Sklerose

Die Sklerose ist keine Krankheit im herkömmlichen Sinne. Bildet sich in einem Organ vermehrt Bindegewebe und verhärtet das betroffene Organ im Lauf der Zeit durch diesen Prozess, sprechen Mediziner von einer Sklerose. Je nachdem welches Organ betroffen ist, können die Auswirkungen einer Sklerose für den Betroffenen sehr vielfältig sein. Die Arteriosklerose tritt besonders häufig auf. Umgangssprachlich wird diese Krankheit auch als Arterienverkalkung bezeichnet.

Da die Arteriosklerose in den wohlhabenden Industrienationen zu den häufigsten Todesursachen gehört, beschäftigen sich Wissenschaftler besonders intensiv mit der Erforschung dieser Erkrankung, von der Männer im höheren Lebensalter überdurchschnittlich häufig betroffen sind. Im Gegensatz dazu wird Multiple Sklerose in der Regel bei jungen Erwachsenen diagnostiziert. Charakteristisch für die Multiple Sklerose ist die chronisch entzündliche Entmarkung des Zentralen Nervensystems. Die Multiple Sklerose wird gelegentlich als die Krankheit mit den 1000 Gesichtern bezeichnet, da kaum ein Krankheitsverlauf dem anderen gleicht. Erhält ein junger Mensch die Diagnose „MS“ von seinem Arzt, ist das in der Regel ein großer Schock für den Betroffenen.

Noch immer denken viele, dass der Erkrankte in absehbarer Zeit auf den Rollstuhl angewiesen sein wird. Dieses Schicksal erleiden glücklicherweise aber nur wenige Patienten. Wird die Erkrankung frühzeitig diagnostiziert und rechtzeitig behandelt, bestehen heute gute Aussichten, dass der Patient sein Leben weitgehend „normal“ gestalten kann. Weitere Organe, die häufiger von Sklerosen betroffen sein können, sind unter anderem die Leber, das motorische Nervensystem, die Lunge, das Ohr und Knochen der Extremitäten.

Sklerose Ursachen

Sklerose Symptome & UrsachenAls Ursachen der verschiedenen Sklerosen wurden Entzündungen, Durchblutungsstörungen, Alterungsprozesse und Autoimmunerkrankungen gefunden. Infolge dieser Grunderkrankungen kommt es zu einer übermäßigen Bildung von Bindegewebe. Das betroffene Organ verliert seine Elastizität und verhärtet. Worin die Ursachen einer Multiplen Sklerose liegen, ist noch weitgehend unbekannt.

Es wird vermutet, dass es bestimmte genetische Voraussetzungen bei den Erkrankten gibt, die durch ungünstige Lebensumstände zum Ausbruch der Krankheit führen können. Starker Stress, Rauchen und Vitamin-D-Mangel begünstigen vermutlich die Entstehung einer Multiplen Sklerose. Selbst die Ursachen der relativ gut erforschten Arteriosklerose sind noch nicht vollständig bekannt.

Zu Beginn der Entstehung einer Arteriosklerose steht eine Verletzung der innersten Gefäßwände, die durch mechanische Einwirkung, Bakterien, Viren oder Immunreaktionen hervorgerufen wurde. An diesen Stellen können spezielle weiße Blutkörperchen in die innere Arterienwand eindringen und sogenannte Fresszellen bilden. Diese Fresszellen sind in der Lage, in großem Umfang bestimmte Blutfette (LDL-Cholesterin) aufzunehmen. Cholesterin wird zum Teil mit der Nahrung aufgenommen, aber auch im Körper gebildet. Durch die Aufnahme des LDL-Cholesterins entstehen im Gewebe der Arterien fettreiche Schaumzellen, die der wichtigste Bestandteil der für die Arteriosklerose typischen Ablagerungen in den Gefäßwänden sind und weitere Entzündungsreaktionen hervorrufen. Die Arterien verhärten zunehmend und verlieren auf diese Weise ihre Elastizität.

Sklerose Symptome

Die Symptome einer Arteriosklerose hängen davon ab, welche Arterien von den krankhaften Veränderungen betroffen sind. Sind die Herzkranzgefäße verengt, wird die Durchblutung des Herzmuskels behindert. Der Betroffene verspürt linksseitig heftige Schmerzen in der Brust und klagt über ein Engegefühl in der Brust. Verschließt ein Blutgerinnsel das bereits verengte Gefäß, kommt es zum akut lebensbedrohlichen Herzinfarkt. Eine starke Verengung der Halsschlagader und ein möglicher Verschluss der Arterie durch ein Gerinnsel sind die Ursachen für einen Schlaganfall. In Abhängigkeit davon welches Areal des Gehirns von der mangelnden Durchblutung betroffen ist, kommt es zu Sprachstörungen und Lähmungen. Häufig sind auch die Beinarterien von einer Sklerose betroffen. Die mangelnde Durchblutung der Oberschenkel- und Wadenmuskulatur verursacht starke Schmerzen, die Betroffenen können nur noch kurze Strecken ohne Pause laufen. Bei stark fortgeschrittener Arteriosklerose der Beinarterien ist ein Absterben der Zehen möglich.

