Hautausschlag

Wohl jeder Mensch ist im Laufe seines Lebens zumindest einmal von einem Hautausschlag betroffen. Er kann die spontane Reaktion des Körpers auf eine Unverträglichkeit symbolisieren – ist nicht selten aber auch ein Bestandteil der chronischen Schwäche des Immunsystems. Worin die Auslöser eines solchen Ekzems im Einzelfall zu suchen sind, kann daher ein ebenso langwieriger wie aufwendiger Prozess der Beantwortung sein.

Je genauer die Ursachen bekannt sind, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, ein geeignetes Gegenmittel zu verwenden oder sogar – wenn nötig – eine grundsätzliche Therapie einzuleiten. Wichtig ist es daher, mit länger anhaltenden Beschwerden den Hautarzt aufzusuchen und ihm den Leidensweg möglichst präzise zu benennen. Dazu bedarf es jedoch zunächst der Kenntnis, welche Symptome überhaupt auftreten können. Ebenso kann es sinnvoll sein, sich einen kurzen Überblick darüber zu verschaffen, welche Auslöser gegenwärtig sehr oft an einem Hautausschlag beteiligt sind. Oft dürfte bereits über ein Weglassen der unverträglichen Einflüsse eine Besserung erzielt werden.

Hautausschlag erkennen

Handelt es sich um ein solches Ekzem, so unterscheidet es sich meist durch seine Größe bereits von einem herkömmlichen Insektenstich. In der Regel handelt es sich um leicht angeraute Hautpartien, die zudem eine Rötung aufweisen. Meist sind diese Merkmale auch mit einem starken Juckreiz verbunden. Er sorgt für ein stetes Aufkratzen der Wunde – und verhindert natürlich eine schnelle Heilung. In einem solchen Falle kann sich auch das Austreten von Blut einstellen.

Ebenso wird regelmäßig der Eiterfluss festgestellt. Wie groß das eigentliche Ekzem letztlich ist, hängt aber von unterschiedlichen Einflüssen ab. Von kleinen und nur schwer erkennbaren Stellen bis hin zu einem gänzlich vernarbten Rücken, den Beinen oder sogar dem gesamten Körper, sind dabei viele Variationen denkbar. Damit geht häufig auch die Frage einher, wie lange der Ausschlag auf der Haut verbleibt. Handelt es sich tatsächlich nur um eine vorübergehende Reaktion, so klingt er binnen weniger Tage ab. Anderenfalls kann er chronisch auftreten.

Die unterschiedlichen Einflüsse

Ehe auf einige der meist beobachteten Auslöser eines solchen Ekzems eingegangen werden kann, gilt die notwendige Aussage, dass ein Hautausschlag auf unterschiedlichsten Einflüssen beruht. Nicht selten ist dabei bereits eine Schwächung des Immunsystems beteiligt, die entweder vererbt wurde oder über lange Jahre der Schädigung eingetreten ist. Insofern kann nie ausgeschlossen werden, dass auch die Umwelt, die seelische Belastung oder eine Fehlernährung ihren Beitrag dazu geleistet haben.

Im Ernstfall können die Symptome allerdings auch auf eine HIV-Erkrankung zurückzuführen sein. Allerdings gibt es bei einer solchen Infektion keine gesicherten Symptome – die Diagnose darf daher nur im Einzelfall entstehen. Insofern sollte sich immer auch ein Facharzt die Wunden ansehen können. Er ist auch geeignet, um eine sinnvolle Therapie vorzuschlagen und mit den passenden Medikamenten zu begleiten. Stets ist es jedoch erforderlich, die schädigenden Einflüsse zu vermeiden, die erst zum Ausbruch des Hautausschlages geführt haben. Nur wer sie weglässt, kann langfristig genesen.

Die Ernährung als schädigender Auslöser

Gegenwärtig sind immer stärker die täglich verzehrten Nahrungsmittel an dem Ausbruch eines Ekzems beteiligt. Zumeist dann, wenn die Speisen vorwiegend auf künstlichen Zusätzen basieren, zu fettreich oder zu zuckerhaltig angereichert wurden sowie ganz allgemein auf zu wenige Inhaltsstoffe hindeuten, die der Organismus benötigt. Neben der Fehlernährung kann somit auch eine Unterversorgung an Mineralstoffen oder Vitaminen dazu führen, dass sich die geröteten und juckenden Stellen auf der Haut abzeichnen.

Regelmäßig ist aber eher eine Unverträglichkeit zu vermuten. Bei ihr kann das Immunsystem einen oder mehrere der enthaltenen Stoffe nicht abbauen – die Ausscheidung über die Haut führt somit erst zu den Ekzemen, die sich als ebenso unschön wie lästig erweisen. Eine ausgewogene Ernährung wird daher bereits einen nützlichen Beitrag zur Vermeidung leisten. Besser ist es allerdings, eine Unverträglichkeit beim Dermatologen testen zu lassen und somit einen Überblick über alle zu vermeidenden Speisen zu gewinnen.

