Sehstörungen

Sehst√∂rungen k√∂nnen in unterschiedlichsten Formen auftreten und verschiedene Ursachen haben. Als eine Sehst√∂rung wird eine Einschr√§nkung des √ľblichen „normalen“ Sehverm√∂gens angesehen, die von einer Sehschw√§che bis zu dem vollst√§ndigen Verlust der Sehkraft f√ľhren kann. Dabei kann die Sehst√∂rung auf einem einzelnen Auge auftreten, zum Beispiel bei bestimmten Erkrankungen des Auges oder durch eine Sch√§digung wie zum Beispiel durch einen Unfall.

Sehstörungen können aber auch beide Augen und die gesamte Sehwahrnehmung betreffen. Dabei können Einschränkungen wie zum Beispiel Verschwommensehen, Fleckensehen, Unscharfsehen oder Doppelsehen möglich sein. Auch das Auftreten von Lichtempfindlichkeiten, Blitze sehen, Veränderungen des Farbsinnes, Scheinbewegungen und ganze Ausfälle des Gesichtsfeldes sind möglich.

Sehstörungen Ursachen

Sehstoerung SymptomeUrsachen f√ľr Sehst√∂rungen k√∂nnen verschiedene Erkrankungen, mechanische Einwirkungen und Verletzungen, wie zum Beispiel Unf√§lle sowie altersbedingte Erscheinungen sein. Die Sehst√∂rungen k√∂nnen akut auftreten bei bestimmten Erkrankungen oder auch psychischen Einschr√§nkungen, wie zum Beispiel bei gro√üem Stress. Sie k√∂nnen sich aber ebenso als ein sich langsam ergebender Prozess mit starken Einschr√§nkungen der Sehf√§higkeit und Sehschw√§che wie zum Beispiel bei vielen altersbedingten Erkrankungen zeigen. Bei den auftretenden Sehst√∂rungen muss es sich nicht zwangsl√§ufig um eine Erkrankung der Augen handeln, auch die Erkrankung anderer Organe wie zum Beispiel Gehirnerkrankungen, Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems oder auch traumatische sowie gro√üe psychische Belastungen, wie zum Beispiel √ľbergro√üer oder lang anhaltender Stress k√∂nnen als Symptome Sehst√∂rungen hervorrufen.

Folgende Erkrankungen k√∂nnen beispielsweise zu mehr oder weniger stark ausgepr√§gten Sehst√∂rungen f√ľhren:

Weitere Ursachen f√ľr Sehst√∂rungen k√∂nnen zum Beispiel aber auch Vergiftungen oder die falsche Einnahme von Medikamenten sein. Harmlosere Ursachen sind zum Beispiel Sehfehler, die sich aus dem Tragen einer falschen Brille oder falschen Kontaktlinsen mit einer unpassenden Sehsch√§rfe ergeben k√∂nnen.

Sehstörungen Symptome

Die auftretenden Symptome im Zusammenhang mit der Sehstörung und ihren ursächlichen Erkrankungen können vielfältig sein. So ist es zum Beispiel möglich, dass die Sehstörung langsam und schleichend mit einem allmählich einsetzenden Sehkraftverlust einhergeht. Ebenso können Brennen, Jucken, häufiges Tränen der Augen auf verschiedene Erkrankungen hinweisen. Eine Sehstörung kann mit Schmerzen der Augen einhergehen. Dabei können die Schmerzen direkt im Auge oder auch hinter den Augen, zum Beispiel als Druckschmerz auftreten.

Kopfschmerzen oder Schwindel sowie ein allgemeines Krankheitsgef√ľhl k√∂nnen weiter Symptome der Sehst√∂rung oder der ihr zugrunde liegenden Erkrankung sein. Dabei k√∂nnen die Symptome auch zeitlich versetzt auftreten. Sie k√∂nnen periodisch wieder abklingen und auftreten. Auch k√∂nnen die Symptome auf ein Auge begrenzt sein oder beide Augen betroffen. Sichtbare Ver√§nderungen an den Augen m√ľssen dabei nicht immer vorliegen.

