Angst vor HIV-Infektion und ersten Anzeichen von AIDS

Dieses Thema im Forum "Infektion" wurde erstellt von Ivanhoe, 2. April 2013.

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  1. Ivanhoe

    Ivanhoe Neues Mitglied

    Hallo miteinander,

    ich habe seit einem halben Jahr verschiedene körperliche Probleme und denke seit kurzem an eineHIV-Infektion.

    Zuerst habe ich an HIV gar nicht gedacht, aber seit März habe ich tierische Angst.

    Aber zu mir: Ich bin männlich, 23 Jahre jung und lebe in keiner festen Beziehung, sprich: ich bin single.


    Der Text der jetzt folgt, ist etwas länger.


    Ich bin Student und wohne noch daheim bei meiner Familie. Neben meinem Studium arbeite ich seit einigen Jahren in einer kleinen Firma um mir mein Taschengeld aufzubessern.

    Im August 2012 hat wie eine firminterne Sommerfeier, wo auch Alkohol im Spiel war.
    Lange Rede - kurzer Sinn: Am Abend ist es zwischen mir und einer Mitarbeiterin zum Geschlechtsverkehr gekommen. Wir beide waren alkoholisiert. Ob der Verkehr jetzt geschützt war oder nicht kann ich leider nicht mehr sagen. Zwar habe ich Tage später die aufgerissene Kondompackung in meiner Hose gefunden nur weiß ich nicht, ob de Gummi auch zum Einsatz kam.

    Aber es kommt noch besser...

    Nach der Sommerfeier bin ich noch mit ein paar Kollegen "um die Hauser" gezogen und wie es der Zufall will, sind wir auch bei einem Freudenhaus vorbeigezogen. Vom Alkohol benebelt sind wir natürlich alle rein und hatten Sex mit Prostituierten - mich eingeschlossen.

    Der Oral- und Geschlechtsverkehr lief, so denke ich mit Gummi ab, aber an viel kann ich mir auch nicht mehr erinnern.


    Seit September plagen mich verschiedene Beschwerden und ich bin erst Anfang März auf das Thema "HIV & AIDS" gestossen und mache mir seitdem riesige Sorgen und bereitet mir Angst.

    "Krankenakte":

    SEPTEMBER
    - ca. 2-3 Wochen nach den RKs hat mich eine Erkältung erwischt (Kopfschmerzen, Husten, Schnupfen)
    - kein Fieber, keine geschwollene Lymphknoten

    OKTOBER bis NOVEMBER
    - starke Hals-Nacken-Schmerzen, die teilweise bis in den Hinterkopf und den oberen Rücken ausgestrahlt sind.
    Ob die Schmerzen von geschwollenen Lymphknoten oder den Muskeln gekommen sind, kann ich nicht sagen.
    - des Weiteren hatte ich immer wieder mal üble Hitzeattacken

    DEZEMBER bis JANUAR
    - die Hals-Nacken-Schmerzen haben von der Intensität nachgelassen, sind aber weiterhin vorhanden.
    - eines Morgens mit Schmerzen im Mund aufgewacht. Um einzelne Zahnhälse haben sich kleine Risse im Zahnfleisch gebildet. Zahnfleisch zudem leicht gerötet.
    Nach einer Woche warten zum Zahnarzt. Dieser hatte sowas noch nie gesehen. ZA hat "Proben" entnommen. 1 Woche später wieder zum ZA. Proben haben ergeben, dass keine negativen Bakterien schuld sind. Nach einer Gingivitis oder Parodontitis hat es auch nicht ausgeschaut.
    - wieder ab und zu Hitzeattacken.

    JANUAR
    Risse im Zahnfleisch sind verschwunden. Jedoch ist das Zahnfleisch weiterhin leicht gerötet und geschwollen. Zudem hat sich der harte Gaumen direkt hinter den Frontzähnen entzündet.
    Wieder zum ZA. Dieser kann mir wieder nicht helfen, da keine Gingivitis oder Parodontitis vorliegt. Nach längerer Überlegung meinte er, dass es aber eventuell ein Virus (!) sein könnte.
    - Hitzeattacke!!! Ich bin deswegen sogar ins Krankenhaus gefahren. Mein Kopf verglühte fast. Ergebnis: 37,5 °C - also nicht einmal Fieber. Nach 6 Std. Aufenthalt: 36,6 °C. Die Ärzte konnten mir diese Hitzeattacken nicht erklären.

    JANUAR bis FEBRUAR
    Wahnsinn. 2 Wochen beschwerdefrei. Zwar hat der Hals-Nacken ab und zu weh getan und das Zahnfleisch war leicht gerötet, aber sonst keine Beschwerden.

