Prostatavergrößerung

Viele Männer kennen das Problem. Das Wasserlassen klappt nicht ganz so, wie man es sich wünscht, weil die Harnröhre verengt ist. Das Wasser „tröpfelt“ nur so vor sich hin und lässt den Akt zu einer unendlichen Geschichte werden. Wenn dann noch Restharn in der Blase bleibt und dieser sich unkontrolliert in die Unterhose ergießt, ist das nicht nur unangenehm, sondern auch peinlich.

Den Grund für diesen Zustand findet man in der Regel in einer Prostatavergrößerung. Sie ist gutartig und geht lediglich mit unangenehmen Begleiterscheinungen einher. Sie hat definitiv nichts mit dem bösartigen Prostatakrebs zu tun und ist auch nicht als Ursache dafür bekannt. Hier muss also klar unterschieden werden. Betroffen sind rund 25 bis 30% aller Männer ab dem 50. Lebensjahr. Ab dem 75. Lebensjahr kann man davon ausgehen, dass nahezu alle Männer mit einer vergrößerten Prostata zu kämpfen haben. Die Vergrößerung gilt dabei nicht als Krankheit. Medikamente oder gar eine Operation können die Prostata wieder verkleinern und das Wasserlassen vereinfachen. Tut man hingegen nichts, muss man mit dem langsamen Wasserlassen und dem unkontrollierten Restharn in der Blase leben.

Prostatavergrößerung Ursachen

Prostatavergroesserung SymptomeDie genaue Ursache für eine Prostatavergrößerung ist auch nach sehr intensiven Forschungen bis heute noch nicht genau geklärt. Jedoch geht man davon aus, dass Hormone eine wichtige Rolle in der Entstehung spielen. Besonders das Hormon Dihydrotestosteron, welches sich aus Testosteron bildet, könnte ausschlaggebend sein. Auch eine familiäre Veranlagung kann die Krankheit begünstigen. Wurden im familiären Umfeld mehrere Fälle von einer gutartigen Prostatavergrößerung verzeichnet, so steigt das Risiko einer Erkrankung deutlich an.

Übergewicht, Diabetes, Bluthochdruck oder Fettstoffwechselstörungen werden ebenfalls gerne als Auslöser für eine Prostatavergrößerung genannt. Jedoch gibt es keine medizinische Grundlage, die dies bestätigt. Zudem wird immer noch erforscht, ob auch die Ernährung ein Auslöser sein kann. Aber auch hier gibt es noch keine genauen Erkenntnisse. Fakt ist jedoch, dass das Prostatagewebe bei einer Vergrößerung meist Entzündungswerte aufweist. Forscher gehen deshalb davon aus, dass eine Fehlfunktion des Immunsystems die Entstehung begünstigen kann.

Prostatavergrößerung Symptome

Das am stärksten ausgeprägte Symptom bei einer Prostatavergrößerung ist eine Störung beim Wasserlassen. Unterschieden wird hier zwischen einer Harnblasenentleerungsstörung und einer Harnspeicherstörung. Bei einer Harnblasenentleerungsstörung haben die betroffenen Männer Schwierigkeiten, die Blase zu entleeren. Es besteht zwar ein Harndrang, doch das Wasserlassen will nicht beginnen. Mitunter ist der Harnstrahl auch nur sehr schwach oder schwächt sich immer weiter ab. Das Wasserlassen nimmt mehr Zeit als normal in Anspruch. Oftmals tropft auch noch Harn aus der Harnröhre, wenn das Wasserlassen bereits abgeschlossen ist. Mitunter sind sogar mehrere Versuche von Nöten, um die Blase komplett zu leeren. Trotz alledem besteht immer noch ein Restharngefühl, welches permanent vorhanden ist.

Liegt hingegen eine Harnspeicherstörung vor, müssen die betroffenen Männer ständig auf die Toilette. Gerne auch nachts. Der Harndrang ist dann besonders intensiv und belastend. Kann die Blase dabei nicht restlos entleert werden, bildet sich für Keime und Bakterien ein idealer Nährboden. Eine Harnwegsinfektion oder Blasensteine sind dann meist nicht mehr weit weg. Hinzu kommt, dass rund ein Drittel der betroffenen Männer unter Erektionsproblemen leidet. Ist das Problem so weitreichend, dass sich die Blase gar nicht mehr entleeren lässt, sorgt die volle Harnblase für Schmerzen. Sollte dies so sein, muss sofort ein Arzt aufgesucht werden. Dieser wird mit Hilfe eines Katheders den Harn ablassen.

