Wunden

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne
NEU: Bitte bewerte diesen Beitrag!

Wunden zieht man sich immer wieder zu, denn die menschliche Haut ist dünn und wird leicht beschädigt. Aber genau dafür ist sie auch da: Sie soll den Körper schützen und stellt eine natürliche Barriere gegen alle äußeren Einflüsse dar. Sie ist widerstandsfähig genug, um Umwelteinflüsse wie Wasser, Schmutzpartikel, Kälte, Hitze und Fremdkörper aller Art aus dem menschlichen Körper heraus zu halten. Was die Haut alles leistet, wird den meisten Menschen erst bewusst, wenn sie es nicht mehr tut, weil sie verletzt oder krank ist. Wunden aller Art sind alltäglich. Es handelt sich dabei nicht um eine Krankheit, sondern um kleinere und größere Verletzungen, die eher unter der Rubrik „natürlicher Verschleiß“ zu verbuchen sind.

Gereizte Haut an Fingern und Handflächen nach ausführlichem Händewaschen weist ebenso kleinste Wunden auf wie das blutende Knie nach dem Sturz vom Fahrrad. Die meisten Wunden sind ungefährlich. Im Laufe eines Menschenlebens zieht man sich unzählige Wunden zu, die in den minder schweren Fällen unbemerkt durchgehen. Wenn es nicht zu einer Infektion durch in den Körper eindringende Erreger kommt und die Wunden klein ausfallen, sind sie harmlos.

Wunden Ursachen

Wunden Symptome & UrsachenWunden sind kleine und größere Verletzungen der Haut. Sie entstehen, wenn ein Fremdkörper, eine Chemikalie, ein spitzer oder scharfer Gegenstand die natürlich schützende Epidermis des Körpers durchdringt. Ist dabei ein Blutgefäß verletzt, blutet die Wunde. Andere, flache Wunden nässen nur leicht, und manche Wunden sind so geringfügig, dass tatsächlich nur die äußeren Hautschichten betroffen sind, der Körper also nach wie vor perfekt geschützt ist.

Verletzungen können viele Ursachen haben: Kinder beispielsweise fallen häufig hin, stoßen an Gegenstände, Wände, Steine, stolpern und purzeln über den Spielplatz. Jeder Sturz kann zu Wunden führen, wenn die Haut nicht durch dicke Textilien oder andere Polsterung geschützt ist. Bei den berühmten blauen Flecken handelt es sich nicht um Wunden im eigentlichen Sinn, denn die Hämatome kommen meist ohne Verletzung der Haut zustande. Sie gehen auf durch Prellung geplatzte Blutgefäße im Inneren des Körpers zurück, sind aber nicht minder schmerzhaft als Wunden.

Wunden Symptome

Wunden machen sich unmittelbar bemerkbar, und zwar durch Schmerzen, Blutverlust, Nässen.

  • Kleinere Wunden meldet der Körper meist nur durch ein leichtes Jucken oder Brennen, größere Wunden können so schmerzhaft sein, dass eine Ohnmacht droht. Die betroffene Körperstelle sieht auffällig aus: Die Haut fehlt ganz, hängt in Fetzen herunter, ist sichtbar beschädigt oder zumindest sehr stark gerötet. Eine Blutung setzt bei schwereren Verletzungen durch den damit verbundenen Schock nicht immer sofort ein, sondern unter Umständen erst nach einigen Sekunden. Das Gleiche gilt für den Schmerz: Der kann sofort da sein, wird aber normalerweise erst später wahrgenommen.
  • Größere Verletzungen gehen mit Zittern, „weichen Knien“, Unwohlsein, Schwächegefühl und eventuell Angst einher. Kinder und Jugendliche weinen oft, wenn sie eine Wunde bemerken. In seltenen Fällen sind Wunden unmittelbar lebensbedrohlich. Bei Schussverletzungen, die die inneren Organe betreffen, schweren Kopfwunden und großflächigen, tiefgehenden Bauchwunden ist sofort ein Arzt zu rufen, denn diese Verletzungen sind lebensgefährlich. Wunden im Inneren des Körpers müssen auf jeden Fall ärztlich behandelt werden. Wunden, die die Haut, die Muskulatur und das Fettgewebe betreffen, sind vergleichsweise harmlos. Der Körper kann diese eher oberflächlichen Verletzungen selbständig heilen. Wichtig ist, dass die Wunden sauber gehalten werden, so dass keine Erreger, Fremdkörper oder Schmutzpartikel über die Wunde in den Körper eindringen können. Vielen Betroffenen ist das nicht bewusst, obwohl sie instinktiv richtig handeln: Die Haut ist auch für den Wärmehaushalt des Körpers wichtig.
  • Großflächige Hautverletzungen sorgen also unter Umständen dafür, dass man leichter fröstelt oder (bei sehr starker Außenwärme) überhitzt. Ein Wundverband muss nicht nur Erreger und Fremdkörper von der Wunde fernhalten und die Heilung fördern, sondern auch für ein angenehmes Klima sorgen.

