Salmonellen

Salmonellen sind stäbchenförmige Bakterien, welche sowohl bei Menschen als auch bei Tieren vorkommen können und verschiedenste Erkrankungen auslösen. Die Bakterien können sowohl von Mensch zu Mensch, über Lebensmittel, aber auch über den direkten Kontakt mit Tieren übertragen werden. Vor allem Lebensmittel wie Eier, Fisch und Geflügelprodukte neigen dazu, mit Salmonellen belastet zu sein. In ärmeren Ländern ist oftmals auch verunreinigtes Trinkwasser eine Auslösequelle. Bei der Erkrankung wird zwischen Enteritis-Salmonellen und Typhus oder Paratyphus Salmonellen unterschieden. Bei einer Lebensmittelvergiftung durch Salmonellen tritt der Krankheitsverlauf plötzlich durch heftigen Brech-Durchfall, oftmals begleitend von Fieber auf und klingt nach in etwa einer Woche ab.

Bei Typhus und Paratyphus dauert die Erkrankung einige Wochen und beginnt schleichend mit allgemeinem Unwohlsein, Gelenksschmerzen, Bauchkrämpfen, Verstopfung, Fieber und Gewichtsverlust. Vor allem Menschen mit geschwächtem Immunsystem, sowie ältere Personen, Säuglinge oder bereits Vorerkrankte zählen zu den Risikogruppen. Bei gesunden Menschen verläuft die Erkrankung oft unbemerkt und die Bakterien werden nach der Aufnahme vom Körper abgewehrt. Eine Erkrankung durch Salmonellen ist in vielen Ländern meldepflichtig und durch eine ausführliche Befragung des Erkrankten soll dem Ansteckungsherd auf den Grund gegangen werden. In Industriestaaten verläuft eine Erkrankung durch Salmonellen im Regelfall unkompliziert. In ärmeren Ländern führen Salmonellenerkrankungen, wie vor allem Typhus oftmals zum Tod. Hierbei liegt die Sterberate in etwa bei einer halben Million Menschen pro Jahr.

Salmonellenbakterien sind sehr widerstandsfähig und können auch außerhalb des menschlichen und tierischen Körpers überleben. Aus diesem Grund ist es wichtig, beim Kontakt mit erkrankten Personen oder auch kritischen Lebensmitteln eine besondere Sorgfalt auf Hygiene zu legen. Eine richtige Lagerung, sowie Behandlung von Lebensmittel kann Bakterien abtöten. Kleine Tipps wie Händewaschen und regelmäßige Desinfektion der Toilettenanlagen beugen der Verbreitung von Salmonellen vor. Trotz aller Vorsorgemaßnahmen tritt eine Erkrankung durch Salmonellen oftmals unverschuldet auf. Diese ist trotz des unangenehmen Krankheitsverlaufs in den meisten Fällen in rascher Zeit ohne bleibende Folgebeschwerden meist wieder vorbei.

Salmonellen Ursachen

Salmonellen Symptome / UrsachenVerdorbene oder mit Salmonellen belastete Nahrungsmittel sowie verunreinigtes Trinkwasser sind die häufigsten Ursachen einer Salmonellen Erkrankung des Magen-Darm-Trakts. Auch der direkte Kontakt mit Salmonellen ausscheidenden Haustieren kann zu einer Erkrankung führen. Bei der Erkrankung durch Tiere sind oftmals Reptilien Bakterienüberträger. Auch die Ansteckung von Mensch zu Mensch ist gegeben. Dabei ist mangelnde Hygiene ein ausschlaggebender Faktor. Über den Urin und Stuhl kommt es während und auch lange nach einer Erkrankung zum Ausscheiden von Bakterien. Dadurch entsteht extreme Ansteckungsgefahr und es kann zu einer raschen Bakterienverbreitung kommen. Bei der Aufnahme von Bakterien muss es nicht zwingend zu einer Erkrankung kommen. Gesunde Menschen mit einem hohen Anteil an Magensäure können die Bakterien abwehren und ein Ausbrechen der Krankheit verhindern.

Salmonellen Symptome

Die Inkubationszeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit beträgt oftmals nur wenige Stunden bis maximal 72 Stunden. Dies hängt von der Salmonellenart und der aufgenommenen Menge ab. Bei einer Salmonellenenteritis tritt die Erkrankung meist plötzlich mit einem heftigen Brech-Durchfall auf. Dieser wird oftmals von Fieber, Bauchschmerzen und allgemeiner Unpässlichkeit begleitet.

Die Symptome dauern einige Tage an. Im Vergleich dazu sind die Symptome bei Paratyphus und Typhus eher schleichend zu erkennen. Über einige Wochen andauernde Kopf- und Gliederschmerzen, sowie Fieber und Verstopfung begleitend von einer Gewichtsabnahme sind typische Anzeichen. Diese Symptome werden oftmals von Anzeichen wie Ausschlag am Bauch, verlangsamtem Herzschlag, gräulich belegter Zunge und geschwollener Milz begleitet.

