Erfahrungen mit serodiskodanten Partnerschaften!!??

Dieses Thema im Forum "Leben mit HIV" wurde erstellt von CarrieB., 19. Mai 2016.

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  1. CarrieB.

    CarrieB. Neues Mitglied

    Hi,
    also vorgestellt habe ich mich ja schon ganz artig.

    Wie fange ich denn jetzt nur an?
    Mein Problem ist, dass es diese Partnerschaft nicht mehr gibt!!
    Und ich damit gar nicht klar komme, weil ich tatsächlich denke, dass er gegangen ist, um mich zu schützen!
    Natürlich weiß ich, dass ich damit Gefahr laufe mich ins Wespennest zu setzten.
    Vielleicht hatte er auch einfach keinen Bock mehr auf mich....
    Aber jeder hat ja so sein Bauchgefühl, auf Kopf und Herz ist ja in solchen Moment leider überhaupt mal gar kein Verlass :evil:

    Ich habe mich einfach in diesen Mann verliebt.

    Klar war es ein Hammer Schlag , als er mir bei unserem 2. Date sagte, dass er positiv ist.
    Ich muss dazu sagen, dass wir gleich beim 1. Date im Bett gelandet sind.
    Wir haben vorher wochenlang geschrieben und irgendwie hat es nur noch mehr gepasst, als wir uns dann live gesehen haben.
    Und ja, es war nicht ok von ihm, mit mir ins Bett zu gehen, ohne mir was zu sagen. Und ja, wir haben Gummis benutzt.

    Ich habe aber dann im Nachhinein das eine oder andere Verhalten seinerseits verstanden. Zum Beispiel, das er nicht gekommen ist und noch so einige andere Dinge.

    Ich war ihm nicht böse.

    Meine Frage war dann, ob er sterben muss...Ey, ich stand unter Schock, ja!!
    Bis zu dem Zeitpunkt dachte ich auch, da ich eine kleine Sanitäter Ausbildung habe, ich weiß voll bescheid.
    Aber da es sich hier nicht um einen Menschen im Alltäglichen handelte, sondern um jemanden , den ich anfing richtig gern zu haben....da blockierte das erstmal kurz alles in mir. Darauf bin ich nicht geschult :wink:
    Seine Reaktion auf meine Frage war" Ist das dein Ernst? Was anderes fällt dir nicht ein?"
    Nö! Er hat wahrscheinlich erwartet, dass ich jetzt völlig ausflippe, ihn anbrülle, wie er es wagen kann mit mir intim zu werden, und mir nicht die Entscheidung gelassen hat, ob ich das " ihn" trotzdem will.
    Aber nein, ich habe mir Sorgen um ihn gemacht.
    Damit kam er erst gar nicht klar.
    Er hat mir dann gesagt, dass er sich vor fünf Jahren infiziert hat, über sexuellen Kontakt, er weiß nicht mal , welche Frau ihn angesteckt hat.
    Er hat es sehr bunt getrieben. Er war 22 als er die Diagnose bekam.
    Er erzählte mir dann, dass er in Therapie war, weil er auf diese Diagnose gar nicht klar gekommen ist, verständlich. Da denk man , man ist jung und unbesiegbar und dann sowas....wegen einmal ein bisschen Spaß haben, hat sich sein ganzes Leben komplett verändert. Von heute auf morgen.
    Er erzählte mir, dass er Medikamente einnimmt, Therapietreu ist, seine Blutwerte schmiss er mir auch um die Ohren....what!
    Also das mit den Blutwerten , ok, das musste ich erstmal nachlesen.
    Und er bot mir an, dass wir zusammen zu seinem Arzt gehen können und dort ein Beratungsgespräch wahrnehmen können.

    Das haben wir dann auch gemacht.

    Joa, das ist erstmal so der Anfang....ich könnte zwar noch ewig schreiben.

