Sprunggelenksbruch

Das Sprungbein setzt sich aus dem unteren und oberen Sprunggelenk zusammen. Dabei besteht das obere Sprunggelenk aus dem Sprungbein, dem Schienbein und dem Wadenbein. Das Sprunggelenk ist die bewegliche Verbindung zwischen Fuß und Unterschenkel, die von einem Weichteilmantel umgeben ist. Bei einem Sprunggelenksbruch handelt es sich um eine Fraktur der Knöchelgabel, die das obere Sprunggelenk betrifft. Die Fraktur tritt meist bei extremen Verrenkungen bzw. Stauchungen des Gelenks auf. Beispiele dafür sind das starke Verdrehen des Unterbeines während der Fuß ­im Stand verbleibt oder ein Sprung aus einer Höhe, die das Gelenk nicht mehr abfedern kann.

Im Allgemeinen spricht man daher bei einem Sprunggelenksbruch auch von einem Verrenkungsbruch oder Luxationsfraktur. Da das Gelenk mit seiner Weichteil- und Knorpelmasse eine hohe Elastizität aufweist, kann es in den meisten Fällen vor Ort wieder gerichtet werden. Die Betroffenen verspüren in einem solchen Falle einen starken Schmerz, können jedoch laufen. Die typischen Symptome eines Bruches sind nicht erkenntlich. Nach dem Richten des Fußes ist die Fraktur selten auf dem Röntgenbild zu sehen.

Aus diesem Grund wird der Sprunggelenksbruch im Alltag irrtümlich als heftiges „Umknicken“ benannt. Bei Erwachsenen ist der Sprunggelenksbruch die häufigste Unfallverletzung, die einfache aber auch komplizierte Frakturen mit sich bringt. Um die gesamte Funktionalität des Fußes wieder herzustellen, ist eine angemessene Behandlung nach einem Sprunggelenksbruch mit anschließender Rehabilitation notwendig. Dieser Prozess kann im Regelfall drei Monate, bei komplizierten Brüchen mit Operationen aber auch länger andauern.

Sprunggelenksbruch Ursachen

Sprunggelenksbruch: Symptome und UrsachenDie hauptsächlichsten Ursachen für einen Sprunggelenksbruch sind Stürze, bei denen sich der Fuß dreht, wie zum Beispiel beim Skifahren. Das Umknicken des Fußes während des Laufens, ein Fehltritt oder ein Sturz aus größerer Höhe, den das Gelenk nicht mehr abfedern kann, sind ebenso Ursache für eine Fraktur. Gerade bei der Ausübung von sportlichen Aktivitäten passieren Unfälle, die einen Sprunggelenksbruch zur Folge haben, sehr häufig. Unebene Wege, Löcher oder schmierige Stellen im Boden können ebenfalls der Auslöser für eine Verletzung dieser Art sein. Bei einer Fraktur des Unterschenkels kann der Knöchel ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen werden, was gleichermaßen einen Sprunggelenksbruch zur Folge haben kann.

Sprunggelenksbruch Symptome

Ein Sprunggelenksbruch wird von Schmerzen am Gelenk, dem Fuß und dem Unterschenkel begleitet. Die allgemeine Beweglichkeit ist einschränkt, das Laufen ist nur unter schweren Umständen oder gar nicht möglich. Dabei schwillt das Sprunggelenk, der Fuß und unter Umständen auch der Unterschenkel an und verfärben sich dunkel an der Stelle der Fraktur. Je nach Schwere der Fraktur kann sich der Fuß in einer Fehlstellung befinden und verdreht sein. Ein offener Sprunggelenksbruch hat zur Folge, dass ein Teil des Knochens aus dem Hautgewebe heraustritt.

Sprunggelenksbruch Diagnose

Ein Sprunggelenksbruch wird mittels einer Untersuchung und einer Röntgenaufnahme diagnostiziert. Um die Fraktur vollständig erkennen zu können, sind Aufnahmen aus unterschiedlichen Winkeln erforderlich. Da bei einem Bruch dieser Art der Knöchel, der Unterschenkel und das Schienbein mit Ausrissen betroffen sein können, ist eine ausführliche Untersuchung notwendig, die im individuellen Falle zu einem operativen Eingriff führen kann. Ob Bänder bzw. Knorpel nach einem Unfall in Mitleidenschaft gezogen sind, kann bei einer Kernspintomografie abgeklärt werden.

Sprunggelenksbruch Therapie / Behandlung

Ein Sprunggelenksbruch, der keine Verschiebung der Knochen zur Folge hat, wird über den Behandlungszeitraum durch Gips oder Bandagen stabilisiert. Komplizierte Brüche, die Haarrisse, Bänderschädigungen oder Gefäßverletzungen als Begleiterscheinung zur Folge haben, müssen vorerst operativ behandelt werden. Danach erfolgt in vielen Fällen ebenfalls eine Bandagierung des Fußes.

Offene Brüche, bei denen die Knochen zersplittert sein können, verlangen eine ärztliche Behandlung mit zusätzlicher Knochenverschraubung, um die Funktionalität des Fußes wieder herstellen zu können. Operierte Patienten, die mit einer Verschraubung der Knochen behandelt wurden, dürfen in den ersten Wochen den Fuß nicht belasten. Erst ein weiteres Röntgenbild zeigt die vollständige Verheilung des gebrochenen Knochens an. Daher erhalten Patienten zur Fortbewegung Unterarm-Gehstützen.

Sprunggelenksbruch Verlauf

Der durchschnittliche Sprunggelenksbruch nimmt bei fachgemäßer Behandlung und nachfolgender Physiotherapie einen positiven Verlauf. Ziel ist in jedem Falle die vollständige Wiederherstellung der Funktionalität des Fußes. Grundsätzlich hängt der Verlauf des Heilungsprozesses jedoch von der Schwere des Bruches und eventuell auftretenden Komplikationen ab. Bei einem normalen Sprunggelenksbruch kann der Patient nach einem Zeitraum von ca. sechs Wochen wieder Schwimmen oder Radfahren, das bedeutet, Bewegungen, bei denen der Fuß teilweise belastet wird. Nach weiteren vier Wochen sollte auch das Laufen auf weichen Böden wieder möglich sein. Der früheste Zeitpunkt für andere Sportarten wie Tennis oder Ballsportarten sind zwölf Wochen nach dem Sprunggelenksbruch möglich. Auch mit dem Aufbau von Muskeln kann nach diesem Zeitraum wieder begonnen werden.

Um Komplikationen während der Heilungsphase zu verhindern, sollte die Neuaufnahme des Trainings vorher mit dem behandelnden Arzt besprochen werden.

Sprunggelenksbruch Vorbeugen

Einem Sprunggelenksbruch kann vorgebeugt werden, indem vor allem bei der Ausübung von Sportarten das richtige Schuhwerk getragen wird. Beim Kauf der Sportschuhe sollte darauf geachtet werden, dass der Rand des Schuhes über den Knöchel geht und somit das Sprunggelenk vor dem typischen Umknicken schützt. Sportler, die bereits Unfälle am Sprunggelenk hatten, sollten bei der Ausübung von Sport den Knöchel fest bandagieren. Dennoch können gute Sportschuhe und Bandagen nur eine bedingte Vorbeugung gegen den Sprunggelenksbruch sein. Da bei Übergewicht das Verletzungsrisiko der Knochen immer gegeben ist, wäre auch an eine Gewichtsreduzierung als vorbeugende Maßnahme zu denken.

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