Zahnfleischentzündung

Zahnfäule (Karies) und eine Zahnfleischentzündung (Parodontitis) sind heutzutage zu einer Zivilisationskrankheit geworden. Mittlerweile sind so gut wie jeder Erwachsene und der weitaus größte Anteil der Kinder von einer Zahnfleischentzündung betroffen.

In jeder menschlichen und tierischen Mundhöhle befinden sich weitaus mehr als fünfhundert verschiedene Bakterienarten, welche zum größten Teil jedoch völlig harmlos sind. Verweilen diese Bakterien jedoch zu lange in der Mundhöhle, so schließen sie sich zu einem sogenannten Film (Plaque) zusammen und können so zu einer Zahnfleischentzündung führen. Da die Bakterien einen leimähnlichen Stoff absondern, haften sie fortan nicht nur aneinander, sondern auch am Zahnfleisch fest. Ein einfaches Bürsten oder Spülen kann dann diesen Film nicht mehr entfernen. Darüber hinaus schützt der Film die Bakterien vor der körpereigenen Abwehr und auch Medikamente können ihm nichts anhaben. Somit können die Bakterien ihre Giftstoffe weiterhin freisetzen und die Zahnfleischentzündung nimmt ihren Lauf.

Zahnfleischentzündung Ursachen

Zahnfleischentzuendung SymptomeDie Gründe für eine Zahnfleischentzündung sind den meisten Menschen eigentlich bekannt: Falsche Ernährungsgewohnheiten, vor allem ein übermäßiger Zuckerkonsum und eine nachlässige Mundhygiene fördern eine Zahnfleischentzündung drastisch. Darüber hinaus besteht die Option, dass Zahnfleischentzündungen durch die Anwendung von biochemisch wirksamen Substanzen zustande kommen und somit als Nebenwirkung beispielsweise beim Bleaching auftreten.

Umgangssprachlich wird die Zahnfleischentzündung auch als Parodontose bezeichnet und wird durch nicht entfernten Plaque verursacht. Die in den Zahnbelägen enthaltenen Bakterien sondern Giftstoffe ab, welche zu einer Entzündung des Zahnfleischrandes (Gingivitis) führen. Wenn die Entzündungsursachen nicht beseitigt werden, das heißt, die Plaque nicht entfernt und die Mundhygiene nicht eindeutig verbessert werden, kann sich das gesamte Zahnbett entzünden (Parodontitis). Das Zahnfleisch löst sich nun vom Zahn und bildet fortan eine sogenannte Zahnfleischtasche. In dieser sammeln sich Plaque und Speisereste, welche durch die ganz normale Mund – und Zahnpflege nicht mehr erreicht werden können.

Die Entzündungsvorgänge beginnen nun das Zahnfleisch abzubauen und manchmal sogar auch den gesamten Kieferknochen. Somit werden die Zahnwurzeln bloß gelegt, wodurch die Zähne scheinbar länger werden. Sie verlieren ihren festen Halt und fallen schließlich aus. Eine Zahnfleischentzündung kann den gesamten Zahnhalteapparat zerstören und damit auch zum Verlust noch gesunder Zähne führen.

Neben einer unzureichenden Mundhygiene können auch Hormone, wie in der Pubertät oder in der Schwangerschaft, Diabetes, Leukämie, Unterernährung, Vitamin C Mangel, rauchen und Anabolika Ursache für eine Zahnfleischentzündung sein.

Zahnfleischentzündung Symptome

Erste Anzeichen für eine Zahnfleischentzündung ist eine Schwellung und eine Rötung des Zahnfleischsaums. Später kommt starkes Zahnfleischbluten hinzu und die Zähne des Erkrankten reagieren empfindlich auf Wärme oder Kälte. Nur sehr wenige Patienten klagen über ein vermehrtes Schmerzaufkommen. Durch den fortschreitenden Prozess einer Zahnfleischentzündung verlieren die Zähne ihren Halt und fangen an zu wackeln. Der Erkrankte kann Probleme mit der Nahrungsaufnahme aber auch mit dem Reinigen der Zähne bekommen. Darüber hinaus bildet sich durch den fortschreitenden Prozess sehr viel neuer und hartnäckiger Zahnstein.

