Mumps

Mumps ist eine vom Mumpsvirus hervorgerufene Infektionskrankheit. Mediziner sprechen von Parotitis epidemica aber der Begriff Mumps oder auch der umgangssprachliche Name Ziegenpeter sind allgemein hin besser bekannt. Mumps gehört zu den Kinderkrankheiten wie Masern und Windpocken, aber genau wie alle anderen Kinderkrankheiten kann Mumps auch bei Erwachsenen auftreten. Das Mumpsvirus gibt es auf der ganzen Welt und die Krankheit ist hoch ansteckend. Sie verbreitet sich durch Tröpfcheninfektion also durch Husten, Niesen und Körperkontakt.

In Deutschland sind die meisten Menschen mittlerweile gegen Mumps geimpft, aber es kommen doch immer wieder Fälle von Mumpserkrankungen vor, die dann auch Erwachsene betreffen, die keinen Impfschutz haben. Die Ansteckungsgefahr besteht bereits einige Tage vor dem ersten Auftreten von Symptomen und mehr als eine Woche nach Ausbruch der Krankheit. Wer einmal eine Mumpserkrankung überstanden hat, der ist in der Regel sein Leben lang immun gegen das Virus. Wie die meisten Kinderkrankheiten nimmt Mumps bei Kindern bis zur Pubertät meist einen unangenehmen aber eher harmlosen Verlauf ein. Gefährlich ist die Krankheit eigentlich nur für Erwachsene, die über das Alter der Pubertät heraus sind und die sich mit Mumps anstecken.

Mumps kann bei erwachsenen Patienten einen sehr schweren Verkauf haben und zu zahlreichen Komplikationen führen, die teilweise sogar bleibende Schäden hinterlassen. Eine wirksame Impfung ist in Deutschland erhältlich und wird allen Kindern empfohlen.

Mumps Ursachen

Mumps SymptomeMumps wird durch das Mumpsvirus hervorgerufen, welches von Mensch zu Mensch durch Tröpfcheninfektion übertragen wird und sehr ansteckend ist.

Mumps Symptome

Bei Mumps treten meist Fieber und ein allgemeines Schwächegefühl auf. Oft kommen Halsschmerzen, Ohren- und Kopfschmerzen hinzu. Die Ohrspeicheldrüse schwillt bei vielen Betroffenen an und diese Schwellung ist meist sehr schmerzhaft und gut sichtbar, weil der gesamte Kopfbereich um das Ohr herum anschwillt und die Ohrläppchen mitunter abstehen. Bei dreiviertel der Erkrankten betrifft diese Entzündung der Ohrspeicheldrüse beide Ohren, bei einem Drittel nur eine Seite.

Auch andere Speicheldrüsen können sich entzünden und anschwellen. Durch die Schwellungen treten auch teilweise Beschwerden beim Kauen auf. Vor allem bei Kindern entzünden sich meist auch die Atemwege. Mumps dauert normalerweise zwischen drei und acht Tagen.

Mumps Diagnose

Mumps erkennt man schnell an den geschwollenen Ohrspeicheldrüsen. Bei Schwellungen im Bereich der Ohren wird meist eine Untersuchung im Hinblick auf Mumps eingeleitet. Die Diagnose ist dann mit Sicherheit gestellt, wenn im Blut Antikörper gegen Mumpsviren festgestellt werden. Nur selten lässt sich hingegen das Virus an sich im Blut, im Speichel oder Urin nachweisen.

Mumps Therapie / Behandlung

Bei einer durchschnittlichen Mumpserkrankung werden Bettruhe und fiebersenkende Mittel verordnet. Manchmal werden Schmerzmittel nötig und natürlich ist es wichtig, viel Flüssigkeit zuzuführen. In der Regel führt diese Therapie innerhalb weniger Tage zur Besserung und die Mumps klingt ab, was ihr normaler Verlauf ist. Nur wenn Komplikationen auftreten, wird eine Behandlung im Krankenhaus nötig. Komplikationen treten meist nur bei Erwachsenen auf. Im Krankenhaus werden die Komplikationen behandelt, wenn sie auftreten. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn die Patienten eine Hirnhaut- oder Hirnentzündung aufweisen oder wenn die Bauchspeicheldrüse, Eierstöcke oder Hoden betroffen sind.

Mumps Verlauf

Mumps hat bei Kindern meist seine leichtere Verlaufsform. Kinder bekommen Fieber, das in den ersten Tagen recht hoch sein kann. Ihre Ohrpartien schwellen an und sie klagen über Kopfschmerzen. Nach wenigen Tagen gehen die Schwellungen und Schmerzen zurück, das Fieber klingt ab und die Krankheit ist überstanden. Man sollte dennoch ein paar Tage nachdem keine Symptome mehr auftreten noch im Haus bleiben, denn die Ansteckungsgefahr besteht auch noch einige Tage über die Symptomfreiheit hinaus.

Je älter der Patient jedoch ist, desto höher ist das Risiko, dass die Mumps eine heftigere Form annimmt und Komplikationen entstehen. Es kann bei fünf bis zehn Prozent der Patienten dazu kommen, dass die Entzündungen auf die Hirnhäute übergreifen und sich eine Meningitis entwickelt. Die Entzündung der Gehirnhaut kann unter Umständen zu einer Gehirnentzündung werden und im schlimmsten Fall sogar zu dauerhaften Hirnschädigungen führen.

In seltenen Fällen kann sogar aus der Entzündung der Ohren eine Schwerhörigkeit entstehen. Dies tritt jedoch nur bei einem von 10.000 Erkrankten auf. Die Entzündung der verschiedenen Drüsen am Kopf kann auch auf andere Drüsen wie die Bauchspeicheldrüse, die Hoden und Eierstöcke übergreifen. Männer, die sich nach der Pubertät mit Mumps infizieren, haben ein 25 prozentiges Risiko, eine sehr schmerzhafte Hodenentzündung zu erleiden, die in vielen Fällen zu dauerhafter Unfruchtbarkeit führt. Für Frauen ist Mumps dann besonders gefährlich, wenn sie während der Schwangerschaft auftritt, besonders in den ersten drei Monaten, weil die Erkrankung häufig zu Fehlgeburten führt.

Mumps Vorbeugen

Vor einer Mumpsansteckung kann nur die Impfung schützen. Die Impfung wird im Kindesalter empfohlen, um nicht das Risiko einzugehen, im Erwachsenenalter mit Mumps infiziert zu werden und schwere Komplikationen oder gar dauerhafte Schäden davonzutragen. Geimpft werden in Deutschland Kinder zwischen einem Jahr und fünfzehn Monaten. Die Impfung wird meist gemeinsam mit der Impfung gegen Masern und Röteln in Kindergärten angeboten. Eine zweite Impfung wird etwa ein halbes Jahr danach durchgeführt, um lebenslangen Impfschutz zu garantieren.

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