HIV Symptome – AIDS Initiative

HIV-Symptome.de ist eine der umfangreichsten Plattformen für fundierte Informationen rund um HIV und AIDS im deutschsprachigen Internet. Unser Portal bietet seit 7 Jahren stets aktuelle Informationen und berichtet über Themen wie HIV Anzeichen und AIDS Symptome, über die Krankheitsbilder selbst, die Risiken einer Übertragung (vgl. “Ansteckung“) des HI-Virus sowie über die Behandlung einer HIV-Infektion und über das AIDS Vollbild. Diese Webseite dient der AIDS und HIV-Prävention und ist der breiten Öffentlichkeit zugänglich.

Insbesondere bieten wir unseren Besuchern informative Artikel rund um das HI Virus sowie die Möglichkeit in unserem Diskussionsforum über relevante Themen zu diskutieren. Hier beantworten wir auch gerne Ihre Fragen. Die Beantwortung erfolgt persönlich durch Community Mitglieder, durch unser Moderatoren-Team und unsere Administratorin Marion. In unserem Forum bekommt man daher i.d.R. innerhalb von wenigen Minuten eine qualifizierte Antwort. Die HIV-Symptome Community ist 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr erreichbar und bietet somit eine optimale Anlaufstelle für akute Diskussionen rund um HI Virus und AIDS.

Häufige Fragen zu AIDS und HIV

Wir haben nachfolgend einen “Häufige Fragen” Bereich integriert, der vorab schon ein paar Informationen preisgibt. Die untenstehenden Fragen rund um das Virus und die Infektionsmöglichkeiten sind ein kleiner Auszug der am häufigsten gestellten Fragen in unserer Community. Der FAQ Bereich wird ständig erweitert und aktualisiert. Bitte schauen Sie doch gelegentlich vorbei – es lohnt sich!

Diese FAQ beantworten die häufigst gestellten Fragen. Weitere, detaillierte Informationen finden Sie auf den folgenden Seiten sowie in unseren Buchtipps.

HIV Übertragung

HIV PEP - Postexpositionsprophylaxe bei Risikokontakt

Im Rahmen unserer Community werden immer wieder Fragen gestellt, die sich darauf beziehen, wie wahrscheinlich die Übertragung des HI Virus bei bestimmten Körperflüssigkeiten oder in einem spezifischen Zusammenhang ist. Fakt ist, dass es auch außerhalb von ungeschütztem Geschlechtsverkehr oder dem gemeinsamen, intravenösen Drogenkonsum Risikokontakte geben kann.

Wir haben die häufigsten Situationen zur Übertragung von HIV im folgenden für Sie zusammen gefasst.

Bitte wählen Sie aus der nachfolgenden Liste die Situation aus, von der Sie vermuten, dass sie zu einer Infektion geführt haben könnte:

Beissen / Biss » Blut » Küssen » Lusttropfen » Nadelstiche » Oral » Petting » Schmierinfektion » Speichel » Urin

AIDS ≠ HIV

“Der Volksmund sagt, es heisst AIDS, also …”- wir können nicht sagen, wie oft wir Diskussionen geführt haben, bei denen diese Wortwahl genutzt wurde, wie oft in Medienberichten die Begriffe HIV und AIDS vertauscht, Sinn und Zweckentfremdet wurden. Fakt ist aber auch, dass im alltäglichen Sprachgebrauch HIV und AIDS gleichgesetzt werden. Sie besitzen aufgrund des zumeist mangelnden Hintergrundwissens der Akteure eine Art Mischbedeutung und stehen für eine Krankheit. All dies ist jedoch falsch.

HIV ist die Abkürzung für das Hummane Immunodefizienz Virus, AIDS die Abkürzung für Accquired Immunu Deficiency Syndrome (erworbenes Immundefektsyndrom) und stellt lediglich eine Phase der HIV Infektion dar. Fakt ist, dass eine Infektion mit dem HI Virus bis heute unheilbar, aber dennoch therapierbar ist. Damit die Anzahl der Neuinfektionen verringert werden kann, ist es unabdingbar, dass Aufklärung in diesem Bereich erfolgt. Wir haben daher unsere Kampagne AIDS ≠ HIV gestartet, um dem falschen Gebrauch der Fachterminologie vorzubeugen und somit zu einer noch effektiveren Prävention zu verhelfen.

