Steifer Nacken

Beschwerden und Beeinträchtigungen der Muskeln gehören zu den häufigsten körperlichen Leiden unserer Zeit. Daran sind vor allem falsche Vorgehensweisen beim Anheben von Gewichten beteiligt. Doch auch wer im Büro sitzt, darf sich etwa über einen steifen Nacken nicht wundern. Denn die sitzende Tätigkeit belastet den oberen Rücken, die Schultern und die Muskulatur des Halses deutlich mehr, als das auf den ersten Blick den Anschein hat. Schnell kann es daher zu gereizten Partien kommen, die mitunter sehr stark schmerzen und eine Therapie notwendig machen.

Langfristig kann jedoch nur die Abkehr der ungesunden Sitzposition dazu führen, weiteren Leiden vorzubeugen. Eine sportliche Unterstützung, die in viel Bewegung sowie einem gezielten Krafttraining liegen kann, ist unterstützend empfehlenswert. Damit lassen sich gleichzeitig auch kleinere Haltungsschäden korrigieren, die nicht selten aus der Fehlstellung des Körpers im Zuge solcher Schmerzen entstehen. Nicht immer ist die bequemste Sitzposition dabei auch jene, die dem Bewegungsapparat am besten entgegenkommt.

Steifer Nacken Symptome

Zunächst macht sich ein versteifter Nacken regelmäßig durch schmerzende Partien links und rechts des Halses bemerkbar. Nicht selten strahlen diese auf beide Schultern aus und können die Mobilität beeinträchtigen. Das Bewegen der Arme oder das Neigen des Kopfes fällt dann schwer oder ist ebenfalls mit Schmerzen verbunden. Durch die nahe beisammen liegenden Muskelpartien kommt es aber auch häufig zu solchen Leiden, die zunächst nur selten mit einem steifen Nacken in Verbindung gebracht werden. Kopfschmerzen zählen insofern dazu – eine Tablette gehen die Qualen wird daher nicht helfen, oder doch zumindest im besten Falle nur den Reiz ein wenig unterdrücken können. Ähnlich sieht es im Bereich des Mundes aus. Die Kiefer liegen sehr nahe an der Muskulatur des Halses. Vielfach kommt es daher auch zu vermeintlichen Zahnschmerzen, die wiederum auf Blockaden des Nackens zurückzuführen sind – den Zähnen geht es daher meist gut und sie müssen nicht behandelt werden.

Der steife Nacken

Insbesondere Bauarbeiter und Lageristen leiden häufig unter den Beschwerden des oberen Rückens sowie des Nackens. Das liegt in der Regel daran, dass schwere Lasten mit den Armen getragen werden – hierbei spannt sich der Nacken häufig an und wird zur Erleichterung der Position mitunter auch verkantet. Sicherlich hat dieses Vorgehen keine Konsequenzen, wenn es möglichst selten geschieht.

Wer auf diese Weise aber täglich Kisten und Ähnliches transportiert, mit ihnen das Treppenhaus emporsteigt oder im Fitnessstudio zu viel Gewicht auf die Hantelstangen legt, kann sich schmerzhafte Verrenkungen der Muskulatur im Bereich der Schultern und des Nackens zuziehen. Diese führen im Ernstfall zu einer gänzlichen Beeinträchtigung der Mobilität und sogar dazu, dass der Kopf nicht mehr zu den Seiten gedreht werden kann. In einem solchen Falle wäre von einer Eigentherapie natürlich abzusehen. In der Regel lassen sich leichte Symptome aber auch mit einigen Hausmitteln sowie mancher Lockerungsübung ebenso schonend wie hilfreich beseitigen.

Auch Büroarbeiter sind von Nackensteifigkeit betroffen

Die geschilderten Leiden treten allerdings nicht nur bei solchen Personengruppen auf, die regelmäßig mit schweren Lasten arbeiten müssen. Bereits das Sitzen im Büro kann ein Auslöser der Schmerzen sein. Denn viele Betroffene nehmen dabei eine vielleicht bequeme, aber schädigende Körperhaltung ein. Sie entlasten die Wirbelsäule nicht, lassen die Schultern leicht nach vorne geneigt hängen und halten den Kopf sowie den Nacken oft minutenlang starr. Dass daraus Versteifungen resultieren können, verwundert somit nicht. Wichtig ist es darum, sich zunächst möglichst entspannt, aber rückengerecht hinzusetzen. Dafür können spezielle Büromöbel helfen. Auch ein keilförmiges Sitzkissen führt oft zu einer verbesserten Körperhaltung, bei der auch der Nacken von der Veränderung profitiert und sich in der Folge weniger schmerzhaft zeigen wird.

Diese kleinen Ratschläge dürften jedoch ein jahrelanges oder sogar über Jahrzehnte ausgeführtes falsches Sitzen nicht korrigieren. In einem solchen Falle müsste physiotherapeutische Hilfe beansprucht werden, um die Muskeln zu lockern.

