Erfahrungswerte

Dieses Thema im Forum "HIV-Test" wurde erstellt von kibig79, 2. Januar 2014.

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  1. kibig79

    kibig79 Neues Mitglied

    Halllo ihr Lieben,

    mir geht es nicht besonders gut, da ich nicht weiß, ob ich einem Risikokontakt ausgesetzt war, d.h. ob ich alkoholisiert mißbraucht wurde. Ich habe mich deshalb schon mit einem Psychotherapeuten in Verbindung gesetzt, stehe auf der Warteliste und hoffe auf ein baldiges Erstgespräch. Ich bin wirklich bereit mir Hilfe zu holen und was gegen meine Angst zu machen. Ich habe 15 Tage nach dem evt. Kontakt einenPCR-Test machen lassen und nach 4 Wochen einen Screeningtest der 4. Generation. Beide Tests hatten ein negatives Ergebnis. Da ich seit Wochen unter Rückenschmerzen und grippeähnlichen Symptomen leide, habe ich nach 8 Wochen noch deinen HIV1/2-Test mit p24 machen lassen. Das Ergebis war negativ. Leider werde ich das mulmige Gefühl nicht los und fühle mich etwas im Stich gelassen. Ich brauche einfach mal ein Feedback und einen Rat, ob ich nächste Woche abschließend einen Test machen soll, also nach 12 Wochen?
    Im Freundeskreis traue ich mich nicht das Thema anzusprechen, wie ihr vielleicht versteht aus Schamgefühl.
     
  2. AlexandraT

    AlexandraT Moderator HIV-Symptome.de Team

    Hallo

    Ne,HIV kannst Du nach all den Tests ausschliessen.

    Was ist denn ausschlaggebend, dass Du denkst missbraucht worden zu sein?

    Deine grippeähnlichen Symptome und die Rückenschmerzen deuten für mich eher auf einen normale Infekt hin wie man ihn zur Jahreszeit so hat.
     
  3. kibig79

    kibig79 Neues Mitglied

    Hey Alexandra, danke für die Antwort und Deine Nachfrage! Die Kurzversion ist, dass ich eine Gedächtnislücke von etwa einer halben Stunde habe. Da ich als Jugendliche leider schon mal eine negative Erfahrung gemacht habe, ist irgendwie diese Angst da. Dann kommen einfach noch mehrere Faktoren hinzu: Stress auf der Arbeit, ich bin HPV positiv und deshalb vierteljährlich zur Kontrolle etc. Normalerweise habe ich zu den Tests ein recht aufgeklärtes Verhalten, habe mich nach Trennungen von meinen jeweiligen Lebensgefährten und einmal nach einem gerissenen Kondom testen lassen. Was ich so unangenehm finde, dass es im ländlichen Raum für behandelnde Ärzte so ein Tabuthema ist, so dass man sich fast schämt, wenn man sich testen lassen möchte. Rückfragen kann man gar nicht oder nur bedingt stellen, da sie teilweise selber recht schlecht informiert sind. Bei der Online-Beratung der Aidshilfe habe ich nur gesagt bekommen, ich muss halt die 12 Wochen abwarten. Auch wenn man "seriöse" Quellen studiert, beruhigt das nicht gerade. Meine Informationen habe ich z.B. den Beiträgen des RKI entnommen, da sind die Beiträge aber auch unterschiedlich. Bei der Information für die Ärzte steht: 2-10 Wochen Reaktionszeit, beim Beitrag für Interessierte: 3-6 Wochen und dass die Grenzfestsetzung irgendwie doch willkürlich ist. Welche anderen Komponenten wie z.B. Drogenkonsum noch eine Rolle spielen, habe ich erst bei euch gelesen. Deshalb auch mein Beitrag.
     
  4. kibig79

    kibig79 Neues Mitglied

    Darf ich euch fragen, wo ihr euer Wissen herhabt? Das ist jetzt nicht negativ gemeint, sondern ich bin beeindruckt, wie engagiert ihr hier antwortet ... auch wenn Leute immer und immer wieder Fragen. Ihr antwortet auch konkret auf die Anfragen bezogen, was sehr emphatisch wirkt. Wie gesagt, ich bin durch meine eigenen Recherchen nicht wirklich sicherer geworden. Und bis darauf, dass die heutigen Tests nach 8 Wochen 90% sicher und nach 12 Wochen 95% sicher, wird nirgendwo darauf eingegangen, welche Ausnahmen die Testergebnisse verfälschen können. Deshalb meine Neugier.
    PS: Im Factsheet habe ich nicht soviele Informationen erhalten, wie hier im Forum. ;)
     
  5. AlexandraT

    AlexandraT Moderator HIV-Symptome.de Team

    Aus meinem Job. :wink:
     
  6. kibig79

    kibig79 Neues Mitglied


    Also, ist Chemie nicht nur Dein Hobbie? Ich bin mal so indiskret: Was machst du denn beruflich?
     
