AIDS - Meine Story....

Dieses Thema im Forum "AIDS-Forum" wurde erstellt von roadrunner, 11. April 2012.

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  1. roadrunner

    roadrunner Neues Mitglied

    So, nun schreib ich hier.....hätte ich mir bis vor Kurzem nicht träumen lassen.

    Zu mir: Ich bin ein 46 Jahre alter Mann, seit 5 Jahren verheiratet.

    Meine Partnerin, eine Frau aus dem SO- asiatischen Raum, 35 Jahre alt mit der ich eben seit 5 Jahren verh. bin, hat AIDS.

    Warum ich das so spät erfahren habe? Hier die Geschichte dazu.

    Nach unserem Kennenlernen in ihrer Heimat, vor der Reise nach Europa haben wir beide einenHIV Test in ihrer Heimat gemacht. Er war negativ.

    3 Monate später, in Österreich, ging ich zur Aidshilfe, um mich nochmals testen zu lassen, da ich den Tests in ihrem Land nicht so sehr vertraute.
    Auch diesmal war der Test negativ.

    Gut, dachte ich mir, dann ist sie ja auch negativ, und alles ist ok.
    Tja, falsch gedacht!
    Nach ziemlich genau 5 Jahren (meine Frau lebt ständig bei mir) wurde sie zum ersten Mal krank.
    Nichts ernstes, grippaler Infekt. Dauerte 5 Tage und gut. ne Woche später
    allerdings wieder Fieber.
    Zum Hausarzt, diesmal Blutuntersuchung, ok, leichte Entzündungswerte, also Antibiotika. Nach 7 Tagen keine deutliche Besserung, ins Krankenhaus, Lungenröntgen, Blutuntersuchung, weitere 7 Tage Antibiotika.

    Wieder keine Besserung, im Gegenteil, sie hat abgenommen und zwar recht viel.
    Ich machte mir Sorgen, bin wieder ins Krankenhaus gefahren.
    Diesmal anderer Arzt, der hörte auch lange zu, stellte viele Fragen, untersuchte genau.
    Wir mußten warten. Dann stationäre Aufnahme. Dann warten.

    Und DANN kam die niederschmetternde Diagnose. Meine Frau istHIV+,
    Vollbild Aids, Stadium CR3. Recht viel schlechter gehts nimmer.

    Die T Helfer Zellen waren auf 5 runter, auch sonst waren gewisse Blutwerte total im Keller.
    Positiv war, dass keine weiteren Infektionen vorlagen, wie Hepathitis C etc.

    Der Arzt schätzte die Situation als doch "sehr kritisch" ein. Nun begann natürlich ein Marthyrium. Vorwürfe machte ich mir, weil ich sie damals nicht auch in Österreich mitnahm zum Test, etc.

    Die Ärzte selber waren super. Sie bemühten sich, es wurden mir alle Fragen beantwortet, so dass ich sie auch verstand. Mit der Zeit verstand ich die Krankheit immer besser, wußte was da mit meiner Frau grad passiert.

    Dann ging ich zumHIV Test. Immerhin seit 5 JAhren ungeschützter Sex mit der Frau die ich liebe. Treue war selbstverständlich.
    Und dann das Ergebnis: Ich bin NEGATIV!
    Die Ärztin sagte, es sei schon ein kleines Wunder, wenn auch nicht total ungewöhnlich. Super, ich bin negativ, dh. ich kann meine ganze Kraft für meine Frau aufbringen.

    Und die würde ich auch die nächsten Wochen brauchen. Eingeweiht habe ich 2 meiner besten Freunde und meine Eltern, und es stellte sich als richtig heraus.
    Ich bekam jegliche Unterstützung, soweit es ihnen möglich war. Meine Mutter besuchte meine Frau fast jeden Tag im Krankenhaus. Meine Frau hatte panische Angst, denn sie dachte, dass sie alles zerstört hätte, und da sie ja Ausländerin ist, nun wieder zurück in ihre Heimat müsse, und dort sterben wird.
    Es war eine extrem schwere Zeit, und meinerFrau verständlich machen, dass sie ja in Österreich arbeitet, ist sie auch versichert, und alles für sie getan wird.
    Sie konnte das kaum glauben, aber wir konnten sie davon überzeugen.