Die Symptome einer Multiplen Sklerose können sehr vielseitig sein. Häufige Frühsymptome, die von vielen Patienten nicht ernst genommen werden, sind Empfindungsstörungen an Armen und Beinen. Manche verspüren starkes Kribbeln, bei anderen ist die Temperaturwahrnehmung gestört. Ein weiteres typisches Symptom sind Sehstörungen, die oft durch eine Entzündung des Sehnervs hervorgerufen werden. Die Betroffenen nehmen die Umgebung wie durch einen Schleier wahr, manche klagen über Doppelbilder, auch die Farbwahrnehmung kann gestört sein. Muskellähmungen sind ein weiteres Symptom einer Multiplen Sklerose. Die Muskulatur kann schnell ermüden, Arme und Beine oder eine Körperseite können von einer Lähmung betroffen sein. Oft beginnt die Lähmung in einem Bein.

Sklerose Diagnose

Um eine Multiple Sklerose zu diagnostizieren, wird das Nervensystem des Patienten umfassend untersucht. Empfindungen, Reflexe und Muskelkraft werden durch verschiedene Tests geprüft und die eventuell vorhandenen Einschränkungen werden anhand einer Skala bewertet. Durch Untersuchung der Gehirn-Rückenmarksflüssigkeit kann festgestellt werden, ob entzündliche Veränderungen am Zentralen Nervensystem vorliegen. Mit Hilfe eines EEG kann festgestellt werden, ob beispielsweise eine Störung der Reizweiterleitung im Seh- oder Hörnerv vorliegt.

Veränderungen im Gehirn, wie sie beim Vorliegen einer Multiplen Sklerose charakteristisch sind, lassen sich mit Hilfe der Magnetresonanztomographie darstellen. Hinweise für das Vorliegen einer Arteriosklerose ergeben sich beim Auftreten von Krankheiten wie Diabetes mellitus oder Störungen des Fettstoffwechsels, die das Verengen der Adern begünstigen. Blutuntersuchungen und Belastungs-EKG sind wichtige Bestandteile der Diagnose. Ultraschall und Angiographie sind weitere Methoden, den Zustand der Gefäße zu beurteilen.

Sklerose Therapie / Behandlung

Die Heilung einer Multiplen Sklerose ist nicht möglich, aber die Auswirkungen für den Patienten lassen sich günstig beeinflussen. Wichtig ist es, dass mit der Therapie möglichst frühzeitig begonnen wird. Nur so lassen sich die entzündlichen Prozesse reduzieren, die die Symptome hervorrufen

Die Therapie beruht auf drei Säulen. Im Falle eines Krankheitsschubes werden die Symptome aktiv bekämpft und das Immunsystem wird durch die Gabe entzündungshemmender Medikamente unterstützt. Häufig wird mehrere Tage lang Cortison in hoch dosierter Form verabreicht. Die Basistherapie zielt darauf ab, die Häufigkeit und die Dauer der akuten Schübe zu reduzieren. Das Immunsystem kann bei vielen Patienten durch die Gabe von Beta-Interferon gestärkt werden. Bei einigen Patienten verläuft diese Therapie so erfolgreich, dass keine Schübe mehr auftreten.

In besonders schwierigen Krankheitsfällen kann unter Umständen der Wirkstoff Natalizumab helfen. Es verhindert, dass Immunzellen in das Zentrale Nervensystem einwandern, wo sie Entzündungen hervorrufen können. Wurde bei einem Patienten eine Arteriosklerose diagnostiziert, reicht oft schon eine Umstellung der Lebensgewohnheiten aus, um eine Besserung des Gesundheitszustandes zu erreichen. Bluthochdruck, Diabetes und andere begünstigende Krankheiten werden durch die entsprechenden Medikamente behandelt. Durch die Einnahme von Acetylsalizylsäure kann die Entstehung gefährlicher Blutgerinnsel wirksam verhindert werden. Drohen durch den Verschluss von Gefäßen lebensbedrohliche Zustände, kann ein operativer Eingriff erforderlich werden

Sklerose Verlauf

Der Verlauf einer Multiplen Sklerose ist von Patient zu Patient stark unterschiedlich. Typisch ist das schubartige Auftreten bestimmter Symptome. Die Abstände zwischen zwei Schüben betragen in vielen Fällen zwischen einem halben und drei Jahren. Die Beschwerden können mehrere Tage oder Wochen anhalten und verschwinden dann oft vollständig. Manche Patienten erleben keine weiteren akuten Schübe, aber trotzdem können sich die Behinderungen schleichend verstärken.

Bei anderen Patienten werden die Intervalle zwischen den Schüben größer, aber auch bei ihnen verstärken sich die Behinderungen im Laufe der Zeit. Eine Arteriosklerose entsteht oft im Verlauf mehrerer Jahrzehnte. Werden die Risiken wie Bluthochdruck, Übergewicht und Zuckerkrankheit frühzeitig erkannt und behandelt, können Schädigungen der Gefäße weitgehend geheilt werden.

Sklerose Vorbeugen

Es ist nach heutigen Erkenntnissen nicht möglich, dem Ausbruch einer Multiplen Sklerose vorzubeugen, trotzdem lässt sich der Krankheitsverlauf günstig beeinflussen. Wichtig ist es, Infektionen und aktive Impfungen nach Möglichkeit zu vermeiden. Die Behandlung von Allergien durch eine Hyposensibilisierung kann ebenfalls akute Schübe hervorrufen. Ärzte empfehlen ihren MS-Patienten Stresssituationen weitgehend zu vermeiden. Stressreduktion ist für Arteriosklerosepatienten ebenfalls vorteilhaft. Gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung sind die beste Vorbeugung gegen Arteriosklerose.

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