  7. AlexandraT

    AlexandraT Moderator HIV-Symptome.de Team

    Mein Job besteht aus leiten einer Sanitätsstation (dazu habe ich eine Ausbildung nachträglich im med. Bereich gemacht) und Arbeiten im Labor. Wobei ich da auf Chemie spezialisiert bin. Hab ja als 1. Beruf Chemielaborantin gelernt. Dann bin ich auch in der Chemiewehr tätig und hobbymässig in der Feuerwehr.
     
  8. kibig79

    kibig79 Neues Mitglied

    Infektion bei Befriedigung durch Hand

    Ich habe neulich mit einem Mann geschlafen, den ich schon seit einem Vierteljahr kenne. Eigentlich hatte ich gehofft, dass wir auf den Weg in eine Beziehung sind. Leider hat sich jetzt rausgestellt, dass er doch kein Interesse an einer Beziehung hat. Er leidet unter Depressionen und ich bin psychisch nicht in der Lage das aufzufangen. Nach dem ganzen Kopfkino in letzer Zeit haben wir natürlich mit Kondom verhütet. Zuerst hatten wir Oralverkehr (ich passiv), dann GV und im Anschluss hat er mich noch versucht, mit der Hand zu befriedigen. Mit Schmetterlingen im Bauch war alles super, jetzt so ernüchtert, mache ich mir wieder Gedanken. Da er das Kondom in seiner Nachtischschublade hatte, habe ich ihn gefragt, ob es denn noch haltbar war. Er hat gesagt, dass er sie erst im November gekauft hat. Ich habe ihm dann von meiner Problematik erzählt, was sich als doofe Idee herausgestellt hat, weil er mir eine Szene gemacht hat, weil ich ja HPV positiv bin. Wenn ich richtig informiert bin, gibt es auch mit Kondom keinen 100prozentigen Schutz vor HPV aber schon einen guten Schutz. Da ich den Subtyp habe, der Gebärmutterhalskrebst verursachen kann, dürfte doch eigentlich keine Gefahr bestehen, dass er an Krebs in der Mundschleimhaut erkrankt, oder? Soweit ich weiss, gibt es keine Studie, die belegt, dass er jetzt z.B. ein höheres Risiko hat an Peniskrebs zu erkranken. Ich konnte ihn aber kaum beruhigen und da habe ich mich nicht mehr getraut zu fragen, was mich eigentlich interessiert hat. Er ist beim GV nicht gekommen, ich konnte nicht erkennen, dass etwas mit dem Kondom nicht in Ordnung ist und er hat mich wie gesagt mit der Hand befriedigt. Dabei hat er sich so engagiert, dass ich abbrechen musste, weil er mir eher Schmerzen bereitet hat als Lust. Besteht Gefahr, wenn er beim Abziehen des Kondoms den sog. Lusttropfen an der Hand hatte und mich dann befriedigt hat, dass die Möglichkeit einerHIV-Infektion besteht?
     
  9. AlexandraT

    AlexandraT Moderator HIV-Symptome.de Team

    Nein, es besteht keine Gefahr einerHIV-Infektion.


    Männer können sich mit HPV infizieren... bzw. diesen eben auch an die Frau übertragen. Aber sie haben selten gesundheitliche Probleme damit sofern sie nicht durch zb. HIV oder sonst was in Sachen Immunsystem geschwächt sind.
     
  10. kibig79

    kibig79 Neues Mitglied

    Eine Frage stellt sich mir noch....

    ...wenn beim Petting Sperma z.B. in Form des Lusttropfens an die Vagina, also an Schamlippe oder ähnliches gelangt (also nicht durch Einführen des Penis sondern durch Reiben oder Aufeinanderliegen) besteht hierbei schon ein Infektionsrisiko? Danke für die bisher gegebenen Infos. Toll, dass es euch gibt.
     
  11. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Moin moin,

    der Lusttropfen gilt als ncht infektiös.