    Nach den ersten 5 bis 6 Tagen des Krankenhausaufenthaltes ging es langsam aber merklich bergauf. Sie begann wieder mehr zu essen, konnte wieder lächeln und der unerträgliche Husten, den die Lungeninfektion mitbrachte, wurde viel besser.

    Die Menge an Infusionen, die sie in der Zeit bekam, war ordentlich.
    Nach 7 Tagen hatte ich ein Gespräch mit der Oberärztin, welche meinte, dass sie die Infektion nun im Griff hätten, und es aufgrund der sehr schlechten Immunlage des Blutes meiner Frau sehr kompliziert gesesen sei.
    Nach 24 Tagen Krankenhaus durfte sie nach Hause. Ausgestattet mit zig Tabletten gingen wir die Tablettentherapie an.

    Doch leider bekam meine Frau nach 4 Tagen zuhaus wieder Fieber, also sind wir wieder ins Krankenhaus gefahren, wo sie wieder für 10 Tage bleiben mußte.
    Grund war eine Unverträglichkeit des Medikamens "Viramune". Und Sie hatte noch eine CMV Infektion bekommen. Diese jedoch hatten die Ärzte sehr gut im Griff.

    Nun ist meine Frau seit 5 Wochen wieder zuhause, es geht ihr mittlerweile sehr gut.
    Sie verträgt die Medikamente sehr gut, einzig die HIV Medis am Abend machen sie etwas müde. Aber das ist ja kein Problem am Abend :D


    Im Krankenhaus erfuhren wir die wirklich beste Unterstützung der Ärzte, es wurde jeder Schritt erklärt, und bei der letzten Blutuntersuchung waren alle Zeichen auf "Super Erholung"

    Hier die Werte für Interessierte:

    Erstmessung der Virenlast bei Einlieferung 600.000/ml
    T - Helfer auf 5

    10 Wochen später, also letzte Woche bei der BLutuntersuchung:

    Virenlast auf 200/ml
    T-Helfer auf 35

    Da gibt es noch einen Immunwert, da hab ich den Namen vergessen, aber der hat sich auch verdreifacht, und die Ärztin meinte, dass es nun sehr gut aussieht.
    Ich sehe das auch so, meine Frau hat wieder fast ihr normales Gewicht erreicht, und auch sonst geht es ihr/uns sehr gut.

    Die Medikation ist derzeit folgende:

    Morgnes: Diflucan 100 mg und Bactrim 200 mg (Antibiotika)

    Abends: Norvir, Truvada und Reyataz, dies sind die HIV Medis.
    Diese werden lt. Doc auch weniger, und wenn die T-Helfer auf 250 oder mehr sind, fallen die Antibiotika weg.

    Eine 3 Monatige Kontrolle der Virenlast, jeden Tag die Tablette am Abend,
    und eine Lebenserwartung wie ein "normaler" Mensch, so die Aussage der Ärztin, die konform geht mit der Dame von der Aidshilfe, bei der ich mich auch erkundigt habe.

    Zusammengefasst hat meine Frau eine sehr kritische lebensbedrohliche Lungenentzündung überlebt, die durch das HIV Virus ausgelöst wurde. Unbehandelt führt dies in 99% zum Tod. Es war eine sehr schlimme Zeit, die wir aber überstanden haben.

    Nächste Woche wird meine Frau ihre Arbeit wieder aufnehmen, und das Leben wird wieder einen geregelten Ablauf bekommen. Wenn sie immer brav ihre Medis nimmt, wovon ich ausgehe.

    Es ist auch kaum mit weiteren Komplikationen zu rechnen lt. Doc.

    Wie sagte die nette Frau Doktor zu mir? HIV ist nicht heilbar, aber es ist therapierbar. Na, das ist doch was!

    Die Krankheit hat meine Frau und mich noch mehr zusammengeschweißt,
    und wir leben jetzt unsere gemeinsame Zeit noch intensiver.

