Wirbelbruch

Wenn ein Wirbel der Wirbelsäule bricht, spricht man von einem Wirbelbruch. Es kann der Wirbelkörper, der Dornfortsatz oder der Wirbelbogen betroffen sein. Zum Wirbelbruch kann es durch Stürze, Verkehrsunfälle oder körperliche Gewalteinwirkung kommen. Wenn sich Splitter in den Wirbelkanal bohren, tritt unter Umständen eine Querschnittslähmung als Folge auf. Eine häufige Ursache ist, speziell bei älteren Menschen, die Osteoporose. Dadurch werden die Knochen porös und brüchig. Schon geringe Einflüsse können bei einer Osteoporose zum Wirbelbruch führen. Symptome sind beim Wirbelbruch nicht immer feststellbar. Es hängt davon ab, wie der Wirbel gebrochen ist, deshalb können die Betroffenen bei einem stabilen Bruch durchaus schmerzfrei sein.

Häufig führt der Bruch eines Wirbels jedoch zu starken Schmerzen, Bewegungsunfähigkeit und Lähmungserscheinungen. Behandelt wird ein Wirbelbruch entweder konservativ durch physiotherapeutische Maßnahmen oder operativ. Die Wahl der Therapie hängt von der Art des Bruches ab. Die Heilprognose ist günstig. In der Häufigkeit aller Frakturen, die in Deutschland diagnostiziert werden, weist der Wirbelbruch ein Vorkommen von etwa zwei Prozent auf. Bei Menschen über 50 Jahren kommt es jährlich zu etwa 230.000 Wirbelbrüchen. Vorbeugung gegen Osteoporose ist mit einer kalziumreichen Ernährung möglich. Des Weiteren sorgt Muskelaufbau für einen starken Rücken und kann damit ernsthafte Verletzungen verhindern.

Wirbelbruch Ursachen

Wirbelbruch SymptomeZum Wirbelbruch kommt es bei Stürzen, Unfällen und durch äußere körperliche Gewalteinwirkung. Eine weitere Ursache ist die Osteoporose, bei der die Knochen und Wirbel brüchig werden. Hier kann schon eine falsche Bewegung genügen, wenn die Osteoporose in einem fortgeschrittenen Stadium ist. Es sind Fälle bekannt, bei denen falsches Heben und Tragen bereits zum Wirbelbruch führt. Besonders ältere Menschen sind gefährdet, an Osteoporose zu erkranken. Die Brüchigkeit der Knochen und Wirbel kommt bei Frauen häufiger vor als bei Männern.

Wirbelbruch Symptome

Bei einem stabilen Bruch kann der Schmerz ganz ausbleiben, der Betroffene spürt nichts. Häufiger sind jedoch bei einem instabilen Bruch die typischen Symptome wie ein plötzlich auftretender starker Schmerz, Lähmungserscheinungen, unnatürliche Reflexe und Bewegungsunfähigkeit.

Wenn Knochensplitter in das Rückenmark eindringen und dieses verletzen, kann es zur Querschnittslähmung kommen.

Wirbelbruch Diagnose

Der Arzt führt zunächst eine körperliche Untersuchung durch und prüft dabei die Nervenfunktionen. In der Computertomografie werden die Wirbel abgebildet und die Bruchstelle identifiziert. Wenn eine Osteoporose vorliegt, zerbröckelt der Wirbel eher als dass er bricht. Diese Details werden im bildgebenden Verfahren für den Arzt sichtbar. Beim stabilen Bruch verkeilen sich dagegen die gebrochenen Wirbelteile. Als weiteres Diagnoseinstrument steht die Kernspinaufnahme zur Verfügung. Hier werden auch eventuelle Einblutungen in das Rückenmark sichtbar. Verletzungen an der Wirbelsäule sind immer kritisch zu betrachten, da die drohende Querschnittslähmung eine erhebliche Komplikation darstellt. Die exakte Diagnose dient dazu, stabile und instabile Brüche zu unterscheiden und dann die richtige Therapie zu wählen.

