Kraftlosigkeit

Kraftlosigkeit oder Schw√§che kann jeden Menschen befallen, unabh√§ngig von seinem Alter und seiner Lebensweise. Vor allem im Winter und im Fr√ľhling kommt bei manchen Menschen eine vor√ľbergehende M√ľdigkeit und Mattigkeit vor. In diesem Fall sollten sich die Betroffenen viel bewegen, sich viel an der frischen Luft aufhalten, sich au√üerdem gesund ern√§hren und, wenn es n√∂tig ist, Vitalstoffe wie Vitamine, Mineralien und Spurenelemente zu sich nehmen.

Der Verzicht auf Zigaretten, Kaffee und andere Konsumg√ľter, die die Gesundheit sch√§digen, bringt ebenfalls in einigen F√§llen eine Besserung der Situation. Wenn die Kraftlosigkeit nicht vor√ľbergehend ist, so ist sie meistens gefolgt von begleitenden Beschwerden, wie zum Beispiel Schlafst√∂rungen, Appetitlosigkeit und dem Nachlassen der Leistungsf√§higkeit. Dieser Zustand kann die Leistungsf√§higkeit insgesamt beeintr√§chtigen und einen Einfluss auf das Berufs- und das Privatleben haben.

Hilfe bei Kraftlosigkeit

Im Falle von einer nicht vor√ľbergehenden Kraftlosigkeit ist die Situation ernst zu nehmen, und es m√ľssen helfende Ma√ünahmen ergriffen werden. Als erster Schritt muss sich der Betroffene auf eine richtige Ern√§hrung umstellen und sich m√∂glichst viel bewegen. Diese einfachen Ma√ünahmen ersetzen die morgendliche Tasse Kaffee und schenken einem generell ein besseres Allgemeinbefinden. Wenn der Betroffene von Natur aus kein sportlicher Typ ist, sollte er zu Anfang Spazierg√§nge an der frischen Luft machen. Radfahren, Walken oder Schwimmen sind ebenfalls gute Sportarten, um sich fit zu halten. Keinesfalls geht es darum, dass man sich k√∂rperlich allzu sehr belastet.

Es gibt einige kleine Atem√ľbungen, die man zu jeder Zeit beim Sitzen aus√ľben kann, um einen Energieschub zu bekommen. So kann man beispielsweise beim Sitzen die F√ľ√üe fest auf den Boden dr√ľcken und sich vorstellen, dass man bis zur Decke wachsen m√∂chte. Dazu atmet man ein und aus und holt die Kraft aus den F√ľ√üen, die mit dem Boden verwurzelt sind.

Unter gesunder Ern√§hrung versteht man die Zufuhr von vitaminreichen Lebensmitteln, wie zum Beispiel Obst und Gem√ľse der Saison. Besonders wichtig bei Kraftlosigkeit ist es, viel zu trinken. Es wird ohnehin dazu geraten, mindestens zwei Liter am Tag an Fl√ľssigkeit zu sich zu nehmen. Sollte ein gesunder Lebensstil nicht hilfreich genug sein und sich der Betroffene auch nach dem Sport oder gen√ľgend Ruhe immer noch m√ľde f√ľhlen, so sollte er √§rztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Zun√§chst ist es empfehlenswert, ein Blutbild machen zu lassen. Eine Blutuntersuchung zeigt eventuelle Mangelerscheinungen.

Ursachen anhaltender Kraftlosigkeit

Eine allgemeine Schw√§che k√∂rperlicher oder geistiger Natur nennt man auch Asthenie. Gelegentlich ist die Kraftlosigkeit so stark, dass urs√§chlich an eine schwierige Erkrankung gedacht werden muss. Wenn die Kraftlosigkeit tats√§chlich von einer ernsthaften Erkrankung verursacht wird, so treten meistens schon anfangs begleitende Beschwerden auf. Sollte dies der Fall sein, ist eine √§rztliche Untersuchung unbedingt n√∂tig. Kraftlosigkeit tritt in Folge von mehreren Krankheiten auf, es kann aber einfach ein Zeichen f√ľr den Mangel an Vitaminen sein. Kraftlosigkeit kann ebenfalls eine Nebenwirkung von Medikamenten sein, wie zum Beispiel von Antibiotika.