HIV Infektionsrisiko / der echte Risikokontakt

HIV Infektionsrisiko
Das Infektionsrisiko ist ein zentrales Thema unserer Aufklärungsarbeit. Fakt ist: HIV ist – im Vergleich zu gängigen Viren wie z.B. Hepatitis – relativ schwer übertragbar. Es reicht weder eine Tröpfcheninfektion, noch eine Schmierinfektion aus, um das HI Virus zu übertragen. Immer dann, wenn infektiöse Körpferflüssigkeiten übertragen wurden, besteht die Gefahr einer Infektion. Diese Art des Kontakts mit dem HI Virus wird als “Risikokontakt” (RK) bezeichnet.

Sollten Sie einem RK ausgesetzt gewesen sein, so ist es unabdingbar, dass Sie einen professionellen HIV-Test durchführen lassen. Um eine Infektion sicher nachzuweisen oder auszuschließen, empfiehlt das Robert Koch Institut (RKI), das in Deutschland für die Überwachung der HIV Epidemie verantwortlich ist, eine Zeitspanne von 12 Wochen ab dem RK. Erst nach 12 Wochen ist ein Test generell als “sicher” zu bezeichnen. (Vgl. rki.de) Im Einzelfall kann die größt mögliche Testsicherheit sogar schon früher vorhanden sein – Ihr Hausarzt kennt Ihre medizinische Historie und liefert Ihnen gerne Informationen hierzu.

Wichtiger Hinweis: Sofern Sie einen akuten Risikokontakt (RK) hatten und dieser zeitlich nur kurz zurück liegt (idealerweise höchstens 24 Stunden, maximal jedoch 72 Stunden), so kann die Infektionswahrscheinlichkeit in vielen Fällen noch verringert werden:

Sie können unter ärztlicher Aufsicht eine sogenannte Postexpositionsprophylaxe (PEP) durchführen lassen. Im Rahmen der PEP werden über die Dauer von meist 4 Wochen Medikamente eingenommen. Das Restrisiko einer Infektion sinkt auf den Bruchteil der Wahrscheinlichkeit ohne PEP. Bitte wenden Sie sich bei Bedarf umgehend an einen Arzt Ihres Vertrauens oder außerhalb der Sprechzeiten an das nächst gelegene Krankenhaus. Je früher mit der PEP begonnen wird, umso wahrscheinlicher ist es, dass sie wirkt.

HIV & AIDS Factsheet

HIV / AIDS Factsheet zum Download
PDF Download kostenlosUnsere aktuellste Publikation ist das HIV Factsheet Ebook. Die kostenlose PDF-Datei enthält auf insgesamt 26 DIN A4 Seiten wertvolle Informationen rund um HIV und AIDS. Neben Informationen, die der Allgemeinbildung zuträglich sind, fließen auch viele Fakten, wissenschaftliche Details und aktuelle Forschungsergebnisse in das Ebook mit ein.

Unser HIV Factsheet eignet sich daher nicht nur für die Lehre in Schulen und anderen Bildungsstätten, sondern beinhaltet alle Informationen, die eigentlich jedermann über das Hi Virus, die Infektion, den Schutz davor und über Krankheitsverlauf und Behandlung wissen sollte. Desweiteren werden alle gängigen Testverfahren sowie HIV und AIDS Symptome erklärt und eine Vielzahl statistischer Fakten dargestellt.

Zudem beinhaltet das Factsheet Adressen von kompetenten Ansprechpartnern und Bezugspunkten für Interessierte, Patienten und Angehörige. In diesem Zusammenhang ist auch ein Blick auf www.symptome-erklart.de sehr zu empfehlen. Dort wird die Symptomatik – insbesondere bzgl. AIDS noch differenzierter aufgeschlüsselt.

Das Factsheet wird kontinuierlich überarbeitet und bleibt daher immer auf dem neuesten Stand. Damit auch Sie immer über den aktuellen Status Quo informiert sind, empfiehlt es sich, unsere Factsheet Seite zu den Favoriten hinzu zu fügen.

Welt AIDS Tag 2014

Am 01.12.2014 ist es wieder soweit. Der Welt AIDS Tag 2014 setzt weltweit ein Zeichen gegen die HIV Epidemie – im Fokus der Aufklärungsarbeit steht immer auch die aktuelle HIV Statistik. Helfen Sie mit und tragen Sie die Rote Schleife (red ribbon) und zeigen Sie damit öffentlich Solidarität mit HIV positiven. Jede getragene AIDS Schleife hilft dabei, die HIV Prävention zu verbessern. Jeder einzelne von Ihnen kann damit Leben retten. Durch eine einzige, kleine Schleife.

Natürlich wäre es schön, wenn sich durch den Welt-AIDS-Tag auch einige von der Aufklärungsarbeit im Kampf gegen die HIV-Epidemie begeistern ließen. HIV Kampagnen, Vereine, Stiftungen und Organisationen weltweit suchen händeringend nach aktiven (Mit-)Helfern.