    Ich weiß, dass ich ihm was bedeutet habe zu 100%, vielleicht war es aber dann doch keine Liebe.
    Ich weiß, der einzige der mir das beantworten könnte, ist er.
    Aber seitdem er es , ja eigentlich von heute auf morgen beendet hat, wir zwar nochmal ein Gespräch hatten, welches nicht wirklich gut war, denn zu dem Zeitpunkt lagen meine Nerven blank und ich habe ihm alles mögliche an den Kopf geschmissen, ihm alles mögliche vorgeworfen , ich seine Gründe die er nannte, weswegen er sich trennt, als völlig bescheuert abgestempelt habe....er ist gar nicht zu Wort gekommen.
    Aber er hat Wort gehalten und mit dem Moment, als er durch meine Haustür ging, war er weg....als hätte es ihn nie gegeben.
    Das einzige worauf er nochmal reagierte , war, als ich ihm schrieb, dass er noch eine 3 Tages Ration Medis bei mir hatte und ich ihm die per Post zukommen lassen würde.

    Er trennte sich im Dezember, im Februar habe ich mich dann testen lassen.
    Ich war, wie auch eigentlich zu erwarten negativ.
    Dies teilte ich ihm in einer Mail kurz und knapp mit.
    Mit dem Untersatz, auch wenn es dir wahrscheinlich egal ist.
    Ja, den Satz hätte ich mir sparen können, ich weiß.
    Er hatte Anfang Mai Geburtstag und ich habe ihm eine Karte zum Geburtstag geschickt.
    Nach fünf Monaten kam dann eine Antwort auf meine Mail vom Februar, mit dem Bluttest Ergebnis.
    Er schreib.
    Vielen Dank für die Geburtstagsgrüße, auch wenn ich sie nicht verdient habe.
    Und auf deine untere Mail bezogen, das war/ ist mir nicht egal.

    Hmm, also weshalb ich ja eigentlich hier ins Forum gekommen bin.
    Wer hat Erfahrungen mit dieser Art von Beziehungen, erkennt sich jemand wieder?
    Ich kann nicht aufhören um ihn zu kämpfen.
    Obwohl es ja offensichtlich ist, dass er mich nicht will.
    Aber mein Bauch, mein beklopptes Herz machen mich irre.

    Oh Gott, es tut mir total leid, dass ich hier gleich soviel geschrieben habe.
    Ich kann total verstehen, wenn keiner die Zeit oder die Lust hat, sich das alles hier zu Gemüte zu führen...

    :( :(
     
  2. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Ach Carrie,

    manchmal tut es einfach gut, sich alles von der Seele zu schreiben. Ich werde Dir allerdings (u.a. aus Zeitgründen) nur erst einmal kurz antworten.

    Ich schrieb ja schon in Deiner Vorstellung, dass sich positive Menschen aus einer Beziehung nicht selten zurückziehen, weil sie Ängste haben. Das war deutlich in seiner Antwort auf Deine Geburtstagskarte zu lesen:

    »Vielen Dank für die Geburtstagsgrüße, auch wenn ich sie nicht verdient habe.«

    Daran merkst Du doch, dass er sich aufgrund der Infektion minderwertig fühlt(e). Und Deine Reaktion war – subjektiv verständlich, aber – objektiv gesehen natürlich eine Ohrfeige. Jemanden im Jahre 2016 zu fragen, ob er anHIV sterben wird, zeugt von einer – nicht böse sein – geistigen Umnachtung, die seine Offenlegung des Status' bei Dir ausgelöst hat.

    Er war ehrlich zu Dír! Er hat Dir eine irreversible Information gegeben, bei der er niemals weiß, ob sie nicht irgendwann gegen ihn verwendet wird. Und dann diese Reaktion! BTW: Sterben werden wir alle – aber das nur am Rande.

    Da bist Du aufgrund mangelnden Wissens und ohne Absicht natürlich nicht in ein Fettnäpfchen getreten, sondern gleich in das große Fettfass gefallen. Denn Du hast ihm viel bedeutet! Siehe seine Antwort auf Dein unnötiges und schnippisches »auch wenn es dir wahrscheinlich egal ist.«

    Natürlich will er Dich. Für ihn ist der Grund des Beziehungsendes seine Infektion. Dass andere damit nicht umgehen können, lernt man ziemlich schnell. Aber niemals würde er das als Grund anerkennen – für ihn ist nur seine Infektion schuld daran. Auch wenn ihn Deine Reaktion mit Sicherheit verletzt hat.

    Ich selbst habe nur relativ kurze Beziehungsepisoden gehabt, war aber immer ehrlich. HIV war aber nie der Trennungsgrund. Wenn es Dich interessiert: Im 2. Band meines Buches habe ich ein Kapitel über eine serodiskordante Partnerschaft geschrieben, mit Interview und allem drum und dran.