Zahnfleischentzündung Diagnose

Um eine Zahnfleischentzündung feststellen zu können, muss der Zahnarzt die Farbe des Zahnfleisches untersuchen und schauen, ob dieses die gesamten Zahnzwischenräume ausfüllt. Erst danach schaut der Zahnarzt ob sich beim Patienten Plaque gebildet hat und ob das Zahnfleisch schon bei kleinsten Berührungen zu bluten beginnt. Die Festigkeit des Zahnfleisches testet der Zahnarzt immer mit einer speziellen Sonde, welche er sehr vorsichtig in verschiedene Stellen der Zahnfleischtaschen schiebt. Nur so kann der Zahnarzt erkennen, wie tief sich die Sonde in die Zahnfleischtaschen schieben lässt, ob das Zahnfleisch dabei stark blutet und wie rau die gesamte Zahnoberfläche ist. Aus dieser Untersuchung ergibt sich für den Zahnarzt ein ganz spezieller Code. Anhand dieses Codes kann der Zahnarzt jedoch feststellen ob es sich bei der Erkrankung wirklich um eine Zahnfleischentzündung handelt oder nicht.

Zahnfleischentzündung Therapie / Behandlung

Liegt beim Patienten eine Zahnfleischentzündung vor, so beginnt der Zahnarzt erst einmal damit, den vorhandenen Zahnstein und weitere Zahnbeläge von den Zähnen zu entfernen. Da allerdings kein Patient die gleichen Voraussetzungen in seiner Mundhöhle aufweist, ist es sehr wichtig, dass der Zahnarzt jedem Patienten ein auf ihn abgestimmtes Mundhygieneprogramm erstellt.
Darüber hinaus werden bei einer Zahnfleischentzündung dem Patienten spezielle Mundspülungen zur Beseitigung der Bakterien im Mundraum gereicht. Wer jedoch unter einer akuten Zahnfleischentzündung leidet, der kann diese mit Medikamenten, mit Antibiotikum oder einer speziellen Mundspüllösung behandeln.

Zahnfleischentzündung Verlauf

Erfolgt bei einer Zahnfleischentzündung keine Behandlung, so kann sich diese bereits nach einigen Tagen zu einer chronischen Zahnfleischentzündung entwickeln. Hierdurch wird nicht nur der gesamte Zahnhalteapparat drastisch in Mitleidenschaft gezogen, eine chronische Zahnfleischentzündung kann auch den gesamten Zahnbestand gefährden. Durch eine regelmäßige Zahnreinigung und durch eine gute Behandlung heilt eine Zahnfleischentzündung in den meisten Fällen innerhalb einiger Wochen wieder komplett ab. Bereits nach einigen Tagen hört das Zahnfleischbluten auf und der Patient ist nicht mehr Wärme und Kälte empfindlich.

Zahnfleischentzündung Vorbeugen

Da es sich bei einer Zahnfleischentzündung im Wesentlichen um eine selbst verschuldete Krankheit handelt, kommt der Vorbeugung selbstverständlich eine ganz besonders große Bedeutung zu. Der Schutz der Zähne und des Zahnfleisches ist schon von Kindesbeinen an erlernbar. Somit können gesunde Zähne und ein gesundes Zahnfleisch ein ganzes Leben lang erhalten werden. Dennoch gelingt die Vorbeugung einer Zahnfleischentzündung einzig und allein durch eine sorgfältige Zahnreinigung und durch eine regelmäßige Plaqueentfernung.

Auch die Beseitigung des Zahnsteins, einer durch die Einlagerung von Mineralien verhärteten Plaque, muss in regelmäßigen Abständen vom Zahnarzt beseitigt werden. Die wichtigsten Hilfsmittel für die Vorbeugung einer Zahnfleischentzündung sind eine Zahnbürste mit einem sehr kurzem Bürstenkopf, eine Zahnpasta, welche der Entstehung von Plaque entgegenwirkt und Zahnseide. Wer nicht genau weiß er/sie sich die Zähne richtig reinigen soll, der kann sich bei seinem Zahnarzt viele hilfreiche Tipps einholen.

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