Rheuma

Rheuma ist der Oberbegriff für fließende, reißende oder ziehende Schmerzen der Gelenke, die später auch in funktionelle Einschränkungen übergehen können. Obwohl Rheuma in erster Linie eine Erkrankung der Gelenke, Gelenkkapseln, Knochen, Muskeln und Sehnen ist, können auch andere Teile des Bewegungsapparates betroffen sein. Unter bestimmten Umständen könnte Rheuma auf die inneren Organe übergreifen.

Viele Menschen gehen fälschlicherweise davon aus, dass Rheuma nur in der älteren Generation auftritt. Dies ist jedoch ein Irrtum. Bereits Kinder und Jugendliche können verschiedene Symptome entwickeln, die eindeutig auf Rheuma hinweisen. Immer dann, wenn mindestens fünf Gelenke betroffen sind, sprechen die Experten von einer Polyarthritis. Ein wesentliches Kennzeichen dieser Erkrankung ist die Tatsache, dass Rheuma immer chronisch verläuft und sich gegen die Zellen des eigenen Körpers richtet. Dies sind eindeutige Zeichen einer Autoimmunerkrankung.

Rheuma Ursachen

Rheuma SymptomeDie Ursachen, welche zum Rheuma führen, sind bis heute noch nicht eindeutig geklärt. In den allermeisten Fällen wird jedoch davon ausgegangen, dass es sowohl eine genetische als auch eine familiäre Vorbelastung gibt. Welche Faktoren darüber hinaus noch eine Rolle spielen, könnte der Arzt nur in einer individuellen Diagnose abklären.

Rheuma Symptome

Die Beschwerden beim Rheuma können sehr vielfältig sein und von mehr oder weniger starken Schmerzen, Schwellungen oder Ergüssen in den betroffenen Gelenken bis hin zu verschiedenen Spätfolgen wie zum Beispiel Funktionseinschränkungen, Gelenkverformungen oder sogar Gelenkzerstörungen reichen. Eine ganz wesentliche Begleiterscheinung, welche fast immer mit dem Rheuma einhergeht, ist die Morgensteifigkeit der Hände. Sie dauert mindestens 60 Minuten und kann sich im Laufe des Tages erheblich verbessern. Oftmals verschwindet sie sogar völlig und kehrt am darauffolgenden Tag wieder in ungeminderter Form zurück. Im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung kann es auch zu allgemeinen körperlichen Symptomen wie zum Beispiel einer chronischen Erschöpfung oder einer dauerhaften Müdigkeit oder verminderten Leistungsfähigkeit kommen.

Rheuma Diagnose

Bevor die Diagnose Rheuma eindeutig gestellt werden kann, sind verschiedene Untersuchungen erforderlich. Dazu gehört auch eine ausführliche Anamnese. Anschließend wird der Arzt das weitere Vorgehen mit dem Patienten besprechen und dabei nicht nur konventionelle Röntgenverfahren, sondern auch die Computertomographie (CT), die Magnetresonanztomographie (MRT) oder die Szintigraphie einsetzen. Insbesondere im fortgeschrittenen Stadium der Rheuma Erkrankung wird es oftmals der Fall sein, dass verschiedene Verformungen der Gelenke oder bestimmte degenerativen Veränderungen im Röntgenbild eindeutig sichtbar sind. Für eine Rheuma Diagnose ist es außerdem von erheblicher Bedeutung, dass verschiedene Antikörper oder genetische Marker, welche wichtige Zeichen für eine Rheuma Erkrankung sind, im Blutbild nachgewiesen werden können.

Rheuma Therapie / Behandlung

Die Therapie und die Behandlung wird individuell festgelegt und richtet sich in erster Linie danach, welche Gelenke oder Organe vom Rheuma betroffen sind. Das wichtigste Ziel sollte dabei immer sein, eine weitestgehende Beschwerdefreiheit oder zumindest eine deutliche Linderung zu erreichen. Zu einer kompletten Heilung oder einem vollständigen Verschwinden der Symptome wird es jedoch nur in den allerseltensten Fällen kommen. Neben der Einnahme von Medikamenten kommt unter bestimmten Umständen auch die Gabe von Kortisonspritzen infrage.

Alle vom Arzt verordneten Therapien sollten idealerweise von regelmäßigen ergo- oder physiotherapeutischen Maßnahmen begleitet sein. Insbesondere durch den Einsatz der Kältetherapie lassen sich nicht selten erhebliche Erfolge erzielen. Sofern der Kreislauf stabil ist, käme auch der Besuch einer Kältekammer infrage. Dies sollte allerdings nur unter ärztlicher Aufsicht und niemals in Eigenregie geschehen.

Rheuma Verlauf

Obwohl Rheuma grundsätzlich immer chronisch verläuft, sind die entsprechenden Beschwerden lange Zeit gut kontrollierbar. Erst nach mehreren Jahren und im fortgeschrittenen Stadium kommt es zu einem verstärkten Gelenkverschleiß, der auch mit verschiedenen Bewegungs- oder Funktionseinschränkungen verbunden sein kann. Bei vielen Patienten, die seit mehreren Jahren oder Jahrzehnten unter Rheuma leiden, finden sich deutlich verformte Hände oder andere Gelenke, die ihre Funktion nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr ausfüllen können. Diese Patienten kommen dann in der Regel nicht umhin, verschiedene technische oder orthopädische Hilfsmittel für den Alltag in Anspruch zu nehmen.

Rheuma Vorbeugen

Grundsätzlich ist es nicht möglich, der Rheuma Erkrankung komplett vorzubeugen. Es könnten jedoch bestimmte Maßnahmen ergriffen werden, die zwar den Ausbruch der Erkrankung nicht verhindern, aber unter Umständen deutlich hinauszögern können. Dazu gehört es in erster Linie, auf eine gesunde Ernährung und genügend Ausgleichssport zu achten. Alle Bewegungsformen, die die Gelenke schonen und den Körper maßvoll, aber nicht zu stark beanspruchen, kommen dafür infrage. Hierzu gehören in erster Linie regelmäßige Spaziergänge, aber auch Radfahren, Schwimmen oder Nordic Walking.

Weniger geeignet sind hingegen alle Sportarten, die die Gelenke übermäßig belasten und die darüber hinaus auch noch mit einseitigen oder ruckartigen Bewegungen verbunden sind. Hierzu gehören zum Beispiel verschiedene Ball- oder Mannschaftssportarten, aber auch bestimmte Übungen im Fitnessstudio. Vom Leistungssport wird bei Rheuma generell abgeraten. Im Zweifelsfalle empfiehlt es sich immer, das individuelle Sportprogramm mit dem Arzt oder einem guten Physiotherapeuten zu besprechen, um eine optimale Wirkung zu erzielen und Überlastungsschäden weitestgehend zu vermeiden. Leichtere gymnastische Übungen, die durchaus auch tänzerischen Charakter haben können, sind in der Regel gut geeignet, den Rheuma Symptomen vorzubeugen oder zumindest eine deutliche Linderung zu erzielen.

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