Schwindel

Schwindel beschreibt den Zustand eines drehenden oder schwankenden Gefühls. Oft geht damit die Gefahr einher, das Bewusstsein zu verlieren. Der medizinische Fachausdruck für Schwindel ist „Vertigo„. Dahinter verbirgt sich für den Betroffenen eine Situation, bei der Raum und Bewegungen verzerrt wahrgenommen werden. Im weiter gefassten Sinn kommen Anzeichen von Schwarz werden vor den Augen oder Benommenheit hinzu. Störungen des Gleichgewichts können die Folge sein.

Der Ursprung des Begriffes Schwindel geht auf die Bedeutung des „In Ohnmacht Fallens“ zurück. Symptome des Schwindels werden heutzutage von vielen Patienten beklagt. Im Alter von über 70 Jahren nehmen diese Erscheinungen zu. Der Körper reagiert mitunter auf Schwindelgefühle mit Herzrasen, Ohrensausen, Übelkeit, Brechreiz bis hin zum Kollaps. Diejenigen, die vom Schwindelgefühl erfasst werden, kämpfen mit Erscheinungen, dass unter ihnen der Boden schwankt. Sie meinen in eine bestimmte Richtung gezogen zu werden. Betroffene ringen in solchen Situationen damit, dass sie unter scheinbaren Dreh-, Auf-und Abwärtsbewegungen leiden. Fehlt die Wahrnehmung von Scheinbewegungen, so spricht man davon, dass es sich nicht um echte Schwindelsymptome, sondern eine Pseudovertigo handelt.

Schwindel Ursachen

Schwindel Ursachen + SymptomeSchwindel geht auf unterschiedliche Ursachen zurück. Zum einen kann Schwindel auf zu niedrigem Blutdruck (Hypotonie) oder zu hohen Blutdruck (Hypertonie) beruhen. Ungenügende Durchblutung des Hirns oder Störungen im Herzrhythmus können Schwindel hervorrufen. Ist der Gleichgewichtsnerv entzündet, kommt es ebenfalls zu Schwindelanfällen. Der sogenannte Vestibularapparat oder auch Gleichgewichtsorgan im Innenohr ist bei Erkrankungen weiterhin ein Auslöser für Schwindel. Die Ursachen für Schwindel sind nicht bis zum Schluss erforscht.

Trotzdem gibt es gesicherte Erkenntnisse darüber, dass Schäden am Kleinhirn, an den Gleichgewichtsnerven im Stammhirn oder aber Durchblutungsstörungen im Gehirn zu Schwindelerscheinungen führen. Bei Erkrankungen – wie Multipler Sklerose, Migräne, Epilepsie, Demenz oder Lungenerkrankung ist Schwindel eine Begleiterscheinung. Ist die Halswirbelsäule durch ein Schleudertrauma nach einem Unfall verletzt oder treten Abnutzungserscheinungen auf, so führt auch das zu Schwindel. Psychische Krankheitsbilder gehen ebenso oft mit einem Schwindelgefühl einher.

Gesicherte Erkenntnisse liegen darüber vor, dass die Augen, das Gleichgewichtsorgan im Innenohr und die Tiefenrezeptoren der Muskeln wichtige Sensoren sind, die dem Bewusstsein die Bewegung und die Stellung im Raum signalisieren. Das Gehirn vergleicht diese Informationen und wertet sie aus. Der Schwindel entsteht, wenn diese Signale nicht mit bekannten Mustern in Übereinstimmung gebracht werden können.

Schwindel Symptome

Schwindel führt bei betroffenen Menschen dazu, dass sie oft nicht mehr in der Lage sind, aufrecht zu gehen, ihre Bewegungen zu koordinieren. Geräusche im Ohr können ein Hinweis auf Störungen des sogenannten Vestibularapparates sein. Weitere Anzeichen für Schwindel sind schnelle und ruckhafte Bewegungen der Augen, die mehr kontrolliert werden können. Dieser Zustand wird als sogenannter Nystagmus bezeichnet, bei dem die Augen vielfach horizontal ausgerichtet sind. Schweißausbruch, das Schwarz werden vor Augen, Ohnmachtsanfall, Herzrasen sind ebenfalls markante Symptome für Schwindel.