Weitere Informationen finden Sie hier: Welt AIDS Tag 2014

HIV Symptome

Die folgenden Symptome können mit einer HIV-Infektion in Verbindung stehen. Bitte beachten Sie, dass das Vorhandensein von Symptomen eine Infektion mit dem HI Virus weder bestätigen noch falsifizieren kann. Sofern Sie darüber nachdenken, ob Sie möglicherweise mit dem Virus infiziert wurden oder sofern Sie akute Symptome an Ihrem Körper beobachten können, so sollten Sie unbedingt einen HIV-Test durchführen lassen. Sollten Sie trotz negativem Test an eine Infektion glauben, so können Sie ggf. unter einer HIV Phobie leiden, die unbedingt dem Arzt Ihres Vertrauens mitgeteilt werden sollte, da diese definitiv therapierbar ist.

Eine HIV-Infektion ist in vier unterschiedliche Phasen unterteilt. Die Phasen basieren auf statistischen Erhebungen und können im Einzelfall immens abweichen. Auch die folgend beschriebene Symptomatik kann massiv von der Realität abweichen. Es gibt beispielsweise eine relativ hohe Quote von Patienten, bei denen die HIV-Infektion jahrelang unbemerkt bleibt und erst nach Vorhandensein der sog. AIDS definierenden Erkrankungen aufgrund des Zusammenbruchs des Immunsystems oder durch eine Koinfektion mit Hepatitis oder ähnlichen Krankheiten bei einem Routine-Besuch beim Hausarzt bemerkt wird.

HIV-Symptome und das Fortschreiten der Erkrankung sind den folgenden Phasen zuzuordnen:

  • Akute Phase – die akute Phase tritt 2-6 Wochen nach der Infektion ein. Hier, wie auch bei allen an deren Phasen können Symptome vorhanden sein – müssen aber nicht. So unterschiedlich wie das Immunsystem ist auch die Reaktion auf den Angriff des HI Virus. Trotzdem sind in dieser Phase die meisten Symptome vorhanden sind.
  • Latenzphase – je nach Patient von Monaten bis hin zu mehr als 10 Jahren nach der Infektion mit dem HI-Virus. Die auftretenden Beschwerden bleiben meist nur eine begrenzte Zeit.
  • AIDS Related Complex (ARC) – die selben Beschwerden wie in der o.g. Phase treten auf – bleiben jedoch bestehen.
  • AIDS – die Diagnose AIDS wird bei Vorhandensein des sog. AIDS Vollbilds gestellt. Hier treffen opportunistische Infektionen aufeinander und bekämpfen das Immunsystem. Das Fortschreiten der Krankheit wird mit Hilfe der T-Zellen (Anm. d. Red.: T-Helfer-Zellen) bestimmt.

HI Virus – Ursprung von HIV & AIDS

HI Virus
Das HI Virus ist ein äußerst komplexes Virus. Es wurde erstmals in den 90er Jahren entdeckt. Der Virenstamm HIV-1 wurde 1983, HIV-2 drei Jahre später, also 1986 entdeckt und klassifiziert. Das Virus stammt laut geltender Lehrmeinung vom Affen ab, beziehungsweise wurde vom Affen auf den Menschen übertragen.

Die medizinische Instanz, das International Committee on Taxonomy of Viruses – zu deutsch “Internationales Komitee für die Taxonomie von Viren” – hat mit seiner Empfehlung zur Bezeichnung des Virus im Jahre 1986 dazu beigetragen, dass die früheren nicht einheitlichen Bezeichnungen AIDS assoziiertes Retrovirus (ARV), Humanes T-Zell-Leukämie-Virus III (HTLV-III) und Lymphadenopathie-assoziiertes Virus (LAV) einheitlich unter dem Oberbegriff “HIV” zusammengefasst sind.

Seit Jahrzehnten wird die AIDS-Forschung insbesondere  im Bereich der HIV Virologie massiv voran getrieben. Trotz unentwegter Suche nach einem Impfstoff gegen HIV oder gar nach einem generellen Heilmittel sind die Wissenschaftler bisher leider nicht fündig geworden. Die Komplexität des Virus impliziert, dass es kontinuierlich mutiert.Dies führt zu einer nicht statischen Oberflächenstruktur und verkompliziert daher die Chance auf einen baldigen Sieg im Kampf gegen AIDS. Eine äußerst progressiv voran schreitende Variante – in den Medien als Super AIDS bezeichnet – existiert laut bisherigen Erkenntnissen bis dato nicht. Sie wird jedoch immer wieder medial aufgegriffen und in unterschiedlichen Formaten thematisiert.