    Mach Dich schlau. Frag bei der BAH. Und lasse ihn wissen, dass Du gemerkt hast, wie sehr ihn Deine unbedachte und unabsichtliche Reaktion verletzt hat. Erkläre sie ihm und sage ihm, dass Du gelernt hast. Lass ihn wissen, das Du um ihn kämpfen willst.

    Klingt jetzt komisch, ist aber so: Wenn er das nicht von Dir hört/liest, wie soll er es dann jemals wissen?
     
  3. CarrieB.

    CarrieB. Neues Mitglied

    Lieber Matthias!!

    Das war nur eine kurze Antwort von Dir??
    Na Hütchen ab :lol:
    Vielen Dank, dass Du dir die Zeit genommen hast.

    Was meinst Du wie viele Fehler ich gemacht habe, für die ich mich im Nachhinein hätte Ohrfeigen können.
    Ich habe ihm Briefe und Mails geschrieben, habe ihm meine Gedankengänge mitgeteilt, mich entschuldigt.
    Und ich hätte viel lieber mit ihm gesprochen, als es ihm zu schreiben.
    Ich habe ihn wissen lassen, dass er noch viel mehr wert ist, als diese doofe Karte.
    Auch wenn er mir wehgetan hat, weil ich weiß, dass er das nicht mit Absicht gemacht hat.
    Ich möchte nicht wissen wie oft ich ihm wehgetan habe, unbewusst.

    Er neigt zum Perfektionismus. In seinem Job ist er der letzte der geht, der alles akribisch kontrolliert, weil er so versucht so sein Gleichgewicht zu finden. Das hat er in der Hand, das kann er beeinflussen.
    Aber auch er kommt natürlich an seine Grenzen.
    Dann hat er schwache Momente, die er mit Alkohol , ja....wegschwämmt??!!
    Am nächsten Tag, zerfleischt er sich dann.
    Schrieb dann, das Alkohol der Teufel ist.
    Spricht selbst von einer Abhängigkeit.
    Das es ihm leid tut, dass ich mich ausgerechnet in ihn verlieben musste, in jemanden der sein Leben nicht im Griff hat.

    Man da waren so viele Baustellen.
    Ja, ich war komplett überfordert, aber ich habe ihm nie das Gefühl gegeben, ihn im Stich zu lassen, wenn es ihm nicht gut geht.
    Ich habe ihm aber auch ganz klar gesagt, dass ich weder seine Mama, noch seine Kindermädchen, oder gar seinen Therapeutin bin.
    Aber ich bin die, die da steht wo er mich braucht, wenn er ins wanken kommt.
    Das ich zu ihm und hinter ihm stehe.

    Was meinst du wie viele Briefe und Mails ich ihm geschrieben habe.
    Ich wollte alles richtig machen, und habe soviel falsch gemacht.
    Ich habe mich dafür bei ihm entschuldigt.
    Niemand ist perfekt, niemand ist ohne Fehler.
    Vielleicht kann er mir Dinge vergeben, die er sich selbst nicht vergeben kann.
    Ich habe , als er Schluss gemacht hat gesagt, solange er sich selbst nicht liebt, und sich so akzeptiert wie er ist, wird er nie jemand anderes lieben können.

    Ich habe im Genau geschrieben, warum ich mich in ihn verliebt habe.
    Ich habe ihm geschrieben was ich an ihm liebe.
    Ich habe ihm geschrieben, welche Momente für mich DIE Momente überhaupt waren.
    Z.b. war einer dieser Momente , als wir intim waren und ich zum 1. mal gemerkt habe , wie er sich während wir miteinander schliefen ganz und gar fallen ließ. Ich hätte vor Glück weinen können, weil es mir gezeigt hat, dass er mir auch vertraut.
    Von dem Moment an dachte ich eigentlich, dass wir zusammen alles schaffen kann....nun ja

    Und um nochmal kurz auf das Sterben einzugehen.
    Mir ist schon klar, dass jeder von uns irgendwann gehen muss.