Salmonellen Diagnose

Bei der Diagnose sind die typischen Symptome für die Erkrankung meist erste Verdachtsgeber. Auch treten die Symptome oftmals bei mehreren Personen gleichzeitig auf und der Arzt kann basierend auf dem Krankheitsverlauf und der Vorgeschichte von einer Lebensmittelvergiftung ausgehen. Eine eindeutige Diagnose kann allerdings nur über eine Stuhlprobe gewährleistet werden. Durch einen Rektalabstrich werden die Keime im Körper nachgewiesen. Bei begleitendem Fieber führen zusätzliche Blutuntersuchungen zu Erkenntnissen über die Entzündungswerte des Körpers, welche im Krankheitsverlauf oftmals erhöht sind.

Jede eindeutige Diagnose, aber auch bereits jeder Verdacht auf eine Erkrankung wird durch den Arzt beim Amt für Gesundheit gemeldet. Im Falle einer Erkrankung setzt sich das Gesundheitsamt im Regalfall mit dem Erkrankten in Verbindung und versucht der Ursache der Erkrankung auf den Grund zu gehen.

Salmonellen Therapie / Behandlung

Bei einer Salmonellenenteritis liegt das Hauptaugenmerk auf dem Ausgleich des Flüssigkeitsverlustes. Spezielle Elektrolytlösungen oder gegebenenfalls Infusionen helfen dabei, den Mineral- und Wasserhaushalt im Körper zu regulieren. Eine generelle Schonung und Ruhe ist für den Genesungsverlauf hilfreich. In speziellen Ansteckungsfällen ist auch eine Verabreichung von Antibiotika erforderlich. Auch bei Typhus erfolgt die Behandlung durch Zufuhr von Flüssigkeit und Mineralien. Allerdings stets begleitend von einer Antibiotika-Therapie.

Salmonellen Verlauf

Der typische Verlauf einer Salmonellenerkrankung mit begleitendem Brech-Durchfall dauert im Regelfall bis zu einer Woche. Bei Typhus kann sich der Krankheitsverlauf über einige Wochen ziehen. Ausschlaggebend für eine rasche Genesung ist in beiden Fällen ein richtiger und rechtzeitiger Ausgleich des Flüssigkeits- und Mineralverlustes im Körper. Nach dem Abklingen der Krankheitssymptome besteht weiterhin oftmals über einige Wochen eine Ansteckungsgefahr durch Stuhl und Urin. Bei Säuglingen kann diese Ansteckungszeit auch einige Monate betragen.

In seltenen Fällen sind Salmonellen auch bis zu einem halben Jahr im Stuhl nachweisbar und dadurch eine Ansteckung von Mensch zu Mensch möglich. Bei einer schweren Erkrankung und einem starken Flüssigkeitsverlust kann es zu einem Austrocknen des Körpers kommen. Hier sind vor allem ältere Personen und Säuglinge gefährdet. Auch eine Thrombose oder eine Blutvergiftung sind seltene aber durchaus auftretende Komplikationen.

Salmonellen Vorbeugen

Richtige Hygiene und vorbeugende Hygienemaßnahmen sind das A und O beim effektiven Schutz gegen eine Erkrankung durch Salmonellen. Hierbei ist regelmäßiges Händewaschen vor dem Essen und nach dem Toilettenbesuch ein erster wichtiger Schritt zum Schutz vor Salmonellen und auch vielen anderen Bakterien.

Ein sorgfältiger Umgang mit Lebensmittel wie Geflügel, Eier, Fisch und Schalentieren bei der Lagerung und während des Kochvorgangs können Salmonellen vorbeugen. Durch den Kochvorgang können Salmonellen sogar abgetötet werden. Daher sollten kritische Lebensmittel wie Fleisch, Fisch und Eier stets gekocht und nicht roh verzehrt werden. Abhängig von der Wasserqualität kann es notwendig sein Trinkwasser vor dem Verzehr durch Abkochen zu behandeln. In vielen südlichen und ärmeren Ländern ist der Verzehr von Trinkwasser weder zum Durststillen noch zum Zähneputzen empfohlen. Stattdessen sollte auf stilles Mineralwasser ausgewichen werden

Ehemals erkrankte Personen sollten sich stets über die lange Ansteckungsphase auch nach der Genesung bewusst sein. Daher ist neben Körperhygiene auch die Reinigung und Desinfektion der Toilettenanlagen zu empfehlen. Gegen Erkrankungen wie Typhus ist eine Schutzimpfung möglich. Diese wird vor allem bei Reisen in gefährdete Länder im Vorfeld empfohlen.

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