Sport als Ausgleich

Empfehlenswert ist es ohnehin, regelmäßig Sport zu treiben. Damit kann nicht nur das Gehirn einmal ausruhen, sondern auch die Muskeln werden trainiert und der Organismus angekurbelt. Meist reicht es dabei schon aus, wöchentlich einige wenige Spaziergänge zu unternehmen, bei leichten Joggingläufen im Wald zu entspannen oder regelmäßig mit den Freunden eine Runde Fußball zu spielen. Der Bewegungsapparat kommt dabei in Gänze auf seine Kosten, statt einige Muskeln isoliert zu behandeln – wodurch nicht selten gleichfalls die Versteifungen des Nackens entstehen können.

Je vielseitiger die Übungen dabei sind, desto eher lassen sich Fehlstellungen korrigieren und Schmerzen beseitigen. Zumal mit der Durchblutung der Muskeln auch ein wärmender Effekt eintritt, der gleichfalls eine lindernde Wirkung der Leiden erzielt. Natürlich kann es sich dabei bereits anbieten, statt des Autos mit dem Rad zur Arbeit zu fahren oder die Treppe statt des Aufzuges zu wählen – jede Form der Bewegung dient dem Körper.

Das gezielte Muskeltraining

In den letzten Jahren hat sich jedoch auch eine Form des Fitnesstrainings herauskristallisiert, die insbesondere dem geplagten Rücken zugutekommen sollen. Hierbei werden solche Körperpartien ganz bewusst und zielgerichtet beansprucht, die häufig unter den Schmerzen einer falschen Sitzposition zu leiden haben. Diese Symptome sind der Medizin bekannt und die immer besseren Therapien werden zuweilen auch von der Krankenkasse übernommen. Ein gezieltes Training für den Nacken sowie die Schultern und allgemein den oberen Rücken kann dabei mit einem Physiotherapeuten besprochen werden.

Einige ausgewählte Fitnesscenter bieten dafür bereits die fachlich qualifizierten Trainer an – bei ihnen geht es also nicht um eine attraktive Figur oder ein möglichst athletisches Aussehen. Im Vordergrund stehen vielmehr die Korrektur der Körperhaltung, die Vermeidung von Schmerzen und der Aufbau der Muskeln genau dort, wo sie dem Betroffenen für seine tägliche Arbeit am ehesten nutzen. Ein regelmäßiges Training wird somit die Beschwerden sanft lindern können.

Massagen helfen dem geplagten Rücken

Eine weitere sinnvolle Therapie besteht in der Anwendung von Massagen. Denn insbesondere die akuten Blockaden der Muskulatur lassen sich regelmäßig alleine mit Sport und Krafttraining nicht beheben. Wichtig ist es somit, zunächst eine entspannende Massage zu nutzen – die Muskeln werden gelockert, Versteifungen gelöst und der gesamte Bewegungsapparat wieder mobilisiert. Je nach Intensität der vorliegenden Beschwerden können dazu indes mehrere Behandlungen nötig sein. Bei ihnen wird sich der Physiotherapeut auch der Wärme bedienen. Sie legt sich wohltuend auf die betroffenen Stellen des Rückens und des Halses und kann bereits erste Verkrampfungen lindern. Zudem wird der Körper damit für die weiteren Maßnahmen bereits aufgewärmt und vorbereitet.

Der Massage kommt aber auch der Effekt zu, dass die betroffenen Personen einmal entspannen und alle Lasten des Alltages abwerfen können. Nicht selten tritt bereits dadurch eine Verbesserung ein, da auch alle unbewusst durchgeführten Verkrampfungen gelöst werden und sich Versteifungen auf diese Weise lockern.

Steifer Nacken – Cremes als Erste Hilfe

Durchgesetzt hat es sich zudem, für Muskelbeschwerden stets eine lindernde Salbe in der Hausapotheke vorrätig zu haben. Dagegen ist an sich auch nichts einzuwenden. Die Produkte werden auf die gereizten Hautpartien aufgetragen und entfalten binnen weniger Minuten ihre wohltuende Wirkung. Den gleichen Effekt erzielen Wärmepflaster, die jedoch mitunter mehrere Stunden lang getragen werden müssen. Beide Behandlungsmethoden sind im akuten Notfall oder auch bei leichten Schmerzen sehr sinnvoll. Eine Therapie ersetzen sie jedoch nicht. Denn chronische Versteifungen des Nackens haben meist einen Grund, der in der falschen Sitzposition oder einer Fehlstellung des Körpers zu finden ist.

Eine gezielte Therapie sollte daher genau dort ansetzen, statt nur die hin und wieder auftretenden Schmerzen zu beheben. Ein regelmäßiges Training, viel Bewegung, aber auch der seelische Ausgleich kann insofern nicht durch eine Creme ersetzt werden – Letztere sollte daher nur zur Unterstützung verwendet werden und kann dann auch eine Linderung für wenige Stunden bewirken.

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