Checkpoint nimmt Stellung zum Selbsttest

Dieses Thema im Forum "HIV Heimtest" wurde erstellt von Wyoming, 12. Oktober 2018.

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  1. Wyoming

    Wyoming Poweruser Poweruser

    Gerade eben auf der Internetpräsenz des Checkpoint Regensburg gelesen:

    https://www.aids-beratung-oberpfalz.brk.de/?page_id=4369


    Ich denke die Meinungen gehen beim Thema "Heimtest" vielleicht auseinander, meine Meinung diesbezüglich hab ich schonmal kund getan, die ist aber garnicht wichtig.

    Was mir Sorgen macht, (mit Blick auf die Hilfesuchenden in den Selbsthilfegruppen oder auch den vielen Phobikern die das möglicherweise lesen) ist unter den dort "gelb" gekennzeichneten Punkten "Achtung,.." und "Achtung,.." zu lesen.

    Ich bin mir nicht sicher, ob ich damit im Unterforum "Nachrichten" richtig bin oder das im "Hiv-Heimtest" Forum besser aufgehoben wäre.

    @Moderation: Wenn ich falsch liege, bitte verschieben.
     
  2. Unser Tipp Teste Dich anonym! HIV-Symptome.de

  3. devil_w

    devil_w Poweruser Poweruser

    Ich halte nix von den Selbsttests. Aber immerhin haben sie auf das "falsch reaktiv" hingewiesen. In meinen Augen dient der Selbsttest hauptsächlich zur Füllung diverser Geldbeutel. Zwar auch zur eventuellen Erkennung von bisher unentdeckten Infektionen, aber hauptsächlich zur Geldbeutelfüllung.
     
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  4. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Ich teile Deine Sorgen zu 100%. Wir merken ja hier – d.h. eigentlich weiß man das eh – dass selbst bei einem noch so geringen bis gar nicht vorhandenen Risiko (ich verweise aktuell explizit auf Phobiker38) ein rationaler Umgang mit dem Thema nicht möglich ist. Wie soll man dann die »Warnhinweise« realisieren.

    Grundsätzlich bin ich aber ein Freund des gesteigerten Testverhaltens, um (noch) unentdeckte Infektionen behandeln zu können. Aber hier stellt sich die Frage »Wer nutzt den Selbsttest wann, wo und warum?« … und schon lande ich bei den exakt falschen Leuten …
     
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  5. Wyoming

    Wyoming Poweruser Poweruser

    Genau das, was ich befürchte.
    Ich stehe dem ganzen "Selbsttest"-Angebot skeptisch gegenüber, wenngleich ich mir auch wünschen würde, dass viele der (noch unentdeckten) Infektionen vielleicht dadurch "aufgedeckt" werden würden, für jeden einzelnen Betroffenen.

    Die Frage die sich mir explizit stellt ist aber eine ganz andere. An wen genau richtet sich das Angebot? Wer ist die Zielgruppe? Ich höre ja ansich sehr oft, dass viele, die tatsächlich und nachweislich einen Risikokontakt hatten, aus unterschiedlichen Gründen nicht den Mut aufbringen können, eine offizielle Teststelle zu besuchen. Okay, das ist so - das muss man so akzeptieren. Dass diese Personen dann eher zu einem Heimtest greifen werden, kann möglich sein. Ich habe nur ehrlichgesagt Sorge im Hinblick auf Bedienungsfehler, oder eben auch falsch abgelesene Testergebnisse.

    Ich sehe in diesem speziellen Fall Parallelen zu vielen der Personen, die Selbsthilfegruppen besuchen und nachweislich bereits in psychotherapeutischer Behandlung sind.
    Allerdings mit dem deutlichen Unterschied, dass die Personen, von denen ich spreche bereits erkannt haben, dass es sich bei ihnen um eine Phobie handelt, die man im Alleingang nicht mehr bekämpfen kann.
    Aber gut, das ist Thema Phobie.

    Ich habe die letzten Tage in der Selbsthilfe schon spüren dürfen, welche Auswirkungen obig genannte Textstellen und Warnhinweise auf Patienten mit somatoformen Erkrankungen oder speziell auf Patienten mit einerHiv-Phobie bezogen, haben können. Daher meine Sorge.