    FEBRUAR bis MÄRZ
    - Müdigkeit. Von Ender Februar bis Mitte März war ich mehr oder weniger totmüde. Ich bin nach 8-10 Std. Schlaf aufgestanden und war noch 2 Std. wieder hundemüde. Das hat sich 3 Wochen lang hingezogen.
    - Schluckbeschwerden. Bist heute habe ich beim "Leerschlucken" leichte Beschwerden.
    - auf der Zunge hat sich ein leichter, weißer Belag gebildet.
    - mein Mundboden ist feuerrot geworden und es haben sich 4 kleine Aphten darauf gebildet.

    MÄRZ bis heute
    - Müdigkeit hat nachgelassen und ich fühle mich wieder ziemlich wach.
    - der leichte, weiße Belag der Zunge lässt sich zwar abschaben aber so richtig rosa wird meine Zunge nicht mehr. Außerdem kommt der Belag innerhalb von 15 Minuten wieder zurück.

    Allgemein kann ich sagen, dass ich mich ab und zu krank, schlapp und nicht gut-drauf gefühlt habe.

    Nachdem ich im März die Nase vollgehabt habe, habe ich mich mal vor dem PC gehockt und gegooglet. Immer wieder bin bei HIV gelandet.

    Seit letzter Woche habe ich eine Brennen hinter dem Brustbein. Verdacht auf Speiseröhrenpilz!!!! Seit letzter Wochen habe ich sogar Todesangst mich bereits im AIDS-Stadium zu befinden. Jedoch habe ich kein Fieber, kein Durchfall oder geschwollene LKs.

    EinHIV-Test ist bei mir leider nicht so einfach möglich da ich auf dem Land wohne und das nächste Gesundheitsamt ca. 80 km entfernt ist.
    Bei meinen hiesigen Ärzten will ich keinen Test machen, da mich die meisten seit meiner Geburt kennen.


    Ich habe mittlerweile eine riesige Angst. Ich lese zwar immer, dass AIDS in der Regel unbehandelt nach 10 Jahren ausbrechen kann. Es kann aber auch schon nach einigen Monaten ausbrechen. Auch das mein Hausarzt den Verdacht auf Soorösophagitis hat, was typische für eine schwaches Immunsystem sein, macht mir noch größere Angst.

    Auch die Geschichten, die ich in deutschen, englischen oder französischen Foren gelesen haben, dass sich Leute trotz kontinuierlicher Verwendung einer Kondoms trotzdem mit HIV angesteckt haben, mach psychisch noch fertiger.


    Ich weiß, dass das jetzt ziemlich viel Text war. Ich ich bitte euch um eine Einschätzung meiner Lage, ob HIV oder sogar AIDS schon möglich sind.

    Oder ob ich mir überhaupt keine Sorgen machen muss.

    Ich habe Angst, dass mit der Kollegin kein Gummi im Spiel war oder das bei der Prostituierten was falsch gelaufen ist (beim Kondomabziehen sich infiziert zu haben, etc.)



    Vielen Dank für euer Verständnis und eure Hilfe.
     
  2. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Moin,

    auf den langen Text gibt es eine kurze Antwort: Mach einenHIV-Test (beim Arzt, Gesundheitsamt oder der Aidshilfe). Nur der kann definitiv sagen, ob eineHIV-Infektion vorliegt oder nicht. Alles andere kann alles andere bedeuten und tut es das auch meistens, deshalb gehe ich da auch nicht drauf ein.

    Wesentlich ist, dass zwischen dem vermuteten Risikokontakt und dem Test mindestens 8 Wochen liegen. Die sind bei Dir schon lange um - also mach' den Test. Und nicht diskutieren! Machen! Sonst machst Du Dich noch selbst verrückt.

    Ein Arzt hat Schweigepflicht. Auch, wenn er Dich seit Geburt kennt. Und es ist völlig normal, wenn man seinen Status wissen möchte. Also mach' Dir darüber keinen Kopf. Es geht nicht anders.
     
  3. Ivanhoe

    Ivanhoe Neues Mitglied

    Dass ich einenHIV-Test machen muss, ist mir selbstverständlich klar, aber mir geht es eher darum ob das Ganze überhaupt sein kann.

    Es gibt nur 2 Möglichkeiten:

    1. Ich bin HIV-negativ -> woher kommen dann die ganzen Beschwerden wie Zahnfleisch, Müdigkeit, Hals-Nacken, etc.??? Auf die Psyche kann es nicht schieben, da ich mir ja erst mit dem Gedanken "HIV" seit März beschäftige.

    2. Ich bin HIV-positiv -> dann kann ich mir den Beschwerden-Verlauf nicht erklären. Von Zahnfleischbeschwerden, Aphten oder Müdigkeit in einer so frühen Phase habe ich noch nirgends gelesen und ich habe in letzter Zeit viel über das Thema HIV/AIDS gelesen.