    Einzig, die Vorladung zum Chefarzt der Krankenkasse, dass war eine Farce.
    Abgesehen davon, dass die Dame dort mehr als unfreundlich war, war sie auch noch dazu inkompetent, was diese Krankheit angeht.

    Sie wollte meine Frau 4 Tage!!!! nach der Entlassung aus dem Krankenhaus wieder arbeiten schicken, mit der Begründung, dass sie ja auch den Weg zu ihr gefunden hat, und so aussehe als ob sie wieder arbeiten könne.

    Nach der Aufklärung meinerseits, da meine Frau deutsch nicht so perfekt spricht, wurde diese Frau Doktor sehr ungehalten mir gegenüber, und äusserte sich mit einer Bemerkung Richtung meinerFrau, dass es ja kein Wunder sei, wo sie herkomme.

    Dies lies mich auf der Stelle das Zimmer verlassen, um mich sofort zu beschweren, was ich auch noch schriftlich tat.

    Das ist bis jetzt der einzige Augenblick, wo ich eine Diskriminierung bezügl. HIV+ erfahren habe, und dies von einer Ärztin!

    Ich weis nicht, was die Beschwerde gebracht hat, auf jeden Fall war unsere zweite Vorladung bei einem anderen Arzt, welcher freundlich war, und sich auch mit der Thematik HIV+ besser auskannte.



    Ich hoffe mit meiner Geschichte auch etwas zu dieser Thematik beigetragen zu haben.
    Bei Fragen bin ich gerne bereit, diese zu beantworten!
     
  2. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Hallo roadrunner,

    Du hast alles richtig gemacht - und ich finde es toll, wie Du Deine Frau unterstützt hast - und welche Unterstützung sie auch seitens Deiner Freunde und Eltern erfahren hat.

    Leider gibt es auch im ärztlichen Bereich (nicht jedoch bei Schwerpunktärzten!) noch viel Informationsbedarf ... und Dein Erlebnis mit der Krankenkasse zeigt, dass viele »Schreibtischtäter« eben nicht viel von der Praxis wissen.

    Ich wünsche Dir - aber vor allem Deiner Frau - dass alle Werte dahingehen, wo sie hingehören und Ihr auch weiterhin ein langes und erfülltes Leben führen könnt!
     
  3. roadrunner

    roadrunner Neues Mitglied

    @matthias

    danke dir für deine Antwort und deine Wünsche!
     
  4. tanja1983

    tanja1983 Neues Mitglied

    hilfe bitte Ratschlägehiv(aids)

    Ich hätte es nie gedacht..Ich hatte nie Sex mit vielen verschieden Partnern. aber wenn ich heute drüber nachdenke mein ex mann hat sich nachts nur rumgetrieben. und mein ex Freund ist mir fremdgegangen. hätte es wissen müssen er ist fast jeder Frau fremdgegangen mit der er je zusammen war! seit einigen tagen habe ich symptome komische Geräusche beim atmen,lymphknoten müde Ausschlag! vor Jahren hatte ich herpes an den fingern aber ich dachte es kommt von der arbeit! seit 3 monaten werde ich bei den ärzten weg geschickt! ist nix schlimmes! morgen komme ich in kh ich hab so Panik,, vor allen habe ich seit 1 jahr 6 monate einen tollen mann an meiner seite was ist wenn ich ihn angesteckt habe! den herpes der immer wieder ging und kamm habe ich seit 5 jahren der Hausarzt sagte sei normal,,! ich habe zwei kinder... die haben seit 1 woche fieber Bauchweh husten,,frage ist kann ich sie angesteckt haben,, gibt es Möglichkeiten! Badewasser-Zahnbürste(wenn sie meine genommen haben) ich kann nicht mehr! ich habe die symptome von Aids Ausbruch gelesen,, nach etwa 10 Jahren und es würde passen! ich denke ich habe Krebs dazu wie es passieren kann durch die knoten und Geräusche beim atmen und Oberbauch! was ist wenn ich sterbe und sie angesteckt habe!meine kinder! WIeso war ich so naive in meinen leben! ich habe angst das ich meiner Familie sowas schlimmes angetan habe,aber ich wuste es doch nicht...! ich weiß nicht was ich tun soll
     
  5. tanja1983

    tanja1983 Neues Mitglied

    =(

    sorry das ich einfach so in das gespräch schreibe.. aber ich bin so hilflos.
     
