Nasenbluten

Unerwartet und zu jeder Zeit unwillkommen. Sei es während des Besuchs eines Theater, einer Familienfeier oder auf offener Straße, das Nasenbluten ist eine ungeschickte Äußerung des Körpers, um auf einen Missstand in aller Deutlichkeit hinzuweisen. Eine blutende Nase möchte niemand haben und darüber hinaus nicht in Berührung kommen. Auf dem heißgeliebten T-Shirt wirken rote Blutflecken abschreckend und sind nur schwer mit Hilfe von chemischen Mitteln zu entfernen. In den meisten Fällen bleibt nur zu hoffen, dass ein Päckchen Taschentücher schnell greifbar ist, sodass darauf gehofft werden kann, das Nasenbluten schnellstmöglich zu stoppen.

In der Welt der Medizin wird Nasenbluten durch den Begriff „Epistaxis“ beschrieben. Das Wort ist griechischen Ursprungs und bedeutet übersetzt in etwa „tropfen“. Die Blutung ist meistens ungefährlich, kann jedoch zu einer lebensbedrohlichen Gefahr werden. Derartigen Blutungen stammen aus den hinteren Abschnitten der Nase und sind sehr selten. Zudem kann häufiges Nasenbluten ein Indiz für die Entstehung von schweren Krankheiten sein, weshalb eine solche Blutung bei häufigem Auftreten niemals als Lappalie abgetan werden darf. Entgegen des japanischen Irrglaubens, ist ein häufiges Nasenbluten sicherlich kein Zeichen von Lüsternheit, sondern ein Anzeichen für eine schwere Erkrankung. So ist beispielsweise eines der ersten Anzeichen für einen Hirntumor häufiges Nasenbluten.

Nasenbluten Ursachen

Nasenbluten Symptome & UrsachenDie Ursachen für Nasenbluten sind breit gestreut. Die Epistaxis wird aus diesem Grund in zwei unterschiedliche Kategorien unterteilt:

  1. Die erste Kategorie beschreibt die Ursache nach lokal bedingten Gegebenheiten. Hierzu zählen unter anderem physikalische oder chemische Schädigungen der Nasenschleimhaut sowie das konstitutionelle Nasenbluten, welches insbesondere bei Kindern regelmäßig auftritt. Darüber hinaus kann eine Blutung in der Nase durch ein Trauma in Form einer Schädelbasis-Fraktur oder eines Nasenbruchs hervorgerufen werden. In einigen Fällen können auch verschiedene Allergieerkrankungen durch das Austrocknen der Nasenschleimhaut eine Blutung negativ begünstigen. Die Bildung von gut- oder bösartigen Tumoren in der Nasennebenhöhle zählt ebenfalls zu dieser Kategorie des Nasenblutens.
  2. Der zweite Bereich beschreibt das Nasenbluten als Symptom für eine Vielzahl von allgemeinen Beeinträchtigungen des Körpers. Diesem Bereich werden zum Beispiel die Infektionskrankheiten Typhus oder Masern zugeordnet. Weites Ursachen einer Blutung können Erkrankungen im Gefäß- oder Kreislaufsystem sein, welches durch eine arterielle Hypertonie in seiner Funktion gestört sein könnte. Bei einigen Medikamenten ist bekannt, dass deren Nebenwirkungen in Form von Nasenbluten auftreten können. Der Mangel von wichtigen Vitaminen (spezielle Vitamin K und C) sowie durch Hormone hervorgerufene Veränderung bzw. Krankheiten sind ebenso für das symptomatisch auftretende Nasenbluten verantwortlich.

Nasenbluten Symptome

Grundsätzlich ist die Nase von einer Blutung betroffen, wenn aus ihr dunkel- oder hellrotes Blut austritt. Sofern eine Arterie für die das Nasenbluten verantwortlich ist, spritzt das Blut aus der Nase. Während einer Diagnose ist Vorsicht geboten, wenn für die Nase keinerlei Anlass zur Blutung zu erkennen ist. In solch einer Situation wird das Blut einer lediglich von einer anderen Stelle des Körpers über die Nase ausgeschieden. Ist zum Beispiel die Speiseröhre schwer geschädigt (Ösophagusvarizen), tritt das Blut durch die Nase aus. Eine sofortige Behandlung oder ein Notarzteinsatz sind bei der Schädigung der Speiseröhre unumgänglich.

