Wadenkrämpfe

Allgemein versteht die Medizin unter einem Muskelkrampf das Verkrampfen von bestimmten Muskeln. So verkrampft sich bei einem Wadenkrampf in erster Linie die Wadenmuskulatur, es können jedoch auch Muskeln, wie beispielsweise die Muskeln, die für das Beugen und Strecken der Zehen verantwortlich sind, involviert sein. Die meisten Betroffenen klagen in der Nacht über Wadenkrämpfe. Je nach Ursache können sie aber auch tagsüber auftreten.

Fast die Hälfte der Deutschen hatte schon ein- oder mehrmals einen Wadenkrampf. Dabei steigt das Risiko, unter Wadenkrämpfen zu leiden, mit dem Alter an. Oft sind insbesondere schwangere Frauen und Sportler, die auch schon in jungen Jahren unter Wadenkrämpfen leiden. Die Medizin unterscheidet 3 Arten von Wadenkrämpfen. Die Unterteilung erfolgt hier nach der Ursache. Zum einen gibt es die plötzlich auftretenden Wadenkrämpfe, die keine spezifischen Ursachen haben. Zum anderen gibt es Wadenkrämpfe, die durch bestimmte Krankheiten hervorgerufen werden. Auch durch Mangelerscheinungen kann es zu Verkrampfungen der Wadenmuskulatur kommen.

Wadenkrämpfe Ursachen

Wadenkraempfe: Symptome und UrsachenWie bereits erwähnt, können Wadenkrämpfe die unterschiedlichsten Ursachen haben. Ein Grund für Wadenkrämpfe können Mangelerscheinungen sein. In erster Linie führt ein Magnesiummangel häufig auch zu einem Verkrampfen der Wadenmuskulatur. Ein Mangel an Magnesium kann viele Ursachen haben. Starkes Schwitzen, ungesunde Ernährung, Erbrechen und Durchfall oder auch eine erhöhte Medikamenteneinnahme können einen Magnesiummangel hervorrufen.

Oft leiden auch schwangere Frauen unter einem Mangel an Magnesium. Muskeln brauchen Magnesium, um gut funktionieren und arbeiten zu können. Kommt es zu einem Magnesiummangel, können Krämpfe die Folge sein. Es gibt auch bestimmte Krankheiten, die Wadenkrämpfe mit sich bringen können. Unter anderem können Krampfadererkrankungen, Diabetes, Borreliose, Arthrose, Nierenerkrankungen und Bandscheibenprobleme zu Wadenkrämpfen führen. Oft treten die Krämpfe jedoch auch ohne ersichtlichen Grund auf. Zudem kann zu viel Sport oder eine Überanstrengung zu Wadenkrämpfen führen.

Wadenkrämpfe Symptome

Hauptsymptom bei einem Wadenkrampf ist der plötzliche und stechende Schmerz. Außerdem ist eine Verhärtung der Muskelpartie zu spüren. In den meisten Fällen beschränken sich die Symptome auf das Bein, können sich jedoch auch auf den jeweiligen Fuß ausbreiten. Hier wird dann oft ein Zusammenziehen der Zehen beobachtet. Während eines Wadenkrampfes kommt es zu erheblichen Beeinträchtigungen im Bereich des Unterschenkels. Betroffenen ist es zu dieser Zeit meist nicht möglich, das betroffene Bein auszustrecken. Je nach Ursache können auch Begleiterscheinungen wie z.B. Schwindel, Stand- und Gangunsicherheit und Krämpfe in den Fußsohlen auftreten.

Wadenkrämpfe Diagnose

Zur richtigen Diagnose ist eine genaue Befragung des Patienten erforderlich. Primär erfragt der Arzt hier die Häufigkeit und Intensität der Wadenkrämpfe. Kann der Arzt keine körperliche Überbelastung feststellen, so muss nach Krankheiten gesucht werden, die Wadenkrämpfe auslösen können. So wird dann u.a. das Herz- und Kreislaufsystem genau unter die Lupe genommen. Untersuchungen mit Hilfe von EKG, Röntgen oder Ultraschall können dem Arzt hier nützliche Hinweise liefern. Mit Hilfe einer sogenannten Elektroneurographie können Nervenwurzelreizungen aufgrund einer Bandscheibenproblematik festgestellt werden. Ein Blutbild gibt Aufschluss darüber, ob eine eventuelle Störung des Mineralstoffwechsels vorliegt.

Wadenkrämpfe Therapie / Behandlung

Einer gezielten Therapie muss eine genaue Diagnose vorausgehen. Werden die Wadenkrämpfe durch eine andere Krankheit ausgelöst, so ist es wichtig, diese zu therapieren. Bei Überanstrengung oder einem Magnesiummangel ist eine Gabe von zusätzlichem Magnesium ratsam. Täglich 200-400 g helfen, müde Muskeln wieder aufzubauen und den Mineralhaushalt auszugleichen. Sport und ausgewogene Ernährung sind in jedem Fall ratsam, egal, welche Ursache Wadenkrämpfe haben.

Über eine ausgewogene Ernährung wird der Muskulatur alles zugeführt, was sie braucht, um gut zu funktionieren. Sport hilft dabei, die Muskeln aufzubauen und zu stärken. Möglichst wenig Alkohol und Nikotin kommt der Muskulatur ebenfalls zu Gute. Bei sehr starken Schmerzen kann der Arzt auch krampflösende und schmerzlindernde Medikamente verordnen. Bei einem akuten Wadenkrampf können sich Betroffene auch selbst helfen. Bei einem Krampf empfiehlt es sich, den Wadenmuskel zu dehnen. Auch leichte Massagen und Wärme tun gut und helfen, die Verkrampfung zu lösen.

Wadenkrämpfe Verlauf

In der Regel klingen Wadenkrämpfe nach wenigen Minuten wieder ab. Obwohl ein Wadenkrampf meist harmlos ist, so ist es dennoch wichtig, die Ursache abzuklären, da hier schwerwiegende Erkrankungen zu Grunde liegen können. In einigen Fällen jedoch können auch Wadenkrämpfe tödlich enden. Hier kommt es auf den Zeitpunkt des Krampfes an. Erwischt ein solcher Wadenkrampf einen Menschen z.B. im Wasser, auf dem Motorrad oder beim Ski fahren, so kann es zu Bewegungseinschränkungen, Unfällen und im schlimmsten Falle auch zum Tod kommen.

Wadenkrämpfe Vorbeugen

Auch beim Vorbeugen gegen Wadenkrämpfe sind eine gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung das A und O. Nahrungsmittel wie Obst, Vollkorn, Nüsse und Schokolade sind gute Magnesiumlieferanten. Aber auch einige Getränke und Mineralwasser können helfen, den Magnesiumhaushalt aufzuwerten. Nikotin und Alkohol entziehen dem Körper Mineralstoffe. Daher ist es empfehlenswert, drauf zu verzichten.

Auch Sport kann vorbeugen. Starke Muskeln neigen weniger zu Krämpfen. Besonders wichtig ist jedoch, ausreichend mineralstoffreiche Getränke während des Sports zu sich zu nehmen. Oft kommt es auch bei unterkühlter Muskulatur zu Wadenkrämpfen. Daher sollte auch darauf geachtet werden, dass der Körper nie auskühlt, auch nicht in der Nacht oder beim Sport.

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