Schwindel Diagnose

Bei Schwindel wird das Gleichgewichtsorgan auf seine Funktion hin untersucht. Parallel dazu wird die Hörfähigkeit überprüft. Der Grund: Hör-und Gleichgewichtsorgan gehen auf den gleichen Nervenstrang zurück. Im Verlaufe der Untersuchung wird festgestellt, um welche besondere Form des Schwindels es sich handelt. Beim akuten Drehschwindel wird der Betroffene von einem heftig einsetzenden Drehgefühl befallen. Die Ursachen hierfür kann der Morbus Menière sein. Der Patient leidet unter Hörverlust und Ohrensausen. Beim andauernden Drehschwindel ist die Ursache meist in der funktionellen Störung des Gleichgewichts zu finden. Die Untersuchungen bringen oft eine Entzündung des Gleichgewichtsnervs zutage.

Klagt der Patient über Schwindel, wenn er den Kopf zur Seite neigt, wird häufig der Kopflage – oder Lagerungsschwindel diagnostiziert. Dabei kommt es zu kurzzeitigen Schwindelanfällen. Sie können zum Beispiel beim Aufstehen nach dem Schlafen oder Aufrichten aus einer gebückten Haltung entstehen. Ergibt die Diagnose, dass Unsicherheiten beim Gehen und Stehen auftreten, verbunden mit einer Neigung zum Fallen, so spricht man vom Schwankschwindel oder Benommenheitsschwindel. Die Ursachen können unter anderem Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Epilepsie bzw. weitere Schädigungen im Gehirn sein.

Schwindel Therapie / Behandlung

Schwindel kann auf verschiedene Weise therapiert werden. Es gibt die Möglichkeit, dies mit Medikamenten, physikalisch, operativ oder mit psychotherapeutischen Maßnahmen zu tun.

  • In der physikalisch – medizinischen Behandlung kommen unter anderem das Gleichgewichtstraining und das sogenannte Lagerungsmanöver zum Tragen. Die Übungen, die in bestimmten Sitz-und Liegepositionen durchgeführt werden, führen in der Regel nach regelmäßiger Anwendung dazu, dass die Beschwerden verschwinden. Sie werden zum Beispiel nach dem Lagerungsschwindel angewendet. Das Gleichgewichtstraining hilft, den Vestibularapparat zu stabilisieren.
  • Psychische Methoden können beim sogenannten phobischen Attackenschwindel eingesetzt werden. Operative Eingriffe kommen nur selten vor. Operiert wird dann, wenn Medikamente oder andere Maßnahmen nicht erfolgreich sein können. Das kann zum Beispiel eine Schädigung des Hirnstamms sein, die der Auslöser für Schwindel ist.
  • Medikamente werden dann wirkungsvoll verabreicht, wenn die Ursachen für den auftretenden Schwindel hinreichend bekannt sind. Oftmals ist das aber nicht der Fall und es erfolgt lediglich eine medikamentöse Behandlung, die sich an den Symptomen ausrichtet. Das sollte allerdings nur vorübergehend erfolgen. Des Weiteren besteht die Möglichkeit der prophylaktischen Verabreichung von Medikamenten.

Schwindel Verlauf

Für den Krankheitsverlauf Schwindel ist die Anamnese entscheidend. Sind die Ursachen hinreichend bekannt, so ist die Aussicht auf Heilung gut. Für lang anhaltenden Schwindel sind oftmals seelische und nicht körperliche Probleme verantwortlich und müssen dementsprechend behandelt werden.

Schwindel Vorbeugen

Schwindel oder Vertigo kann man nicht direkt und unmittelbar vorbeugen. Schwindel tritt oft begleitend mit anderen Krankheitsbildern auf. Man verhindert ihn, indem die eigentliche Erkrankung diagnostiziert und therapiert wird.

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