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Vogelgrippe

Die Vogelgrippe beschr√§nkt sich l√§ngst nicht mehr nur auf Gefl√ľgel. Inzwischen gibt es weltweit zahlreiche Todesf√§lle, die auf Mutationen der Vogelgrippe zur√ľckzuf√ľhren sind. Umgangssprachlich werden alle Viruserkrankungen, die einen Influenza-Virus zum Ursprung haben und vornehmlich V√∂gel befallen, als Vogelgrippe bezeichnet. Die Gefl√ľgelpest geh√∂rt ebenfalls dazu. Wie auch das Grippevirus beim Menschen untergliedert sich das Virus in verschiedene Erreger. Nur der Virus-Subtyp Influenza A/H5N1 wird nachweislich auch auf den Menschen √ľbertragen. Das macht die Krankheit unberechenbar. Panik ist jedoch unangebracht.

Das Risiko des Menschen, sich mit dem A/H5N1 Virus zu infizieren ist relativ gering. Besonders gef√§hrdet sind jedoch Gefl√ľgelz√ľchter, die in einem intensiven Kontakt mit infizierten Tieren stehen. Damit erlangt das Virus den Status einer Zoonose, eine vom Tier auf den Menschen √ľbertragbare Krankheit. Die Vogelgrippe ist unbedingt meldepflichtig und f√§llt unter das Tierseuchengesetz. Befallene Best√§nde m√ľssen restlos get√∂tet werden, ein Aussortieren findet nicht statt. Bei nachgewiesener Vogelgrippe ist meist der gesamte Nutztier-Bestand infiziert.In Bezug auf die Schwere der Erkrankung ist die Vogelgrippe am ehesten mit der Rinderpest (BSE) zu vergleichen und verl√§uft in den meisten F√§llen t√∂dlich f√ľr die erkrankten Tiere – √ľbrigens auch f√ľr die erkrankten Menschen. Zuerst wurde der aggressive H5N1-Virus der Vogelpest in Asien diagnostiziert.

Der Ursprung der Verbreitung und Ausweitung der Vogelgrippe nach Europa wird dort vermutet, was aber nicht sicher nachgewiesen ist. Der Virus wird ebenso von Wildenten und Tauben verbreitet, wobei letztgenannte V√∂gel nur als √úbertr√§ger gelten und selbst kaum Symptome zeigen. Auch bei anderen Nutztieren konnte das Vogelgrippe Virus bereits nachgewiesen werden, so zum Beispiel bei asiatischen Hausschweinen. Die haltungsspezifischen Merkmale f√∂rdern in diesen L√§ndern eine Ausbreitung und Mutation. Gefl√ľgel, Schweine und Menschen leben oft dicht beieinander. Influenza-Viren sind allgemein f√ľr schnelle Mutation und Anpassung bekannt, wodurch es immer wieder zu schwerwiegenden Seuchenausbr√ľchen kommt.

Vogelgrippe Ursachen

Vogelgrippe Ursachen + SymptomeAusl√∂ser der Vogelgrippe ist ein spezieller Influenza-Virus (A/H5N1). Urspr√ľnglich betrifft diese Infektion ausschlie√ülich Gefl√ľgel, in diesem Fall Wildv√∂gel und Nutzv√∂gel gleicherma√üen. Diese neue Virenart hat sich jedoch derart angepasst bzw. ver√§ndert, dass sie 2006 erstmals auch beim Menschen nachgewiesen wurde und somit als Zoonose gilt. Wie auch die normale Humaninfluenza-Grippe kann die Vogelgrippe t√∂dlich verlaufen, wenn bestimmte Risikofaktoren vorliegen, z.B. ein geschw√§chtes Immunsystem. Auch eine Superinfektion ist m√∂glich, eine Infektion mit mehreren Virenst√§mmen und/oder Bakterien gleichzeitig.

Das Virus der Vogelgrippe wird √ľber den Kot erkrankter Nutztiere √ľbertragen. Hierzu z√§hlen vor allem H√ľhner und Puten, seltener Enten und G√§nse. Wildv√∂gel fungieren als √úbertr√§ger. Vor allem Tauben tragen das Virus in ihrem Gefieder, erkranken jedoch selbst nicht an der Vogelgrippe. Alle nachweislich an der Vogelgrippe gestorbenen Menschen hatten vorher intensiven Kontakt mit erkranktem Gefl√ľgel – entweder als Z√ľchter oder Schlachter. Die meisten Todesf√§lle wurden aus Indonesien, √Ągypten und Vietnam gemeldet. In Deutschland selbst wurden keine Todesf√§lle bekannt.

Vogelgrippe Symptome

Nach einer Inkubationszeit von etwa 7 Tagen (nachgewiesen sogar bis 17 Tage) treten beim Menschen grippeähnliche Symptome wie folgt auf: schnell steigendes, extrem hohes Fieber, Halsschmerzen, Husten sowie Atemnot. Gelegentlich kommen Durchfall, Bauchschmerzen und/oder Erbrechen hinzu, die jedoch auf eine Sekundärinfektion hindeuten.

Deutlich h√§ufiger entwickeln mit Vogelgrippe infizierte Personen bereits in einem fr√ľhen Stadium eine Lungenentz√ľndung. Im folgenden Verlauf treten Magenbeschwerden, Darmbeschwerden und eine Erh√∂hung der Leberwerte auf. Au√üerdem werden Leukozyten, Thrombozyten und Erythrozyten angegriffen und dezimiert.

