Multiple Sklerose

Die Multiple Sklerose (MS) ist eine chronische Entzündung des zentralen Nervensystems, welches Gehirn und Rückenmark bilden. Bei einer MS werden die elektronischen Impulse nicht mehr richtig weitergeleitet. Ist ein Patient an Multiple Sklerose erkrankt, ist das Myelin, bei dem es sich um eine fetthaltige weiße Substanz im Inneren der Isolierschicht, die die Nervenfasern umfasst, handelt, geschädigt. Diese Schädigung kann an vielen – multiplen – Stellen auftreten und diese verhärten (hart = skleros aus dem griechischen). Aus diesem Aspekt kommt der Name Multiple Sklerose. Meist tritt die Krankheit zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr auf, Frauen sind hiervon häufiger betroffen als Männer. Aber auch bei Personen, die das 50. Lebensjahr überschritten haben, sowie bei Kleinkindern kann die Krankheit unter Umständen auftreten.

Eine Multiple Sklerose kann viele andere Beeinträchtigungen des Körpers nach sich ziehen. So kann das Sehvermögen leiden, der Patient kann spastische Lähmungen entwickeln häufig treten auch Erschöpfungszustände auf. Diese Symptome der MS kommen häufig in Schüben, das heißt ein Patient kann durchaus über längere Zeit beschwerdefrei sein, bevor ein neuer Schub den Zustand wieder beeinträchtigt. Trotz vieler Forschungen konnten die Ursachen für die Entstehung einer MS noch nicht ganz geklärt werden.

Multiple Sklerose Ursachen

Multiple Sklerose Symptome & UrsachenDie Forscher vermuten, dass die Ursachen der Multiplen Sklerose in Umwelteinflüssen und Erbfaktoren zu Störungen im Immunsystem führen. Doch die genaue Ursache der MS ist bislang noch nicht geklärt.

Multiple Sklerose Symptome

Die Symptome der Multiplen Sklerose sind ganz unterschiedlich und können von Patient zu Patient durchaus auch variieren. Als mögliche Anzeichen gelten vor allem plötzlich auftretende Sehstörungen, Lähmungserscheinungen von Armen oder Beinen oder aber auch Empfindungsstörungen. Denn da die MS an vielen Stellen auftreten kann, ist auch immer wieder ein anderer Bereich des Körpers betroffen. So ist aber statistisch erwiesen, dass zu Beginn einer Multiplen Sklerose vor allem häufig Empfindungsstörungen in den Armen oder Beinen des Patienten auftreten, er sich ansonsten aber körperlich völlig in Ordnung fühlt.

An zweiter Stelle stehen die Sehstörungen. So kann ein Patient zum Beispiel auf einem Auge plötzlich nur noch verschwommen sehen, dieses Symptom tritt häufig bei den jüngeren Patienten auf. Zu Beginn der Krankheit kann es aber ebenso auch zu Lähmungserscheinungen oder Steifheit der Muskeln in Armen oder Beinen kommen. Gleichzeitig kann es sodann auch zu Gleichgewichtsstörungen des betroffenen Patienten kommen. Nach längerem Verlauf der Multiplen Sklerose können hierzu weitere Störungen der unterschiedlichsten Art, wie zum Beispiel Störungen bei der Darmentleerung, Störungen des Sprachzentrums, Störungen bei der Blasenentleerung und natürlich psychische Störungen bei den schwerer Erkrankten. Die Multiple Sklerose kann durchaus auch zu einem frühen Tod des Patienten führen.

Multiple Sklerose Diagnose

Um die Diagnose Multiple Sklerose stellen zu können, bedarf es vieler Untersuchungen durch den Arzt. So muss bei Verdacht ein Neurologe hinzugezogen werden, der Gleichgewicht, Koordination, Sinnesorgane und Beweglichkeit neurologisch überprüft. Gleichzeitig wird die krankheitliche Vorgeschichte des Patienten hinzugezogen sowie ähnliche Leiden innerhalb der Familie verglichen. Wird der Verdacht hierbei auf eine Multiple Sklerose verstärkt, kann der Neurologe auf Hirnaufnahmen und Nervenwasseruntersuchungen des Patienten zurückgreifen.