    Zudem muss es immer ein Mindestmaß an Viren sein, um sich überhaupt infizieren zu können. Das geht hier anders als bei der Schwangerschaft, wo nur das schnellste Spermium siegt :)
     
  12. kibig79

    kibig79 Neues Mitglied

    hm

    2009 war bei einem ons das kondom kaputt gegangen. mein sexualpartner hat nicht ejakluliert, weil wir unterbrochen worden sind. hatte damals bei der bzga nachgefragt und die haben mir mitgeteilt, dass ich nach 3 wochen und nochmal seit 12 wochen einen test machen soll. meine frauenaerztin hielt es fuer unnötig, habe es aber doch gemacht, um sicherheit zu haben. wenn ich ich so recht ueberlege, hat damals meine Unsicherheit angefangen. zwischendurch war es dann besser und wurde jetzt wieder losgetreten. gab es in den letzten 5 jahren also neue erkenntnisse od er müssen die so beraten
     
  13. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Sei mir bitte nicht böse ...

    ... aber das ist jetzt seit der Threaderöffnung vor drei Monaten die dritte Geschichte zum Thema »Risiko«. Was gilt denn jetzt eigentlich?

    1) Die usprüngliche Geschichte mit dem befürchteten Missbrauch:
    PCR nach 15 Tagen negativ, AK-Test nach 8 Wochen negativ. Alles okay.

    2) 17.2.: Lusttropfen
    Der Lusttropfen gilt als nicht infektiös. Zur HPV hatte Dir Alexandra schon etwas geschrieben. ThemaHIV: Alles okay

    3) heute, 4.4.: ONS aus dem Jahr 2009
    Damals war der Test negativ; jüngst war er auch negativ. Alles okay.

    Viel negativer wird's also nicht werden ...
     
  14. Marion

    Marion Administrator HIV-Symptome.de Team

    Dem ist nichts hinzuzufügen! :wink: Glaube Matthias!
     
  15. kibig79

    kibig79 Neues Mitglied

    HIV-Phobie

    Glaubt mir, ich bin echt nicht stolz auf mein Kopfkino. Ganz im Gegenteil, es ist mir unheimlich peinlich und ich schäme mich dafür. Es ist total anstrengend, wenn der Kopf immer neue Fälle konsturiert. Ich hatte jetzt meine erste Sitzung bei Psychiater, bekomme auch was gegen Angstsörung, allerdings nur was zum Schlafen und nichts, was über den Tag hinweg mein Gedankenkarusell langsamer laufen läßt. Hier mal ein Beispiel. Die letzte Wochen konnte ich etwas Abstand gewinnen, dann war ich im Zirkus. Da gab es keinen Körperkünstler, der hat sich Nadeln durchs Gesicht, durch die Arme etc. gestochen. Da ging es mir noch gut. Später kam er mit einer Assistentin auf die Bühne, der hat er zwei Haken durch die Haut am Schulterblatt gezogen, daraufhin wurde sie daran hochgezogen und ist quasi durch die Manege geflogen. Ich saß in der zweiten Reihe. Mein Bekannter fragte mich auf einmal, was los sei, weil ich so unglücklich drein guckte. Ganz einfach. Ich hatte einen Tropfen abbekommen...was weiß ich, Schweiß, Kondenswasser vom Zeltdach...was auch immer. In meinem Kopf war aber ich habe einen Blutzspritzer ins Auge bekommen. Mir reicht zu wissen, dass es eine Schleimhaut ist, die als Eintrittspforte in Frage kommt. Es ist wohl so, dass auf diesem Wege noch kein Mensch infiziert wurde, doch die Möglichkeit besteht und ich habe Angst. Ich versuche wirklich dran zu arbeiten, es ist aber ein langer Weg. :(
     
  16. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Hallo kibig79,

    andere wären stolz, so phantasievoll zu sein. Kleiner, ernst gemeinter Tipp: Schreib ma alles auf, was Dein Kopfkino hergibt. Spätestens, wenn Du das zum dritten Mal liest, wirst Du feststellen, wie »an den Haaren herbeigezogen« das sein muss.

    Und noch ein Vorteil: Wenn Du es aufschreibst, musst Du es nicht mehr im Kopf haben ...
     
  17. kibig79

    kibig79 Neues Mitglied

    Beim Lesen Deines Ratschlages habe ich ein lachendes und ein weinendes Auge. Es ist schön von jemanden zu hören, dass man Sachen nur an den Haaren herbeizieht und es Quatsch ist. Eigentlich weiß ich, dass selbst wenn es ein Blutstropfen gewesen wäre, müßte die Artistin positiv sein und es müßte eine so hohe Viruslast drin enthalten sein, dass sie trotz Tränenflüssigkeit für eine Infektion ausreicht. Leider hält so eine Sichtweise bei mir nie lange an und es kommt immer wieder die Frage auf, was ist wenn doch. Das ist quasi das weinende Auge. Ich hab schon für die Therapie angefangen, einiges aufzuschreiben und glaube mir, wenn es eine Selbsthilfegruppe in der Nähe geben würde, würde ich da regelmäßig hingehen. Ich schäme mich nämlich so, dass ich das alles noch nicht mal Freunden anvertrauen kann. Hier bin ich ja anonym aber nerven will ich auch niemanden. Vielleicht werde ich mir ein Büchlein anschaffen.....statt meiner losen Blattsammlung. ;)
     