Prostatavergrößerung Diagnose

Eine eindeutige Diagnose zur Prostatavergrößerung kann nur ein Arzt stellen. Das Verfahren ist sehr umfangreich und bedarf einiger Zeit. So wird er im ersten Schritt die aktuellen Beschwerden und den Krankheitsverlauf abfragen. Liegen bereits Erkrankungen der Blase oder der Nieren vor? Hinzu kommt, dass die Einnahme von Medikamenten für den Arzt sehr entscheidend ist. Welche werden eingenommen und wie lange erfolgt diese Einnahme bereits? Im Anschluss wird der Arzt die Prostata abtasten. Dies geschieht mit dem Finger vom Darm aus. Nur so lassen sich ihre Form und ihre Konsistenz optimal ermitteln. Werden bei dieser Untersuchung Verhärtungen oder Knoten festgestellt, so könnte dies ein Hinweis auf den gefährlichen Prostatakrebs sein.

Ist sie lediglich vergrößert, so spricht man von der sehr verbreiteten Prostatavergrößerung. Auch eine Urinprobe des Patienten wird ausgewertet. Hier schaut der Arzt, ob eventuell eine Infektion der Harnwege vorliegen könnte. Hinzu kommt die Bestimmung des PSA-Wertes, der ebenfalls auf eine Prostatavergrößerung hinweisen kann. Zu viel Beachtung darf diesem Wert allerdings nicht geschenkt werden, da dieser sehr leicht manipulierbar ist. So ist dieser beispielsweise nach einer Radtour deutlich erhöht. Weiter geht es mit einer rektalen Ultraschalluntersuchung, bei der die Größe der Prostata genau bestimmt wird. Zudem wird die Harnblase untersucht um zu klären, ob sich nach dem Wasserlassen noch ein Rest Urin in der Blase befindet. Weitere Untersuchungen könnten eine Blasenwanddickenmessung und eine Harnstrahlmessung sein.

Prostatavergrößerung Therapie / Behandlung

Bereits bei leichten Beschwerden mit der Prostata sollte ein Arzt aufgesucht werden. Nur so kann eine individuelle Therapie erstellt und eine Linderung herbeigeführt werden. Muss eine medikamentöse Therapie eingeleitet werden, so stehen dafür die unterschiedlichsten Medikamente bereit. In Deutschland werden hierfür traditionell pflanzliche Produkte zum Einsatz kommen. Sprechen hingegen einige Faktoren der Erkrankung gegen eine medikamentöse Behandlung, so wird ein operativer Eingriff nicht zu vermeiden sein. Dies kann passieren, wenn beispielsweise Blasensteine oder eine Nierenschwäche vorliegen.

Der Arzt wird in der Regel die Therapie immer so wählen, dass das Risiko des Fortschreitens der Krankheit für den Patienten so gering wie möglich ist. Steht eine Operation an, so werden hierfür sehr schonende Operationstechniken angewandt. Besonders beliebt ist die Transurethrale Resektion, bei der lediglich ein Instrument über die Harnröhre in Richtung Prostata eingeführt wird. Mit einer so genannten elektrischen Schlinge wird dann Prostatagewebe abgetragen. Dadurch muss weder die Bauchdecke geöffnet werden, noch muss anderweitig ein Skalpell zum Einsatz kommen. Die Schmerzen sind sehr gering und der Patient ist wenige Tage später wieder voll belastbar. Weitere Operationsmethoden sind die Bipolare Plasmavaporisation oder die Transurethrale bipolare Resektion der Prostata.

Prostatavergrößerung Verlauf

Wenn eine Prostatavergrößerung nicht rechtzeitig erkannt und behandelt wird, so lässt sich die Blase mit der Zeit immer weniger entleeren. Bakterien und Keime bilden sich in ihr und sorgen für schwere Entzündungen. Zum Schluss kann es sogar passieren, dass sich die Blase überhaupt nicht mehr entleeren lässt. Ein Katheder muss dann getragen werden. Deshalb sollte so frühzeitig wie nur möglich ein Arzt konsultiert werden. Denn schon die ersten kleinen Beschwerden beim Wasserlassen sind ein sicheres Zeichen für eine Veränderung. Setzt man die Therapie so zeitig wie möglich an, kann man die schwerwiegenden Komplikationen, die ansonsten drohen könnten, so gut wie nur möglich vermeiden.

Prostatavergrößerung Vorbeugen

Ein gesunder Lebensstil, welcher mit einem Verzicht auf Zigaretten, einer ausgewogenen Portion Sport und einer gesunden Ernährung einhergeht, kann eine gute vorbeugende Maßnahme gegen eine Prostatavergrößerung sein. Ebenso sollten Männer auf ihr Gewicht achten. Zu starkes Übergewicht kann ebenfalls eine Vergrößerung begünstigen. Jedoch ist dies medizinisch nicht sicher belegt. Hinzu kommen regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen, die jeder Mann ab dem 45. Lebensjahr wahrnehmen sollte.

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