Verhaltensstörungen

Eine Persönlichkeit ist nicht einfach „da“, sie entsteht, verändert sich und ist Schwankungen unterworfen. Wissenschaftler gehen heute davon aus, dass Reaktionen und Verhaltensweisen jedes einzelnen Menschen von sechs Schichten beeinflusst und gesteuert werden. Dabei liegen diese Schichten nicht beziehungslos übereinander, sondern die jeweils höhere Schicht steuert und beeinflusst die unter ihr liegenden Schichten. Somit besteht ein dynamisches Kräfteverhältnis zwischen den einzelnen Schichten.

Mit Verhaltensstörungen werden heute all die Leiden bezeichnet, die sehr weit gespannt des Menschen Geist und Seele heimsuchen. Verändern sich die seelischen Werte einer Persönlichkeit sowie ihre Fähigkeit gemeinsam mit anderen Menschen erlebten Freuden und Leiden, können Verhaltensstörungen vorliegen. Wichtig ist es hierbei jedoch darauf zu achten, dass Verhaltensstörungen nicht gleich geisteskrank bedeuten. Das Empfinden von Traurigkeit gehört genauso zum Gefühlsleben wie das Empfinden von Glück und Freude. Daher können Verhaltensstörungen ein Auf und Ab der Gefühle etwas ´ganz Normales im Leben eines jeden Menschen sein.

Verhaltensstörungen Ursachen

Verhaltensstoerungen SymptomeWarum jedoch manche Menschen häufig unter Verhaltensstörungen leiden und andere nicht, konnte bis heute noch nicht vollständig geklärt werden. Mit großer Wahrscheinlichkeit sind an Verhaltensstörungen verschiedene Faktoren beteiligt: Eine erbliche Veranlagung, die persönliche Belastbarkeit, Probleme im Beruf, Pflege von Angehörigen, ungünstige Lebenssituationen, eine Über – oder Unterforderung und vieles mehr. Durch diese Beweggründe kann im modernen Alltag das Gleichgewicht zwischen Entspannung und Anspannung leicht aus den Fugen geraten und zu ernst zu nehmenden Verhaltensstörungen führen. Verhaltensstörungen treten allerdings vermehrt bei den Kindern und Erwachsenen auf, die bereits sehr früh in ihrem Leben auf sich alleine gestellt waren und zu Hause keine Liebe und Wärme empfangen durften.

Verhaltensstörungen Symptome

Genauso unterschiedlich, wie die Ursachen für Verhaltensstörungen sind, so unterschiedlich sind auch die Symptome. Während einige Betroffene ein selbstverletzendes Verhalten zeigen, lassen andere Betroffene ihre Ängste und Aggressionen eher an anderen Menschen aus. Dies kann so weit führen, dass die Betroffenen andere Personen drastisch einschüchtern, sie bedrängen, sie mit einer Waffe bedrohen oder ihre Brutalität gegenüber Tieren ausleben. Sollten Kinder von Verhaltensstörungen betroffen sein, so äußert sich die Erkrankung oftmals im Schulschwänzen, Weglaufen oder in extremen Streichen. Ob jedoch Kinder oder Erwachsene von Verhaltensstörungen betroffen sind: Alle bis dahin bekannten und akzeptierten Regeln werden gebrochen.

Verhaltensstörungen Diagnose

Um Verhaltensstörungen feststellen zu können, ist der Gang zu einem qualifizierten Psychologen leider unumgänglich. Allerdings sollte vor dem Besuch beim Psychologen ausgeschlossen werden, dass es sich bei den Verhaltensstörungen nicht nur um ein momentanes Verhalten handelt. Während bei Kindern die Eltern oder Lehrer eine Geschichte über das Verhalten ihres Kindes erzählen müssen, müssen Erwachsene ihre Probleme selber schildern.

Wem es schwerfällt über seine Probleme und Ängste zu reden, der kann seine derzeitige Lebenssituation auch anhand von Fragebögen deutlich machen. Anhand dieser Schilderungen, Fragebögen und durch die genaue Beobachtung kann sich der Psychologe einen ersten Eindruck vom Betroffenen machen und kann im Anschluss an das Gespräch weiterführende psychologische Tests veranlassen. Ist sich der Psychologe nach diesen Befunden nicht sicher ob es sich bei den Auffälligkeiten um Verhaltensstörungen handelt oder nicht kann dieser die ärztliche Hilfe von einem Neurologen in Anspruch nehmen.

