnte es aber auch sein das ich schon jahrelang mit dem Virus rumlaufe. Bevor ich das nicht genau geklärt habe, werde ich niemanden darauf hinweisen und mich in Gefahr begeben an den Pranger gestellt zu werden. Die ganzen hypothetischen Gedankenspiele führen jetzt noch zu nichts. Erst muss ich wissen seit wann ich es habe.
    Die Frage stellt sich dann aber wirklich, wie man damit umgeht, wen man informiert.

    Wie ich mich in Zukunft zu verhalten habe ist klar.

    Würdest du zu jemandem sagen, das du positiv bist, du etwas mit demjenigen hattest (als du es noch nichts wusstest) und er oder sie sich jetzt testen lassen soll? Ich kann das im Moment nicht beantworten. !?!


    Gruß Dirk
     
  12. Fallada

    Fallada Bewährtes Mitglied

    Ja, ich würde es (aus meiner heutigen Sicht) machen und sei es anonym .

    Doch wie gesagt, wahrscheinlich muss das jeder für sich selbst beantworten.

    LG
     
  13. Infekt2011

    Infekt2011 Neues Mitglied

    HIV Soforttest

    So endlich mal gute Nachrichten, mein Freund hat sich gestern testen lassen.

    NEGATIV ich bin heilfroh

    Hatten gestern bei der AIDS Hilfe einen Termin zum Soforttest.
    Läuft recht unkompliziert,
    kleiner Picks :shock: in den Finger ein Miniblutstropten auf den Tester (sieht wie ein Schwangerschaftstest aus) dann muss man ne halbe Stunde warten - und schon hat man das Ergebnis. Wenn der Test nicht auf Antikörper reagiert ist alles in Ordnung, wenn eine Reaktion angezeigt wird, muß ein weiterer Test gemacht werden.

    Die ganze Zeit war der Berater dabei und hat uns etwas abgelenkt bzw. informiert, das hat die Wartezeit erträglicher gemacht.
    Das ganze kostet dann unter 20 Euronen, mein Freund hat den Betrag aufgerundet weil die Arbeit der AIDSHILFE wichtig ist und man das auch unterstützen sollte.

    Heute mittag habe ich jetzt meinen 2ten Termin beim Schwerpunktarzt, da ich ja bekanntermassen nicht so viel Glück hatte und hoffe dann näheres zu erfahren, welches Stadium ich habe.
    Werde das Ergebnis hier posten und euch updaten :)
     
  14. Fallada

    Fallada Bewährtes Mitglied

    :D hey, gute Neuigkeiten.

    Dann hoffen wir mal, dass deine Werte auch den Erwartungen entsprechen und Du vielleicht noch etwas Zeit hast, mit der Therapie.
    Andererseits ist es besser für den Partner, wenn die Viruslast unter der Nachweisgrenze ist...

    Aber nun hoffen wir erst mal.
    LG Falla
     
  15. Infekt2011

    Infekt2011 Neues Mitglied

    Ergebnis noch druckfrisch

    So mein Ergebnis ist da, das sind leider nicht so gute Werte.

    Helferzellen 29
    Virenlast 10.000
    Laut Arzt ungewöhnliche Kombination, aber alles therapierbar LOL

    Bin schon etwas geknickt, kann morgen meine Medis abholen erstmal nur 2 gegenHIV und jeweils eins gegen Gürtelrose und Lungenentzündung.
    In 14 Tagen dann nächster Termin und Ergebnis des Resitenztests.

    Any Comments?? Bin im Moment doch etwas durcheinander.

    Wollte Mitte nächster Woche in Urlaub, aber das werde ich jetzt mal canceln weil ich kein gutes Gefühl dabei habe. Da fehlt mir die Sicherheit gerade am Anfang brauche ich die. Mein Arzt hat mir nicht wirklich vom Urlaub abgeraten, aber was solls.

    Bin für jede Zusprache dankbar

    Gruß Dirk
     
  16. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Die Kombination ist in der Tat ungewöhnlich - aber das wird wohl daran liegen, dass Du ein ungewöhnlicher Mensch bist! :D

    Der Doc hat recht: Therapieren lässt sich alles. Und mit der Medikation steigen die Helferzellen und die VL sinkt. Dann bist Du wieder »gewöhnlich«

    Ich würd' den Urlaub machen. Du beginnst jetzt eine neue, nicht unbedingt schlechtere (das weiß man erst hinterher, deshalb glaub's mir einfach) Lebensphase - und die sollte man mit anderen BIldern und in einer anderen Umgebung beginnen. :D
     
  17. Fallada

    Fallada Bewährtes Mitglied

    Ich würde den Urlaub machen, solange er in Deutschland ist.
    Wohin wolltest du denn fahren.

