Schilddrüsenunterfunktion

Eine Schilddrüsenunterfunktion kann sowohl angeboren als auch im Laufe des Lebens erworben sein. Bei Frauen kommt sie etwas häufiger vor als bei Männern. In den allermeisten Fällen entwickelt sich die Schilddrüsenunterfunktion schleichend und bleibt lange Zeit unbemerkt. Unabhängig davon, wann eine Schilddrüsenunterfunktion das erste Mal festgestellt wird, ist sie grundsätzlich immer dadurch gekennzeichnet, dass die Schilddrüse zu wenig Hormone produziert. Dadurch wird der Stoffwechsel des gesamten Organismus deutlich verlangsamt. Dies kann sich in zahlreichen Symptomen bemerkbar machen, die von einer allgemeinen Kälteempfindlichkeit, einer chronischen Müdigkeit und einer generellen Antriebsschwäche bis hin zu einer trockenen Haut oder einer deutlichen Gewichtszunahme reichen können. Die Schilddrüsenunterfunktion zählt zu den Autoimmunerkrankungen, die unter anderem dadurch gekennzeichnet sind, dass sich die körpereigene Abwehr gegen das Immunsystem richtet. Als Folge davon kommt es zu einer mehr oder weniger starken Unterversorgung des Körpers mit Schilddrüsenhormonen.

Schilddrüsenunterfunktion Ursachen

Schilddruesenunterfunktion SymptomeEs gibt zwei verschiedene Formen der Schilddrüsenunterfunktion. Bei einer primären Schilddrüsenunterfunktion ist die Schilddrüse selbst gestört und bei einer sekundären Schilddrüsenunterfunktion schüttet die Hirnanhangsdrüse zu wenig Hormone aus. Ist die Schilddrüsenunterfunktion angeboren, kann die Schilddrüse entweder zu klein sein oder gänzlich fehlen. Sowohl bei einer angeborenen als auch bei einer später erworbenen Schilddrüsenunterfunktion ist die Jodverwertung erheblich gestört.

Außerdem kommt es zur Entzündung der Schilddrüse sowie zum Verlust von ursprünglich voll funktionsfähigem Gewebe. Die genauen Ursachen für eine Schilddrüsenunterfunktion sind in vielen Fällen unbekannt. Hin und wieder könnte auch eine Radio-Jod-Therapie die Ursache sein. Diese Therapieform, welche insbesondere bei der Behandlung einer Schilddrüsenüberfunktion zur Anwendung kommt, könnte in einigen Fällen so viel Gewebe zerstören, dass eine Schilddrüsenunterfunktion die Folge ist.

Schilddrüsenunterfunktion Symptome

Sofern die Schilddrüsenunterfunktion nicht angeboren ist, entwickelt sie sich in der Regel schleichend und führt in der Anfangszeit weder zu ernsthaften Komplikationen, noch zu irgendwelchen Symptomen. Erst später machen sich Konzentrationsmangel, Kälteempfindlichkeit, Müdigkeit oder Antriebsarmut bemerkbar. Bei Kindern kann die Schilddrüsenunterfunktion zu gravierenden Entwicklungsstörungen führen, die sich unter anderem im Kleinwuchs, in Sprach- und Intelligenzstörungen, in Schwerhörigkeit und in einer verzögerten Ausprägung der Pubertät äußern können. Bei Neugeborenen und Säuglingen macht sich die Schilddrüsenunterfunktion insbesondere durch Bewegungsarmut, Trinkfaulheit und Verstopfung bemerkbar. Diese Symptome können aber auch andere Ursachen haben und bedürfen in jedem Falle einer ausführlichen klinischen Diagnostik.

