Pigmentstörung

Ist die Bildung der Stoffe, die der Haut eine ebenmäßige Farbe verleihen gestört, so spricht man von einer Pigmentstörung. Die betroffenen Hautstellen sind dann entweder schwächer oder stärker eingefärbt, als dies der Normalzustand ist. Schuld daran sind Zellen der Oberhaut, die sich Melanozyten nennen. Es sind die Zellen, welche für die Farbgebung der Haut verantwortlich zeichnen und dieser – je nach Hauttyp und Sonneneinstrahlung – eine unterschiedliche Einfärbung geben. Das Melanin der Melanozyten verhindert dabei, das das schädliche UV-Licht zu tief in die unteren Hautschichten eindringen kann. Es hat somit eine Schutzfunktion.

Liegt jedoch eine Pigmentstörung vor, so ist die Bildung der hauteigenen Pigmente gestört. Dies kann nur an einer kleinen Stelle, aber auch großflächig auftreten. Ist dem so, dann tritt an dieser Stelle eine Farbveränderung der Haut zum Vorschein. Zwei Varianten sind hierbei möglich. Zum einen kann ein Melaninüberschuss der Grund sein. Hier färbt sich die Haut stärker als normal und sieht an der betroffenen Stelle somit dunkler aus. Tritt hingegen ein Melaninmangel auf, so färbt sich die Haut weniger ein und sieht mitunter fast weiß aus. Betroffen davon sind etwa 0,5 bis 2% aller Menschen. Eine Pigmentstörung ist nicht ansteckend.

Pigmentstörung Ursachen

Pigmentstoerung Symptome und UrsachenDie Ursachen für eine Pigmentstörung können recht vielfältig sein. So kann eine Pigmentstörung angeboren sein, oder sich erst im Laufe der Jahre entwickeln. Und so reichen die Ursachen von erblichen Faktoren, wie beispielsweise Sommersprossen, die Weißfleckenkrankheit oder Albinismus, bis hin zu Faktoren wie Kälte, Wärme, mechanische Einflüsse, Kosmetika, Medikamente oder auch hormonelle Veränderungen, die besonders während der Schwangerschaft auftreten können. Ist man von einer Hyperpigmentierung betroffen, so bildet sich in den Zellen vermehrt Melanin, was sich dort ablagert und nur bedingt wieder abtransportiert wird. Den Überschuss kann man an einer stärkeren Pigmentierung, also an einer stärkeren Einfärbung sehr deutlich erkennen.

Die stärkere Pigmentierung kann sich dabei in Sommersprossen widerspiegeln, die unter anderem vermehrt nach einem Sonnenbrand auftreten können. Aber auch Leberflecken haben ihre Wurzeln in einer Pigmentstörung. Liegt hingegen ein Melaninmangel und somit eine Hypopigmentierung vor, so sind zu wenige Zellen vorhanden, die Melanin bilden können. Die Haut ist an diesen Stellen deutlich heller. Die Ursache hierfür kann unter anderem in der Zerstörung der Zellen für die Melaninbildung liegen. Möglich ist dies durch Röntgenstrahlen, Entzündungen oder gar giftige Substanzen, mit denen die Haut in Berührung gekommen ist.

Aber auch eine gestörte Weitergabe des produzierten Melanins kann als Ursache für den Mangel in Frage kommen. Denn wird das Melanin nicht an die Zellen der Oberhaut weitergegeben, kann es dort auch nicht seinen Pflichten nachgehen.

Pigmentstörung Symptome

Typische Symptome bei einer Pigmentstörung sind eine zu starke oder eine zu schwache Einfärbung der Haut. Bei einem Melaninüberschuss wird die Haut zu stark eingefärbt, bei einem Mangel zu schwach. Die Flecken sind dabei unterschiedlich in Größe, Form, Farbe und Ausprägung. So kann die Pigmentstörung entweder nur an einer kleinen begrenzten Stelle der Haut auftreten, wie dies beispielsweise bei Sommersprossen der Fall ist.

