Muttermal

Der Begriff Muttermal ist sicherlich jedem bekannt, doch letztlich gibt es medizinisch gesehen gar keine klare Definition davon. Denn häufig gilt er als ein Synonym vom Wort Leberfleck. Genau genommen ist ein Muttermal aber eine Art Überbegriff für alle gutartigen Wucherungen, die auf der Haut entstehen können. Die genaue Art der Zellen spielt dabei keine Rolle. Ein Muttermal kann aus roten Blutgefäßzellen oder auch aus Talgdrüsenzellen gebildet werden. Diese sind eher gelblich, weswegen ein solches Mal auch nicht immer die eigentlich typische bräunliche Färbung aufweisen muss. Muttermale sind für viele Menschen charakteristisch und ein unverwechselbares Zeichen in ihrem Aussehen. Solange diese Male unverändert bleiben, also die Farbe nicht verändern oder wesentlich größer werden, ist ein medizinisches Eingreifen in aller Regel nicht notwendig.

Doch aus den gutartigen Zellen können sich auch bösartige entwickeln. Dies kann sich an einer Entzündung oder eben einer Veränderung von Form, Farbe und Größe zeigen. In diesem Fall sollte auf jeden Fall ein Dermatologe zu Rate gezogen werden. Meistens wird ein solches Muttermal dann unter örtlicher Betäubung entfernt und in ein Labor versandt. Hier wird dann festgestellt, ob es sich tatsächlich um bösartige Zellen handelt und wie im Einzelfall weiter verfahren werden müsste. Selbstverständlich kann man sich Muttermale auch aus rein kosmetischen Gründen entfernen lassen.

Muttermal Ursachen

Muttermal: Symptome und UrsachenDie Ursachen für die Entstehung von einem Muttermal sind unterschiedlich. Häufig ist allerdings zu beobachten, dass in bestimmten Familien mehr Muttermale auftreten als in anderen. Warum ein Muttermal angeboren ist, konnte medizinisch allerdings noch nicht geklärt werden. Darüber hinaus hängt eine Neubildung auch mit der aktuellen Lebenssituation zusammen. So bilden sich besonders in der Pubertät oder in der Schwangerschaft oft neue Muttermale. Auch die Tatsache eines geschwächten Immunsystems kann zur Bildung von neuen Leberflecken beitragen. So kann beobachtet werden, dass viele Menschen nach Chemotherapien mehr von diesen Wucherungen zeigen. Grundsätzlich ist es aber ohnehin normal, dass die Zahl der Muttermale bis ins Erwachsenenalter ansteigt. Ein Muttermal entsteht immer dann, wenn sich mehrere pigmentbildende Zellen an einer bestimmten Stelle anhäufen.

Muttermal Symptome

Positiv ist an dieser Stelle anzumerken, dass Muttermale keine Symptome im klassischen Sinne hervorrufen. Sie jucken nicht und machen auch keine Schmerzen. Zu beachten sind sie nur, wenn sie sich verändern. Ein Muttermal, das die Farbe wechselt oder beispielsweise wesentlich größer wird, macht zwar im ersten Augenblick auch keine Beschwerden, aber diese Veränderung kann darauf hinweisen, dass die Zellen nicht mehr gutartig sind und so Erkrankungen nach sich ziehen können. Von daher sollten solche Veränderungen immer mit Vorsicht behandelt werden und die Ursachen von einem Facharzt abgeklärt werden.

Muttermal Diagnose

Wie bei eigentlich allen Krankheiten oder Veränderungen am Körper ist eine genaue Diagnose wichtig, um einen möglichen Krankheitsverlauf optimal behandeln zu können. Falls man Veränderungen an einem Muttermal feststellt, sollte umgehend ein Hautarzt aufgesucht werden. Dieser hat zur Diagnose, ob es sich um eine gutartige oder bösartige Veränderung handelt, verschiedene Möglichkeiten.

Eine recht einfache Methode ist die Betrachtung des Muttermals unter dem Mikroskop. Der Arzt kann sich die Haut in bis zu 50-facher Vergrößerung anschauen. Die Pigmentnetzstruktur wird so beurteilt. Außerdem spielen die Farbe, die Größe und die sogenannte Begrenzung eine wichtige Rolle. Denn ein Muttermal ist verdächtig, wenn es seine runde Struktur verliert. Sollte das Muttermal verdächtig aussehen, wird es in aller Regel unter örtlicher Betäubung entfernt und in ein Speziallabor geschickt. Die Entfernung dauert nur wenige Minuten und wird vom Hautarzt ambulant durchgeführt. Das Ergebnis dieser Untersuchung gibt dann Aufschluss darüber, wie im Weiteren verfahren werden sollte.