Wunden Diagnose

Die Diagnose der meisten Wunden erfolgt über Sichtkontakt. Eine Wunde, also eine Verletzung der Haut, ist leicht zu erkennen. Bereits Kleinkinder bemerken, wenn sie nach einem Sturz am Bein bluten oder die Haut der Handflächen abgeschürft ist. Allerdings ist eine genaue Untersuchung auch einfacher Wunden manchmal sinnvoll, denn nur so kann man eventuell vorhandene Fremdkörper bemerken und entfernen. Das geht sofort nach der Verletzung, wenn die Wunde noch frisch ist und nicht zu bluten angefangen hat, am einfachsten.

Größere und tiefgehende Verletzungen werden vom Arzt genau untersucht, unter Umständen mithilfe einer starken Lampe, einer Lupe oder auch (bei offenen Knochenbrüchen beispielsweise) mithilfe von Röntgenstrahlen. So wird das genaue Ausmaß der Verletzung festgestellt, was wichtig ist, um die Therapie zu bestimmen.

Wunden Therapie / Behandlung

Wunden sollten zuerst vorsichtig, aber sorgfältig gereinigt werden. Desinfizieren ist nicht immer nötig, bei kleinen Verletzungen, die beispielsweise in der Küche, bei der Reparatur im Haushalt oder mit Kindern vorkommen, ist das Ausspülen mit Wasser ausreichend. Das Leitungswasser ist in den meisten Teilen Deutschlands rein genug, um kleinere Schmutzpartikel sanft aus der Wunde zu spülen. Das Wasser sollte ungefähr Körpertemperatur haben, um dem Patienten/der Patientin keine weiteren (unnötigen) Schmerzen zuzufügen. Davon abgesehen zieht sich das Körpergewebe bei starker Hitze und Kälte zusammen (eine Schutzfunktion) und würde Schmutzpartikel schlichtweg einschließen

Verletzungen, die in der Küche beim Umgang mit rohem Fleisch, Eiern oder Fisch entstehen, sollten desinfiziert werden. Das gilt auch für Wunden, die im Umgang mit Tieren oder anderen Menschen (Kratzer von Nägeln und dergleichen) entstehen. Hier besteht die Gefahr, dass Krankheitserreger in den Körper eindringen können, die Entzündungen verursachen. Desinfektionsmittel hält jeder Arzt parat, aber auch in der Hausapotheke sollte es vorhanden sein.

Für absolute Notfälle kann hochprozentiger (40 % oder mehr) Alkohol in recht reiner Form, also beispielsweise Wodka oder Rum, zur Desinfektion gebraucht werden. Alkoholhaltiges Rasierwasser eignet sich ebenfalls, da es nach der Rasur kleinste Verletzungen reinigen soll. Manchmal ist es nötig, kleinere Fremdkörper wie Holzsplitter, Steinchen, Sand oder ähnliches aus einer offenen Wunde zu entfernen. Das kann jeder Allgemeinmediziner, aber wer eine ruhige Hand hat, kann das auch selbst erledigen. Allerdings braucht man dazu steriles Werkzeug. Eine Pinzette, eine einfache Nähnadel, eine schmale Nagelfeile oder ein ähnlich geformtes Stück aus Metall sind geeignet. Dieses Gerät muss auf jeden Fall steril sein, bevor es mit der Wunde in Kontakt kommt. Dazu kann man es kurz auskochen (10 Minuten in kochendem Wasser) oder in hochprozentigen Alkohol einlegen. Kurzes Ausbrennen in einer Feuerzeugflamme reicht für den Hausgebrauch oft auch aus. Es ist wichtig, beim Entfernen der Fremdkörper unbedingt vorsichtig zu sein, um weitere Verletzungen zu vermeiden und dem Patienten/der Patientin keine Schmerzen zuzufügen.