  6. roadrunner

    roadrunner Neues Mitglied

    Ach Tanja, schön wäre es, wenn du uns nun informieren würdest!



    Nun aber ein kleines Update bezügl. meiner Frau:

    Letzte Woche wieder Blutabnahme:

    Virenlast 150; Helferzellen auf 90 gestiegen. Wenn man bedenkt das diese auf 5 waren vor 3 Monaten....

    Die Ärztin ist sehr zufrieden mit der Therapie, einzig ein Herpes genitalis Ausbruch hat meiner Frau etwas zu schaffen gemacht. Dieser ist nun jedoch wieder weg.

    Ich hab mich auch nochmal testen lassen, bin noch immer negativ.

    Wir leben mittlerweile wieder ganz normal, Frau arbeitet wieder, erstaunlich wie schnell sie sich erholt hat.

    Ab und zu kullern ihr die Tränen runter, dann wird sie getröstet, geküsst und geknuddelt, dann gehts ihr wieder besser :D

    Merken tu ich nur, dassHIV noch immer seeehr stark vorurteilsmäßig belastet ist, daher wissen es auch noch immer die selben Leute wie zu Anfang, und mehr werden wir auch nicht informieren.

    Zumal es ihr wieder sehr gut geht, auch hat sie wieder ihr altes "Kampfgewicht" erreicht und immer Hunger :D

    Mdikamente sind noch gleich geblieben!
     
  7. lost

    lost Bewährtes Mitglied

    Hallo roadrunner.

    Ich bin auch oft entsetzt über die Reaktionen. Ich war Mitte Februar und den kompletten März im Krankenhaus, und hatte dementsprechend wechselnde Bettnachbarn. Die Ärzte haben bei der Visite kein Blatt vor den Mund genommen, und plötzlich war ich nicht mehr die nette Zimmergenossin, sondern das personifizierte Übel, die Verseuchte, die Todbringende, von der höchste Gefahr ausging.

    Es freut mich zu lesen, dass sich Deine Frau so schnell erholt hat. Ich wünsche ihr weiterhin gute Besserung - und Euch beiden alles Gute für die Zukunft.
    Ich finde es toll, wie Du Deiner Frau zur Seite stehst:


    Es würde mich freuen, wenn Du uns hier ab & zu schreibst, um uns auf dem laufenden zu halten.
     
  8. roadrunner

    roadrunner Neues Mitglied

    Hey Lost,

    klar werde ich regelmäßig berichten, kein Problem.


    Ich finds einfach nur super, wie gut sich meine Frau erholt halt, und hoffe für sie (und mich) das es so weiter geht.

    Natürlich wünsche ich das jedem, derHIV+ ist, klare Sache, aber das hab ich auch schon getan, bevor ich wusste, dass meine Frau positiv ist.

    Wenn ich sie so in der Wohnung rumwieseln sehe, dann kann ich mir nicht im entferntesten vorstellen, dass sie noch vor 3 Monaten mit AIDS Stadium C3
    im Krankenhaus lag.

    Und darüber bin ich sehr froh, dass es ihr heute so gut geht!
    Auch wenn es befremdlich klingen mag, der Virus hat unsere Beziehung noch mehr intensiviert, wir sind uns noch näher als vor der Diagnose.

    in diesem Sinne, Roadrunner
     
  9. lost

    lost Bewährtes Mitglied

    Ich finde ganz und gar nicht, dass das befremdlich klingt. Mir ist das schon in einem anderen Zusammenhang aufgefallen, dass man die Dinge die man liebt oft für selbstverständlich hält und nicht selten erst richtig zu schätzen weiß, wenn man sie (fast) verloren hat.

    In dieser schweren Zeit hattest Du das Glück, Deine Frau nicht verloren zu haben, musstest aber dennoch um sie bangen - und sicher wird Dir bewusst geworden sein, wie sehr sie Dir fehlen würde.