Schilddrüsenunterfunktion Diagnose

Je nachdem, ob eine Schilddrüsenunterfunktion angeboren oder erst später erworben worden ist, stehen den Ärzten verschiedene diagnostische Instrumente zur Verfügung. Eine angeborene Schilddrüsenunterfunktion kann heute problemlos durch ein Neugeborenen-Screening festgestellt werden. Im Kinder-, Jugend- und Erwachsenenalter kann die Schilddrüsenunterfunktion durch verschiedene Laboruntersuchungen und durch eine Sonographie diagnostiziert werden. Eine zentrale Rolle bei der Diagnose der Schilddrüsenunterfunktion spielt die Bestimmung der Schilddrüsenhormone im Blut.

Schilddrüsenunterfunktion Therapie / Behandlung

Bei einer Schilddrüsenunterfunktion wäre es sehr wichtig, sofort nach der Diagnose mit einer geeigneten Therapie zu beginnen. Dabei kommt es insbesondere darauf an, schnell das passende Medikament zu finden, welches die fehlenden Schilddrüsenhormone weitgehend ersetzen kann. Da es sich bei der Schilddrüsenunterfunktion auch um einen gravierenden Jodmangel handelt, sollten die Medikamente vor allem jodhaltig sein.

Ist die Schilddrüsenunterfunktion angeboren und wurde bei einem Neugeborenen-Screening eindeutig diagnostiziert, ist extrem schnelles Handeln geboten. Nur so können bleibende Schäden beim Neugeborenen verhindert werden.

Die Medikamente zur Bekämpfung der Schilddrüsenunterfunktion müssen ein Leben lang eingenommen werden. Dabei wäre es sehr wichtig, den Hormonstatus regelmäßig zu überprüfen. Hierfür kommen in erster Linie Blutuntersuchungen infrage.

Schilddrüsenunterfunktion Verlauf

Wird eine Schilddrüseunterfunktion rechtzeitig erkannt und werden die verordneten Medikamente regelmäßig eingenommen, kommt es in der Regel zu keinerlei Nebenwirkungen oder Komplikationen. Darüber hinaus können die passenden Medikamente entscheidend dazu beitragen, die Symptome, die fast immer mit einer Schilddrüsenunterfunktion einhergehen, deutlich zu lindern oder gänzlich zu beseitigen. Dies hat in der Regel zur Folge, dass die betreffenden Personen ein weitgehend normales Leben führen können.

Schilddrüsenunterfunktion Vorbeugen

Grundsätzlich ist es nicht möglich, einer Schilddrüsenunterfunktion komplett vorzubeugen. Dabei dürfte insbesondere die Tatsache eine Rolle spielen, dass die wirklichen Ursachen dieser Erkrankung bisher noch weitestgehend unbekannt sind. Durch eine gesunde und ausgewogene Ernährung lässt sich der Ausbruch der Erkrankung eventuell eine zeitlang hinausschieben. Dabei käme es insbesondere darauf an, dem Körper die richtige Menge Jod zuzuführen. Wer einmal pro Woche frischen Seefisch isst, hat gute Chancen, dass sich der körpereigene Jodspiegel auf einem gesunden Niveau stabilisiert.

Jodhaltige Zusatzpräparate, Nahrungsergänzungsmittel oder Medikamente sollten nur nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt eingenommen werden. Andernfalls könnte es sehr schnell passieren, dass es zu einer Überdosierung von Jod im Körper kommt, welche ebenso schädlich ist wie eine Unterdosierung. Sollten verschiedene medizinische Maßnahmen wie zum Beispiel eine Radio-Jod-Therapie die Ursache für eine Schilddrüsenunterfunktion sein, käme es in erster Linie darauf an, die ärztlichen Anweisungen zu befolgen und entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten. Ob eine gesunde Lebensweise und genügend Sport mit dazu beitragen können, eine Schilddrüsenunterfunktion zu verhindern, kann nicht eindeutig beurteilt werden. Grundsätzlich lässt sich aber feststellen, dass massvolle Bewegung und eine gesunde Ernährung viele Krankheitsverläufe günstig beeinflussen können. Dies dürfte auch bei einer Schilddrüsenunterfunktion zutreffend sein.

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