Wirbelbruch Therapie

Die Therapie richtet sich nach der Art des Wirbelbruchs. Möglich sind Operationen oder konservative Behandlungen. Wenn der Wirbelbruch instabil ist und ein inneres Organ oder das Rückenmark verletzt sind, dann muss operiert werden. Dazu gibt es zwei gängige Verfahren, die Kyphoplastie und die Spondylodese.

  • Bei der Kyphoplastie wird minimalinvasiv operiert. Man unterscheidet hier zwei Operationsmethoden: die substanzzerstörende und die substanzerhaltende Technik. Bei der substanzzerstörenden Technik wird ein Ballon in den gebrochenen Wirbelkörper eingeführt. Den Ballon füllt der Arzt mit einem Kontrastmittel auf. Dieses Verfahren richtet den Wirbelkörper wieder auf, es wird dabei aber gesunde Knochenmasse verdrängt. Anschließend wird in die Ballonhöhle ein schnell aushärtender Knochenzement eingespritzt. Diese Operationstechnik wird teilweise noch angewendet, häufiger kommt jedoch das substanzerhaltende Verfahren zum Einsatz. Hierbei ist nur ein einseitiger Zugang zum gebrochenen Wirbelkörper notwendig. Der Wirbelkörper wird mit einer flexiblen Nadel aufgerichtet und fixiert. Danach wird ebenfalls Knochenzement eingespritzt, der sich fächerartig ausbreitet, die gesunden Wirbelteile umschließt und fixiert. Die Heilerfolge sind sehr gut, der Patient kann meist direkt nach der Operation wieder aufstehen und ist schmerzfrei
  • Die Spondylodese ist ein operativer Eingriff zur Versteifung der Wirbelsäule. Dazu werden Schrauben in den Wirbelkörper eingebracht. Die Schrauben sind über Stangen oder Metallplatten miteinander verbunden. Auch diese Operationsmethode ist beim Wirbelbruch Erfolg versprechend. Geeignet sind diese Operationsverfahren bei Brüchen im Bereich der Lenden-, Halswirbel- und Brustwirbelsäule. Bei stabilen Brüchen kommt eine konservative Therapie in Frage. Auch Wirbelbrüche in Verbindung mit Osteoporose bei älteren Patienten werden häufig konservativ behandelt.

Das Ziel ist die Schmerzbeseitigung. Ein Physiotherapeut mobilisiert die Patienten, die Therapie verbessert die Körperhaltung und führt zu einem Bewegungsablauf, der den Rücken schont. Eine äußere Unterstützung durch ein Stützkorsett oder Stützmieder kann erforderlich sein.

Wirbelbruch Verlauf

Mit einer Operation oder konservativen Behandlung kann der Wirbelbruch gut unter Kontrolle gebracht werden. Unbehandelte Wirbelbrüche führen dazu, dass der Patient an Körpergröße verliert, es kann zu einer Verformung der Wirbelsäule kommen. Eine eingeschränkte Bewegungsfähigkeit und erhöhte Schmerzen sind die Folge.

Wirbelbruch Vorbeugen

Gegen Osteoporose als Ursache für einen Wirbelbruch kann erfolgreich vorgebeugt werden. Starke Knochen brauchen Kalzium, eine ausgewogene Ernährung stabilisiert den Kalziumhaushalt. Frauen sind nach der Menopause besonders gefährdet, an Osteoporose zu erkranken. Dementsprechend steigt die Häufigkeit für einen Wirbelbruch. Ein Zusammenhang mit der Hormonsituation kann bei einem Besuch beim Gynäkologen geklärt und behoben werden. Mit einem Bewegungstraining kann die Gefahr zusätzlich eingedämmt werden. Darüber hinaus hilft ein gezielter Muskelaufbau, um die Wirbelsäule im Fall eines Sturzes zu schützen. Ältere, gefährdete Personen können mit einer Gehhilfe, zum Beispiel einem Stock oder einem Rollator, das Risiko eines Sturzes verringern.

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