HIV akute Phase & akute HIV Symptome
Zeitpunkt des Auftretens: ca. 2-6 Wochen nach erfolgter Infektion
Dauer: ca. 4-6 Wochen
Symptome: es treten grippeähnliche Symptome wie Fieber, Nachtschweiß, geschwollene Lymphknoten, Übelkeit etc. auf.
HIV erste Symptome der akuten Phase
Das Humane Immundefizienz-Virus, oder auch Menschliches Immunschwäche Virus, im Volksmund eher bekannt als HIV, bezeichnet ein Virus aus der Gruppe der Retroviren, das meist mehrere Jahre nach der Ansteckung zur Immunschwächekrankheit AIDS führt. Diese ernstzunehmende Krankheit hat sich in den letzten Jahren sowohl in Industrieländern, als auch in Ländern der dritten Welt rasch ausgebreitet und damit zu einer weltweiten Pandemie entwickelt. Übertragen wird das Virus vornehmlich durch ungeschützten Geschlechtsverkehr mit einer infizierten Person. Durch Kontakt von offenen oder blutenden Wunden und Schleimhäuten mit Körperflüssigkeiten wie Sperma, Vaginalsekret oder Blut, kann es zu einer Ansteckung kommen. Eine Infektion geschieht demnach meist duch Vaginal- oder Analverkehr, weshalb auch homosexuelle Männer eine Riskiogruppe darstellen. Eine Ansteckung kann zudem durch die Verwendung unsteriler Spritzen von Drogenabhängigen oder kontaminierte Bluttransfusionen erfolgen. Bis die Antikörper, auf welche das Blut im HIV-Test hin untersucht wird, im Blut nachweisbar sind, vergehen nach der Ansteckung bis zu drei Monate.
Eine unbehandelte oder nicht festgestellte Infektion mit dem Virus durchläuft üblicherweise mehrere Stadien. Wichtig zu einer ersten Erkennung des Virus ist vor allem die Wahrnehmung der Symptome der akuten Phase. Diese tritt meist drei bis sechs Wochen nach der Infektion ein. Auf Grund der Symptome, die einer Grippe ähneln, bleibt die Erkrankung häufig zunächst unentdeckt. Typischerweise leiden Patienten unter Fieber, Nachtschweiß, Geschwüren im Bereich des Mundes, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Hautausschlägen oder auch Gelenkschmerzen, in der Medizin Arthralgie genannt. Eine frühzeitige Erkennung der Symptome und eine damit einhergehende frühe Diagnose ist aus zwei Gründen besonders wichtig. Zum einen können Patienten in der akuten Phase antiviral behandelt werden, was die Immunabwehr stärken kann. Zum anderen kann so die Infektion weiterer Sexualpartner verhindert werden. Wichtig zu erwähnen bleibt jedoch, dass auch die Möglichkeit besteht, dass Infektionen komplett symptomfrei verlaufen. Sicheren Aufschluss über eine Ansteckung kann nur ein HIV-Test liefern. Um die Diagnose zu sichern verfügen Ärzte über eine Reihe von Tests, die Blut, Urin oder Gewebe auf Anwesenheit von HI-Viren oder vor allem HIV-Antikörper prüfen.
Akute Phase – HIV Symptome geordnet nach Häufigkeit
Die häufigsten Symptome einer akuten HIV-Infektion sind – sofern die Infektion nicht symptomfrei verläuft – angegeben nach der Wahrscheinlichkeit des Auftretens:
80% Fieber
78% Abgeschlagenheit, Müdigkeit
68% Unwohlsein, Krankheitsgefühl
54% Kopfschmerzen
54% Appetitverlust
54% Arthralgien (Gelenkschmerzen)
51% Hautausschlag
51% Nachtschweiß
49% Myalgien (Muskelschmerzen)
49% Übelkeit
46% Diarrhoe (Durchfall)
46% Fieber und Ausschlag (als Kombination)
44% Pharyngitis oder Schluckschmerzen
37% orale Ulzerationen (Geschwüre im Mund)
34% Steifer Nacken (vermutlich aufgrund der auch dort befindlichen und angeschwollenen Lymphknoten)
32% Gewichtsverlust größer als 2,5 kg
24% Lichtempfindlichkeit
Quelle: Hecht, F. M. et al.: Use of laboratory tests and clinical symptoms for identification of primary HIV infection.. In: AIDS. 16, Nr. 8, 2002, S. 1119-1129.
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