  18. kibig79

    kibig79 Neues Mitglied

    Panik

    Sorry, ich traue mich kaum zu schreiben aber ich brauche wirklich eure Einschätzung. Ich habe Mist gebaut. Gestern war ich mit einem Kumpel feiern und wir sind dann nacher zu mir nach Hause. Wir waren beide etwas angetrunken. Wir sind dann im Bett gelandet. Ich habe gerade meine Regel und normalerweise habe ich dann keinen Sex. Auf jeden Fall hat er aber versucht in mich einzudringen, da hatte ich aber noch den Tampon drin. Er hat ihn dann rausgezogen und hat es wieder versucht. Ich habe ihm gesagt, dass ich nur mit Gummi Verkehr habe, das wollte er nicht, deshalb ging das Liebesspiel nicht weiter. Mir war auch egal, dass er sauer auf mich ist/war. Jetzt mache ich mir natürlich wieder Gedanken...... Ich konnte es nicht verhindern, dass er in mich eingedrungen ist, er hat mich quasi damit überrascht. Besteht hier eine Gefahr, weil ich gerade ja Blutungen habe?
     
  19. [User gel

    [User gel Poweruser

    Da es nicht zu Ejakulation kam, besteht meines Erachtens keine Gefahr. Die Blutungen waeren eher eine Gefahr fuehr ihn.
    Aber wie konnte er dich ueberraschen? Man ist ja nicht aufeinmal so nackt bzw. die vagina frei?

    Du haettest eher Grund auf ihn sauer zu sein.
     
  20. kibig79

    kibig79 Neues Mitglied

    Nacht kaum geschlafen

    Ich war gestern noch beim kassenärztlichen Notdienst, weil ich das ganze Geteste und so nicht schon wieder durchmachen kann. Hatte auf eine gute Aufklärung auch hinsichtlich einer PEP gehofft.

    Der Arzt sagte nur ganz trocken, dass die Gefahr beim Geschlechtsverkehr nicht so groß sei. Meine Blutung ja keine offene Wunde darstelle und dass ich mich vom meinen Hausarzt beraten lassen soll. Ganz davon ab, dass weder mein Hausarzt noch meine Frauenärztin sich besonders gut mitHIV auskennen. Eine PEP hielte er nicht für angebracht. Und das mein Partner ja einen Test machen könnte. Auch wenn wir befreundet sind, habe ja schon gemerkt, dass er da sorgloser ist. Obwohl er vorher groß erzählt hat, immer ein Kondom zu benutzen, wenn er nicht liiert ist, weil er ja schon ein Kind hat.

    Mich verunsichet, dass ihr zwar schreibt, der Lusstropfen sei nicht infektions aber im informativen Teil steht es noch anders. Ich habe so Angst, dass ich nur durch das ungeschützte Einführen mich infiziert haben könnte!? Manchmal soll ja auch schon der Kontakt beider Schleimhäute reichen!?

    Dann habe ich mir gedacht, gut lässt dich beraten, vielleicht hilft das laut Aussprechen und reden: Die Aidshilfe vor Ort und auch die Beratungsstelle vom Gesundheitsamt haben Ferien. Bei der allgemeinen Hotline kommt man nicht durch und ich würde doch so gerne einfach mal meinen ganzen Frust loswerden.

    Dank euch, abe ich ja eine Therapie angefangen. Mein Therpeut meint übrigens, dass ich keine HIV-Phobie habe sondern Zwangsbefürchtungen. Medikamente nehme ich keine, weil ich keinen Unterschied zu vorher gemerkt habe. Sondern gehe in regelmäßigen Abständen zu Gesprächen. Er ist natürlich auch kein HIV-Fachmann und zurzeit für mich auch nicht zu erreichen.
    Alles scheiße, bei meinen anderen Problemen konnte ich mir immer sagen, ihr habt recht, da ist viel an den Haaren herbeigezogen, deshalb hat mich das zwar beschäftigt aber nich so belastet wie jetzt.

    Bitte "wascht mir den Kopf" bzw. erklärt mir die Sache mit dem Lusttropfen und den Schleimhäuten nochmal. Ich weiss echt nicht, mit wem ich sonst drüber reden kann/soll.
     
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