Sehstörungen Diagnose

Die diagnostischen Ma√ünahmen sind entsprechend den vielf√§ltigen M√∂glichkeiten an urs√§chlichen Erkrankungen ebenso vielf√§ltig. Dabei werden den entsprechenden Krankheitsbildern gem√§√ü verschiedene Fach√§rzte hinzugezogen werden m√ľssen. Bei den auftretenden Beschwerden an den Augen wird wahrscheinlich zun√§chst ein Augenarzt aufgesucht werden. Wenn die Sehst√∂rungen nicht ausschlie√ülich auf eine Erkrankung der Augen beschr√§nkt sind, werden eventuell weiterf√ľhrende Untersuchungen durch einen Neurologen, Hals-Nasen-Ohren-Arzt oder einen Internisten hinzugezogen und durchgef√ľhrt.

Der Augenarzt wird sich in der Anamnese im Vorfeld der eigentlichen Untersuchung durch Befragung des Patienten einen √úberblick √ľber m√∂gliche Ursachen verschaffen. Dabei k√∂nnen Informationen √ľber eventuell bekannte vorliegende Erkrankungen, Erkrankungen in der Vergangenheit und eventuell auch √ľber bekannte Erkrankungen im Familienverbund und deren m√∂gliche Vererbung schon viel im vorherein zur Diagnose beitragen.

So k√∂nnen zum Beispiel bekannte eigene Vorerkrankungen oder h√§ufiges Auftreten von Erkrankungen in der Familie, wie zum Beispiel Tumorerkrankungen, Hypertonie, Diabetes mellitus, Allergien und andere entweder direkt auf eine Augenerkrankung oder auf die urs√§chliche Erkrankung anderer Organe f√ľr die Sehst√∂rungen hinweisen. Aufgrund der Anamnese lassen sich vielleicht auch schon bestimmte Erkrankungen ausschlie√üen. Auch Hinweise auf eine eventuelle mehr oder weniger regelm√§√üige Einnahme von Medikamenten k√∂nnen zur Diagnose der Erkrankung beitragen.

Bei der k√∂rperlichen Untersuchung der Augen werden verschiedenen Verfahren zur Diagnose angewendet, wie zum Beispiel die Untersuchung des √§u√üeren Auges, Beobachtung der Haltung des Patienten wie der Kopfneigung, Pr√ľfung der Pupillenreaktionen, Untersuchung des Augenhintergrundes wie zum Beispiel in der Ophthalmoskopie und andere Untersuchungsmethoden.

Sehstörungen Therapie / Behandlung

Je nach der ursächlichen Erkrankung werden die unterschiedlichsten Therapien und Behandlungen angewendet. Dabei können die Therapien in Verordnungen von Medikamenten, Salben und Mittel zur Linderung der Symptome, Verordnung von Sehhilfen bis zu operativen Eingriffen notwendig werden. Zu unterscheiden ist bei den Therapien, ob eine ursächliche Augenerkrankung direkt behandelt wird oder ob die Sehstörungen als Symptome einer Erkrankung anderer Organe zu sehen sind. Dann wird zum einen symptomatisch, zur Linderung und Beseitigung der Symptome therapiert und mit der Kombination der Behandlung der eigentlichen zugrunde liegenden Erkrankung.

Sehstörungen Verlauf

Der Verlauf der zugrunde liegenden Erkrankungen ist je nach der Art der Erkrankung unterschiedlich und spezifisch. Auch k√∂nnen die jeweiligen Verl√§ufe der Erkrankungen sich von Patient zu Patient unterscheiden, wie zum Beispiel der Krankheitsverlauf bei mechanischen Verletzungen vielleicht bei j√ľngeren Personen ein schnelleres und leichteres Abheilen im Gegensatz zu √§lteren Personen haben kann. Auch k√∂nnen sich Therapien, wie zum Beispiel Medikamentenverordnungen bei unterschiedlichen Patienten aufgrund unterschiedlicher k√∂rperlicher Dispositionen verschieden auswirken und anschlagen.