    Ich will dir auch nichts schönreden. Eine CD4 von 30 ist bescheiden schlecht.
    Doch wirklih: Wenn Du die Therapie durchziehst, werden die Werte rasch steigen.

    Meine CD 4 waren einmal auf 50 gerutscht, weil ich mit einer Therapie nicht klarkam und sie dann einfach weggelassen hatte, in einem Urlaub... :? Ich war in der Türkei. Es war bullenheiß und ich nur am Erbrechen. Ohne Therapie ging es mir--erst mal-besser.

    Doch dann kam das böse Erwachen.

    Als meine Werte damals dieses Stadium erreicht hatten, sollte ich einige Tips beherzigen.
    Vielleicht wird man mich jetzt der Panikmache bezichtigen, dennoch möchte ich Dir das, was mir damals empfohlen wurde, gerne weitergeben:

    Zum Einen hatte ich Katzen.
    Mir wurde geraten das Katzenklo erst einmal eine andere Person säubern zu lassen.
    Sittiche sollte ich mir nicht zulegen, wegen des Vogelkots.
    Und Fleisch sollte ich nur gut durchgebraten verzehren.
    Auch wurde mir ans Herz gelegt, das Brettchen und das Werkzeug mit dem ich das rohe Fleisch zerkleinert hatte, gut zu säubern.

    Noch heute achte ich darauf, keine verschimmelten Gemüse in meiner Wohnung länger als unbedingt notwendig (beispielsweise einen Tag und 'ne Nacht im Mülleinmer) in meiner Wohnung zu belassen
    und lasse sehr staubende verschimmelte Dinge(z B Orangen, wenn man sie übersehen hat :oops: ) meinen Mann entsorgen :lol: .

    Keine Ahnung, ob einem das alles heute noch immer geraten wird, doch ich sehe keinen Grund, weshalb man diese Tips nicht beherzigen sollte, bis die CD4 wenigstens auf 150 angestiegen sind.

    Gut, dass man es jetzt gemerkt hat! :D Dir alles , wirklich alles Gute.

    Falla
     
  18. Infekt2011

    Infekt2011 Neues Mitglied

    So den Ursprungsurlaub haben wir gecancelt, der wäre im Hinterland der Türkei gewesen ohne größere Städte in der Nähe. Wäre es ein touristischer Ort mit guter medizinscher Versorgung hätten wir es durch gezogen.

    Nun, jetzt wird es Spanien, meine 2te Heimat sozusagen, freue mich darauf ein paar stressfreie Tage bei milden Temperaturen.

    Empfehlungen des Arztes wegen geringer CD4 Zahl gab es nur bzgl. Urlaub, das eine medizinische Versorgungsmöglichkeit gut erreichbar sein sollte, im Falle das die Nebenwirkungen der Meds zu stark wären. Ansonsten gab es die Antwort das ich gegen normale Viren nicht anfälliger wäre wie normal, d.h. Essen sanitäre Verhältnisse usw. stellen demnach kein zusätzliche Gefahr dar.

    Weiß jemand was von depressiven Nebenwirkungen bei Kaletra und Truvada?

    Gruß Dirk :(
     
  19. Fallada

    Fallada Bewährtes Mitglied

    DAVON hatte ich ja auch gar nicht gesprochen...
     
  20. Infekt2011

    Infekt2011 Neues Mitglied

    Erfahrung Anfang Therapie

    So mein Urlaub ist rum, die Entscheidung nach Spanien zu gehen war richtig, da ich hier ein sicheres Gefühl hatte.
    Zum Glück haben sich bei mir keine nennenswerten Nebenwirkungen ergeben. Ein bischen Mattigkeit allenfalls, die konnte ich aber im Urlaub gut kompeniseren. Bischen lästig ist natürlich das Tablettenschlucken, aber das ist wirklich das kleinste Übel.

    Meine seelische Verfassung hat sich, nicht zuletzt wegen des Urlaubs auch sehr gebessert.

    matthias: dein Buch habe ich bei mehreren Latte Macchiatos in einem Straßenkaffee in der Sonne genossen (okay, es waren mehrere Kaffee-Sitzungen nötig) fand es gut und hat mir auch noch viele Informationen gebracht.

    Gruß all
     
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