    Meine Sorge war, wie lange die Medikamente das im Zaum halten können.
    Und ich bin mir ganz sicher, dass er das auch so verstanden hat.
    Ich habe meine Sorge diesbezüglich auch dem Arzt gegenüber geäußert.
    Na klar hatte ich bis zu unserem Termin beim Arzt viel gelesen, aber das war etwas , was ich aus dem Mund eines Arztes hören wollte.

    Also, so ganz geistig umnachtete bin ich nicht.
    Aber manchmal plupst mir der spontane Gedanke auch direkt so aus dem Mund.




    :lol:
     
  4. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Ich wollte Dir nicht zu nahe treten – und Du hast auch sehr gut reagiert. Danke dafür. Aber um Fragen auch nur annähernd beantworten zu können, muss man erst einmal ein paar Hintergründe wissen.

    Er ist Perfektionist?

    Dann scheitert er durch die Infektion schon an sich selbst. Denn mitHIV kann er nicht mehr perfekt sein. Nie wieder. Deshalb versucht er das an anderen Stellen auszugleichen (Arbeit ist ein gutes Beispiel). Aber er weiß innen drin, dass es kein Ersatz ist. Um das zu vergessen, hilft Alkhol (kenn ich selber auch). Aber am Morgen danach sieht man den Fehler – denn es hat sich nichts geändert, außer der Hutgröße.

    Das würde ich übrigens anfänglich nicht als klassische Abhängigkeit bezeichnen; es ist eine Flucht in die Kompensation. Liebe ist das nicht – denn Liebe kann vergehen. Alkohol ist in dem Moment treuer. Das ist zwar ein von-hinten-durch-die-Brust-ins-Auge-Argument und in keiner Weise rational … aber ist er in seiner Situation rational? Irgendwann kommt der Moment, an dem er Dich bemitleidet, dass Du Dich in ihn verliebt hast – aber er bemitleidet sich, dass er das nicht mit Leben füllen kann. Weilm er das nicht mit Leben füllen will, aus Angst etwas zuzulassen, für das er enttäuscht werden könnte. Er fühlt sich nicht mehr als »richtiger« Mann, weil ihn seine Infektion der Lebensrolle entrissen hat.

    Nota bene: Schwule haben es da vielleicht besser. Erstens ist die Infektion »greifbarer« und zweitens braucht man sich nur mit »seinesgleichen« herumzuschlagen. Drittens sind aus der Geschichte des Verbots und der Heimlichkeiten eben die Hinterzimmer und Darkrooms entstanden, in denen man sich für einen Moment vergessen kann, ohne darüber nachzudenken, wer den nun an diesem oder jenen primären Geschlechtsteil hängt …

    Was hast Du vor? Willst Du weiterkämpfen?
     
  5. CarrieB.

    CarrieB. Neues Mitglied

    Hallo Matthias,
    ich hoffe du genießt das wunderschöne Wochenende?!
    Und die anderen Mitlesen natürlich auch.
    Ich habe gestern an dem Avon Frauenlauf teilgenommen.
    Das War meine 1.Laufveranstaltung überhaupt und es War einfach nur geil. Bin zwar keine Rekordverdächtige Zeit gelaufen,aber tatsächlich meine persönliche Bestzeit. So "schnell" war ich in der Vorbereitung nicht.

    Und solche Dinge sind es dann auch , die ich mit ihm teilen möchte.
    Nicht weil ich mir seinen Applaus abholen will,aber ich kann nichts mehr mit ihm teilen. Und er nicht mehr mit mir. Er ist leidenschaftlicher Angler.
    Und obwohl ich Angeln bis jetzt immer relativ doof fand, er mich aber viel daran Teil lassen hat,fand ich es toll,wenn er einen richtig tollen Fisch gefangen hat. Ich war dann stolz,weil er so stolz war. Ich habe gesehen wieviel Mühe das macht, wie geduldig man sein muss usw. Und so ein Einsatz soll dann auch belohnt werden.

    Naja, was ich eigentlich sagen will.
    Obwohl er doch etwas....Hüstel...jünger ist als ich, ich diejenige Bon,die schon viel mehr Beziehungen hatte,war meine Begegnung mit ihm...tja, anders als alles andere.
    Als ich ihn kennengelernt habe,ging es mir gut.
    Ich war mit mir im Reinen,hatte meine letzte Beziehung abgearbeitet und wollte gar keine Neue Beziehung.
    Ich mochte ihn schon bevor er mir gesagt hat,was mit ihm ist.
    Und für mich war es kein Problem in dem Sinne.
    Klar habe ich Angst. Aber Angst um ihn nicht um mich.
    Das mit der Abhängkeit vom Alkohol kam aus seinem Mund.
    Und auch das habe ich nicht ganz so gesehen wie er.
    Fakt ist,dass Alkohol nicht gut ist.