Ein weiteres Symptom im fortgeschrittenen Stadium ist eine Nierenschw√§che, die sich recht schnell zu einem Nierenversagen entwickeln kann. Bei den bisher nachgewiesenen Todesf√§llen starben die Menschen an Lungenversagen oder multiplem Organversagen. Die relativ hohe Todesrate zu Beginn der neuartigen Vogelgrippe ist wissenschaftlich recht simpel zu erkl√§ren: Der Virus hat sich noch nicht an den Menschen „angepasst“ und bringt seinen „Wirt“ sprichw√∂rtlich aus Versehen um, anstatt ihn zur √úbertragung und Weiterverbreitung zu benutzen. Au√üerdem hat der Mensch noch keine Abwehrkr√§fte gegen den neuartigen Virentyp gebildet. Trotz des bisher meist t√∂dlichen Verlaufs der Vogelgrippe beim Menschen, gab es in Europa keinen einzigen Todesfall.

Vogelgrippe Diagnose

Seit 2006 wird bei einer Grippeerkrankung, die einen besonders schweren und schnellen Verlauf hat, auf den Vogelgrippe Virus getestet, sofern der Betroffene m√∂glichen Kontakt mit Gefl√ľgel hatte. Das Virus kann nur im Labor mittels einer Blutprobe bestimmt werden. Eine Diagnose nur anhand der Symptome ist nicht ausreichend gesichert.

Eine im Jahr 1918 aufgetretene Epidemie, die als spanische Grippe zahlreiche Todesf√§lle forderte, wurde erst 2003 im Labor als Mutation einer Vogelgrippe klassifiziert. Wer in als gef√§hrdet eingestuften Gebieten (diese werden rechtzeitig in den Medien bekanntgegeben) unbeabsichtigten Kontakt mit toten Wildv√∂geln oder infizierten Tieren hatte, sollte bei ersten Krankheitsanzeichen unverz√ľglich einen Arzt aufsuchen.

Vogelgrippe Therapie / Behandlung

Die Behandlung der Vogelgrippe beim Menschen √§hnelt der einer Humangrippe, muss jedoch deutlich schneller beginnen. „Die WHO hat im Juni 2006 Richtlinien zur medikament√∂sen Behandlung von H5N1-Patienten ver√∂ffentlicht. Bei an Vogelgrippe erkrankten Menschen k√∂nnen im Fr√ľhstadium der Krankheit die antiviralen Neuraminidase-Hemmer Oseltamivir zur Einnahme oder Zanamivir Inhalation helfen, sofern der Erreger gegen diese Medikamente nicht resistent ist (Quelle: Wikipedia).“ Ein gro√ües Problem sind Resistenzen bestehender Influenza-Viren und die schnelle Mutationsf√§higkeit derselben. Gro√üe Hoffnung wird in die schnelle Entwicklung eines Impfstoffes bzw. antiviralen Gegenmittels zeitnah nach dem Ausbruch der Krankheit gesetzt. „Ersterkrankte“ k√∂nnen nur auf die Abwehrkr√§fte des eigenen Immunsystems hoffen.

Vogelgrippe Verlauf

Der Verlauf der Krankheit wurde bereits bei den Symptomen beschrieben. Siehe: Symptome. Im Anfangsstadium einer Infektion mit Vogelgrippe treten grippe√§hnliche Symptome auf, die im weiteren Verlauf zu Lungen-, Nieren- und Organversagen f√ľhren k√∂nnen. Typisch ist eine zus√§tzliche bakterielle Lungenentz√ľndung, die aufgrund des geschw√§chten Immunsystems in den meistesten F√§llen zum Tod des Patienten f√ľhrt. Urs√§chlich hierf√ľr ist die Ausschwemmung entz√ľndungsf√∂rdernder Toxine durch das H5N1-Virus. In extremen F√§llen f√ľhrt diese Zusatzbelastung zu einem schweren toxischen Schock mit unmittelbarem multiplem Organversagen.

Vogelgrippe Vorbeugen

Eine Grippeschutzimpfung sch√ľtzt nicht vor der Vogelgrippe! Au√üerdem bef√ľrchten Experten, dass sich Vogelgrippe Viren mit Humangrippe-Viren kreuzen k√∂nnten, was unabsehbare Folgen f√ľr die Menschen h√§tte. Ein vorbeugender Impfstoff kann nicht entwickelt werden, weil hierf√ľr erst ein direkter Ausbruch der Krankheit notwendig ist. F√ľr Kleinkinder und √§ltere Menschen kann eine Impfung gegen Pneumokokken sinnvoll sein, da diese als Ausl√∂ser einer Lungenentz√ľndung nach einer Grippeinfektion gelten.

Das „deutsche Bundesamt f√ľr Bev√∂lkerungsschutz und Katastrophenhilfe“ (BBK) hat Richtlinien ver√∂ffentlicht, welche die Beseitigung infizierter Tiere regeln.

Au√üerdem werden Informationen zum Selbstschutz gegeben. Der direkte Kontakt mit an Vogelgrippe erkrankten Tieren ist zu vermeiden, Schutz- und Atemkleidung ist zu tragen, H√§nde sind gr√ľndlich mit Seife und Desinfektionsmitteln zu waschen. Bei kontaminierter Kleidung reicht die Reinigung in der Waschmaschine aus. Bei Grippesymptomen ist unverz√ľglich ein Arzt aufzusuchen, um eine Infizierung mit Vogelgrippe auszuschlie√üen. Nahrungsmittel, Gefl√ľgelfleisch oder Eier gelten jedoch nicht als Infekttr√§ger oder Ausl√∂ser der Vogelgrippe und sind als unbedenklich eingestuft.

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Dieser Artikel wurde von Marion zuletzt √ľberarbeitet am: 12. Oktober 2020.
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