Auslöser von Hautausschlag

Nicht vergessen werden darf allerdings, dass nicht alleine die Nahrungsmittel an der Schwächung des Immunsystems beteiligt sind. Auch äußere Einflüsse wie die Umwelt, die Kollegen bei der Arbeit oder selbst die Raumluft führen regelmäßig zu solchen Symptomen. Gerade im Winter zeigen sich diese sehr häufig, wenn etwa die Heizung aufgedreht wird – die trockene und warme Temperatur raubt der Haut viel Feuchtigkeit, lässt sie spröde wirken und zu Ekzemen neigen.

In der Vielzahl der Fälle kann aber nicht ausgeschlossen werden, dass der Organismus über lange Jahre beschädigt wurde. Lacke und Lasuren, die an der heimischen Wandtäfelung Verwendung fanden oder die besagten Umwelteinflüsse sind daran zumeist beteiligt. So können sich winzige Partikel dieser Stoffe im Darm absetzen und dort zu einer Schädigung führen. Nicht immer ist es daher ausreichend, lediglich eine Creme zur Behandlung einzusetzen. Zuweilen kann erst eine langfristige Therapie erst die gewünschten Ergebnisse zeitigen.

Neurodermitis als chronische Erkrankung

Von den vorgenannten Fällen, die meist spontan auftreten und eine kurzzeitige Reaktion des Körpers darstellen, sind die chronischen Erkrankungen zu unterscheiden. Unter ihnen tritt insbesondere die Neurodermitis sehr häufig auf und die Anzahl der Betroffenen stieg in den letzten Jahren drastisch an. Hierbei handelt es sich um eine Schwächung des Immunsystems, die oft dazu führt, dass der Haut wichtige Mineralstoffe nicht zugeführt werden können. Sie ist daher besonders sensibel und reizbar. Bereits kleinste Einflüsse können sie aus dem Gleichgewicht bringen und somit zu langwierigen Ekzemen führen.

Eine Eigentherapie ist insofern nicht empfehlenswert. Vielmehr sollte sich ein Hautarzt der Behandlung annehmen. Auch ein solches Vorgehen kann jedoch einige Jahre beanspruchen, denn der Organismus lässt sich nur durch grundsätzliche Veränderungen in die gewünschten Bahnen lenken. Selbst dann kann ein erneuter Ausbruch der Erkrankung nach einigen Jahren aber nicht ausgeschlossen werden. Die Neurodermitis gilt gegenwärtig als nicht vollständig heilbar.

Heilung der Ekzeme

Welche Therapie einzuschlagen ist, hängt stets vom Einzelfall ab. So kann das einmalige Auftragen einer Salbe ebenso notwendig werden wie eine langfristige Therapie, deren Erfolge sich vielleicht erst nach Monaten oder Jahren einstellen.

Anzuraten ist es dabei allerdings, nicht alleine die äußerlich wahrnehmbaren Symptome zu beheben, sondern auch die Schwächung des Immunsystems selbst zu behandeln. Auch hierbei handelt es sich um einen Prozess, der sehr viel Geduld und Disziplin erfordert, der auf Sicht mehrerer Wochen aber oft bereits erste positive Signale erkennen lässt. Sie führen dazu, dass schädigende Lebensmittel wieder vertragen werden, der Organismus insgesamt widerstandsfähiger ist und somit jegliche Form der zuvor unverträglichen Einflüsse nicht mehr zu solchen Ausschlägen auf der Haut führen. Je grundsätzlicher die Therapie gewählt wird, desto höher sind daher auch ihre Heilungschancen. Neben dem Dermatologen kann somit immer auch ein Heilpraktiker oder ein Homöopath in Betracht gezogen werden.

Akute Hilfe gegen den Hautausschlag

Die Basis der Heilung liegt stets aber darin, die zweifelsohne unangenehm juckenden Stellen nicht aufzukratzen. In den Wunden könnten sich neue Erreger festsetzen, die zu weiteren Ekzemen führen. Wichtig ist es daher, erste Symptome zu kühlen. Das lindert meist den Juckreiz und lässt Schwellungen abklingen. Nach etwa einem bis zwei Tagen sollte eine deutliche Verbesserung eintreten. Ist dem nicht so, dürfte der Hautarzt zu konsultieren sein.

Viele Ausschläge lassen sich allerdings bereits im Vorfeld vermeiden, indem auf natürliche statt künstliche Kosmetika, auf ausgewogene und möglichst naturbelassene Lebensmittel sowie auf ähnlich schädigende Einflüsse verzichtet wird. In der Regel geht damit eine langfristige Gesundung des Immunsystems einher. Eine widerstandsfähige Haut, die seltener zu Ekzemen, Akne oder Pickeln neigt, kann eine Folge davon sein. Aber auch hier gilt es, sich an Kosmetikprodukte oder Lebensmittel erst langsam heranzuwagen und genau zu beobachten, wie die Haut auf sie reagiert. Im Zweifelsfalle ist der Dermatologe der Ansprechpartner für weitere Fragen.

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