    Wir sind aktuell mit dem Team in Beratung, wie wir diese Warnhinweise für Phobiker speziell ausdrücken oder erklären können, damit das nicht im völligen Fiasko endet.

    Wenn jemand hier aus dem Forum einen Tipp diesbezüglich hat, wäre ich da wirklich sehr dankbar.
     
  6. LottchenSchlenkerbein

    LottchenSchlenkerbein Poweruser Poweruser

    Warnhinweise sind ja bestimmt eine tolle Sache und auch wichtig.

    Ich sehe die Schwierigkeit darin, dass geschriebene Worte von Menschen mit einer Panikattacke oder in einer hochphobischen Phase gar nicht wahrgenommen werden, die sind so im Tunnel, dass sie diese Hinweise gar nicht sehen , bestes Beispiel ist grade MKa - der ist soweit weg von klaren und logischen Argumenten, dass den die Warnhinweise auf einem Heimtest gar nicht errreichen würden.
     
  7. Wyoming

    Wyoming Poweruser Poweruser

    Da sagst du was, ja..
     
  8. LottchenSchlenkerbein

    LottchenSchlenkerbein Poweruser Poweruser

    Ich sehe es da wie Devil.. derHIV-Test gehört einfach nicht in die Hände von medizinischen Laien. Die Gesundheit meines Autos lege ich doch auch in die Hände von Profis, wieso sollte ich dann bei meiner eigenen Gesundheit einen Amateur ranlassen - das begreife ich nicht.

    Auch in meinen Augen ist derHIV-Heimtest wohl in erster Linie dazu gedacht, die Geldbeutel der Vertreiber und Apotheker zu füllen.
     
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  9. Wyoming

    Wyoming Poweruser Poweruser

    Ich bin der selben Meinung.

    Aber das Angebot und die Nachfrage ist aktuell schon da und wir versuchen im Team mögliche Falschauslegungen der Hilfesuchenden weitestgehend in Grenzen zu halten, auch wenn sich das aktuell schon schwierig darstellt.

    Ansich ist die Idee dahinter ja eine sehr gute. Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen nicht den Mut aufbringen können, eine offizielle Teststelle zu besuchen, dazu zu animieren, sich trotzdem testen zu können. Wir hatten beim Heimtestsystem "S.A.M" bereits eklatante Bedienungsfehler ausmachen können, da war man teilweise deutlich länger damit beschäftigt, Fehler zu deuten, als tatsächliche Gruppengespräche oder Beratungen zu führen. Das kann doch nicht im Sinne des Erfinders sein..
     
  10. LottchenSchlenkerbein

    LottchenSchlenkerbein Poweruser Poweruser

    Na ja... der Erfinder hatte vielleicht tatsächlich die besten Absichten im Sinn, wobei viele Dinge, die mit den besten Absichten geschehen, dann im Endeffekt nach hinten losgehen.

    Der menschliche Faktor ist eben einfach nicht berechenbar, und auf die, die Ahnung von der Materie haben, wird nicht gehört. Das ist aber nicht nur beimHIV-Heimtest so :D

    Nun heisst es, wie immer in diesen Situationen, die Suppe, die uns wohlwollende Politiker, AIDS-Hilfen, Ärzte, Pharmazeuten oder wer auch immer, mit diesem Heimtest eingebrockt haben, möglichst gut auszulöffeln
     
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  11. Wyoming

    Wyoming Poweruser Poweruser

    Ich befürchte, dass uns nichts anderes übrig bleiben wird, ja.
     
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  12. devil_w

    devil_w Poweruser Poweruser

    Ich werde mich hier im Forum definitiv zu Selbsttests, die irgendein User gemacht hat, nicht äußern
     
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  13. AlexandraT

    AlexandraT Moderator HIV-Symptome.de Team

    Kann ich ohne Wenn und Aber zustimmen. Nicht, weil ich unbedingt Geld machen möchte und nicht möchte, dass Apotheker Geld verdienen. Aber.... so werden die Therapeuten bald reich. ;) Tests die die Gesundheit betreffen und ansteckende Krankheiten gehören in Fachhände. Ich würde nie einem Partner vertrauen der mir sagt "Ich bin negativ - ich hab nen Heimtest gemacht":
     
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