    Als wir bei seinem Arzt waren , wurden auch die Werte nach der letzten BE besprochen, der Art hat mit die ganzen Kurven erklärt, dass seine Viruslast unter diesem Messbereich ist,oder wie das heißt, nur die Leberwerte....da schielte der Arzt so zu ihm rüber und er nickte das ab.

    Ich habe in ein paar Monaten AchterbahnFahrten mit ihm gemacht, wie noch nie zu vor in meinem Leben.
    Er ist mir wichtig und ich liebe ihn.
    Deshalb muss ich ihn eigentlich gehen lassen.
    Aber ich werde das Gefühl einfach nicht los,dass ich nicht aufgeben darf.
    Beantwortet das Deine Frage, was ich tun will??
    Nee??
    Na dann herzlich willkommen in meinem Kopf /Herz /Bauch Chaos.
    Is halt auch wie Achterbahn.
     
  6. CarrieB.

    CarrieB. Neues Mitglied

    Hallo Matthias,
    ich hoffe du genießt das wunderschöne Wochenende?!
    Und die anderen Mitlesen natürlich auch.
    Ich habe gestern an dem Avon Frauenlauf teilgenommen.
    Das War meine 1.Laufveranstaltung überhaupt und es War einfach nur geil. Bin zwar keine Rekordverdächtige Zeit gelaufen,aber tatsächlich meine persönliche Bestzeit. So "schnell" war ich in der Vorbereitung nicht.

    Und solche Dinge sind es dann auch , die ich mit ihm teilen möchte.
    Nicht weil ich mir seinen Applaus abholen will,aber ich kann nichts mehr mit ihm teilen. Und er nicht mehr mit mir. Er ist leidenschaftlicher Angler.
    Und obwohl ich Angeln bis jetzt immer relativ doof fand, er mich aber viel daran Teil lassen hat,fand ich es toll,wenn er einen richtig tollen Fisch gefangen hat. Ich war dann stolz,weil er so stolz war. Ich habe gesehen wieviel Mühe das macht, wie geduldig man sein muss usw. Und so ein Einsatz soll dann auch belohnt werden.

    Naja, was ich eigentlich sagen will.
    Obwohl er doch etwas....Hüstel...jünger ist als ich, ich diejenige Bon,die schon viel mehr Beziehungen hatte,war meine Begegnung mit ihm...tja, anders als alles andere.
    Als ich ihn kennengelernt habe,ging es mir gut.
    Ich war mit mir im Reinen,hatte meine letzte Beziehung abgearbeitet und wollte gar keine Neue Beziehung.
    Ich mochte ihn schon bevor er mir gesagt hat,was mit ihm ist.
    Und für mich war es kein Problem in dem Sinne.
    Klar habe ich Angst. Aber Angst um ihn nicht um mich.
    Das mit der Abhängkeit vom Alkohol kam aus seinem Mund.
    Und auch das habe ich nicht ganz so gesehen wie er.
    Fakt ist,dass Alkohol nicht gut ist.

    Als wir bei seinem Arzt waren , wurden auch die Werte nach der letzten BE besprochen, der Art hat mit die ganzen Kurven erklärt, dass seine Viruslast unter diesem Messbereich ist,oder wie das heißt, nur die Leberwerte....da schielte der Arzt so zu ihm rüber und er nickte das ab.

    Ich habe in ein paar Monaten AchterbahnFahrten mit ihm gemacht, wie noch nie zu vor in meinem Leben.
    Er ist mir wichtig und ich liebe ihn.
    Deshalb muss ich ihn eigentlich gehen lassen.
    Aber ich werde das Gefühl einfach nicht los,dass ich nicht aufgeben darf.
    Beantwortet das Deine Frage, was ich tun will??
    Nee??
    Na dann herzlich willkommen in meinem Kopf /Herz /Bauch Chaos.
    Is halt auch wie Achterbahn.
     