Auch, wenn der große Durchbruch im Kampf gegen das HI Virus noch nicht erfolgt ist (vgl. Kapitel “HIV Heilung“), so gibt es eine Vielzahl von Behandlungsmethoden. Diese Form der medizinischen Behandlung führt zwar nicht zu einer kompletten Elimination des HI Virus im Blut des Patienten, aber sie kann die Vermehrung des Virus verlangsamen und stoppen. Diese Vorgehensweise verlangsamt den (wahrscheinlichen) Ausbruch von AIDS.

Ist ein Patient bereits an AIDS erkrankt (vgl. AIDS Krankheitsverlauf), so wird er i.d.R. immer mehr mit den Folgeerscheinungen des immens geschwächten Immunsystems zu kämpfen haben. Es treten vermehrt Krankheitsbilder und Folgeerkrankungen auf. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein AIDS Patient einer dieser Erkrankungen erliegt, ist leider immer noch sehr hoch. Dennoch kann heutzutage – wie bereits oben bereits beschrieben – im Rahmen der Therapie sehr viel dafür getan werden, dass der Infizierte ein langes, möglichst beschwerdefreies Leben leben kann.

Zudem gibt es deutliche Fortschritte in der Forschung. So könnte in der Zukunft ein HIV Impfstoff oder gar eine Anti HIV Pille zur Verfügung stehen. Eine weitere, sehr erfolgsversprechende, aber ebenfalls präventive Maßnahme stellt das Tenofovir Vaginalgel dar. Der bahnbrechende Durchbruch blieb aber auch im Jahre 2014 in diesem Bereich der Forschung bisher aus.

HIV-Test – im Volksmund AIDS-Test

HIV Test / AIDS Test
Es ist Fakt, dass HIV und AIDS immer wieder verwechselt werden. Im Volksmund wird beides gleichgesetzt. Hierdurch besteht die Gefahr der faktischen Verwechslung und Desinformation. Daher weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass HIV und AIDS nicht identisch sind. Es gibt daher keinen “Aidstest“, sondern ausschließlich einen HIV-Test.

Dies aber nur vorab zur Klärung der Begrifflichkeiten. Es gibt zwar keinen AIDS Test, dennoch werden Sie auf unseren Seiten immer wieder die Aufforderung lesen, einen HIV-Test durchführen zu lassen, um eine HIV Infektion sicher nachweisen (verifizieren) oder ausschließen (falsifizieren) zu können. Selbst wenn man scheinbar noch nie einer Infektionsgefahr ausgesetzt gewesen ist, besteht ein Restrisiko, das HI-Virus in sich zu tragen ohne, dass man es bemerkt oder sich eines definitiven Risiko-Kontakts bewusst ist.

Wir appellieren daher an Ihre Vernunft. Die letztendliche Entscheidung müssen Sie fällen. Die Informationen und Tipps auf unserer Webseite können Ihnen die Entscheidung durch fundierte medizinisch-biologische Fakten erleichtern. Wir haben die verbreiteten Testmethoden für Sie zusammen gefasst und um weiterführende Informationen ergänzt. Nachfolgend finden Sie daher detaillierte Informationen zu den Testverfahren, deren Ablauf und Kosten sowie über die Anlaufstellen bei denen Sie einen Test durchführen lassen können.

HIV Test Methoden

Es gibt einige unterschiedliche Methoden, um einen HIV-Test duchzuführen. Die Wahl der Methode ist meist abhängig von der aktuellen Situation und dem Hintergrund der potentiellen Infektion.

Ein professioneller HIV-Test wird mittels zweier Methoden durchgeführt. Zu aller erst wird ein sogenannter Antikörpertest (z.B. der weit verbreitete ELISA Test) durchgeführt. Der Suchtest besitzt eine sehr hohe Empfindlichkeit und reagiert auf bereits vorhandene Antikörper im Blut des Patienten. Das elementare Problem hierbei ist, dass der Suchtest – respektive der ELISA-Test – umso zuverlässiger wird, je später er nach der möglichen Infektion durchgeführt wird.

Grundsätzlich geht man davon aus, dass ein ELISA Test erst mindestens 12 Wochen nach dem Risikokontakt als “sicher” gilt. Sofern dieser einen positiven Serostatus angibt, so wird – unter professionellen Bedinungen – immer noch ein sogenannter Bestätigungstest (in Deutschland zumeist ein “Western blot Test”) durchgeführt, bevor eine Aussage darüber getroffen werden kann, ob der Patient wirklich HIV positiv ist. Der Bestätigungstest (vgl. Western blot Test ) führt dazu, dass die Ergebnisse verifiziert oder falsifiziert werden können. Durch die Kombination beider Testverfahren können falsch positive sowie falsch negative Ergebnisse weitestgehend ausgeschlossen werden.