Stress und Burn-out k√∂nnen genauso ein Grund f√ľr die k√∂rperlich merkliche Schw√§che sein. K√∂rperliche Schw√§che, die organisch bedingt ist, z√§hlt zum ersten Typ der Kraftlosigkeit. Hierbei handelt es sich um den Fall, dass ein Organ aus irgendeinem Grund nicht voll funktioniert, und diese St√∂rung verursacht andauernde M√ľdigkeit. Eine Infektionskrankheit, wie zum Beispiel Hepatitis oder Tuberkulose, eventuell Bluterkrankungen, zum Beispiel Blutarmut, Diabetes oder Herzkrankheiten, k√∂nnen ebenfalls k√∂rperliche Schw√§che ausl√∂sen.

Manchmal ist die Kraftlosigkeit ein Anzeichen von Funktionsst√∂rungen im K√∂rper, manchmal ist sie die Folge von einer Erkrankung. Beispielsweise geh√∂rt die Asthenie zu den beiden wichtigen Symptomen beim Auftreten von AIDS (neben einem ungewollten Gewichtsverlust von √ľber 10 Prozent).

Der zweite Typ der Kraftlosigkeit ist eine reaktionelle Schw√§che. Der t√§gliche Stress kann der Ausl√∂ser f√ľr Mattigkeit sein. In diesem Fall sind die Betroffenen gereizt und reagieren √ľberempfindlich. Die dritte Art der Kraftlosigkeit ist von psychischer Natur. Die Menschen, die unter dieser Art der Schw√§che leiden, haben etwas erlebt, das sie nur sehr schwer verkraften k√∂nnen, wie beispielsweise einen Schock oder den Verlust eines geliebten Menschen. Diese Art betrifft vor allem Personen, die zu Depressionen neigen.

Die Kraftlosigkeit besiegen

Liegt die Kraftlosigkeit im Stress am Arbeitsplatz oder gar dem Burn-out begr√ľndet, so sollte der Betroffene dar√ľber nachdenken, zumindest f√ľr einige Zeit beruflich k√ľrzer zu treten. Vielleicht ist eine Teilzeitl√∂sung oder eine Auszeit m√∂glich. Sollte die √§rztliche Blutuntersuchung eine Mangelerscheinung nachweisen, so verschreibt der Arzt die n√∂tigen Vitamine, um deren Ursachen zu bek√§mpfen. Nach einer Vitaminkur f√ľhlen sich die meisten Menschen wesentlich besser.

Sollte es nach einer Behandlung von vier Wochen noch immer nicht zu einer Besserung gekommen sein, so ist ein weiterer Arztbesuch unbedingt notwendig. Nat√ľrlich bietet auch die Hom√∂opathie eine alternative Behandlung der Kraftlosigkeit. Bei k√∂rperlicher √úberanstrengung kann zum Beispiel Anacardium orientale helfen. Dies ist der Extrakt der Malakka-Nuss aus Ostindien. Wenn man keine Probleme damit hat, sich nach nat√ľrlichen Heilmethoden zu richten, kann man bei einer andauernden M√ľdigkeit und Kraftlosigkeit die Anwendung der Ginsengwurzel in Erw√§gung ziehen. Diese ist als Tee, Saft oder in Tablettenform erh√§ltlich. Au√üerdem helfen in einigen F√§llen auch Bl√ľtenpollen gegen die Symptome.

Kindern, Schwangeren und stillenden Frauen wird besonders nachdr√ľcklich ein Arztbesuch empfohlen, wenn sie an Kraftlosigkeit leiden. Au√üerdem m√ľssen vor allem die Menschen dringend einen Arzt aufsuchen, die neben der Kraftlosigkeit unter Gelenkschmerzen, Fieber, starken Gewichtsverlust und √úbelkeit leiden.