Meist handelt es sich zwar um viele Sommersprossen, die sichtbar werden. Jedoch sind diese Flecken scharf begrenzt und rund. Andererseits kann die Pigmentstörung auch großflächig auftreten, wie beispielsweise bei der Weißfleckenkrankheit oder beim Albinismus. Hier sind große Hautpartien betroffen. Besonders oft kann dies im Gesicht, an den Händen, am Hals, an den Ellenbogen oder an den Knien sein.

Pigmentstörung Diagnose

Möchte man eine Pigmentstörung diagnostizieren, so wird im ersten Schritt eine Analyse der Hautveränderungen vorgenommen. An welche Stellen treten die Farbveränderungen auf und in welchem Umfang? Meist kann ein erfahrener Arzt bereits durch das äußere Erscheinungsbild die Krankheit diagnostizieren. Eine Gewebeprobe oder ähnliches muss nicht entnommen werden. Ebenso muss sich der Patient nur in seltenen Fällen Tests unterziehen, da eine Pigmentstörung gut zu erkennen und von anderen Krankheiten zu unterscheiden ist. Sollte der Verdacht bestehen, dass die Pigmentstörung erblich bedingt ist, so wird der Arzt die Familiengeschichte abfragen, um die daraus resultierenden Ergebnisse in die Diagnose einfließen zu lassen.

Pigmentstörung Therapie / Behandlung

Eine Pigmentstörung ist in der Regel harmlos und verlangt daher nicht nach einer speziellen Therapie. Jedoch haben viele Menschen mit dieser Störung das Bedürfnis, die veränderten Hautpartien behandeln zu lassen. Die Art der Behandlung hängt dabei immer von der Art und der Ausprägung der Pigmentstörung ab. Sind Medikamente der Auslöser für die Störung, so muss hier keine Behandlung stattfinden, da die Hautveränderungen nach dem Absetzen des Medikamentes wieder zurückbilden. Die Pigmentstörung ist somit nur zeitlich begrenzt.

Bei einer Depigmentierung hingegen ist die Haut nicht ausreichend vor den schädlichen UV-Strahlen geschützt. Hier kann vorgesorgt und die betroffenen Hautstellen vor UV-Licht geschützt werden. Möglich ist dies durch besondere Hautpflegeprodukte oder durch Besuche im Solarium. Auch durch Kosmetika kann eine Pigmentstörung kosmetisch therapiert werden. Das lindert den seelischen Leidensdruck. Besonders beliebt ist hierbei abdeckende Kosmetika wie beispielsweise Camouflage. Aber auch hautaufhellende Cremes oder Selbstbräuner helfen bei der optischen Korrektur. Ebenso ist eine Bestrahlung der betroffenen Hautstellen möglich. Oft kommt dies bei einer Weißfleckenkrankheit zum Einsatz. Diese Therapie ist recht langwierig und erstreckt sich über mehrere Monate.

Pigmentstörung Verlauf

Der Verlauf einer Pigmentstörung ist in der Regel recht harmlos. Allein aus diesem Grund wird diese Störung meist nur kosmetisch behandelt. Wie sich die Krankheit jedoch im Laufe der Zeit entwickelt und eventuell ausdehnt, hängt immer von der Ausprägung und dem Grund für die Krankheit zusammen.

Äußerst sich die Pigmentstörung durch Sommersprossen, so verschwinden diese meist im Erwachsenenalter wieder von alleine. Albinismus hingegen begleitet die Patienten ein Leben lang. Auch die Weißfleckenkrankheit kann sich mit zunehmendem Alter immer weiter ausbreiten. Eine Heilung ist hier auch nicht in Sicht.

Pigmentstörung Vorbeugen

Einer Pigmentstörung vorzubeugen, ist im Prinzip nur sehr bedingt möglich, da sich die Ursachen meist nicht vermeiden lassen. So kann man eine erbliche Pigmentstörung nicht beeinflussen. Jedoch kann man versuchen, eine übermäßige Belastung der Haut durch Sonneneinstrahlung zu vermeiden, da eine zu intensive Sonnenbestrahlung der Haut einige Pigmentstörungen begünstigen kann.

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