    Ich finde das durchaus nachvollziehbar... genauso wie so viele hier im Forum, die glaubten sich infiziert zu haben, ihr Leben und ihre Gesundheit erst mal so richtig zu schätzen wissen.

    Alles Liebe und ganz viel Kraft für Dich und Deine Frau wünsch ich Euch.
     
  10. roadrunner

    roadrunner Neues Mitglied

    So, dann wärs mal wieder soweit fürn Update!


    Zuerst, meine Frau erhohlt sich prächtig, bzw. sie ist schon wieder fast so fit wie vor der Erkrankung.

    Der Juckreiz der bis vor Kurzem noch vorhanden war, ist auch so gut wie weg, und Nebenwirkungen der Medikamente sind ausser etwas Müdigkeit am Abend, nach Einnahme derHIV Medis, eigentlich keine vorhanden.

    Frauchen arbeitet wieder fleißig, und wir planen bereits einen Urlaub über 6 Wochen im Winter, in der Heimat meiner Frau. Dort hats dann 30° :D

    Auch aus ärztlicher Sicht steht dem nichts im Wege!


    Letzten Montag waren wir wieder zur Blutabnahme, diesmal beide, also auch ich.
    Ich bin noch immer negativ :D
    Und die Virenlast meiner Frau liegt jetzt bei 120, die Helferzellen sind leider erst bei 105.
    Die Ärztin meinte, dies sei aber völlig normal, die entwickeln sich nicht so rasend schnell nach oben.

    Tja, und jetzt ist es so, dass zuhaus das Thema Sex aufkommt :D

    Natürlich habe ich in dieser Richtung nie etwas gesagt, und es kam auch von meiner Frau, aber so richtig klappen will es nicht.

    Und zwar bin ich da der "Schuldige". Mein kleiner Freund macht irgendwie schlapp, wenns dann soweit kommt. Als ob ich da im Kopf ne Sperre hätte.

    Ich denke aber, das dies normal ist wenn man selber negativ ist, und genau weis, dass man mit einer HIV pos. schlafen will.

    Legt sich das? Hat da einer oder eine von euch Erfahrungen damit?
    Wie groß ist die Gefahr einer Ansteckung wenn die VL auf 120 herunten ist?

    Jetzt plagen mich diese Gedanken..............und ich weis nicht, wie das meiner Frau erklären soll, die war natürlich nicht gerade erbaut über das Missgeschick, glaubt sie doch, dass es ihre Schuld ist, der Virus schuld ist, und sie hat nichtmal unrecht damit.

    Nur wie hau ich diese Blockade aus meinem Hirn raus???
     
  11. lost

    lost Bewährtes Mitglied

    Hallo roadrunner,

    schön dass Du uns auf dem laufenden hältst.

    Da hat die Ärztin recht. Wie lange ist denn jetzt der ART-Beginn genau her? Ich nehme seit einem Jahre die Medis, habe auch sehr spät angefangen - und meine Helferlein sind ziemlich träge (haben sich bislang nicht wirklich erholt)... aber bei Deiner Frau haben sie sich doch rasant vermehrt. sie hat jetzt das 21fache an CD4-Zellen... das ist gigantisch... und die Hunderter-Marke wieder zu "knacken" ist doch ein Grund zum Feiern! :mrgreen:

    Bis die CD4>200/µl... da braucht man eben sehr viel Geduld.

    Naja, Du weißt ja selber, dass die Infektionsgefahr nicht sehr hoch ist - aber dennoch besteht. Ich drück die Daumen, dass diese Probleme sich erledigt haben, wenn die VL Deiner Frau eine Weile ("offiziell" ein halbes Jahr) unter der Nachweisgrenze liegt.

    Sonst stellt sich mir die Frage, ob es mit Kondom vielleicht besser klappen würde? Was spricht gegen safer Sex? Hast Du Angst, dadurch die Gefühle Deiner Frau zu verletzen?
    Hast Du mit ihr schon mal ganz in Ruhe darüber gesprochen?