Muttermal Therapie / Behandlung

In den meisten Fällen sind Muttermale nicht behandlungsbedürftig und es sind keine Therapiemaßnahmen erforderlich. Doch wie bereits beschrieben, können sich aus gutartigen Zellen auch bösartige entwickeln, die vor allem zu Hautkrebs führen können. Nach der Diagnose dieser Muttermale kann die Therapie dann unterschiedlich angegangen werden. Möglicherweise schlägt der Hautarzt vor, weitere auffällige Flecken zu entfernen, um das Risiko zu minimieren, dass sich hieraus Hautkrebs entwickeln kann. In anderen Fällen reicht es aber auch, die Haut ein wenig schonender zu behandeln und beispielsweise intensives Sonnenbaden und vor allem Sonnenbrände zu vermeiden.

War einmal der Verdacht auf eine bösartige Veränderung vorhanden, sollte der Patient einmal jährlich seinen Hautarzt aufsuchen, um die anderen Muttermale anschauen zu lassen. So lassen sich Veränderungen schon in einem Anfangsstadium erkennen, das häufig noch ungefährlich ist. Darüber hinaus gibt es die sogenannte ABCDE-Regel, die jeder für sich Zuhause zur Eigenkontrolle anwenden kann. A steht für Aussehen – verändert sich die Größe ist das ein Warnsignal. B bedeutet Begrenzung und beschreibt, dass eine runde Form unbedenklich ist. C steht für Color, also das englische Wort für Farbe. Auch Veränderungen in dieser Richtung können ein Hinweis auf eine beginnende Erkrankung sein. D ist der Durchmesser, dieser sollte sich nicht erheblich vergrößern. Schließlich folgt das E, das die Erhabenheit des Muttermals symbolisiert. Steht es weiter von der Haut ab als üblich, sollte ein Facharzt einen Blick darauf werfen.

Muttermal Verlauf

Der typische Verlauf ist absolut unauffällig und unbedenklich. In den allermeisten Fällen macht ein Muttermal keine Beschwerden und verursacht keinerlei Erkrankungen. Nur in seltenen Fällen verändert es sein Aussehen oder die Form und wird dadurch behandlungsbedürftig. Eine solche Veränderung erhöht das Risiko auf Hautkrebs und sollte von einem Hautarzt nach den beschriebenen Methoden untersucht und behandelt werden.

Muttermal Vorbeugen

Wirklich vorbeugen kann man der Entstehung von Muttermalen nicht, da die Veranlagung genetisch festgeschrieben ist. Allerdings gibt es Risikofaktoren, die das Entstehen fördern oder auch die Zellzusammensetzung verändern können. Intensives Sonnenbaden fördert das Hautkrebsrisiko ohnehin, von daher sollte immer auf einen ausreichenden Sonnenschutz geachtet werden. Auch hormonelle Veränderungen wie etwa in der Pubertät oder in der Schwangerschaft fördern das Entstehen von Muttermalen, wobei diese in aller Regel gutartig sind. Um Hautkrebs vorzubeugen, ist es vielmehr wichtig, die vorhandenen Male zu beobachten und auch kleine Veränderung gleich von einem Facharzt kontrollieren zu lassen. Außerdem ist in diesem Zusammenhang noch die kosmetische Entfernung von Muttermalen zu erwähnen.

Natürlich gibt es Male, die an sehr ungünstigen Körperstellen sitzen. Möglicherweise entsteht hier oft Reibung durch Kleidung oder Ähnliches. Dies kann zu Entzündungen führen. In diesem Fall ist eine Entfernung sicherlich gerechtfertigt. Wer sich ein Muttermal allerdings aus rein kosmetischen Gesichtspunkten entfernen lassen möchte, sollte dies trotzdem vorher von einem Arzt abklären lassen. Denn mittlerweile können Laserbehandlungen zur Entfernung eines Muttermals auch von Personen vorgenommen werden, die keine Ärzte sind. Allerdings ist die Gefahr groß, dass zum Beispiel eine Kosmetikerin einen veränderten Fleck nicht erkennt. Sollten allerdings Hautkrebszellen vorliegen, ist das Lasern sehr gefährlich und kann den Krankheitsverlauf negativ beeinflussen. Vor einer Entfernung sollte also immer ein Arzt zu Rate gezogen werden.

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