Abgesehen von den obigen Methoden, ist der sog. PCR Test besonders hervorzuheben. Die Abkürzung PCR steht für “Polymerase-Kettenreaktion”. Der Test hat den Vorteil, dass er bereits kurz nach der Infektion durchgeführt werden kann und auch schnell relativ sichere Ergebnisse anzeigt. Jeder PCR wird in Deutschland – 12 Wochen nach dem (letzten) Risikokontakt – durch einen Antikörpertest verifiziert. Der PCR kann daher den AK-Test nicht ersetzten, kann aber bei der Diagnostik eine elementare Rolle spielen. Je früher man eine HIV Infektion erkennt, desto besser.

Einen HIV Heimtest können wir nicht empfehlen. Heimtests erfolgen nicht, wie vom Gesetzgeber gefordert, erst nach einer vorherigen ärztlichen Beratung. Die medizinische Aufklärung rund um den HIV Schnelltest für zuhause, die Test-Methode und die Interpretation der Ergebnisse ist aus mehreren Gründen indiziert: Nicht selten kommt es bei einem HIV Selbsttest, der zuhause und nicht durch medizinisches Fachpersonal durchgeführt wurde, zu groben Anwendungsfehlern.

Ein HIV-Test sollte daher entweder beim Arzt (wird von jedem Hausarzt angeboten) oder beim Gesundheitsamt erfolgen. Bei diesen Anlaufstellen ist gewährleistet, dass der Patient im Vorfeld von einer medizinisch versierten Person aufgeklärt, der Test unter kontrollierten Bedingungen durch eine Fachperson durchgeführt und die Ergebnisse entsprechend professionell interpretiert und kommuniziert werden. Zudem ist beim Arzt gewährleistet, dass ein positives Testresultat nicht ohne vorherigen Bestätigungstest (meist Western blot Test) an den Patienten übermittelt wird.

HIV & AIDS Behandlung

HIV Behandlung durch Medikamente
Die Behandlung von HIV positiven Patienten ist äußerst vielseitig. Man kann sogar sagen, dass sie so differenziert erfolgen muss, wie die Kombination aus menschlicher Individualität und den Ausprägungen der unterschiedlichen Erkrankungen es erfordern.

Das Komplexe an der medizinischen Komponente ist, eine für den Patienten ideale und vor allem verträgliche Strategie zu entwickeln. Der Patient jedoch hat hier die zentrale Schlüsselrolle inne. Oftmals haben Patienten Angst davor mit den Ärzten offen über die Probleme zu sprechen, die die Infektion mit sich bringt. Nicht selten wird auch erst das AIDS Vollbild diagnostiziert, bis ein Test erfolgt.

Gerade unangenehme Themen wie sexuelle Dysfunktion oder erektile Dysfunktion, aber auch sozial eher kommunizierte Themen wie Brechreiz oder Durchfall werden deshalb – in dieser Extremsituation – eher verschwiegen. Nur ein funktionierendes Team bestehend aus Arzt und Patient hat daher eine gute Chance, bestmöglich Herr über die Situation zu werden. Dass der HIV positive Mensch selbst zu Therapieerfolgen beitragen kann und muss kann man auch unserer Informationsseite “Rauchen und HIV” entnehmen – nichts liegt mehr auf der Hand, als dass der Wunsch, möglichst lange gut zu leben vom Betroffenen selbst ausgehen muss.

Hierfür muss aber eine enge Vertrauensbeziehung zwischen Arzt und Patient aufgebaut und gepflegt werden. Vielen Patienten fällt dies umso leichter, je mehr fundiertes Know-How sie rund um den Themenkomplex HI-Virus und AIDS besitzen. Aus diesem Grunde haben wir exklusiv für diese und ähnliche Situationen ein Forum eingerichtet.

Hinweise: Unsere Webseite versteht sich ausschließlich als additionales Informationsangebot zu einer (fach-)ärztlichen Beratung. Sollten Sie sich nicht über Ihren Serostatus im Klaren sein, suchen Sie bitte einen Arzt auf und lassen einen HIV Test durchführen. Alle Warennamen, Produkt- und Firmenbezeichnung sind mit, aber auch ohne definitive Kennzeichnung Eigentum des jeweiligen Inhabers der Rechte. Die Inhalte dieser Webseite sind urheberrechtlich geschützt.