    Ich kenne Deine Frau ja nicht und weiß nicht, wie sie tickt... ich zum Beispiel bin immer sehr erleichtert gewesen, wenn mein Partner mit einem Kondom einverstanden war.
    Umgekehrt hemmt ein Infektionsrisiko doch meist auch den positiven Partner. :?
     
  12. roadrunner

    roadrunner Neues Mitglied

    Nene, Sex hätte ich eh nur mit Kondom, was auch kein Problem darstellt an sich. Ich muß mich doch nicht auch noch dem Risiko, egal wie hoch, aussetzen und damit eine zusätzliche Belastung für meine Frau und auch mich schaffen!


    Es ist so wie eine Sperre in meinem Hirn, verrückt, aber es ist so.
    Andere "Spielarten" stellen für mich kein Problem dar. Aber ich denke, dass
    sich auch das noch legen wird.

    Meine Frau tickt definitiv anders. Sie ist eine Asiatin und gläubige Buddistin. Sie sieht viele Dinge lockerer, was aber auch teilweise in eine Art Fatalismus endet. Oder enden kann. aber das nur am Rande.

    Jo, wir sind eh sehr happy mit der Entwicklung der Helferzellen! Der Haken ist nur, dass sie einfach noch am Morgen Antibiotika und eine Tablette gegen Pilzbefall vorbeugend nehmen muß. Die machen ihr zwar nicht zu schaffen, aber nehmen muß sie die trotzdem.

    Die Ärztin meinte, das sei notwenig um eine etwaige Neuinfektion zu vermeiden, da eben das Immunsystem noch stark beeinträchtig ist.

    Wie gesagt, Diagnose war am 2. Februar oder am 3. bei Helferzellenzahl 5.
    Schon sehr extrem weit unten. Daher sind wir natürlich überglücklich ob der schnellen Steigerung und dem derzeit gesamten Therapieverlauf!
     
  13. lost

    lost Bewährtes Mitglied

    Hallo roadrunner...

    Tja, da braucht es eben Geduld... (ich weiß: das sagt/schreibt sich so einfach :roll: ). Dass die Helferzellen auf 5 runter waren, wusste ich noch. Ich wusste nur nicht mehr wann. Aber vorbeugend morgens zwei Tabletten mehr sind doch das kleinere Übel. Ein Rückfall wäre viel, viel schlimmer.

    Natürlich ist es keine schöne Situation, aber Ihr habt doch nun so viel durchgestanden - da kannst Du zuversichtlich sein, dass sich alles wieder einpegelt. Ihr müsst die ganze Situation erst mal verdauen - und das geht sicher nicht von heute auf morgen. Doch Du schreibst ja selber, dass Ihr mit der Entwicklung sehr zufrieden seid - also ist es quasi "jammern auf hohem Niveau" :wink:
    Ich wünsche Euch beiden alles Gute und natürlich ganz viel Kraft!
     
  14. roadrunner

    roadrunner Neues Mitglied

    So Leute, zurück vom Doktor...
    denn am 13. 6, also vorgestern, wars wieder soweit, Check beim SPA......

    und die gute Nachricht, Virus unter der Nachweisgrenze :D

    Die Ärztin meinte auch, das alle anderen Werte sehr gut seien, Leberwerte etc.

    Die Helferlein sind nicht großartig gestiegen, die sind jetzt bei 110 rum, Aber die steigen auch sehr langsam.

    Die Medikation bleibt einstweilen gleich, meine Frau verträgt sie auch super, also ohne Nebenwirkungen.
    Ausser akuter Schlafanfall nach der Einnahme derHIV Media am Abend. Aber das hatte sie vorher auch schon :D Das mit dem Schlafanfall mein ich :D

    Ich wurde auch nochmal getestet, zur Sicherheit, und bin HIV negativ.
    Auch keine Antikörper bei Hepatitis A B und C. Gut so.....da bin ich schon doch seehr froh drüber.

    Aber erhalten werde ich dem Forum und so doch bleiben, denn mit so vielen Leuten rede ich nicht drüber im RL, und ab und an was schreiben
    ist auch oft ganz gut.