    Normalerweise sollte nach der Akutphase die Latenzphase folgen, die in der Regel 10 Jahre dauert und (völlig) beschwerdefrei sein soll.
    10 Jahre sollen wiederum keine fixe Zahl sein. Ich habe von Fällen gelesen, da ist AIDS erst nach 15 oder 20 Jahren ausgebrochen.

    Auf der anderen Seite kann die Latenzphase auch nur eine kurze Zeit von ein paar Monaten bis wenige Jahren betragen. Dies soll aber meistens bei von Haus aus geschwächten Menschen der Fall sein die z.B. Diabetes oder andere Autoimmunerkrankungen haben sollen. Auch bei Menschen die in den 3-Welt-Ländern leben soll die Latenzzeit kürzer sein.

    Da wir aber in Industrieländern leben und einen sehr hohen, wenn nicht gar den höchsten, medizinischen Standard haben und ich sonst keine Krankheiten haben, könnte ich mir den eventuellen Speiseröhrenpilz nicht erklären.
    Ich hoffe mal, dass ich keine Soorösophagitis habe und es sich "nur" um einen Refluxerkrangung handelt.

    Wenn ich aber meine Gedanken weitere führe und ich tatsächlich einen Pilz in der Speiseröhre haben sollte, wüsste ich nicht, ob das auf eine HIV-Infektion zurück zuführen ist.
    Dazwischen liegen ca. 6 Monate und die ersten Anzeichen eine AIDS-Ekrankung sollen eher lang anhaltendes Fieber und Durchfall sein. Und vor einer Soorösophagitis, die nur in 50% der AIDS-Fälle vorkommt, soll ein Mundsoor viel wahrscheinlicher sein.


    Ich weiß, dass das jetzt alles etwas wirr klingt und vielleicht an den Haaren herbei gezogen ist.
    Aber mit solchen Dingen befasse ich mich jetzt schon fast einen ganzen Monat.
     
  4. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Bitte bitte bitte nicht mit »angelesenem« Zeugs kommen, das nicht mal zu 10% verstanden wird.

    NUR EIN TEST SCHAFFT KLARHEIT ... alles andere ist Glaskugel. Und das betreiben wir hier nicht. Du bist schon dabei, Dich völlig verrückt zu machen, weil Du nur »entweder-oder» zulässt. Zu den von Dir beschriebenen »Symptomen« passen tausend andere harmlose Krankheiten - und meistens handelt es sich auch um diese.

    Also hör das unlustige Krankheiten-Raten auf und mach einen Test. Alles andere ist fahrlässige bis vorsätzliche psychische Selbstverstümmelung.
     
  5. Ivanhoe

    Ivanhoe Neues Mitglied

    Ich kenne dein Sorge um die Raterei (habe ich ja schon dutzende Male hier im Forum gelesen).
    Auch dass nur ein Test Klarheit schafft, ist mir bewusst.

    Mir geht es nur darum ob das überhaupt sein kann.

    Ich weiß, dassHIV sich nicht mit Symptomen feststellen lassen kann. Aber die Symptomverläufe, die HIV-positive geschildert haben, waren alle mehr oder weniger identisch.

    Wenn ich meinen Symptomverlauf anschaue, dann ist das doch ein völlig anderer.


    Zum Beispiel die Akutphase sollen nur, wenn vorhanden, grippeähnliche Beschwerden wie Fieber, Gliederschmerzen vorhanden sein.
    Ich habe aber noch Husten und Schnupfen gehabt.

    Und ich glaube nicht, dass HIV in der Akutphase Husten und Schnupfen auslösen kann.


    Lieber matthias, bitte mich jetzt nicht falsch verstehen. Ich will mich hier nicht um Kopf und Kragen reden.
    Ich will nur aus rationaler Sicht bzw. einem Experten wie dir wissen, ob dass alles also der ganze Symptomeverlauf auf HIV zurückzuführen sein könnte.
     
  6. AlexandraT

    AlexandraT Moderator HIV-Symptome.de Team

    Man kannHIV nicht anhand von Symptomen diagnostizieren. Mach einen Test und lass die ganze Rätselraterei. Sie bringt Dir nichts. All diese Symptome sehe ich auch bei x anderen Krankheiten... einzeln oder paarweise etc.

    Dann noch was... zu dem muss ich wohl nichts sagen und auch nicht erklären warum das Thema zu ist:

    HivPatient [ 14 Beiträge ]
    TheCitizen [ 7 Beiträge ]
    cabanossi [ 4 Beiträge ]
    NowhereKid [ 4 Beiträge ]
    Ivanhoe [ 3 Beiträge ]
    NoWayOut [ 2 Beiträge ]
    SeviSnape [ 1 Beitrag ]
     
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