Vielen Krankheitsverl√§ufen ist aber gemeinsam, dass sie sich im Ablauf der Zeit erst langsam zeigen. So k√∂nnen Symptome vielleicht erst nach langer Zeit der urs√§chlichen Erkrankung auftreten. Auf jeden Fall sollten auch leichte St√∂rungen des Sehverm√∂gens oder Beeintr√§chtigungen sehr ernst genommen werden und abgekl√§rt werden. In nicht seltenen F√§llen waren Sehst√∂rungen erste Erkennungszeichen f√ľr einen drohenden Schlaganfall oder andere schwerwiegende Erkrankungen.

Sehstörungen Vorbeugen

Das Auge ist ein sehr empfindliches und leicht verletzliches Organ. Als Eigenschutz hat der K√∂rper das Organ schon sehr gesch√ľtzt in der Augenh√∂hle platziert. Eine wichtige vorbeugende Ma√ünahme ist es, die Augen grunds√§tzlich vor mechanischen Sch√§digungen und Einwirkungen zu sch√ľtzen. So sollten Schutzbrillen getragen werden, zum Beispiel bei bestimmten Arbeiten oder Freizeitbesch√§ftigungen, bei denen Umweltbelastungen f√ľr die Augen auftreten k√∂nnen. So k√∂nnen die Augen zum Beispiel vor Sand-, Metall-, Glassplittern und anderen mechanischen Einwirkungen gesch√ľtzt werden. Aber auch vor direkter Sonneneinstrahlung, Hitze- oder Wasserbeanspruchungen oder Belastungen durch chemische Stoffe sollten die Augen durch entsprechende Ma√ünahmen gesch√ľtzt werden.

Eine „gesunde“ Lebensweise kann vor vielen Erkrankungen sch√ľtzen und damit auch die Symptomatik der Sehst√∂rungen beeinflussen. Zu diesen oftmals empfohlenen Ma√ünahmen geh√∂ren zum Beispiel eine gesunde Ern√§hrung, Bewegung und Fitness f√ľr die St√§rkung des Herz-Kreislaufsystems und der Verzicht auf die Aufnahme von sch√§digenden Stoffen, wie zum Beispiel Nikotin und anderes. Prophylaktisch ist es ebenfalls wichtig, bei auftretenden Sehst√∂rungen, um Verschlechterungen des Zustandes und eine Verschlimmerung der Erkrankung zu vermeiden, m√∂glichst fr√ľhzeitig einen Augenarzt und dar√ľber hinaus, bei Erkrankungen anderer Organe andere √Ąrzte, wie zum Beispiel Internisten, Neurologen, Hals-Nasen-Ohren-Arzt und andere aufzusuchen. Auch das Tragen von verordneten Sehhilfen kann eine Verschlechterung zum Beispiel der Sehf√§higkeit und Sehsch√§rfe verhindern.

Eine Anpassung und √úberpr√ľfung der Sehhilfen, wie zum Beispiel der Brillengl√§ser oder Kontaktlinsen mit den jeweiligen Dioptrienwerte sollte in regelm√§√üigen Abst√§nden erfolgen. Viele Personen auch ohne Sehst√∂rungen klagen √ľber trockene Augen bzw. eine trockene Netzhaut der Augen besonders in den k√§lteren Monaten und verwenden ohne √§rztliche Konsultierung frei verk√§ufliche Augentropfen zu Befeuchtung der Netzhaut. Dabei kann sich aber ein unerw√ľnschter Kreislauf ergeben und die Netzhaut trocknet weiter aus, so das auf das st√§ndige Verwenden von Augentropfen nicht mehr verzichtet werden kann. Ebenso k√∂nnen diese „leichten“ Symptome auch schon Hinweise auf schwerwiegendere Erkrankungen bedeuten. Auch bei scheinbar „harmlosen“ Beschwerden ist es in jedem Fall vorbeugend anzuraten, fr√ľhzeitig einen Augenarzt aufzusuchen.