    Tja, was soll ich schreiben, mir fällt nix großartiges zum Erzählen ein im Moment, ich/wir sind glücklich dass es ihr wieder so gut geht, und hoffen darauf, dass dies jetzt einfach lange so bleibt.

    Ach ja, Hepathitis B Impfung hat unsere Frau SPA sehr empfohlen, da wir beide keine Antikörper haben, und HEp B in Verbindung mit HIV doch zu größeren Probe führen kann.

    Sonst, nächster SPA Termin in 3 Monaten :D Dann noch 2 Monate und dann geht's in den Urlaub um die halbe Welt :D :D

    Grüße an alle, und carpe diem!
     
  15. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Mööönsch, wat freu ick mir für Euch! :)
     
  16. lost

    lost Bewährtes Mitglied

    Hallo roadrunner,

    es ist schon unglaublich was die Ärzte mit den Medis heutzutage leisten können! Ich freu mich total für Euch und drück die Daumen, dass die Werte Deiner Frau sich weiterhin in die richtige Richtung entwickeln. :wink:

    Bin da aber auch sehr zuversichtlich! :D
     
  17. roadrunner

    roadrunner Neues Mitglied

    so, dann will ich mich auch mal wieder melden hier!
    Habs ja sträflich vernachlässigt, hier zu posten. Aber wenns einem gut geht, ihr wisst ja......

    Wir waren grad wieder beim Arzt, 3 Monate um, unglaublich wie die Zeit vergeht!

    Also, uns gehts blendend, meine Frau wieselt rum und arbeitet und werkelt, und sie fühlt sich gut.

    Das Beste aber sind natürlich die Werte.
    Die CD4 sind jetzt bereits auf 244 geklettert, und jene der heutigen Blutabnahme wissen wir noch ned, aber die sind sicher noch mehr gestiegen.
    Die Ärztin meinte, das diese seehr gute und rasche Entwicklung nach oben mit den Helfern ein ausgesprochen gutes Zeichen sind. Na klar, davon geh ich aus :D

    Bis auf eine Tablette Eusaprim zur Vorbeugung sind nun die anderen Medis abgesetzt, ausser den ART Medis natürlich.
    Einzig, ab und zu hat meine Frau Albträume, aber diese sind nicht sehr oft, und die Ärztin meinte, dass dies eben leider eine der Nebenwirkungen sein kann, bzw. ist.
    Aber die Blutwerte sind alle in Ordnung, es gibt keine Anzeichen auf andere Nebenwirkungen, und dann ist dies schon zu verkraften, hoffe ich.

    So, das wars mal fürs Erste!

    Euch auch alles Gute weiterhin!!
     
  18. Autor

    Autor Neues Mitglied

    Frage

    Lieber Roadrunner!
    Ich bin Autor und finde Ihre Geschichte sehr ermutigend und interessant. Besonders beeindruckend finde ich, wie Sie Ihrer Frau geholfen haben, wieder relativ gesund zu werden (also aus dem Krankenhaus zu kommen und die Virenlast zu senken).
    Hoffentlich geht es Ihnen und Ihrer Frau weiterhin gut.

    Ich habe eine Frage: Ist es möglich, mit Ihnen zu telefonieren oder Ihnen eine ausführlichere E-Mail zu schreiben? Das würde ich nämlich sehr gerne tun.
     
  19. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Hallo Autor!

    Wir freuen uns immer über Interesse am ThemaHIV, haben aber für die Zwecke, die Du verfolgst, die Rubrik »Hausarbeiten, Uni und Forschung« eingerichtet, in der sich Fragesteller kurz selbst und ihr Projekt vorstellen können, damit sich unsere User ein zumindest kleines Bild machen können. Schließlich geht es hier um hochsensible, persönliche Daten.

    Wir freuen uns, wenn Du dieses Angebot nutzen würdest! Hier kannst Du auch eine Kontaktmöglichkeit hinterlassen, so dass sie diejenigen, die sich angesprochen fühlen, bei Dir melden können. Das haben wir schon mehrfach mit Erfolg gemacht.

    Danke für das Verständnis!
     
  20. Autor

    Autor Neues Mitglied

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