Eine gereinigte Wunde, die recht klein ist, kann an der Luft gut heilen, solange keine Fremdkörper eindringen. Der menschliche Körper verschließt Wunden relativ schnell mit klebrigem, trocknendem Wundsekret, das Erreger draußen hält und eine Art temporäre Ersatzhaut darstellt. Größere Wunden und Wunden an den Händen (die ständig mit Gegenständen in Kontakt kommen) sollten mit einem leichten, luftdurchlässigen und gegebenenfalls wasserdurchlässigen Wundverband abgedeckt werden. Der Verband sollte ein- bis zweimal täglich sowie bei Nässe gewechselt werden. Schließt sich die Wunde, kann der Verband weggelassen werden.

Wunden Verlauf

Gut gereinigte und sauber gehaltene Wunden verheilen meist innerhalb einer Woche. Größere Verletzungen können länger brauchen, bis sie sich wirklich vollständig geschlossen haben, und bei schwachen, gesundheitlich angeschlagenen Menschen verläuft die Wundheilung unter Umständen auch langsamer. Bei Kindern geht es schneller: Schürfwunden bilden bereits nach zwei Tagen Grind aus und sind nach vier Tagen verschwunden, oberflächliche Schnittverletzungen können nach drei Tagen verheilt sein.

Wunden in der Nähe von Gelenken und an stark bewegten Körperstellen brauchen normalerweise etwas länger, um zu verheilen. Das liegt daran, dass die Haut ständig gedehnt und zusammengedrückt wird, was die stabile Bildung von neuem Hautgewebe erschwert. Wird eine Wunde nicht ausreichend gereinigt oder schlecht gepflegt, können Erreger in den Körper eindringen. Dann entzündet sich der Körper an dieser Stelle, was mit Hitze und Rötung, einer Schwellung und Schmerzen einhergeht.

Wird die Entzündung nicht behandelt, kann sich die Infektion über den Blutkreislauf im Körper verteilen, es kann zu einer Blutvergiftung kommen. Wundinfektionen sind gefährlich und sollten unbedingt vermieden werden. Das gilt auch für in der Wunde verbleibende Fremdkörper. Der Körper versucht zwar, diese über die Bildung von Eiter, starkem Blutfluss und Wundnässen herauszuspülen, aber selten gelingt das vollständig, und vor allem sind diese kleinen Schmutzpartikel selten steril. Die Heilung von infizierten Wunden kann sehr lange dauern und erfordert ärztliche Aufsicht.

Wunden Vorbeugen

Wunden kann man nicht vollständig vermeiden. Durch eine gut ausgebildete Motorik und Vorsicht im Umgang mit scharfen und spitzen Gegenständen können viele Unfälle vermieden, und das regelmäßige Ausüben von Sport trägt sicherlich zur motorischen Entwicklung bei.

Ätzende Flüssigkeiten und Säuren sollten auf keinen Fall in Kontakt mit der Haut kommen, weil auch sie Wunden verursachen. Sachgemäßer Umgang mit Chemikalien ist also sinnvoll. Für Werkzeug gilt das ebenfalls – durch sachgemäßen Umgang kann man viele Verletzungen vermeiden.

Ähnliche Themen, die Sie interessieren könnten:

Einfach zitieren! Mit nur einem Klick kopieren Sie den Link zur Quelle:



Hinweis: Unsere Webseite darf auf allen Webseiten, in Hausarbeiten und in Printmedien ohne Rücksprache zitiert werden. Kopieren Sie einfach den obenstehenden Link und fügen Sie diesen auf der gewünschten Seite ein.

positiv oder negativ?

HIV Status unklar?

Es gibt keine sicheren HIV-Symptome. Nur ein klinischer HIV-Test kann Klarheit über eine Infektion oder Nicht-Infektion schaffen.

Machen Sie Schluss mit der Ungewissheit und lassen Sie sich testen.

» HIV Test
Hinweise: Unsere Webseite versteht sich ausschließlich als additionales Informationsangebot zu einer (fach-)ärztlichen Beratung. Sollten Sie sich nicht über Ihren Serostatus im Klaren sein, suchen Sie bitte einen Arzt auf und lassen einen HIV Test durchführen. Alle Warennamen, Produkt- und Firmenbezeichnung sind mit, aber auch ohne definitive Kennzeichnung Eigentum des jeweiligen Inhabers der Rechte. Die Inhalte dieser Webseite sind urheberrechtlich geschützt.