Verhaltensstörungen Therapie / Behandlung

Verhaltensstörungen sind in den meisten Fällen behandelbar. Wichtig für den Erfolg ist allerdings eine frühzeitige Erkennung der Erkrankung und der daraus resultierende frühzeitige Therapiebeginn. Bereits einige kleine Maßnahmen können zu einer deutlichen Verbesserung der Verhaltensstörungen führen. Hierzu ist es allerdings erforderlich, dass deutliche Regeln aufgestellt werden und das natürlich exakt darauf geachtet wird, dass diese auch eingehalten werden. Sowohl Eltern als auch Partner werden in die Behandlung integriert. Schließlich sind sie die Säulen, die einen Erfolg erst möglich machen.

Bei ausgeprägten Verhaltensstörungen genügt das Aufstellen von Regeln und die Belohnung bei Einhaltung dieser allerdings nicht. Sind die Verhaltensstörungen schon so stark ausgeprägt, dass die Eltern oder der Partner Angst um das eigene Leben haben müssen, ist die Aufnahme in eine Spezialeinrichtung unausweichlich. Allerdings werden auch in der Spezialeinrichtung Eltern und Lebenspartner in die Behandlung einbezogen und ihnen werden Tipps und Tricks gezeigt, durch die sie das Verhalten der Betroffenen wieder besänftigen können.

Verhaltensstörungen können auch mit Medikamenten behandelt werden. Durch die Medikamente kann die Symptomatik deutlich verbessert werden und Aggressionen und Gewaltausbrüche können besser in Schach gehalten werden. Medikamente bei Verhaltensstörungen werden allerdings immer nur in Kombination mit anderen Therapiemaßnahmen verabreicht.

Verhaltensstörungen Verlauf

Der Verlauf von Verhaltensstörungen kann so pauschal nicht vorhergesagt werden. Bei einer frühzeitigen Erkennung und Behandlung sind die Erfolgschancen um ein Vielfaches größer als bei einer Nichtbeachtung der Erkrankung. Das gewaltbereite und aggressive Verhalten des Betroffenen kann allerdings in den meisten Fällen nie ganz beseitigt werden. Im Moment teilen Mediziner Verhaltensstörungen in zwei verschiedene Verlaufsformen ein, deren Verlauf jedoch gänzlich unterschiedlich ist.

Beginnen die Verhaltensstörungen bereits im zarten Alter von ungefähr drei Jahren, so gehen Mediziner heute davon aus, dass diese Art der Verhaltensstörungen im Erwachsenenalter zu schweren Gesetzesüberschreitungen führen. Äußern sich Verhaltensstörungen allerdings erst nach dem zehnten Lebensjahr so ist die Prognose hier um ein Vielfaches günstiger und die Behandlungsmethoden führen oftmals zum gewünschten Erfolg. Bei einer Erkrankung nach dem zehnten Lebensjahr treten die Wut – und Gewaltausbrüche zwar auch auf, fallen allerdings nicht so heftig aus wie die bei jüngeren Patienten.

Verhaltensstörungen Vorbeugen

Zurzeit ist es medizinisch noch nicht bewiesen, dass sich Verhaltensstörungen komplett vorbeugen lassen, jedoch können Früherkennungsuntersuchungen im Säuglings – und Kindsalter auf ein emotionales und auffälliges Verhalten des Kindes hinweisen. Die beste und effektivste Methode um Verhaltensstörungen vorzubeugen ist eine feste und gesicherte Bindung an die Eltern. So lernen Kinder Bindungssignale bewusst wahrzunehmen, diese zu interpretieren und dann auch freundlich auf sie zu reagieren.

Eltern sollten dem Kind zwar den notwendigen Freiraum lassen, es dennoch immer wieder auf einzuhaltende Regeln hinweisen. Ein warmer und herziger Erziehungsstil sollte von den Eltern gekonnt mit einem konsequenten Erziehungsstil kombiniert werden. Über – und Unterkontrolle eines Kindes steht in direkter Verbindung zu einem aggressiven und launischen Verhalten des Kindes.

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