  7. CarrieB.

    CarrieB. Neues Mitglied

    Hat denn hier niemand sonst schon Erfahrungen gemacht?
    Also ,ich konnte zwar hier schon 1A meinen Seelenmüll entladen,was lediglich dazu dienen soll,etwas Licht ins Dunkel zu bringen.

    Welche Erfahrungen,Probleme habt ihr schon erlebt.
    Wie haben es Freunde und Familie eures Partners/Partnerin aufgenommen?
    Erzählt man das überhaupt. Ich habe es niemandem erzählt,weil ich der Meinung bin,dass keine Rolle spielt. Die,die es wissen müssen, die wissen ist. Und das sind nur 2 Personen.
     
  8. AlexandraT

    AlexandraT Moderator HIV-Symptome.de Team

    Du solltest nie jemandem sagen, dass Dein PartnerHIV hat.... das macht immer der Betroffene selbst. Er entscheidet wer es wissen muss.
     
  9. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Ich kann schon verstehen, dass man auch als Partner/Partnerin jemanden braucht, mit dem man sich austauschen kann. Schließlich istHIV immer noch ein gesellschaftliches Stigma, auch wenn es medizinisch mittlerweile gut behandelbar ist. Da möchte man als Negtiver in einer solchen Beziehung nicht mit sich alleine gelassen werden. Allerdings ist das rein rechtlich tatsächlich eine Gratwanderung.

    Ich hab ein meinem Umfeld höchstens bei potenziellen ONS auf Grund meiner Ehrlichkeit Zurückweisung erlebt; bei meinen Beziehungen war HIV aber nie ein Ausschlussgrund. Allerdings hatte ich auch den Fall, dass einer meiner Freunde – wir führten damals eine Fernbeziehung Berlin-Zürich – Angst davor hatte, sich komplett in mich zu verlieben, weil er irrantionalerweise fürchtete, ich könne mitten in der Beziehung sterben. Dem bin ich aber entgegengetreten, indem ich mit ihm zu meinem Arzt gegangen bin, ihn von seiner Schweigepflicht entbunden habe und ihn meine Situation zwei Stunden lang habe erklären lassen. Danach war die Situation deutlich entspannter. Übrigens hat mein Arzt die zwei Stunden nie berechnet …
     
  10. AlexandraT

    AlexandraT Moderator HIV-Symptome.de Team

    Dann sollte man mit Fachleuten reden die unter der Schweigepflicht stehen und nicht mit irgendwem aus dem privaten Umfeld. Denn man weiss nie ob da wirklich alle schweigen. Wäre mein Partner pos. wüssten er und ich es, sein Arzt und die Personen denen er es sagt. Von mir würde es keiner erfahren. Dieses Vertrauen muss ein pos. Partner in seinen Partner haben können. Ich schweige allgemein über Krankheiten meiner Partner - ausser er geht wie Du Matthias offen damit um.
     
  11. CarrieB.

    CarrieB. Neues Mitglied

    Dann sollte man mit Fachleuten reden die unter der Schweigepflicht stehen und nicht mit irgendwem aus dem privaten Umfeld. Denn man weiss nie ob da wirklich alle schweigen. Wäre mein Partner pos. wüssten er und ich es, sein Arzt und die Personen denen er es sagt. Von mir würde es keiner erfahren. Dieses Vertrauen muss ein pos. Partner in seinen Partner haben können. Ich schweige allgemein über Krankheiten meiner Partner - ausser er geht wie Du Matthias offen damit um.
    _________________
    Hallo Alexandra,
    ich sehe das genauso wie du.
    und ich bin weiß Gott nicht damit hausieren gegangen.
    Ich weiß, das Menschen dumm genug sein können, um selbst mich, nur weil sie Kontakt mit einer erkrankten Person hatte, aber negativ ist, abstempeln könnten.
    Und ich habe es nur Menschen erzählt denen ich vertraue.
    Denn wie Matthias es ja auch schon geschrieben hat, auch ich brauchte jemanden mit dem ich reden musste.
    Niemand hat mich verstanden!
    Niemand hat verstanden, warum ich der Meinung war, dass es für ihn nicht nur ne Spaßnummer mit mir war.


    Ich würde ihm, auch wenn er mir weh getan hat niemals schaden wollen.
    Niemals!!
    Liebe Grüße
     
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