Pustel

Eine Pustel ist ein mit Eiter gefüllter Hohlraum der Haut. Sie befindet sich meist in der oberen oder mittleren Hautschicht, ist rot und hat eine weiße Spitze. Ihre Form ist rund oder oval und hat einen Durchmesser von 0,2 bis 0,5 cm. Die Haut um die Pustel herum ist meist ebenfalls entzündlich gerötet. In der Regel sind Pusteln nur bei Berührung schmerzhaft. Der Inhalt des Hohlraumes kann sowohl keimfrei, als auch infektiös sein.

Pusteln treten bei Hauterkrankungen, wie Akne oder der Follikulitis auf. Sind sie an Haarfollikel gebunden, treten sie in regelmäßigen Abständen zueinander auf und lassen auf eine bakterielle Infektion schließen. Auch die Schweißdrüsenausführungsgänge können bei Kleinkindern mit Pusteln versehen sein. Man unterscheidet zwischen Pusteln als primär krankhafte Hautveränderung und Pusteln durch Infektion mit Eiterbakterien. Pusteln platzen nach einiger Zeit oder bilden eine gelblich braune Kruste. Bei einem septischen Verlauf kann der Einsatz von Antibiotika, sowie bei einer hormonell bedingten Akne eine Hormontherapie notwendig sein, doch in aller Regel verschwinden Pusteln von ganz allein und bedürfen keiner besonderen ärztlichen Behandlung. Der Patient hat insbesondere bei der Akne bedingten Pustelbildung keine maßgebliche Beteiligung an der Entstehung von Pusteln, da sie durch hormonelle Störungen entsteht.

Pustel Ursachen

Pustel SymptomePusteln können als primäre krankhafte Hautveränderungen infolge von zum Beispiel einer Follikulitis, Akne, Balanitis candidomycetica (Eichelentzündung), Bakterid Andrews (die Handflächen betreffende chronische Pustulose) oder Syphillis im Sekundärstadium auftreten. Die Hauptursache für eine Pustelbildung ist die Akne, vornehmlich in der Pubertät oder aufgrund anderer hormoneller Störungen. Hier werden die Talgdrüsen durch Sekretstau verschlossen und bilden zunächst nichtentzündliche Komedonen (Mitesser). Im weiteren Verlauf entstehen entzündliche Papeln und Pusteln. Die akute generalisierte exanthematische Pustulose kann als allergische Reaktion auf ein Medikament auftreten.

Pustel Symptome

Der punktförmige Hohlraum unter der Haut bildet eine gerötete Erhebung und eine weiße, eitrige Spitze aus. Um die Pustel herum kann die Haut ebenfalls gerötet sein. Eine Pustel ist in der Regel nicht schmerzhaft, kann aber bei Berührung Schmerzen bereiten. Bei stark ausgeprägter Akne mit Vernetzung der entzündeten Haarfollikel unter der Haut kann das von Pusteln befallene Gewebe schmerzhaft und berührungsempfindlich sein. Pusteln verschwinden in der Regel nach einigen Tagen. Sie platzen entweder auf, wodurch der Eiter aus dem Hohlraum entlassen wird, oder sie bilden eine gelb-braune Kruste. Bei starker Pustelbildung kann es insbesondere in der Pubertät zusätzlich zu psychischen Leiden kommen.

Pustel Diagnose

Bei der Diagnose wird der Patient nach bereits zuvor bestehenden Hauterkrankungen befragt. Bei der Untersuchung der Pusteln wird das Krankheitsbild auf Form, Größe, Lokalisation, Anordnung und Ausbreitung hin analysiert. Ebenfalls wird die Wandbeschaffenheit der Pusteln und der Pustelinhalt untersucht. Darüber hinaus wird der Zustand der umgebenden Haut beurteilt und in die Diagnose mit einbezogen. Von großem Interesse ist es, bei einer Untersuchung der Pusteln herauszufinden, ob die Pusteln an Follikel gebunden sind, da in diesem Fall von einer bakteriellen Entzündung ausgegangen werden kann.

Pustel Therapie / Behandlung

Bei vereinzelt auftretenden Pusteln ist eine medikamentöse Behandlung nicht notwendig. Die Pusteln bilden sich von allein zurück und hinterlassen keine Folgeschäden, wenn sie nicht künstlich durch Drücken oder Kratzen manipuliert werden. Akne bedingte Pusteln können auf vielseitige Weise behandelt werden. Die Erfolgsaussichten sind höchst individuell. Zu den Wirkstoffen, die bei der Behandlung von Akne zum Einsatz kommen, zählen unter anderem Alpha-Hydroxy-Säuren (Fruchtsäuren), die eine Komedolyse, also das Herauslösen der Komedone (Mitesser) bewirken sollen, Antibiotika zur Bekämpfung von bakteriellen Entzündungen, antiandrogen wirkende Hormone bei Frauen, Linolsäure, Retinoide (äußerlich oder systemisch verwendet) und Salicylsäure. Bei einer akuten exanthematischen Pustulose, die vermutlich durch Medikamente verursacht wird und mit schwerem Fieber einhergeht, wird mit entsprechenden Antibiotika therapiert.

Pustel Verlauf

Nach der Bildung eines Komedonen (Mitesser) entsteht bei der follikelgebundenen Pustel ein punktförmiger Hohlraum unter der obersten Hautschicht und füllt sich mit Eiter. Die Eiterspitze reift im Krankheitsverlauf aus, um nach einigen Tagen durch Platzen den Eiter austreten zu lassen. Bei verschiedenen Akneformen kann die Pustelbildung unterschiedlich schwere Verläufe nehmen. Den schwersten Verlauf findet man unter dem Begriff Acne Inversa.

Hierbei kommt es zu einer schweren Entzündung der Talgdrüsen und Wurzelscheiden der Haarfollikel, bei der sich die Entzündung weiträumig unter der Haut ausbreiten kann. Eine Pustel kann auch infolge einer Infektion mit einem Erreger oder durch die Einnahme von Medikamenten entstehen. Bei der akuten generalisierten exanthematischen Pustulose, die als eine allergische Reaktion auf Medikamente auftritt, kann es zusätzlich zur Pustelbildung zu hohem Fieber mit Behandlungsbedarf kommen.

Pustel Vorbeugen

Bei der Akne bedingten Entstehung von Pusteln ist lediglich auf ein gesundes Maß an Hygiene zu achten. Die Poren der gefährdeten Hautpartien sollten gründlich gereinigt und von Fett und Talg befreit werden. Klärende Gesichtswasser mit antibakterieller Wirkung können von Nutzen sein. Da aber Akne in erster Linie hormonell bedingt ist, sind die Möglichkeiten einer Vorbeugung sehr begrenzt.

Um der Übertragung von Bakterien auf gesunde Hautpartien vorzubeugen, sollte eine gründliche Handhygiene nach Berührung einer Pustel vorgenommen werden. Es gibt keine weiteren Maßnahmen zur Vorbeugung der Entstehung von Pusteln.

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