Zyklusstörungen

Zyklusstörungen können bei Frauen in jedem Alter auftreten. Als Zyklus bezeichnet man den Menstruationszyklus des weiblichen Körpers. Er beginnt am Tag der Regelblutung und endet am Tag vor der nächsten Regelblutung. Regelblutungen können von Frau zu Frau unterschiedlich stark ausfallen. Der Menstruationszyklus ist das Reifen eines Follikels im Eierstock im weiblichen Körper. Dieser hochkomplexe Vorgang hat eine Dauer von ca. einem Monat. Nur 5% der Frauen haben einen Zyklus von bis zu 25 Tagen. Während eines Zyklus wird die Gebärmutterschleimhaut erst ab- und dann wieder aufgebaut.

Die Fachbegriffe hierfür lauten Desquamation bzw. Proliferation. Bei der Follikelreifung reift ein Ei im Eierstock der Frau heran. Ungefähr in der Mitte des Zyklus erfolgt der Eisprung. Viele Frauen spüren zu dem Zeitpunkt ein leichtes Ziehen im Unterleib. Die Körpertemperatur ist dann leicht erhöht. Mit einer Temperaturmessung können so die fruchtbaren Tage der Frau bestimmt werden. Der gesamte Zyklus wird von den Hormonen Progesteron und Östrogen bestimmt. Gesteuert werden die Hormone vom Hypothalamus, der Hypophyse und dem Ovar. Gerät der Hormonhaushalt ins Ungleichgewicht können Zyklusstörungen die Folge sein.

Mit Beginn der Wechseljahre, die meist um das 40. Lebensjahr auftreten, beginnt die altersbedingte Hormonumstellung im weiblichen Körper. Ist diese Phase vorbei ist eine Schwangerschaft danach praktisch ausgeschlossen. Die fruchtbaren Tage einer Frau liegen bei etwa zwei Tagen, in dieser Zeit kann das Ei befruchtet werden. Ist die Befruchtung erfolgreich gewesen wandert die Eizelle in die Gebärmutter. Auf dem Weg dorthin teilt sich die Eizelle bereits mehrmals. In der Gebärmutter angekommen nistet sie sich in die Gebärmutterschleimhaut ein. Der zweite Zyklusabschnitt, angefangen vom Eisprung bis zu Beginn der Regelblutung, wird als Sekretionsphase bezeichnet. Die Dauer liegt hier zwischen 12 und 16 Tagen. Der Menstruationszyklus wird vom Lebensalter bestimmt. Er beginnt mit dem Eintritt der Geschlechtsreife bzw. der ersten Regelblutung und endet mit der letzten Regelblutung.

Zyklusstörungen Ursachen

Zyklusstoerungen Symptome und UrsachenZyklusstörungen können vielfältige Ursachen haben. Man unterscheidet generell zwischen Typusanomalien(Hypermennorhoe, Polymenorrhoe), Tempoanomalien (Oligomenorrhoe, Poloymenorrhoe) sowie jegliche Zusatzblutungen, die nicht im Normbereich liegen. Die Ursachen für Zusatzblutungen sind meistens hormonell bedingt.

Es kann aber auch eine Krankheit zugrunde liegen wie beispielsweise die Endometriose oder vorhandene Polypen in der Gebärmutter. Zusatzblutungen sollten immer ernst genommen und ärztlich abgeklärt werden. Zyklusstörungen können auch seelische Ursachen haben, zum Beispiel bei permanentem Stress.

Auch Nikotin, Alkohol und eine allgemeine ungesunde Lebensweise können Grundlage für Zyklusstörungen sein. Noch vor einigen Jahrzehnten wurde der Stressfaktor als Ursache für Zyklusstörungen gar nicht richtig ernst genommen. Diese Sichtweise hat sich inzwischen geändert. Die Psyche wird bei der Ursachenforschung bei Zyklusstörungen vom Arzt also grundsätzlich mit einbezogen. Bei Zyklusstörungen ist die Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden erheblich geringer. Gerade Frauen, die unbedingt schwanger werden wollen und sich selbst dabei enorm unter Druck setzen haben häufiger Zyklusstörungen als andere Frauen.

Zyklusstörungen Symptome

Die Symptome von Zyklusstörungen sind recht einfach beschrieben: Es erfolgt entweder keine Regelblutung oder es treten Zwischenblutungen auf. Bei länger andauernden Zyklusstörungen sollte grundsätzlich eine ärztliche Abklärung erfolgen. Nach einer Schwangerschaft ist das Wiedereinsetzen der Regelblutung äußerst unterschiedlich.

Zyklusstörungen Diagnose

Der Frauenarzt kann bei Zyklusstörungen häufig helfen. Meist ist es hilfreich die Zyklen zu dokumentieren und auch, wenn Begleiterscheinungen entstehen. Zudem wird beim Frauenarzt ein Blutbild erstellt. Sind die Zyklusstörungen schwerwiegender wird eine Hormonbestimmung durchgeführt. Bei Störungen des Hormonhaushalts können in diesem Fall künstliche Hormone in bestimmter Dosis verabreicht werden, die die Zyklusstörungen beheben sollen. Vor allem bei einem Babywunsch kann eine Hormonstimulierung wahre Wunder bewirken. Wichtig ist in jedem Fall, dass den Zyklusstörungen explizit auf den Grund gegangen wird, damit auch die passende Therapie gefunden werden kann.

Zyklusstörungen Therapie / Behandlung

Je nach Art der Zyklusstörungen gibt es verschiedene Behandlungsmethoden, die jeweils individuell auf den Patienten abgestimmt sind. Hierzu gehören Hormonbehandlungen, die Untersuchung des gesamten Unterleibs und bei Bedarf eine Sonografie. Bei Zyklusstörungen handelt der Arzt meist nach dem Ausschlussprinzip. Das bedeutet er checkt bei der Patientin jeden Bereich nach und nach ab, der für Zyklusstörungen verantwortlich sein könnte.

Eher selten sind operative Eingriffe erforderlich. Dies ist nur bei einer Krankheit wie der Endometriose oder der Polypenbildung der Fall. Da Zyklusstörungen häufig auch die Lebensqualität der Patientin einschränken sollte eine Behandlung immer angeraten werden. Zyklusstörungen treten am häufigsten in sehr jungem Alter sowie kurz vor Eintritt der Menopause auf.

Verlauf Zyklusstörungen

Bei Zyklusstörungen gibt es keinen typischen Verlauf. Die Beschwerden können vielfältiger Natur sein und müssen immer individuell ärztlich abgeklärt werden.

Zyklusstörungen Vorbeugen

Bei Zyklusstörungen empfiehlt sich die Beseitigung von zu viel Stress und Hektik. Auch die Ernährung und eine insgesamt gesunde Lebensweise können erheblich dazu beitragen, dass Zyklusstörungen gar nicht erst auftreten. Viel Bewegung an der frischen Luft sowie der Verzicht auf Alkohol und Nikotin tragen ebenfalls dazu bei, dass der Zyklus regelmäßig und ohne größere Beschwerden verläuft. Wichtig ist es auf seinen Körper zu hören beim ersten Auftreten von Beschwerden wie Unterbauchschmerzen etc. möglichst schnell einen Facharzt aufzusuchen.

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