Eine Blutabnahme ist in diesem Fall nur dazu da, andere Beschwerden und Krankheiten auszuschließen, eine Multiple Sklerose ist hierdurch nicht nachweisbar. Die Diagnose steht fest, wenn die sogenannten MCDonald-Kriterien erfüllt sind. Die Fassung dieser Kriterien wurde im Jahr 2010 erneuert, und sollte dem behandelnden Arzt als Vorlage dienen. Es ist jedoch bei der Diagnose der Multiplen Sklerose wichtig, dass andere Erkrankungen, wie Borreliose, Syphillis oder HIV völlig ausgeschlossen wurden.

Multiple Sklerose Therapie

Leider ist es so, dass eine Multiple Sklerose nie geheilt, nur aufgehalten und gelindert werden kann. Der Patient muss daher lernen, mit dieser Krankheit im besten Sinn zu leben. Hierbei helfen neben den Medikamenten die der behandelnde Arzt verschreibt, vor allem Therapien, wie zum Beispiel Ergotherapie, Physiotherapie und Logopädie. Vor allem eine psychische Betreuung ist für den Patienten auf lange Zeit wichtig, damit er lernt, mit der Krankheit zu leben. Bei akuten Schüben werden oft Plasmapherese und Kotikosteroide gegeben, um diese Schübe schnell in den Griff zu bekommen und abklingen zu lassen.

Bei der Langzeitbehandlung setzen die Ärzte auf Glatirarneracetate und Interferone, damit das Immunsystem gestärkt wird und weitere Schübe dadurch gelindert oder gestoppt werden können. Wie gut die Langzeitbehandlung anschlägt, hängt immer auch von dem einzelnen Patienten und den äußeren Einflüssen ab. Stärkere Mittel, wenn die oben genannten bei einer Langzeitbehandlung nicht ausreichend genug sind, sind Chemotherapeutika oder Therapieformen, die die Antikörper anregen sollen. Gleichzeitig können auch alle auftretenden Symptome, wie Sehstörungen, spastische Lähmungen oder andere für sich behandelt werden, damit eine Besserung, aber nie eine Heilung eintreten kann.

Empfohlen wird zudem eine ausgewogene Ernährung, wobei hier auch jeder Patient wieder sein eigenes Wohlbefinden in den Vordergrund stellen sollte, denn bislang ist ebenfalls nicht erwiesen, dass bestimmte Lebensmittel die Multiple Sklerose positiv beeinflussen könnten. Leidet ein betroffener Patient zum Beispiel unter Störungen der Motorik, so kann eine Physiotherapie eine gute Hilfe sein, um die Bewegungsabläufe des Körpers wieder besser in den Griff zu bekommen. Aber leider muss ein Patient mit der Diagnose Multiple Sklerose lernen, mit der Krankheit zu leben und hierbei können ihm Selbsthilfegruppen, die Familie oder eine unterstützende Psychotherapie helfen.

Multiple Sklerose Verlauf

Es gibt zwei Verlaufstypen der Multiplen Sklerose. Zum einen gibt es den schubförmigen Verlauf, der häufig zu Beginn der Krankheit erfolgt, sowie den voranschreitenden chronischen Verlauf in den der schubförmige Verlauf nach einiger Zeit übergeht. Man spricht von einem Schub, wenn ein neues Symptom mehr als 24 Stunden andauert, die Schübe kommen meist in einer Folge von circa 30 Tagen. Diese Schübe können begünstigt werden durch psychischen Stress oder auch Infektionen. Ein solcher Schub, kann je Patient mehrere Tage bis zu mehreren Wochen andauern.

Meist bilden sich nach Abklingen des Schubes auch alle Symptome wieder zurück. Geht die Krankheit in das chronische Stadium über, so hat der Patient auch weiterhin ab und zu Schübe, bei denen die Beschwerden und Symptome jedoch nicht ganz abklingen und somit die Krankheit immer weiter voranschreitet. Nicht jeder Patient muss zwangsläufig mit schweren Behinderungen, wie zum Beispiel einer Beinlähmung und somit einem Leben im Rollstuhl rechnen. Aber es gibt bei der Multiplen Sklerose durchaus auch schwere Krankheitsverläufe, die mit einem frühen Tod des Patienten enden können. Die Krankheit ist aber so unterschiedlich wie jeder Mensch. So kann es sein, dass ein Patient mit MS sehr alt wird und nie im Rollstuhl gesessen hat, ein anderer dagegen schon im frühen Stadium seiner Krankheit auf den Rollstuhl nicht verzichten konnte.

Multiple Sklerose Vorbeugen

Da die Ursachen der Multiplen Sklerose bislang immer noch nicht geklärt sind, kann dieser Krankheit leider auch nicht vorgebeugt werden.

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