Nasenbluten Diagnose

Wenn das Nasenbluten ärztlich untersucht wird, wird zur Erstellung einer Diagnose eine Messung des Blutdrucks durchgeführt. Im Falle einer überdurchschnittlich starken Blutung wird Blut zur Feststellung des Hämoglobinwerts sowie der Anzahl an Thrombozyten entnommen. Durch diese Maßnahme soll der Blutverlust eingeschätzt sowie eine Gerinnung des Bluts ausgeschlossen werden. Im Falle einer permanent anhaltenden Naseblutung wird die Nasenschleimhaut nach einer lokalen Betäubung bei entsprechend geringer Schwellung des Naseninnern mit einem Nasenendoskop im Rahmen einer Rhinoskopie oder Endoskopie untersucht. Dadurch soll der Ort der Blutung im inneren der Nase lokalisiert werden, um eine passende Behandlung beginnen zu können.

Nasenbluten Therapie / Behandlung

Viele der Betroffenen können kein Blut sehen. Blut das auf den ersten Blick aus dem Gesicht austritt, versetzt den Patienten in Panik. Deshalb sollte zunächst beruhigend auf die verletzte Person eingewirkt werden. Der Kopf muss in jedem Fall nach vorne gebeugt werden, sodass das Blut aus der Nase ungehindert austreten kann. Wird der Kopf nach hinten gebeugt, verlässt das Blut die Nase in Richtung Luft- und Speiseröhre, wo das Blut verschluckt werden kann.

Unkompliziertes Nasenbluten tritt in den vorderen Bereich der Nase auf. Es kann durch eine kurze Komprimierung zum Stillstand gebracht werden. Beim arteriellen Nasenbluten genügt eine einfache Komprimierung nicht, da das Blut durch den Mund des Verletzten austreten wird. Wenn das Nasenbluten trotz aller Bemühung über einen gewissen Zeitraum hinweg nicht gestoppt werden kann, muss der Blutverlust sowie die geistige und körperliche Verfassung des Patienten genau beobachtet werden. Sofern eines der beiden zuletzt genannten Symptome erkennbar ist, muss unverzügliche ärztliche Hilfe ausgesucht werden, um eine Lebensgefährliche Situation zu vermeiden.

In der HNO-Abteilung eines Krankenhauses kann der behandelnde Arzt unter anderem auf eine Ätzung mit Silbernitrat zurückgreifen, damit die Blutung gestoppt werden kann. Nach einer ersten Behandlung müssen die Ursachen für das Nasenbluten untersucht und lokalisiert werden, um einem erneuten Nasenbluten präventiv entgegen zu wirken.

Nasenbluten Verlauf

Nasenbluten ist zunächst unauffällig im Naseninneren. Augenscheinlich handelt es sich um eine verstopfte Nase. Nachdem das Blut aus der Nase ausgetreten ist, wird die betroffene Person aufmerksam. Der weitere Verlauf hängt von der Stärke der Blutung sowie von deren Ursache ab.

Nasenbluten Vorbeugen

Die am häufigsten auftretende Ursache für Nasenbluten ist eine unzureichend befeuchtete Nasenschleimhaut. Diese sollte deshalb so feucht wie möglich gehalten werden. Viele Menschen kämpfen seit ihrer Geburt mit einer trockenen Schleimhaut. Salben mit Mineralsalzen können chronische Erkrankungen oder einen trockene Nasenschleimhaut präventiv eindämmen. Zusätzlich sollte sich die optimale Zimmertemperatur auf 21 Grad Celsius belaufen. In den Nachstunden wird allgemein eine Temperierung von 18 Grad Celsius empfohlen. Bei diesen Temperaturen gilt die dann vorhandene Luftfeuchtigkeit für die Nase optimal.

In Sachen Ernährung sollten genügend Vitamine in den zugeführten Nahrungsmitteln vorhanden sein. Obst und Gemüse beinhaltet ideale Nährstoffe, damit das Nasenbluten fern bleibt. Zigaretten, Alkohol und zuckerhaltige Nahrung sind Feinde der Nasenschleimhaut sowie ihrer Gefäße. Das Treiben von Sport hilft der Nasenschleimhaut bei ihrer täglichen Arbeit.

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